Abnehmen um mehr zu schaffen?

Dieses Thema enthält 14 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von jfi jfi 25.07.2018 um 11:17.

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    Marny
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    Hi,

    ich habe bisher immer Probleme gehabt speziell bei Klimmzügen und co meine Wunschziele zu schaffen. Ein Bekannter meinte nun, ich soll einfach mal versuchen ein paar Kilo abzunehmen… Leichter = mehr Klimmzüge?
    Geht die Rechnung auf? Ich habe aber auch Angst, dann gleich Muskelmasse zu verlieren… Ich kenne ja meinen Körper.
    Ich wiege jetzt bei 1,75m rund 86 Kilo.
    Eigentlich nicht zu schwer, oder?

    #131640 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    "Zu schwer" ist ja relativ und kommt drauf an wie viel Muskelmasse, wie viel KFA etc.
    Und natürlich auch auf Ziele demnn z.B. bei Klimmzügen is es ja wie beim Klettern: jedes Kilo mehr muss man mit hochschleppen.

    Ich bin mit meinen ca 15% KFA und ca 95 Kilo jetzt auch nicht fett, aber für meine aktuellen Trainingsziele eben einfach zu schwer, weshalb ich mich grade in einer Diät befinde.

    LG Jens

    #131641 hilfreich: 0
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    Tommy
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    also da könnte schon was dran sein. Hardcore bodybuilder wie Markus Rühl machen soweit ich weiß nie Klimmzüge. Und selbiger hatte mal gesagt er sei einfach zu schwer dafür. Und glaube nicht, dass die Statik des Trainingsgerätes der limitierende Faktor für die Aussage war. Aber beim bankdrücken oder squatten gelten bestimmt wieder andere regeln

    #131642 hilfreich: 0
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    saian
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    Ja, simple Mechanik.

    Beim Klimmzug bist du das Gewicht, das von dir bewegt werden muss.
    Je weniger du wiegst, desto mehr Wiederholungen solltest du schaffen.
    Natürlich nicht in einer linearen Beziehung.

    Beim Bankdrücken gilt das nicht, da das Gewicht des Bewegten die Hantel ist und nicht der eigene Körper.
    Da würden mehr Wiederholungen gehen, wenn man das Hantelgewicht senkt.

    #131643 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    Aber die Frage ist doch:

    Willst du stärker werden, oder Hauptsache mehr Klimmzugwiederholungen schaffen?

    Zum Bankdrücken/Körpergewicht/Fettanteil:

    Macht zwar nicht zuuu viel aus, aber es gibt auch Fett in den Faszien. Da ein Teil der Kraft beim Bankdrücken auch aus der Vorspannung in den Faszien kommt – wie bei einem Gummi – sorgt ein höherer KFA hierdurch für mehr Vorspannung.

    "Dickerer Gummi" also.

    Gruß, Eric

    #131644 hilfreich: 0
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    Deadpool
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    Puh, das Problem kenne ich sehr gut. Irgendwann stößt man an seine Grenzen und kommt einfach nicht weiter. Dazu muss man vielleicht sagen, dass Klimmzüge mit zu den schwierigsten Übungen gehören. Zumindest empfinde ich das so. Es gibt sicherlich einen gewissen Bereich zwischen Körpergewicht und Muskelkraft bei dem man eine entsprechende Anzahl an Wiederholungen hinbekommt. Naja und…. Markus Rühl befindet sich definitiv außerhalb dieser Zone. Bei seinem Körpergewicht müssten die Arme wahrscheinlich noch dicker sein. Zudem ist der Typ BB und kein Powerlifter oder sowas. Da ist einfach vergleichsweise wenig funktionelle Kraft vorhanden. Dass der Typ krass aussieht und eine absolute Maschine ist/war (?) steht außer Frage aber Klimmzüge kann man mit so einem Körper vergessen.

    Abnehmen und Kraft aufbauen/erhalten ist natürlich jetzt die hohe Kunst. Jeder Körper reagiert zwar anders aber beim Abnehmen werden Muskel natürlich zuerst abgebaut, was die ganze Sache so bescheiden macht. Deswegen sollte bei einer Diät grundsätzlich eine ausreichende Proteinzufuhr gewährleistet werden. Ich setze da mittlerweile verstärkt auf Shakes und Riegel in Kombination. Neben der geschmacklichen Abwechslung sind Riegel auch super für unterwegs. Daheim kann man dann die Shakes entsprechend mit Früchten, Nüssen etc. zubereiten.

