Bevorstehende Blutuntersuchung und ein paar Fragen

Dieses Thema enthält 21 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Anonym 20.01.2015 um 14:18.

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  • #87711 (0)
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    Huppat
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    Erst einmal Hallo allerseits,

    habe jetzt bereits viel hier im Forum gelesen und habe auch das Buch bereits durch.
    Nun steht diese Woche ein Besuch im Labor an. Dort sollen die von Chris im Buch empfohlenen Werte gescheckt werden, also
    Ferretin+Hämoglobin, TSH+T3, Magnesium, Zink und Selen.

    Und hier auch die erste Frage: Warum kein Jod? Ist das schlecht messbar? Oder gibt es sonst einen Grund?
    Wäre doch für ein eventuell folgendes Schilddrüse Protokoll gut zu wissen oder nicht?

    Womit wir auch bei Frage 2 wären, Thema Schilddrüsenprotokoll.
    Ich habe jetzt schon mehrere Male gelesen das es nicht gerade gut sein soll hohe Dosen Jod zuzuführen.
    Daher bin ich da etwas ängstlich. Hier mal ein Ausschnitt aus Wikipedia ( ja, ich weiß, aber spiegelt das wieder was ich auch sonst so lese)

    "Nach Aufnahme von größeren, im Milligrammbereich liegenden Dosen von Iodverbindungen treten Reizwirkungen an Haut und Schleimhäuten auf. Dies kann zum „Jodismus“ führen, einhergehend mit den Symptomen Schnupfen („Jodschnupfen“), Konjunktivitis, Bronchitis und Exanthemen. Die Wirkung auf die Bronchialschleimhaut hat dazu geführt, dass Iodsalze früher als Expektorans benutzt wurden. Andererseits kann hochdosiertes Iodid bei Hyperthyreose zur Suppression genutzt werden, da es die Freisetzung und die Synthese von Schilddrüsenhormonen hemmt."

    Besonders auch der letzte Teil, würde doch genau das Gegenteil vom erhofften heißen!?
    Und die Sache mit der Überdosierung, habe auch schon gelesen das dies auch unbehandelt zum Tod führen kann.

    Vielleicht kann Chris mich ja mal diesbezüglich aufklären.

    Ansonsten hab ich noch den Testo Test von Medibere zu Hause und vor 2 Monaten mal nen Vitamin D Test gemacht.
    Lag damals bei 44,8ng, allerdings seit dem nichts supplementiert.

    Gibt es sonst noch etwas sinnvolles zum Testen? Oder reicht das erstmal aus?

    Vielen Dank schon mal und sorry für den langen Text ;)

    #99078 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Zitat


    "Nach Aufnahme von größeren, im Milligrammbereich liegenden Dosen von Iodverbindungen treten Reizwirkungen an Haut und Schleimhäuten auf. Dies kann zum „Jodismus“ führen, einhergehend mit den Symptomen Schnupfen („Jodschnupfen“), Konjunktivitis, Bronchitis und Exanthemen. Die Wirkung auf die Bronchialschleimhaut hat dazu geführt, dass Iodsalze früher als Expektorans benutzt wurden. Andererseits kann hochdosiertes Iodid bei Hyperthyreose zur Suppression genutzt werden, da es die Freisetzung und die Synthese von Schilddrüsenhormonen hemmt."


    Zunächst: Herzlich Willkommen und vielen Dank für deine Fragen.

    Also … ich habe Lugolsche Lösung genommen bis zu 50 mg. Keines dieser Symptome war relevant für mich. Es stimmt, dass es rebound-Effekte gibt bei hoher Jod-Dosierung. Die Frage ist allerdings, ab wann der Punkt erreicht ist, an dem ein positiver Nutzen (Absättigung der Schilddrüse und des Körpers) relativiert wird durch einen möglichen Schaden (rebound). Daher habe ich 2-3 Dinge als wichtige Ergänzung genutzt: Dosis langsam steigern, chronische Aspekte vermeiden, Selen-Spiegel hochhalten, bei Empfindlichkeit nicht weiter verwenden. Denn: Bezogen auf hohe Jod-Gaben und Schilddrüsenfunktion ist alles recht individuell.

    Ich persönlich nutze heute auch nicht mehr Lugol, sondern Algen-Produkte.

    #99079 (0)
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    Huppat
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    Ok, also ist ggfsl rantasten bzw. ausprobieren angesagt.

    Was sagst du zu den Messwerten? Hat es einen bestimmten Grund das Jod nicht empfohlen wurde?
    Oder mehr Kosten/Nutzen Frage?
    Wäre doch sicher gut zu wissen wie denn der jodspiegel so ist bevor ich evtl mit Lugolscher Lösung loslege!?

    #99080 (0)
    Chris Michalk
    Chris Michalk
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    Nein, hat keinen bestimmten Grund. Das könnte ich im Buch noch ergänzen. Mir ging’s in erster Linie um ein paar wesentliche Anhaltspunkte, denn eigentlich müsste man eine komplette Analyse machen, um wirklich aussagekräftig etwas beurteilen zu können.

    Jod im Urin messen lassen, so mache ich das immer.

    #99081 (0)
    Markus
    Markus
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    Hallo Huppart,

    eine Jodmessung ist recht ungenau. Und: Du müsstest deinen Urin über 24 Stunden sammeln und die Buddel dann zum Arzt schleppen

    Nimm dir einfach eine Jödlösung zum Desinfizieren (Iod-Povidon) und gib einen Tropfen auf deinen Handrücken: je schneller dieser sich auflöst um so höher ist dein Defizit. Im Idealfall bleibt er für 12 Stunden oder länger erhalten. Das ist natürlich nur ein grobes Schätzeisen! Aber wenn der Fleck schon nach zwei Stunden weg sein sollte….bei der Gabe wirklich großer Jodmengen würde ich zuvor meinen Hausarzt fragen ob evt. eine Schildrüsen-Autoimmunerkrangung vorliegt. Wenn das verneint werden kann steht dir der Weg mit Lugol&Co offen.

    #99082 (0)
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    Huppat
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    Ok, vielen Dank schonmal für die raschen antworten.
    Dann werde ich erstmal oben genannte Werte bestimmen lassen und dann die Ergebnisse mal abwarten.
    Vielleicht passt ja auch soweit alles, wobei ich da starke Zweifel habe aufgrund Körperkomposition und Allgemeinbefinden.
    Abwarten ;)

    #99083 (0)
    Chris Michalk
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    Zitat


    Nimm dir einfach eine Jödlösung zum Desinfizieren (Iod-Povidon) und gib einen Tropfen auf deinen Handrücken: je schneller dieser sich auflöst um so höher ist dein Defizit. Im Idealfall bleibt er für 12 Stunden oder länger erhalten. Das ist natürlich nur ein grobes Schätzeisen! Aber wenn der Fleck schon nach zwei Stunden weg sein sollte….bei der Gabe wirklich großer Jodmengen würde ich zuvor meinen Hausarzt fragen ob evt. eine Schildrüsen-Autoimmunerkrangung vorliegt. Wenn das verneint werden kann steht dir der Weg mit Lugol&Co offen.


    Genau. Das wäre der nächste Schritt gewesen.

    #99084 (0)
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    Huppat
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    Da fällt mir noch was ein. Ist dir eventuell ein Zusammenhang zwischen mangelhaften Schilddrüsenhormonen und Mitochondrien, ATP etc bekannt? Sprich mehr ATP, Mitochondrien etc gleich höhere T3 Spiegel?
    Bzw. auch mehr Bewegung, mehr Ausdauer, weniger Körperfett gleich höhere T3 Spiegel?

    Frage deshalb weil ich schon länger diese Vermutung habe und dies bei mehreren Freunden bzw. auch im speziellen meiner Freundin beobachtet habe.
    Wenig bis keine Bewegung, dadurch mehr Körperfett, wenig Ausdauer bzw. Energie und irgendwann kommt der Arzt und sagt Schilddrüsenunterfunktion.

