Blutzucker von 500

Dieses Thema enthält 33 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar JayJay 17.01.2018 um 18:13.

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 34)
  • Autor
    Beiträge
  • #90509 hilfreich: 0
    Avatar
    Thomas
    Beiträge: 492

    Hallo zusammen,

    Meine Nachbarin hat vergangene Woche ein paar Tage im Krankenhaus verbracht weil sie einen Blutzuckerspiegel von 509 hatte. Jetzt muss sie Insulin spritzen und nachts auf ein Langzeitinsulin zurückgreifen. Darüber hinaus ist sie übergewichtig und bewegt sich kaum, also der klassische Kandidat

    Meine Frage jetzt, wie geht man sowas Ernährungtechnisch am besten an?
    Highcarb/lowfat oder eher lowCarb?

    Klar, ihr wurde gesagt Bewegung und abnehmen
    Aber ob sie das so macht????

    Egal, mich interessiert es wie man sowas „beheben“ kann

    Danke euch vorab

    #129403 hilfreich: 0
    Avatar
    hans
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 781

    Zitat von Thomas im Beitrag #1


    Meine Frage jetzt, wie geht man sowas Ernährungtechnisch am besten an?


    Mal aufnehmen / schauen was Sie aktuell isst/mag und darauf aufbauen. Versuche "Brücken" zu bauen… zu viel Änderung auf einmal schaffen viele nicht.

    Meine ‚Basis‘-Strategie wäre:
    – Viel Gemüse -> Macht den Magen voll und hat verhältnismäßig wenig Kalorien.
    – Fett würde ich nach McDougal, Esselstyn & Co. auf 10-15% Kalorisch runterschrauben. Also alles an konzentrierten Fettem (Öle, Butter, Streichfette, viele Milchprodukte und viel vom Fleisch streichen).
    – Energie über vollwertige Kohlenhydrate -> Kartoffel, Hirse, Haferflocken, Hülsenfrüchte (haben auch gut Protein), in Maßen (weißer) Reis, etc.
    – Zurückhaltend mit Obst. Max. 3 Stück würde ich nicht überschreiten.. meist Süß das zeug und dann hat man wieder den Zucker-Heißhunger. Ggf. Beeren zum Müsli.

    Zitat von Thomas im Beitrag #1


    Klar, ihr wurde gesagt Bewegung und abnehmen


    Ernährung ist meines Erachtens wichtiger als Bewegung – wobei Sie natürlich auch so viel Raus wie möglich sollte – spazieren gehen – keine Brille – frische Luft!

    Hat Sie ggf. eine Zuckersucht? Schau mal hier -> DesMaisons
    Auch Probleme mit Herz und Arterien? -> Esselstyn

    Vielschichtiges Thema….

    LG
    Hans

    #129404 hilfreich: 0
    Avatar
    ChristineH
    Beiträge: 809

    "Beheben" kann man das, indem man weniger Kalorien zuführt, als verbraucht werden. Egal, ob low carb high fat oder ob Potato Hack, beides funktioniert. Meiner persönlichen Erfahrung nach (ich bin seit Jahrzehnten stark übergewichtig) ist sowas wie die Perfect Health Diet http://perfecthealthdiet.com/wp/wp-conte…late-german.png leichter, weil man mehr Sättigungsgefühl hat.

    Man kann natürlich auch sagen: Iss keine Industrieprodukte, mach den Teller zu zwei Dritteln mit mindestens 4 Gemüsesorten pro Mahlzeit voll und einem Drittel Fleisch, Fisch oder Eiern. Trink Tee oder Wasser. (Sprich: Keine Wurst, kein Käse, kein Brot, Nudeln, Pudding, Süßigkeiten, Limos, etc.)

    Damit ist schon sehr viel gewonnen.

    Das mit dem "nimm ab" ist zwar wahr, aber wenig hilfreich – Dicke haben oft schon jahrelang versucht, abzunehmen; wenn es so einfach wäre, wie Dünne es sich vorstellen, hätten sie es schon lange getan, das kannst Du mir glauben. "Mehr Bewegung" war und ist auch für mich so ein Ding. Sagt sich als Dünner leicht, der nicht über 100 kg mit fast null Muskeln bewegen soll. Täglich eine halbe Stunde spazierengehen ist da auch schon ein guter Startpunkt.

    Kann natürlich sein, dass sie durch den Krankenhausaufenthalt wachgerüttelt wurde und bereit ist, mehr zu verändern. Dann kannst Du mehr ins Detail gehen bei der Ernährung (Kalorienzählen usw.) und vielleicht auch mal ein Gymnastikprogramm empfehlen. Ich hab damals eine DVD zu Hause laufen lassen mit Pilatesübungen für Dicke.

    #129405 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 508

    scan mal den Blog nach GLP und Beta Zellen, sowie Insulin Resistenz im allgemeinem.
    Vorallem müssen die Entzündungen (Interleukine etc) angegangen werden. Nicht auf ein Pferd setzen, sondern auf alle. Dann sind die zu nehmenden einzelnen Mengen nicht so hoch und die Verträglichkeiten sind besser. Gedult mitbringen, aber alles tun, um die zugeführte Insulinmenge zu reduzieren – daran stirbt man langsam bei vollem Bewusstsein, man kann nur die Geschwindigkeit bestimmen.