    Aber ja…bei Klimmzügen muss man einfach extrem viel investieren.

    #131645 hilfreich: 0
    naklar!
    naklar!
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    Äh….Werbung?

    #131646 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Beiträge: 954

    Zitat von Deadpool im Beitrag #6


    Jeder Körper reagiert zwar anders aber beim Abnehmen werden Muskel natürlich zuerst abgebaut, was die ganze Sache so bescheiden macht.


    Absoluter Blödsinn, das passiert nur wenn du nichts mehr isst und dich auch nicht mehr bewegst. Bei Krafttraining und hoher Proteinzufuhr verlierst du nicht viel Muskelmasse, solange du nicht monatelang hungerst.

    Zitat von Deadpool im Beitrag #6


    Aber ja…bei Klimmzügen muss man einfach extrem viel investieren.


    Und das stimmt auch nicht, man muss sie nur sauber periodisieren und oft üben, auch mit Zusatzgewicht arbeiten dabei mit niedrigen Wiederholungen.
    Denn wenn du mit 30 kg am Gürtel 3 Wiederholungen schaffst, dann sind 15 ohne Gürtel wahrscheinlich kein großes Problem mehr.

    LG Jens

    #131647 hilfreich: 0
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    Bill
    Beiträge: 26

    Zitat von Marny im Beitrag #1


    Hi,
    ich habe bisher immer Probleme gehabt speziell bei Klimmzügen und co meine Wunschziele zu schaffen. Ein Bekannter meinte nun, ich soll einfach mal versuchen ein paar Kilo abzunehmen… Leichter = mehr Klimmzüge? Geht die Rechnung auf? Ich habe aber auch Angst, dann gleich Muskelmasse zu verlieren… Ich kenne ja meinen Körper. Ich wiege jetzt bei 1,75m rund 86 Kilo. Eigentlich nicht zu schwer, oder?


    Hi,

    ich verstehe die Frage nicht wirklich. Ich würde mir nie von einer Übung mein Körpergewicht diktieren lassen. Im Umkehrschluss dann zunehmen, wenn zu viele Wiederholungen möglich sind?

    Ich finde die folgenden Tipps hier sehr gut: https://fitness-experts.de/uebungen/klimmzuege-klimmzug – siehe u.a. "2. Hilfe! Ich schaffe keinen einzigen Klimmzug. Was tun?". Wurde mir teils so ähnlich auch hier im Forum empfohlen.

    #131648 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Beiträge: 954

    Also in dem Artikel sind ein paar Fehler drin.

    1. sollte man seine Schultern soweit fit bekommen, dass man durchhängen kann, denn ein richtiger Klimmzug wird immer aus dem Deadhang gestartet.
    2. Kinn über Stange ist ein sehr schlechter Tipp, da dadurch viele Leute den Hals unnötig überstrecken um mit dem Kinn über die Stange zu kommen. Ein besseres "Ziel" ist es, jeden Klimmzug soweit zu ziehen bis die Ringe oder die Stange an der Brust sind. (dass das anatomisch nicht jeder kann ist mir klar)

    Ein sehr wichtiger Tipp der im Artikel fehlt ist auch, dass man nicht mit den Händen ziehen soll, sonder dran denken die Ellenbogen nach unten zu ziehen. Das macht einen riesen Unterschied bei Kraft und Muskelaktivierung.

    Die restlichen Tipps, vor allem im Bezug auf ein kontrolliertes Ablassen und die herangehensweise bis zum ersten Klimmzug sind aber wirklich gut!

    LG Jens

    #131649 hilfreich: 0
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    Zitat von jfi im Beitrag #10


    1. sollte man seine Schultern soweit fit bekommen, dass man durchhängen kann, denn ein richtiger Klimmzug wird immer aus dem Deadhang gestartet.
    2. Kinn über Stange ist ein sehr schlechter Tipp, da dadurch viele Leute den Hals unnötig überstrecken um mit dem Kinn über die Stange zu kommen. Ein besseres "Ziel" ist es, jeden Klimmzug soweit zu ziehen bis die Ringe oder die Stange an der Brust sind. (dass das anatomisch nicht jeder kann ist mir klar)

    Ein sehr wichtiger Tipp der im Artikel fehlt ist auch, dass man nicht mit den Händen ziehen soll, sonder dran denken die Ellenbogen nach unten zu ziehen. Das macht einen riesen Unterschied bei Kraft und Muskelaktivierung.