    Ich versuche irgendwie herauszufinden was zuerst da war bzw was woraus entstanden ist. Und natürlich ob es reversibel sein könnte

    #99085 (0)
    Chris Michalk
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    Zitat


    Da fällt mir noch was ein. Ist dir eventuell ein Zusammenhang zwischen mangelhaften Schilddrüsenhormonen und Mitochondrien, ATP etc bekannt? Sprich mehr ATP, Mitochondrien etc gleich höhere T3 Spiegel?


    Über diesen Zusammenhang habe ich im Buch ein ganzes Kapitel geschrieben :-)

    Also … in die andere Richtung.

    Mitochondrien und ATP = mehr T3 T3 in der Leber beeinflusst durch hepatische Mitochondrien. Aber das ist eine reine Spekulation.

    #99086 (0)
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    Huppat
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    Ok, danke! Ja, das Kapitel kenne ich ;)
    Dachte es gäbe auch im umgekehrten Fall eventuell irgendeine Beziehung.
    Aber dann wäre das ja geklärt ;)

    #99087 (0)
    Chris Michalk
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    Generell ist eher der umgekehrte Fall die Regel … mehr Sport, mehr Bewegung (auch zu exzessiv) reduzieren die T3-Werte, denn insgesamt muss (energetisch gesehen) ein Gleichgewicht gewahrt bleiben.

    #99088 (0)
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    Bringt Seetang was ? Gibts beim Chinesen, zwar gewöhungsbedürftig aber passt schon.

    #99089 (0)
    Markus
    Markus
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    Natürlich. Bei Meerwasseralgen kannst du grob mit 0,5 bis 1,0 mg Jod je Gramm Alge rechnen.

    #99090 (0)
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    Huppat
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    So, Labor is erst mal aufgeschoben. War heute spontan beim Arzt. Habe ihm gesagt das ich denke das was mit meiner Schilddrüse nicht passt, dass ich mich oft schlapp fühle, sehr viel schlaf brauche, leicht Fett ansetze…

    Die Ärztin hat mir Blut abgenommen. Dies wird jetzt nach Hamburg in irgendein spezielles Labor geschickt. Hat irgendwas gemeint das wäre speziell für Schilddrüsen Untersuchungen, gehe also davon aus das nicht nur TSH bestimmt werden soll. Das wird wohl jedes beliebige Labor machen.
    Außerdem macht sie zusätzlich noch ein Blutbild dazu. Weiß leider nicht die genauen Werte was alles.
    Aber wollte nicht noch bohren, war ja schon froh das ich jetzt so alles abgeklärt bekomme. Sollte was fehlen kann ichs ja immer noch selbst bestimmen lassen. Denke Selen, Magnesium und Zink wird wohl nicht dabei sein. Aber mal abwarten.

    Außerdem wird nächste Woche noch zusätzlich ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht.
    Bin mal gespannt. Jedenfalls war es denke ich ne gute Idee das so zu machen.

    #99091 (0)
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    Huppat
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    So, heute meine Ergebnisse bekommen und die Schilddrüse wurde per Ultraschall untersucht.
    Größe der Schilddrüse wäre normal, schön klein, lediglich die linke Seite ein klein wenig kleiner als die rechte.
    Deshalb soll ich im Sommer die Werte nochmal checken lassen.

    Hier mal die Werte, in Klammer jeweils die Referenzwerte:

    Erythrozyten: 5,2/pl (4,1-5,7)
    FT3: 3,4pg/ml (2,0-4,4)
    FT4: 1,41ng/dl (0,9-1,7)
    TSH basal: 2,98µU/ml (0,3-4,2)
    Hämoglobin: 15,8g/dl (13,1-16,8)
    Hämatokrit: 0,47l/l (0,38-0,49)
    Leukozyten: 7,1/nl (3,7-10,1)
    MCH: 30pg (27-34)
    MCHC: 34g/dl (32-36)
    MCV: 90fl (81-99)
    Thrombozyten: 262/nl (150-361)

    So, sieht meiner meinung nach ganz ok aus oder was meint ihr? Das Einzige was mich irritiert ist der TSH Wert.
    Ist der nicht recht hoch? Allerdings ist fT3 und fT4 ja eigentlich ganz passabel oder nicht?

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