    Abnehmen und mehr Muskelmasse, um besser die Glukose zu speichern, ist bedeutsam.
    Also so viel Protein wie vertäglich ist, Kohlenhydrate/Stärke gegen Null und vorallem gar keine verarbeiteten Produkte ( nur etwas essen wo man das Ausgangsprodukt noch erkennt).

    Gruss

    #129406 hilfreich: 0
    Avatar
    Thomas
    Beiträge: 492

    Hallo,

    Jetzt haben wir schon die Problematik der unterschiedlichen Ansätze

    Einmal viele Carbs und einmal Carbs gegen null.

    Deswegen ist der Ansatz für mich unklar. Sag mal jemandem der 500 Zucker hat, du sollst jetzt Kohlenhydrate essen.
    Klar, man muss die Zellen auch wieder dazu bringen KH zu verwerten um eine IR umzukehren, andererseits sind durch den Umstand dass sie übergewichtig ist auch permanent fette im Umlauf.
    Von der Logik her würde ich erst mal sagen sowas wie PSMF, andereseits schrieb Chris auch mal was von Kempner und der Reis Diät

    Echt schwierig

    #129407 hilfreich: 0
    Avatar
    Tommy
    Teilnehmer
    4 pts
    Beiträge: 1157

    Das liegt daran, dass viele Wege nach Rom führen und nicht jeder Ansatz für jeden geeignet ist

    #129408 hilfreich: 0
    Avatar
    Anna
    Beiträge: 66

    Hat sie nun Diabetes vom Typ 1?

    Ich kenn mich nur mit Diabetes vom Typ 2 aus, dafür ist eine nicht alkoholische Fettleber schuld. Die Leber muss entfettet werden, dazu muss man ein Kaloriendefizit haben.
    Ob die Kalorien dann in lowcarb oder highcarb daherkommen, ist dann wurscht, es wird ja alles verbrannt. Da muss man sehen, was einen am besten sättigt.

    Bei Diabetes vom Typ 1 muss der Insulin der Ernährung angepasst werden, das muss erst gelernt werden. Da sind plötzliche Ernährungsumstellungen wohl nicht so eine gute Idee.

    Mehr Bewegung ist gut, langsam anfangen, wenn man vorher nichts getan hat.

    #129409 hilfreich: 0
    Avatar
    Thomas
    Beiträge: 492

    Hi Anna,

    Das kann ich leider nicht sagen, werde sie bei Gelegenheit aber mal fragen

    #129410 hilfreich: 0
    Avatar
    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Thomas im Beitrag #5


    Jetzt haben wir schon die Problematik der unterschiedlichen Ansätze

    Einmal viele Carbs und einmal Carbs gegen null.

    Deswegen ist der Ansatz für mich unklar.


    https://edubily.de/ketogen/kalorienbilanz-entscheidend/
    Es kommt auf die Kalorienbilanz an. Also kommt es darauf an, was die Nachbarin gut durchhalten kann. Extreme Ernährungsweisen wird sie wohl nicht lange durchhalten können. (Sonst könnte sie mit einer reinen Kartoffeldiät beste Ergebnisse erzielen, die ist "unlecker" und verführt nicht zum Überessen.) Das ist der Hintergrund, warum ich die PHD empfahl. Ist recht einfach zu erklären und zu verstehen und macht trotzdem satt bzw. lässt immer noch viel Auswahl.

    Und ein Buch gäb’s auch dazu, auf Deutsch.
    (PS: Öhm, anscheinend doch nicht?)

    #129411 hilfreich: 0
    Avatar
    hans
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 781

    Zitat von ChristineH im Beitrag #9


    Es kommt auf die Kalorienbilanz an.


    Da gehe ich mit – wobei auch Chris in seinem erstem Buch noch etwas zur den fetten & KH’s geschrieben hat (Verstoffwechselung, Insulin-Resistenz) was dem was McDougal & Co. (deutlich mehr KH als Fett) deutlich entgegenkommt. Das was ich geschrieben habe praktiziere ich aber grob selber so, wobei ich nie ein Übergewichtsproblem hatte (BMI immer im so um 21 +/- 1). Einzig etwas Fisch habe ich seit ca. 6-7 Monaten versuchsweise dazu genommen.

    Wichtig auch: Fett ist Energiedicht & macht den Bauch nicht voll! (Video anschauen) Deswegen finde ich es – auch meiner Perspektive – einfacher ganz viel Gemüse zu essen (gerne auch viel vom Stärkefreiem) um den Bau voll zu machen. Genug Fett ist überall automatisch drin – alleine Haferflocken haben um die 15%. Deswegen sollten auch keine Nüsse gegessen werden und bei Samen & Saaten sollte der/diejenige vorsichtig sein (weswegen ich Sie auch nicht erwähnt hatte).

