45 Jahre weiblich Testosteron an Obergrenze

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Marie Marie 21.01.2018 um 11:22.

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    Wilde
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    Anfang des Jahres habe ich den PremiumBluttest von Lykon durchführen lassen, mich würden zwar noch viele andere Werte interessieren, aber ich habe die Diskussionen beim Arzt satt….und leider brauche ich den zum Blut abnehmen.

    Die meisten getesteten Ergebnisse waren im grünen Bereich, wobei ich mich da eher in der unteren Hälfte befinde, d.h. auch hier ist noch Luft nach oben. Außer Linolsäure, Lutein und Seelen…..die müssen tatsächlich aufgefüllt werden.

    Was mich nur wundert ist, dass mein Testosteronwert bei 0,87 ng/ml liegt (Referenzwert unter 0,87 ng/l) also als hoch bewertet wird.

    Bin ich da von Natur aus gesegnet oder kann zuviel Testosteron auch Nachteile haben?

    Danke schon mal für die Antworten

    #129484 hilfreich: 0
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    marcolino
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    Bei dir wurde der gesamt Testosteron Wert bestimmt. Dieser ist tatsächlich hoch.

    Aussagekräftiger ist aber das freie Testosteron!

    #129485 hilfreich: 0
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    Wilde
    Beiträge: 5

    ok. Danke für die Info.

    Mir ist noch eingefallen, dass meine Hausärztin vor langer Zeit bei meinem letzten Blutbild erwähnte, dass mein Hämoglobinwert immer an der oberen Grenze ist. Das sei für eine Frau sehr ungewöhnlich ….aber warum das so ist konnte sie mir auch nicht erklären.

    Letztendlich ist es mir auch egal, ich fühle mich ja gut, bin so gut wie nie krank und habe laut Bioimpendanzanalyse Muskeln, die immer im oberen Bereich sind.
    Nur das zuviel an Übergewicht bzw. Fettmasse muss ich dringend wieder ändern.
    Mein Plan: gesünder zu essen einschl. sinnvoller Nahrungsergänzungen wie Zink, Magnesium Omega 3 und Aminos und dazu vermehrt Krafttraining.

    Nach dem hohen Testosteronwert habe ich mir eben die Frage gestellt, ob meine Mitmenschen einen erneuten Energieschub meinerseits verkraften :-)

    #129486 hilfreich: 0
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    wmuees
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    Naja, ein vermehrtes Krafttraining wird den Testosteronspiegel garantiert nicht vermindern….

    Hohes Hämoglobin ist normal bei viel Testosteron. Habe ich auch.

    Solange Du kein PCOS hast (Zysten in der Gebährmutter), dürfte alles OK sein.

    #129487 hilfreich: 0
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    marcolino
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    Hallo Wilde,

    nur weil das gesamt Testosteron so hoch ist,
    muss das freie Testosteron, das entscheidend ist, nicht gleichzeitig hoch sein…

    Testosteron ist auch für Frauen ein äußerst wichtiges Hormon für die Libido, für den Muskelaufbau und das Durchsetzungsvermögen, aber auch für das allgemeine Wohlbefinden.

    Wenn oben aufgeführte Punkte auf dich zutreffen, dann kannst davon ausgehen, dass dein freies Testosteron auch hoch sein dürfte

    LG marcolino

    #129488 hilfreich: 0
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    Wilde
    Beiträge: 5

    Hallo marcolino,

    vermutlich ist mein freies Testosteron auch hoch, denn die von Dir erwähnten Punkte treffen zu….. dann liegt das Durchsetzungsvermögen wohl doch nicht am Sternzeichen .

    Mir ging es eben darum, wenn ich Maßnahmen ergreife, die i.d.R. zu einem höheren Testosteronspiegel führen, nicht irgendwelche negativen Auswirkungen haben.
    Vielleicht sollte ich mir spaßeshalber jemanden suchen, der das freie Testosteron mal misst, dann weiß ich Bescheid.

    LG

    #129489 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Hallo Wilde!

    Verstehe ich das richtig, dass die Werte aus ein paar tropfen Blut aus dem Finger gemessen werden?

    Naja, darauf würde ich mich nicht verlassen, ehrlich gesagt.

    Bei einer Frau aus dem Einzelwert Testosteron irgend etwas ablesen zu wollen, halte ich für problematisch.
    Falls Du hormonelle Verhütung machst, ist das sowieso für den Eimer!

    Die Hormone, alle!!!!, hängen komplett zusammen!
    Wenn Du schreibst, dass Du zu viel Fettanteil hast und abnehmen müsstest, dann stimmt irgend was in der Systemregulation nicht.
    Was, weiß ich nicht, aber dem würde ich mal mit normalen Bluttests nachgehen!

    Dazu gehört eine komplette Schilddrüsendiagnostik (TSH, fT3, fT4, rT3 und Sonographie, falls die Werte ungereimt aussehen, eventuell dann Antikörper)

    kompletter Hormonstatus (Pregnenolon, Progesteron, DHEA-S, Testosteron (entweder frei oder + Albumin und SHBG), Östradiol, SHBG, Cortisol (Achtung, sollte vom 19. -21. Zyklustag bei fertilen Frauen gemessen werden)

    eine saubere Eisendiagnostik (Ferritin, CRP, wahlweise Hepcidin, Zink-Protoporphyrin) gibt noch mehr, aber die würden reichen, um einen Eisenmangel oder Überschuss festzustellen.

    Mineralien im Vollblut (z.B. Zink, Selen, Magnesium, Mangan, Kupfer)

    Vitamine teilweise auch in Form von Speichermessung etc. (z.B. B12 als Holo TC oder die Methylmalonsäure) Homocystein

    Dazu brauchst Du auch nicht zwingend einen Arzt, sondern suche Dir ein Labor in der Nähe, und lasse Dir dort das messen, was Du haben willst.
    Es spart dir Diskussionen und Geld.

    Werte in der Norm heißt nicht, dass es Gesundheit anzeigt!
    Von Vitalstoffen weiß man in den seltensten Fällen, wo ein Gesundheitswert liegen könnte.
    Abgesehen davon, dass es auch noch individuell ist.

    Auch andere Normwerte zeigen nicht zwingend Gesundheit an, sondern sind hauptsächlich Durchschnitte der Werte, die im Labor landen.
    Naja, wer gibt normalerweise sein Blut ab? Sicher ziemlich wenige, die sich gesund fühlen.
    Ich will mich nicht am Durchschnitt latent kranker Leute messen lassen

    #129490 hilfreich: 0
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    Wilde
    Beiträge: 5

    Hallo Marie,

    herzlichen Dank für die umfangreiche Antwort.
    Der beschriebenen Systemregulation werde ich mal auf den Grund gehen.

    Ich fühle mich (für meine Verhältnisse) gesund….aber ich weiß auch – aus "leichteren" Zeiten, dass da noch viel Luft nach oben ist und die gemachte Blutanalyse sollte für mich nur ein grober Anhaltspunkt sein, wie es zu Beginn der Veränderung aussieht. Um dann anschließend, in ca einem halben Jahr einen Vergleich zu haben.
    Wobei ich mich – zugegebener Maßen – manchmal mehr um die Praxis als um die Theorie kümmern sollte.

    LG

    #129491 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Beiträge: 584

    Jo, gern geschehen!

    45 ist für eine Frau ein Alter, wo sie sich ein bisschen besinnen sollte und einiges vorbeugend regulieren, damit die Menopause kein Desaster wird.

    Ein üppiges Testosteron täuscht da gern Vitalität vor, die sich schnell in Luft auflösen kann.
    Oder aber man zögert diverse sinnvolle Massnahmen zu weit raus und dann muss repariert werden, was man eventuell als Vorbeugung hätte vermeiden können.

    Leider interessiert das fast keine Ärzte und die Schulmedizin erst recht nicht.
    Die sind auf’s Reparieren bzw. auf Symptombehandlung aus, nicht auf Systemregulation.

    Solange Du noch gut drauf bist, nutze die Zeit, da macht es auch Spaß!
    Später kann es verdammt beschwerlich werden und nicht alles ist dann reversibel.

    Gesund alt werden hat schon Vorteile

    #129492 hilfreich: 0
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    marcolino
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    "kompletter Hormonstatus (Pregnenolon, Progesteron, DHEA-S, Testosteron (entweder frei oder + Albumin und SHBG), Östradiol, SHBG, Cortisol (Achtung, sollte vom 19. -21. Zyklustag bei fertilen Frauen gemessen werden)"

    19.-21. Zyklustag = 7 Tage vor der nächsten Menstruation. Max. Abweichung +- 1 Tag!

    Bei 26. Zyklustage am 19. Tag
    Bei 27. Zyklustage am 20. Tag
    Bei 28 Zyklustage am 21 Tag

    Grund, genaustes Verhältnis zwischen Östradiol (E2) und Progesteron.

    #129493 hilfreich: 0
    Marie
    Marie
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    Beiträge: 584

    Ja, man kann auch sagen:
    5-7 Tage vor der nächsten Regel.

    Dann ist der Zeitpunkt für alle Eventualitäten geeignet

    Grund ist auch noch, dass in dieser Zeitspanne kaum Schwankungen im Tagesverlauf bestehen. (außer bei Cortisol, der Spiegel ist von der Tageszeit abhängig.
    Deshalb bitte morgens vor 8h messen)
    Das sieht an anderen ZT anders aus und man kann sich auf die Ergebnisse nicht verlassen.

    Allerdings gilt das nur, wenn keine hormonelle Verhütung gemacht wird.
    Egal, ob über Pille oder Hormonspirale, sowie Nuvaring.
    Dann ist der Zyklus sowieso kein echter Zyklus, sondern entweder eine Abbruchblutung oder garkeine Blutung, weil durchgängig Verhütung betrieben wird.

    In diesem Fall ist auch der Zyklustag nicht ausschlaggebend, da sowieso kein Eisprung besteht.

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