Prävention

Wie funktionieren eigentlich RNA-Impfstoffe?

Also vorab: Ich bin nicht per se ein Impf-Befürworter. Ich denke aber, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben, sprich moderne Methoden in Anspruch nehmen sollten. Hinzu kommt, dass das Prinzip des “Impfens” so alt ist wie der Mensch selbst:

Kleine Dosen eines Erregers oder eines Toxins produzieren
eine Schutzwirkung im Körper.

Wenn der Steinzeit-Harald also aus der Hölle kroch, aus Versehen stürzte und sich dabei das Bein aufschlug … kam sein Körper zwangsläufig in Kontakt mit vielen Erregern. In den wenigsten Fälle (Tetanus und so) dürfte dies schwerwiegende Folgen gehabt haben.

Im Gegenteil: Der Mensch ist angewiesen auf Mikroben-Kontakt. Damit trainieren wir konstant unser Immunsystem. Dabei ist es egal, ob es die Mikroben im Darm sind, die konstant mit der Darmschleimhaut und dem dahinter liegenden Immunsystem wechselwirken – oder ob es die Luft ist, die wir einatmen. Ich will nicht wissen, wie viele Mikroben ich einatme, wenn ich im Feld unterwegs bin, und im Idealfall neben mir gerade Gülle-gedüngt wurde.

Also Leute:

Das Prinzip des “Impfens” ist der Grund,
warum wir überhaupt lebensfähig sind. 

Die bekannteste Art modern zu impfen ist, z. B. schlicht kleine Mengen eines abgeschwächten Erregers zu spritzen, Bestandteile von ihm (z. B. Proteine; s. Tetanusimpfung), oder den toten Erreger (Totimpfstoff) – alles fällt in die Kategorie aktive Immunisierung. Unter passiver Immunisierung hingegen versteht man, bereits vorhandene Bestandteile des Immunsystems zu verabreichen, also z. B. Antikörper.

So weit, so gut.

RNA-Impfstoffe machen Zombies

Diesen Blog-Beitrag schreibe ich eigentlich nur, weil man in sozialen Netzwerken momentan häufig von s. g. RNA-Impfstoffen liest, die “die DNA verändern” – oder so ähnlich. Ich bin grundsätzlich auch jemand, der kritisch ist, und genau hinschaut – aber allgemein gilt auch:

Nicht alles, was für den Laien befremdlich klingt, ist auch gefährlich.

Mit Blick auf den RNA-Impfstoff entsteht zunehmend der Eindruck, dass es sich hierbei irgendwie um eine Art … sagen wir … “Genmanipulation des 21. Jahrhunderts” handelt. Irgendwie, wie aus einem schlechten (oder superguten) Sciencefiction-Film. Plötzlich sind nicht nur Mais und Co. “genmanipuliert”, sondern auch wir Menschen – hihi.

Wohlgemerkt: Der “Genmanipulation”, ein schönerer und unbesetzterer Begriff ist Biotechnologie, verdanken wir unfassbar vieles. Und Biotechnologie ist genauso unfassbar genial. Jeder Bio-Student kommt damit live in Kontakt und jeder Biologe macht im Labor “Genmanipulation” – so wie ich damals, an Hefezellen 😉 Nein, mir gelang es leider nicht, Hefezellen so zu modifizieren, dass ich endlich die Weltherrschaft an mich reißen kann.

burns hehe

Spaß beiseite.

Um zu verstehen, was RNA überhaupt ist, welche Rolle in Zellen spielt, und was sie von DNA unterscheidet, müsste man Leute in Biologie-Vorlesungen schicken. Aber selbst da würden es vermutlich nicht alle verstehen. Daher versuche ich mich sehr prägnant und einleuchtend auszudrücken.

Aufgaben der DNA und mRNA

Die DNA ist ein Bauplan für Proteine. Dieser Bauplan steckt im Zellkern einer jeden Zelle. Wenn ein Protein gebildet werden soll, kann dies nicht vor Ort im Zellkern passieren. Deshalb wird der Bauplan des jeweiligen Proteins zuerst abgeschrieben – diesen Abschrieb nennt man mRNA (messenger RNA). Den Vorgang an sich bezeichnet man als Transkription.

transkription
 Transkription in Zellen, rot markiert. Quelle: https://www.simplyscience.ch/teens-liesnach-archiv/articles/von-der-dna-zum-protein.html

DNA und RNA unterscheiden sich im Aufbau. Während DNA als Grundgerüst z. B. die Desoxyribose und die Base Thymin nutzt, ist es bei RNA nur noch die Ribose und statt Thymin Uracil. Auch liegt die DNA i. d. R. doppelsträngig als Helix vor, während die (m)RNA einzelsträngig daherkommt. Was ich damit sagen will: DNA und RNA ist nicht das gleiche.

Auf der anderen Seite sind sich beide Strukturen so ähnlich, dass die RNA, wie gesagt, als “Abschrieb” der DNA fungieren kann. Die mRNA transportiert die Info vom Bauplan, also von der DNA, dann aus dem Zellkern ins Zytosol. Dort ist eine ganze Maschinerie an Zellkomponenten, die diesen Bauplan-Abschrieb nutzt, um ein Protein zu bauen. Diesen Vorgang nennt man Translation.

translation
Translation in Zellen, rot markiert. Quelle: https://www.simplyscience.ch/teens-liesnach-archiv/articles/von-der-dna-zum-protein.html

Heißt:

Bauplan (DNA) ist im Zellkern – Proteine werden aber außerhalb des Zellkerns gebaut. 

Zudem werden RNAs sehr rasch abgebaut. Dass RNAs lange oder länger überleben, hängt davon ab, dass sie von der Zelle aktiv vor Abbau “geschützt” werden. Herkömmlicherweise sind RNAs sehr kurzlebig.

Die Zellseite haben wir jetzt im Ansatz verstanden. Jetzt schauen wir uns noch kurz an, was ein Virus oft in der Zelle macht.

Das Virus

Ein Virus enthält als Erbinformation, also als Bauplan, entweder eine DNA (DNA-Virus) oder RNA (RNA-Virus). In beiden Fällen ist das Virus alleine nicht lebensfähig, weil es auf deine und meine Zellen angewiesen ist, um mit Hilfe dieser Baupläne auch Proteine herstellen zu können.

Das heißt, der gravierende Unterschied zwischen Viren und z. B. menschlichen Zellen ist, dass unsere Zellen über alle Materialien verfügen, um das Genom, also die DNA, zu replizieren, aber auch, um anhand dieses Bauplans überhaupt Proteine herstellen zu können. Deshalb infizieren Viren unsere Zellen und nutzen unsere Apparate, um sich selbst zu vermehren. 

Ohne unsere Zellen wäre also ein Virus nicht lebensfähig. Denn z. B. seine Hülle besteht aus Proteinen, die nach Infektion in unseren Zellen gebildet werden. Das Virus “täuscht” dabei unsere Zellen: So bei uns ein Abschrieb des Bauplans (DNA) für Proteine in Form von mRNA erfolgt, so lässt auch das Virus eine mRNA entstehen – alternativ kann das eigene RNA-Genom als mRNA-Ersatz genutzt werden. Und unsere Proteinbau-Maschinerie baut dann fröhlich Virus-Proteine. Irgendwann werden die Proteine zum Virus zusammengesetzt, und das Virus verlässt die Zelle.

virus replikation
Virus-Replikation. RNA- und DNA-Viren unterscheiden sich hierbei.

Das Immunsystem

Zum Glück gibt es das Immunsystem. Wenn eine Zelle von uns mit Viren infiziert ist, wird die Zelle vom Immunsystem erkannt. Denn auf jeder Zelle von uns sitzen bestimmte Proteine, s. g. MHC-Komplexe. Diese MHC-Komplexe sitzen auf unseren Körperzellen wie eine Greifzange – diese Greifzange ist bestückt mit Proteinenfragmenten aus dem Zellinneren.

MHC komplexe
MHC1 und MHC2-Komplexe präsentieren Antigene. Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/

Das Immunsystem erkennt dank dieser Greifzangen immer, ob die Proteine, die da in den Zellen sind, körpereigene oder körperfremde, also z. B. Virenproteine sind. Diese Proteinfragmente, die eine Immunreaktion auf diese Weise auslösen, nennt man Antigen. Deshalb reagiert das Immunsystem bei Infektion von Zellen mit einer Immunreaktion. Es “versteht”, dass Zellen infiziert sind.

Der Mechanismus von RNA-Impfstoffen

So, wer jetzt gut aufgepasst hat, versteht, wie ein RNA-Impfstoff funktioniert. Mit dem mRNA-Impfstoff schleusen wir eine RNA in die Zellen, die Virus-spezifische Proteine bilden kann. Wir ahmen somit eine Infektion mit Viren nach, ohne dabei tatsächlich mit dem Virus infiziert zu sein.

Die Zelle nutzt diese mRNA, um fröhlich “Virus-Proteine” herzustellen. Das bleibt, wie oben dargelegt, natürlich nicht lange unbemerkt. Das Immunsystem versteht schnell, dass hier eine Zelle “infiziert” zu sein scheint und bildet z. B. Antikörper gegen das jeweilige Protein bzw. Proteinfragment.

Das Resultat ist, dass wir “geimpft” sind, ohne je tatsächlich mit dem Erreger in Kontakt gewesen zu sein. Das war’s auch schon – jedenfalls mit Blick auf den Mechanismus.

mRNA Vaccine
… und so sieht das in der Realität und übersetzt aus.

Mögliche Probleme

Nun, wie ich oben bereits geschrieben habe, bin ich ein sehr kritischer Mensch was solche Dinge angeht. Ich bin auch immer dafür, lieber doppelt und dreifach zu prüfen, ob wir mit solch einem “unnatürlichen” Vorgehen nicht gravierende Nebenwirkungen erzeugen, die man besser vermeiden sollte oder nicht haben will.

Diesbezüglich ist allerdings wenig bekannt. Fakt ist: RNAs werden rasch abgebaut und oft gar nicht von Zellen aufgenommen. Deshalb muss man sich viel Mühe geben, unsere Zellen “kompetent” zu machen, wie man das in Biologenkreisen so schön nennt. RNAs gelangen also nur durch raffinierte Zugaben zuverlässig in Zellen.

Bekannt und gesichert scheint bisher nur, dass es zu einer Überreaktion des Immunsystems kommen kann. Aber … Nun ja, das ist in meinen Augen nicht wirklich ein spezifisches Merkmal, das kann jedem auch bei anderen Belastungen des Immunsystems passieren. Zudem scheint RNA im Blut die Entstehung von Thromben zu begünstigen. Aber auch hier gilt: RNA ist ständig im Blut und sollte da aufgrund des raschen Abbaus auch nicht allzu lange sein.

Was man aber ganz sicher sagen kann: RNA-Impfstoffe greifen ganz bestimmt nicht die DNA an, wie man in sozialen Netzwerken häufiger liest. 

Interessant übrigens: Wer “Angst” vor so einer künstlichen Infektion von Zellen hat, der lebt anscheinend nicht wirklich, oder lebt im Paralleluniversum. Wer täglich Kuhmilch trinkt – in ihr sind speziell verpackte und sehr stabile RNAs enthalten – schleust mit hoher Wahrscheinlichkeit konstant RNAs in eigene Zellen. Mit dem Unterschied, dass es sich bei diesen RNAs nicht um s. g. mRNAs handelt, sondern um miRNAs – diese lassen zwar keine Proteine selbst entstehen, haben aber Einfluss auf die Proteinbildung (und betreiben damit im weiteren Sinne Genregulation).

Fazit

RNA-Impfstoffe sind weder per se gut noch per se schlecht. Wie alles im Leben. RNA-Impfstoffe sind in jedem Fall äußert raffinierte Werkzeuge, die Beeindruckendes leisten können. Ob es Nebenwirkungen gibt, und welche das sind, muss natürlich weiter erforscht werden.

Und das dürfte ein großer Kritikpunkt bleiben: Bisher gibt es keine zugelassenen RNA-Impfstoffe. Wer will, dass RNA-Impfstoffe breitflächig angenommen werden, muss mindestens beweisen, dass sie nicht gefährlicher oder sogar weniger gefährlich sind als herkömmliche Impfungen.

übersicht

Kommentare (43)

  1. Dankeschön, solche Aufklärungen brauchen wir vermehrt, das ist zumindest etwas beruhigend.
    Da man, wie du auch schreibst, vieles im Zusammenhang mit Viren liest, habe ich in letzter Zeit erfahren, dass Viren selbst überhaupt nicht nachgewiesen werden können. Es gibt sogar einen Mediziner, der 100.000 Euro für den Nachweis des Coronavirus ausgesetzt hat. Dieses “Preisgeld” hatte er bereits für den Nachweis des Masernvirus versprochen. Das wollte sich jemand abholen, der allerdings die Prozesse darum letztendlich verloren hat ( ja der Dr. Lanka ). Nun ja, auch den Coronanachweis kann anscheinend keiner erbringen, die 100.000 Euro sind noch zu haben.
    Jetzt frage ich mich als Laie, wie es sein kann, dass man einen Impfstoff gegen ein Virus entwickeln kann, das man weder nachweisen, noch isolieren kann. Und bitte nicht gleich mit den derzeit üblichen Diffamierungen loslegen. Ich frage mich das wirklich, wie so vieles andere zur Zeit ( wie zB. auch, ob unsere Wissenschaften wirklich auf Beweisen beruhen, oder die meisten nur auf Axiomen ).

    1. Antwort an Claudia

      Du schreibst davon, dass man das Virus weder nachweisen noch isolieren kann. Was du genau mit isolieren meinst, weiß ich nicht. Jedenfalls: Man kann es nachweisen, sonst würde der PCR-Test nicht funktionieren. Dafür braucht es zusätzlich eine vorhandene Sequenz der Viren-RNA, entsprechend ist auch die vorhanden. Sowas ist übrigens gelebte Praxis in allen deutschen Bio-Laboren. Dass immer jemand um die Ecke kommt und mit seltsamen, vermeintlich einfachen Fragen, Jahrzehnte Forschung und alles was dazu gehört, infragestellen will, passiert heutzutage öfters und mit quasi allem, was wir kennen. Hier muss man vorsichtig sein: auf diese Weise kann man die Psyche des Menschen aushebeln. Mit so einer „Taktik“ kann man Menschen toefe Gehirnwäschen unterziehen, vor allem jenen, die Laien sind. Ich würde ganz knallhart eine Grenze ziehen zwischen kritischem Hinterfragen und kruden „Theorien“.

      1. Antwort an Chris Michalk

        Ja das Isolieren bezieht sich auf die Koch´schen Postulate:

        – Der Mikroorganismus muss in allen Organismen, die an der Krankheit leiden, im Überfluss
        vorhanden sein, sollte aber nicht in gesunden Organismen gefunden werden.
        – Der Organismus muss von einem Wirt, der die Krankheit enthält, isoliert und in Reinkultur
        gezüchtet werden.
        – Proben des Organismus, die aus Reinkultur entnommen werden, müssen dieselbe Krankheit
        verursachen, wenn sie im Labor einem gesunden, anfälligen Tier beimpft werden.
        – Der Organismus muss aus dem geimpften Tier isoliert und als derselbe ursprüngliche
        Organismus identifiziert werden, der zuerst aus dem ursprünglich erkrankten Wirt isoliert
        wurde.

        Der PCR-Test “funktioniert” auch positiv auf Papayas, Ziegen und anderes. Wieso sollte sich der Präsident von Tansania das ausdenken ?

        Das Video, das ich oben angegeben habe finde ich wirklich sehr sehenswert.

        1. Antwort an Claudia

          Claudia,

          meines Wissens wurde Sars-Cov-2 auch schon Affen gespritzt, die daraufhin Antikörper gebildet haben. Zum Beispiel hier: https://www.nature.com/articles/s41586-020-2324-7
          Zitat: We inoculated eight adult rhesus macaques with the SARS-CoV-2 isolate nCoV-WA1-2020
          Das Isolat findet sich hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/nuccore/MN985325

          Und das passende Kochpostulat heißt: Insbesondere ist die Steigerung bzw. die Senkung der messbaren Antikörperwirkungen im Blut des Wirts eine Erkennungshilfe, wenn die Erreger nicht oder schwierig zu züchten sind, wenn Schutzimpfungen geplant und deren Erfolg bestimmt werden sollen oder wenn der Stand der Abwehrbereitschaft und somit die Verbreitung des Erregers in der Bevölkerung untersucht werden sollen.

        1. Antwort an Chris Michalk

          Wie weiss man ohne Beachtung der Kochschen Postulate, ob es sich bei der RNA-Sequenz um Viren oder “Exosome” (?) handelt?

          Was mich überdies noch beschäftigt: selbst wenn es sich um Viren handelt, sind symptomlos Infizierte überhaupt Spreader (Prof. Bhakdi hat das, glaube ich, verneint), die aus Gründen des Herdenschutzes mit Quarantäne oder gar Zwangsimpfung belegt werden sollten?

          1. Antwort an Old Hemp

            Wie gesagt, ich weiß in dem Zusammenhang nicht, wo die Kochschen Postulate nicht beachtet wurden. Vielleicht kann mir das jemand einleuchtend erklären.

            Das Thema, ob jemand symptomlos als Spreader fungiere kann, wird sicher noch weiter erforscht werden und wir werden mehr wissen in den kommenden Wochen. Normal stimmt es: Je weniger Symptome, umso niedriger die Viruslast, umso niedriger die Wahrscheinlichkeit, jemand anderes damit zu infizieren. Jedenfalls ist das so eine Daumenregel.

            1. Antwort an Chris Michalk

              Lieber Chris,
              der Zusammenhang ist,
              die Kochschen Postulate und/oder die Rivers wurden nicht beachtet beim Corona Virus.
              Es gibt keine Elektronenmikroskopische Aufnahme von gereinigten Sars-CoV2Viren.

              Lg. Daniela

              1. Antwort an Daniela S

                Meines Wissens stehen die Postulate, es heißt ja „die“, auf mehreren Beinen der Beweisführung.
                Also verneinen wir auch am besten die Existenz vom Neanderthaler oder anderen Arten der Gattung Homo, weil wir keine Fotos haben?

                1. Antwort an Chris Michalk

                  Lieber Chris in aller Ehre, nur der Vergleich hinkt fürchterlich. Warum es vom Neanderthaler keine Fotos gibt?
                  Mir stellt sich nur die Frage, warum es auf der ganzen Welt niemand geschafft hat das Virus zu isolieren. Ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

                  Lg. Daniela

                  1. Antwort an Daniela S

                    Also sorry, aber wer sich ein bisschen Mühe beim Studien-Suchen gibt, findet schnell heraus, dass dieses Virus nicht nur sequenziert, sondern auch “isoliert” ist. z. B. hier im Detail: https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/6/20-0516_article

                    Ich denke, der Grund, warum sich keiner Mühe gibt, solche albernen Fragen zu beantworten ist, dass die Labore der Welt wichtigeres zu tun haben, als irgendwelchen abergläubischen Leuten im Internet zu beweisen, dass dieses Virus überhaupt existiert.

                    1. Antwort an Chris Michalk

                      Den Artikel habe ich jetzt übersetzt und gelesen.
                      Hat leider meine alberne Frage nicht beantwortet.
                      Lg. die abergläubische die vom Internet einen Beweis für das Virus sucht.

      1. Antwort an Daniela S

        Die Kochschen Postlate (die eigentlich gar nicht von Koch stammen , sondern in der ursprünglichen Form auf seinen Schüler Friedrich Loeffler zurückgehen) beziehen sich auf Mikroorganismen, Parasiten und Bakterien. Sie stammen noch aus der Prä-Virus-Ära, bzw. den Anfängen der Virentheorien/-forschung und lassen sich auf Viren nicht ohne Weiteres übertragen, da Viren nicht ohne Weiteres in Kulturen gezüchtet werden können.

  2. Hallo, ich habe mir heute die Sitzung des Corona Ausschußes im Internet angeschaut. Da wurden unter anderem der Österreichische Biologe Clemens Arvay und Prof Pierre Capel angehört. Vielleicht sagen Euch die Namen ja was.
    Die haben übereinstimmend gesagt mit dem PCR Test kann man nicht nachweisen, daß jemand an Corona erkrankt ist. Was sagt ihr dazu? Ich bin nur Laie.

    1. Antwort an josef Fettes

      Ja, dafür ist ein PCR-Test ja auch nicht gemacht. Ein PCR-Test gleicht sozusagen eine bekannte RNA-Sequenz ab. Es ist aber kein diagnostisches Werkzeug, weil das Vorhandensein gewisser RNA-Sequenzen nichts darüber aussagt, ob das Virus lebt oder bereits tot ist. Es sagt nichts darüber aus, ob das Virus auf Oberflächen oder infizierten Zellen gefunden wurde. Wie jeder weiß, beäuge ich die aktuelle Auslegung der “Corona-Statistik” auch sehr kritisch, aus diversen Gründen. Das ist einer.

      1. Antwort an Chris Michalk

        Danke für deine schnelle Antwort.
        Wenn ein PCR Test nicht für das Auffinden einer Krankheit gemacht ist. Wenn er kein diagnostisches Werkzeug ist. Warum wird er dann verwendet?
        Sehen das alle Wissenschaftler so? Wenn ja, warum meldet sich denn niemand von denen und sagt: “Was ihr da macht bringt nichts, ist Unsinn” ? Ich versteh die Welt nicht mehr.

        1. Antwort an josef Fettes

          Na ja, genau genommen sollte der PCR-Test halt zum Detektieren, sprich Auffinden dienen. Mit anschließender Diagnostik und Behandlung, sofern Krankheitssymptome vorliegen. Test-positiv ist nicht gleichbedeutend mit “krank”.

  3. Chris, woher weißt Du, das geimpfte virale RNA nicht in die DNA eingebaut werden kann?
    ” Echte” virale RNA kann sehr wohl zu DNA umgebaut, in die DNA eingebaut und auch weitervererbt werden.
    Das Risiko eines solchen Impfstoffes, zumal kaum getestet, ist unkalkulierbar und entspricht in keinster Weise einem möglichen Nutzen.

    1. Antwort an Ralf

      Es ist einfach nicht „normal“, dass RNA wieder zu DNA umgesetzt wird. Ich weiß nicht, wie sich Laien das vorstellen. Als ob das mal so nebenbei geht. Die Zelle ist ja nicht dumm! Da gibt es unzählige Schritte. Erst mal müsste die RNA zu DNA umgeschrieben werden – dafür braucht es Enzyme die weder unsere Zelle hat, noch die meisten Viren. Dieses neue DNA-Fragment müsste dann erst mal in den Zellkern. Dann bräuchte es Enzyme, um unsere DNA aufzuschließen, oder zumindest bräuchte es Enzyme, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass da überhaupt ein neues Stück Fremd-DNA eingebaut wird. Dann bräuchte es Enzyme, die die DNA an den entsprechenden Stellen wieder verschweißen. All das sind Wahrscheinlichkeiten, die bei mRNA-Impfstoffen gegen null gehen! Hinzu kommt, dass selbst ein Einbau von Fremd-DNA nicht unbedingt üble Folgen haben muss. Wir sprechen ja nicht davon, dass der ganze Körper mit mRNA geimpft wird. Ich denke, die meisten mRNA-Stücke werden in Immunzellen oder anderen Blutzellen landen.
      Ich bin kein Freund von unnötiger Impfstoffverabreichung und stehe dem RNA-Impfstoff auch kritisch gegenüber, aber deine letzten Zeilen sind eine bloße Behauptung und Unterstellung.
      Edit: Übrigens impft man keine “virale RNA”, sondern eine RNA, die den Bauplan von einem Virus-Protein codiert.

      1. Antwort an Chris Michalk

        Das klingt nicht überzeugend.
        Hier geht es um Sicherheit für Milliarden Menschen, nicht um Wahrscheinlichkeiten.
        Es gibt unzählige wissenschaftliche Artikel, dass virale RNA in DNA umgebaut und in diese eingebaut wird. Dazu muß man kaum suchen.
        Die geimpfte RNA entspricht Teilen der viralen.
        Wenn sich die Fürsprecher eines solchen neuen, experimentellen Impfstoffes, der normalerweise über viele Jahre getestet wird und werden muß ( was ist daran eine Unterstellung- es ist ein nicht ausreichend getesteter Impfstoff!) so sicher sind und auch noch von der Risiko-Nutzen- Korrelation überzeugt, dann könnten sie sich ja unter notarieller Aufsicht als erste impfen lassen. Z.B. Politiker und überzeugte Wissenschaftler. Dann sehen wir wenigstens die kurz- und mittelfristigen Nebenwirkungen schonmal.
        Und bitte nicht so wie bei der Schweinegrippe 2009, bei der die Politiker einen anderen Impfstoff erhalten haben, als die “Normalbevölkerung”. Die teilweise schweren neurologischen und kardialen Nebenwirkunge, die es gab, haben die natürlich nicht gehabt….

        1. Antwort an Ralf

          Keine Sorge, ich will dich nicht überzeugen ^^

          Aber nochmal:
          1) Es ist keine virale RNA, sondern eine künstlich hergestellte mRNA, die für ein Virenprotein codiert.
          2) RNA wird nicht einfach zu DNA. Siehe meinen anderen Kommentar.

        2. Antwort an Ralf

          Das Politiker einen anderen Impfstoff hatten lag an der Tatsache das Bund und Länder keine einheitliche Regelung zu Impfstoffversorgung hatten. Die Länder waren für ihre Versorgung selber zuständig und der Bund hat getrennt davon bestellt. Der Unterschied waren aber nur die verschiedenen Hersteller. Wenn die Regierung für sich ein Placebo oder ähnliches geplant hätte, dann hätten sie dafür den gleichen Hersteller genutzt da es keinen Sinn ergibt so auffällig zu agieren.

      2. Antwort an Chris Michalk

        Das HI-Virus kann mittels der Reversen Transkriptase seine Erbinformation (RNA) in die DNA der T-Lymphozyten integrieren, so dass diese die AIDS-Erreger produzieren. Das kann SARS-COV 2 offenbar auch. Die T-Lymphozyten sind die “Offiziere” unserer Immun-Armee. Fallen die aus, versinkt das Immunsystem im Chaos. Die Covid 19-Erkrankung ist keine tödliche Lungeninfektion, sondern die Leute sterben an einem Multiorganversagen infolge einer völlig überschießenden Immunreaktion. Wenn bei einer RNA-Impfung RNA-Teilstücke verabreicht werden kann nicht ausgeschlossen werden, dass es intrazellulär zu Konjugationen mit humaner RNA oder der RNA bereits vorhandener Viren kommen kann. