Behandlung gegen Gallensteine

Dieses Thema enthält 19 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Vlad 19.11.2018 um 17:52.

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    Alex
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    Ist zwar kein übliches Thema für edubily…ich möchte jedoch gerne eure Meinung zu diesem Thema hören, falls Wissen vorhanden ist.

    Laut Ultraschall hab ich Gallensteine und seit geraumer Zeit kommen leider Schmerzen hinzu. Ich steh also am Scheideweg -> OP oder alternative Behandlung.

    Ich glaub jeder hat schon von Andreas Moritz und "liver flush" gehört. Ich selbst habs auch gemacht: Sprich wochenlang Apfelsäure genommen und dann mit Olivenöl + Grapefruit "gespült". Davor noch Epsom Salz genommen um die Gallengänge zu "weiten". Den Spaß hab ich 4 x gemacht und es is auch ordentlich was rausgekommen, aber geholfen hats scheinbar nix. Naja ein Versuch wars wert.

    Jetzt hab ich folgende Studie gefunden:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1373833/

    Zitat


    To determine the optimum bile acid regimen for rapid gall stone dissolution, 48 gall stone patients were divided into four groups of 12 according to stone diameter and were randomly allocated to receive one of four treatment regimens: bedtime or mealtime chenodeoxycholic acid (CDCA, 12 mg/kg/day) and bedtime or mealtime ursodeoxycholic acid (UDCA, 12 mg/kg/day). An additional 10 patients treated with a combination of CDCA plus UDCA (each 6 mg/kg/day) at bedtime were matched with the 10 patients on bedtime CDCA and the 10 on bedtime UDCA. The gall stone dissolution rates at six and 12 months were determined by standardised oral cholecystography and expressed as the percentage reduction in the gall stone volume after treatment. The gall stone dissolution rate at six months was higher for UDCA than CDCA treatment (median 78% v 48%, p less than 0.01), and for bedtime than mealtime administration (69% v 39%, p less than 0.02). Both differences were greater for stones less than 8 mm diameter. The dissolution rate was faster for combination therapy than for CDCA alone at both six (82% v 36%, p less than 0.05) and 12 months (100% v 54%, p less than 0.05), but was not different from UDCA alone. We conclude that bile acid treatment should be confined to patients with small gall stones and that bedtime administration of combined UDCA and CDCA is likely to provide the most effective and safe combination.


    Scheinbar können mit der Einnahme von Gallensäuren die Steine aufgelöst werden.
    UDCA scheint vielversprechend zu sein: Nachteil das Zeug ist schweineteuer.
    CDCA ist billiger aber eben nicht so effektiv.

    Meine Fragen:
    – Hat sich wer mit dem Thema befasst?
    – Hat wer o.g. Sachen schon probiert?
    – Hat wer eventuell günstige Alternativen?

    Vielen Dank!

    Freundliche Grüße!

    #132100 hilfreich: 0
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    Mo
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    leberreinigungen sind quatsch, da gibt es genug info im netz zu – was raus kommt sind keine steine.

    die leute fühlen sich gut danach, aber das ist eher dem fasten/durchfall geschuldet.

    OP

    eine OP kann helfen, muß nicht, weil: die gallengänge sind in der leber und du kannst dann immer noch koliken/schmerzen haben

    möglcihe Nachteile, wenn das reservoir fehlt (muss aber nicht sein): schlechteres vertragen von fettigem essen

    wenn ich vor der wahl stände:
    keine OP und schauen, daß ich in stressigen zeiten eine wärmflasche in der nähe habe (Entspannung -> entspannung der gefässe, keine schmerzen)

    wärme soll der leber ohnehin gut tun, also mach deine atemeübungen damit und entspanne dabei.

    und mariendistelsamen ist auch gut für die leber, einfach kauen, sind geniessbar.

    #132101 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Was man tun kann, hängt auch davon ab, welche Art von Steinen es sind (also Zusammensetzung).

    Ich hatte welche und auch Koliken, der Arzt riet zu OP als "Mittel der Wahl", ich wollte nicht. Nach einer Ernährungsumstellung verschwanden die Koliken, ob die Steine noch da sind, weiß ich nicht. Das Risiko einer Prankreasentzündung oder einer Porzellangallenblase oder einem Verschluss besteht natürlich weiterhin, aber die Nachteile einer fehlenden Gallenblase sind für mich persönlich schwerwiegender.