    Wie hier schon erwähnt… viele Wege führen nach Rom… jeder muss selber entscheiden – und den Weg seiner (aktuellen) Überzeugung gehen. Ggf. Hilft ja das verlinkte Video Deiner Bekannten weiter.

    LG
    Hans

    #129412 hilfreich: 0
    Avatar
    julesg88
    Teilnehmer
    Beiträge: 90

    Wie wäre es mit ordentlich Fleisch (wenig bis mittlerer Fettgehalt) + Gemüse (nicht stärkehaltig) ?

    Ist automatisch LC, trotzdem wenig fett (kommt bei ihr aus dem Körper), Hypokalorisch, Nährstoffreich.

    Das für ein paar Wochen, dann auf PHD.

    #129413 hilfreich: 0
    Avatar
    hans
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 781

    Zitat von julesg88 im Beitrag #11


    Wie wäre es mit ordentlich Fleisch (wenig bis mittlerer Fettgehalt) + Gemüse (nicht stärkehaltig) ?


    Frage: Was soll der Vorteil von ‚ordentlich‘ Fleisch sein? Ist ‚ordentlich‘ mehr als 1 mal pro Tag Fleisch zu den Mahlzeiten (was ja schon recht viel ist)? Und wenn: Welches? Das was sofort Krebs macht (verarbeitetes Fleisch -> WHO -> Kategorie 1) oder das, was weniger schlecht ist (rotes -> 2A), das mit NeuG5c (Schwein, Rind, Schaf) – oder der Rest (u.a. Geflügel & Fisch)?

    Zudem: Wenn die Dame mit dem hohem Blutzucker ggf. schon Problem mit hohen Blutfettwerten hat (Vermutung), warum dann noch mehr Fett drauf kippen? Warum nicht die Blutfettwerte (durch aktiven Fettverzicht) senken, damit (potentiell) auch die Insulinresistenz gemildert wird und die KHs auch (als APT) wieder in die Zellen kommen können? Zudem: Überschüssiges Fett wird sehr effektiv eingelagert / gespeichert. Überschüssige Kohlenhydrate werden nicht mal so eben in Fett gewandelt und gespeichert – und wenn doch, dann nach allem was ich gelesen habe (inkl. Chris sein Handbuch) deutlich ineffizienter.

    LG
    Hans

    #129414 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 508

    Zitat


    Überschüssige Kohlenhydrate


    Kohlenhydrate sind nicht esssentiell und überschüssige brauchen auch zusätzliches Insulin mit all seinen Nebenwirkungen.

    Protein zuführen, etwas grünes Gemüse dabei,Ende. Energieträger sind wohl vorerst nicht benötigt.
    Muskeltraining um den Energiebedarf zu erhöhen, bzw den Glukosespeicher zu vergrößern. Sind die Speicher leer, aufgrund der Ernährung und Training, ist Insulinsensivität kein Thema mehr. Jedes bischen zählt, Compount Effekt.

    (unverarbeitetes) Fleisch macht kein Krebs, ein Mangel oder Überschuss an etwas anderem macht Krebs.

    Gruss

    #129415 hilfreich: 0
    Avatar
    hans
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 781

    Zitat von Zopiclon im Beitrag #13


    Zitat


    Überschüssige Kohlenhydrate


    Kohlenhydrate sind nicht esssentiell und überschüssige brauchen auch zusätzliches Insulin mit all seinen Nebenwirkungen.


    Du hast meine Aussage aus dem Kontext gerissen und antwortest nur auf zwei Worte…

    Zitat von Zopiclon im Beitrag #13


    Protein zuführen, etwas grünes Gemüse dabei,Ende. Energieträger sind wohl vorerst nicht benötigt.


    Wenn der/diejenige das durchhält… also massiv unterkalorisch zu essen… hört sich für mich wie eine Crashdiät an… meine vorgeschlagene Strategie ist etwas was auch langfristig über Jahre funktioniert.

    Zitat von Zopiclon im Beitrag #13


    (unverarbeitetes) Fleisch macht kein Krebs, ein Mangel oder Überschuss an etwas anderem macht Krebs.


    Wenn Du meinst das so einfach zu pauschalisieren ist…

    LG
    Hans

    #129416 hilfreich: 0
    Zopiclon
    Zopiclon
    Teilnehmer
    1 pt
    Beiträge: 508

    Ja richtig,
    Ich antworte auf zwei aus dem Kontext gerissene Worte. Deine gesamte Wort Folge ist für sich korrekt, wenn man die Nebenwirkungen durch die Tatsache, das man Insulin zu führen muss , welche einem langsam aber stetig sterben lässt, ausser acht lässt.

    Hauptsächlich (grünes) Gemüse mit etwas Fleisch klingt nicht nach crash Diät, das klingt nach viel Volumen, um satt zu werden. Ebenso nach vielen Micro Nährstoffen.

    Ich glaube das einzige Problem ist ,wie so oft , die “Zucker sucht“.

    Gruss

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 34)

Sei müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.