Acrylamid und Krebs – inverser Trend?

Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Anonym 26.07.2019 um 20:59.

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  • #187883 hilfreich: 0
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    helga666
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    Bei dieser Studie konnte sogar eine protektive Auswirkung beobachtet werden, sodass mit steigender Acrylamidzufuhr das Darmkrebsrisiko sank.

     

    Da war doch mal soviel Panikmache bez. Acrylamid in zu hoch erhitzten Lebensmitteln Pommes etc. und in Lebkuchen ist bombastisch viel drin.

     

    Abstract

    Recently, disturbingly high levels of acrylamide were unexpectedly detected in widely consumed food items, notably French fries, potato crisps, and bread. Much international public concern arose since acrylamide has been classified as a probable carcinogen, although based chiefly on laboratory evidence; informative human data are largely lacking. We reanalysed a population-based Swedish case-control study encompassing cases with cancer of the large bowel (N=591), bladder (N=263) and kidney (N=133), and 538 healthy controls, assessing dietary acrylamide by linking extensive food frequency data with acrylamide levels in certain food items recorded by the Swedish National Food Administration. Unconditional logistic regression was used to estimate odds ratios, adjusting for potential confounders. We found consistently a lack of an excess risk, or any convincing trend, of cancer of the bowel, bladder, or kidney in high consumers of 14 different food items with a high (range 300-1200 microg kg(-1)) or moderate (range 30-299 microg kg(-1)) acrylamide content. Likewise, when we analysed quartiles of known dietary acrylamide intake, no association was found with cancer of the bladder or kidney. Unexpectedly, an inverse trend was found for large bowel cancer (P for trend 0.01) with a 40% reduced risk in the highest compared to lowest quartile. We found reassuring evidence that dietary exposure to acrylamide in amounts typically ingested by Swedish adults in certain foods has no measurable impact on risk of three major types of cancer. It should be noted, however, that relation of risk to the acrylamide content of all foods could not be studied.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12556964

     

     

    #187891 hilfreich: 0
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    Cleo
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    Ich liebe ja Udo Pollmer, der erzählt das nämlich schon seit über 10 Jahren: https://www.deutschlandfunkkultur.de/acrylamid-unter-krebsverdacht-eu-geisselt-baeckereiwesen.993.de.html?dram:article_id=402694

     

    Das ist nicht der erste Artikel von ihm zum Thema, aber dieser hat die meisten Studienverweise. 🙂

    #187893 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Was die Seriosität von Udo Pollmer betrifft, habe ich immer so meine Schwierigkeiten.

    Ich frage zehn verschiedene Personen und bekomme zehn verschiedene Meinungen zu Herrn Pollmer. 😀

    #188193 hilfreich: 0
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    Cleo
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    Beiträge: 366

    Dominik schrieb:Was die Seriosität von Udo Pollmer betrifft, habe ich immer so meine Schwierigkeiten.

    Was empfindest Du an ihm denn als unseriös? Das fachliche oder das menschliche? Hast Du was konkret an dem von mir verlinkten Artikel auszusetzen? (Es hängt sogar die von Galgo angeführte Studie aus dem Jahr 2003 unten mit dran.)

    Du kannst Dir ja selbst ein Bild von ihm machen. Er hat nicht immer Recht, aber ich mag ihn, weil er kein „Mietmaul“ ist (also jemand, der sich gegen Bezahlung eine erwünschte Meinung bildet und die dann pressewirksam kundtut).

     

    Er ist Lebensmittelchemiker und kein Ernährungsexperte, der will er auch gar nicht sein. Dass er in unseren Augen das falsche Fazit aus all dem zieht (also dass es so etwas wie eine gesunde Ernährung nicht gibt, ist seine Sache – aber mal ganz ehrlich, verdenken kann ich es ihm nicht, denk mal darüber nach, wie viele verschiedene Varianten von gesunder Ernährung alleine in diesem Forum vertreten sind). Er muss für mich nicht aussehen wie Arnold Schwarzenegger, um zu beweisen, dass seine Kritik berechtigt ist.

    Schau Dir mal auf Youtube sein Video zur China-Study an – entweder man mag ihn, oder nicht (ich mag ihn und steh auf seinen Humor).

     

    Pollmer hat in den 80er Jahren mit seinem ersten Buch „Iß und stirb“ den Hass der gesamten deutschen Agrar- und Lebensmittelindustrie auf sich gezogen und das war zum einen in der damaligen Zeit wahrhaft aufklärerisch (wir hatten ja kein Internet damals und so) und auch sehr mutig und vor allem auch politisch. Das war ein wichtiges und richtiges Buch.

     

    Die Art und Weise, wie in den Jahren danach mit ihm umgegangen wurde, erklärt vermutlich seine Polemik.

     

    Das hier ist ein netter Übersichtsartikel über ihn aus der FAZ, der auch Hintergründe zu seinem Werdegang beleuchtet: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/udo-pollmer-im-portraet-der-veganerfresser-13497894.html

    #188198 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Cleo schrieb:Was empfindest Du an ihm denn als unseriös?

    Ich habe ihn vor vielen Jahren (zwischen 2010-2012) mal angeschaut.

    Zu der Zeit hat er solche Videos gemacht:

    Udo Pollmer: Kinder und Pommes
    https://www.youtube.com/watch?v=yjIVq-_0D-8

    „Warum Kinder gerne Pommes frites essen und Acrylamid vor Krebs schützt.“

    Was mich immer gestört hat, waren solche Aussagen von ihm, wie:

    „Deshalb sind Fritten für die Kinder geeigneter, als Kartoffeln. Deshalb essen die das. Das hat seine Gründe, warum die das mögen. Nicht, weil das besser schmeckt, sondern es schmeckt besser, weil sie eine bessere Wirkung haben.“

    Jeder, der Kinder hat, kann bestätigen, dass diese Aussage absoluter Humbug ist. Natürlich essen Kinder intuitiv das, was ihnen am besten schmeckt. Und die wenigsten Kinder, die ich kenne, bezeichnen irgendeine beliebige Form von Gemüse als ihr Lieblingsessen, sondern greifen lieber zu Hartweizennudeln mit Ketchup, Pommes und Co.

    Was Herr Pollmer heute so postuliert, weiß ich nicht.

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