    Die "Kur", von der Du schriebst, ist, wie Mo sagt, nutzlos. Es werden emulgierte Fette ausgeschieden, die weder Calcium, noch Bilirubin oder Cholesterin enthalten – die Bestandteile von echten Gallensteinen.

    Stell Deine Ernährung um (das hören die Leute nicht gerne), viel (3 Teller am Tag) Gemüse, keine Pflanzenfette außer Kokosöl oder hochwertigem Olivenöl, kein Getreide außer gelegentlich ein wenig weißem Reis, keine Milchprodukte, hochwertiges, artgerecht gefüttertes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, kein Zucker (auch kein Cola usw.). Damit machst Du generell einen großen Schritt Richtung Gesundheit, nicht nur hinsichtlich der Gallensteine.

    #132102 hilfreich: 0
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    Alex
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    Beiträge: 79

    @ Mo

    Mariendistel kenn ich. Die Studien geben leider kein einheitliches Bild her. Schaden wirds wohl aber nicht das Zeug zu benutzen.

    @Christine
    Danke für den gut gemeinten Rat. Nimms mir nicht übel aber ein Tip an dich. Ernährungstipps im Sinne von Low/High Carb zu geben ist in meinen Augen sinnlos, denn du weißt nicht welchen Metabolismus/Oxidationstyp derjenige hat.

    Gruß

    #132103 hilfreich: 0
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    Tommy
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    Ich sehe in Christines posting weder einen Hinweis Richtung Low carb noch high fat. Sondern vielmehr dass man den ganzen industriellen Müll nicht essen sollte. That‘s the point. Ob du daraus low carb oder was auch immer machst bleibt doch dir überlassen

    #132104 hilfreich: 0
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    Mo
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    Beiträge: 464

    Für all die Tipps müsste man erst zeigen, wie Steine entstehen und ob die aktuelle Ernährung dies fördert.

    Per se zu sagen, laß mal xyz weg ud iss stattdessen abc – nein.
    Ausser man setzt auf Placebo.

    Es gibt sicher auch Menschen, die sich genauso ernähren und Steine haben.

    #132105 hilfreich: 0
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    Alex
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    Beiträge: 79

    @ Mo alles gut! ;)

    Sie schreibt kein Getreide, gelegentlich wenig Reis, kein Zucker = Low Carb. ;)

    #132106 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Zitat von Alex im Beitrag #7


    Sie schreibt kein Getreide, gelegentlich wenig Reis, kein Zucker = Low Carb. ;)


    Ich gebe keinesfalls low carb vor.
    Du kannst Kartoffeln und Kürbis und Süßkartoffeln und Rote Bete usw. essen. Auch etwas Obst. Buchweizen, Quinoa, Linsen, usw.

    Aber wenn Du es mit Morgens-Müsli-mittags-Nudeln-abends-Brot vergleichst, dann, ja dann ist es low carb. Ich bezeichne es als nährstoffdicht.

    Zitat von Alex im Beitrag #4


    Ernährungstipps im Sinne von Low/High Carb zu geben ist in meinen Augen sinnlos, denn du weißt nicht welchen Metabolismus/Oxidationstyp derjenige hat.


    Offensichtlich ist beim Metabolismus ja was nicht in Ordnung, was die Gallensteine verursacht. Da könnte doch eine entgiftende Ernährung, die die Mitochondrien nährt und auch das Mikrobiom pflegt, nicht falsch sein.

    Aber egal. Du wolltest hören, was andere gemacht haben. Hab ich berichtet und Du kannst es annehmen oder nicht.

    #132107 hilfreich: 0
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    Alex
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    Beiträge: 79

    @Christine da geb ich dir Recht.