    Stimme dir in allen drei Punkten zu und gebe diese Verbesserungsvorschläge für den Klimmzug-Artikel daher direkt an Johannes von Fitness-Experts weiter.

    #131650 hilfreich: 0
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    Anonym
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    Hier noch ein Video von Omar Isuf, der die gleiche Argumentation verfolgt:

    HOW TO BUILD BIGGER LATS | Pull Up Technique Hacks II

    #131651 hilfreich: 0
    takko456
    takko456
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    Dann werd ich auch mal meinen Senf dazugeben:
    Mit meinen ca. 100 kg Körpergewicht fielen mir Klimmzüge anfangs natürlich sehr schwer. Die große Frage war für mich, wie ich es schaffe, die Wiederholungszahl zu steigern. Wenn ich gerade mal so zwei Klimmzüge geschafft hatte, hieß das noch lange nicht, dass ich beim nächsten Mal drei schaffe. Und da hat mir eben (mal wieder) Pitt Force weitergeholfen. In diesem Fall habe ich es aber so gemacht, dass ich auf einen Satz mit 20 Wiederholungen trainiert habe und dabei zwischen allen Wiederholungen gleich die vollen 20 Sekunden Pause gemacht habe. Sobald ich das geschafft hatte, habe ich die Pausen um 5 s verkürzt usw. Und irgendwann macht man dann so viele durchgehende Wdh wie man schafft und macht danach einzelne Wdh.
    Letztendlich geht es darum, insgesamt mehr Wdh durchzuführen, um mehr durchgehende Wdh zu schaffen.
    Klimmzüge trainiere ich dreimal die Woche, da mit diesem Vorgehen die Belastung pro Trainingseinheit und die Fortschritte klein sind. Dafür dauern die Klimmzüge (zumindest später) nicht lange.

    Um es gleich der Diskussion vorwegzunehmen: Ich behaupte nicht, dass dieses Vorgehen optimal ist. Es hat aber bei mir für Fortschritte gesorgt. Und ich musste dafür nicht abnehmen :D In meinem Homegym habe ich keine wirkliche Möglichkeit, mit Zusatzgewichten zu arbeiten

    #131652 hilfreich: 0
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    @ takko456

    Völlig legitime Vorgehensweise. Gerade bei Klimmzügen haben sich solche Rest/Pause-Ansätze (wie z.B. auch Myo Reps von Borge Fagerli: Englischer Originalartikel, deutscher Artikel von Fitness-Experts) bzw. Clustersets bewährt. Mache ich derzeit ähnlich, da ich trotz läppischen 70,x kg Körpergewicht (auf 173 cm) im Moment nur 7 saubere Chin-ups (also im Untergriff, wie Chin-ups per Definition nun mal ausgeführt werden) mit voller Bewegungsamplitude am Stück ausführen kann. Nach diesem ersten Satz mit 7 Wdh. hänge ich mehrere kleine Clustersets zu jew. 2 Wiederholungen dran, zwischen jedem Clusterset pausiere ich 20-30 sec.

    #131653 hilfreich: 0
    jfi
    jfi
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    Das absolute Nonplusultra um seine Klimmzüge zu steigern ist Greasing-The -Groove von Pavel.

    Du brauchst dafür nur daheim eine Klimmzugstange oder Ringe.

    Wenn man z.B. 4 Klimmzüge am Stück schafft macht man einfach 3-6 mal (halt so oft, dass man keine Probleme mit der Regeneration bekommt) 2 Klimmzüge.
    Manche hängen sich auch ein Türreck in die Tür zum Klo oder zur Küche z.B. und machen dann ihre Klimmzüge jedes mal wenn sie durch diese Tür gehen.

    Der Vorteil ist, dass man viele Wiederholungen im frischen Zustand macht und sich nicht ermüdet dabei. Und das ZNS wird so optimal trainiert, die Klimmzüge gehen dann einfach mit der Zeit immer leichter.
    Das kann übrigens auch jeder zusätzlich zum sonstogen Training machen, halt an Trainingstagen vllt 3 Sätze und an Pausentagen 5-6.

    LG Jens

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