    #132108 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    Beiträge: 169

    Hi ,
    liver-Flush?! … nie gehört… klingt grauslich

    Bei mir waren 2003 Gallengries per Ultraschall entdeckt worden – hat nie Probleme gemacht…. Hausarzt prophezeite baldige OP, …

    Dann habe ich mich ungefähr so ernährt wie von Christine vorgeschlagen, nur mit etwas weniger Gemüse, vor allem beim Frühstück ;)
    Jedenfalls hielt es Ruhe bis Oktober letzten Jahres…. (wobei ich immer mal so ausstrahlende Schmerzen im rechten Arm / Schulter hatte… schob ich aufs Schwimmen…. )

    Zitat von Alex im Beitrag #1


    … Gallensteine und seit geraumer Zeit kommen leider Schmerzen hinzu.


    Also musst Du entscheiden, etwas zu unternehmen!

    Jedenfalls kamen nun schlimme Bauchschmerzen, die sich nach ein paar Tagen zu höllischen Bauchschmerzen steigerten….
    Und die Notfall – OP mit Gallenblasenentfernung (Mittwoch abend ins KKH, endlich wirksame Schmerzmittel, Donnerstag früh operiert) brachte eine Menge feinen Gallengries zum Vorschein – und eine große entzündete Fläche im "Bauchfell", die nun heilen konnte.

    Die kleinen Nachteile des Lebens ohne Gallenblase scheinen zu sein, daß man mit größeren Mengen Alkohol und mit größeren Mengen fettem Essen etwas vorsichtig sein muss – was beides kein Problem in meinem normalen Leben ist.
    Der große Nachteil der OP (danach ist man recht schnell wieder einigermaßen auf den Beinen) ist, das sie mit großen Mengen Antibiotika die Darmflora zerschießen, und es einige Monate und etwas Mühe braucht, das wieder gesund zu pflegen.

    Diese Bauchschmerzen wünsche ich niemanden!

    Und der Clou ist: Die Schulter-Oberarm-Schmerzen rechts sind nun weg: das waren wohl "übertragene Schmerzen", weil die Gallenblase wohl mit Nervensträngen an den gleichen Wirbeln (C3 und C4 ) aufgehängt ist, wie die rechte Schulter ( https://de.wikipedia.org/wiki/Gallenblase ) und das deutet darauf hin, dass ich schon ein, zwei Jahre!!! länger Trouble damit gehabt habe, als nur in der Bauchweh-Woche….

    Grüßle
    Bruni

    #132109 hilfreich: 0
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    ChristineH
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    Zitat von ChristineH im Beitrag #3


    Was man tun kann, hängt auch davon ab, welche Art von Steinen es sind (also Zusammensetzung).


    Das ist vielleicht untergegangen. Welcher Art sind Deine Gallensteine denn?

    #132110 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    Das ist jetzt vielleicht eine dumme Frage:
    Wie hätte man anhand von Tasten und Ultraschallaufnahme oder wie sonst erkennen können, welche Zusammensetzung die Steine hatten?

    Hinterher in einem Labor könnte ich mir ja vorstellen….
    Gruß!

    #132111 hilfreich: 0
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    ChristineH
    Beiträge: 809

    Mein Internist hatte damals nur Ultraschall gemacht und mir gesagt, die Steine seien von der Sorte, die man nicht auflösen/zertrümmern könnte. Ist aber schon fast 20 Jahre her, damals hab ich noch nicht nachgefragt, woran er das erkennt (und hab auch vergessen, welcher Art meine waren/sind).

    #132112 hilfreich: 0
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    Mo
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    Beiträge: 464

    @brynhildr

    wenn ich vor der wahl stände:
    keine OP und schauen, daß ich in stressigen zeiten eine wärmflasche in der nähe habe (Entspannung -> entspannung der gefässe, keine schmerzen)

    eine OP kann helfen, muß nicht, weil: die gallengänge sind in der leber und du kannst dann immer noch koliken/schmerzen haben

    #132113 hilfreich: 0
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    Brynhildr
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    Beiträge: 169

    @Mo : guter Tipp – aber nicht ich steh vor der Wahl, sondern Alex, der Threadstarter.

    Immerhin konnte ChristineH ihre Wahl bereits 20 Jahre rauszögern, ich "nur" ca. 15 Jahre.
    Mich hatten die richtigen Schmerzen incl. dicker Entzündung innerhalb kaum einer Woche geknackt.
    Und für mich war "raus damit" bisher die richtige Wahl.
    Mal sehen, ob Alex sich noch mal dazu meldet.
    Gruß!

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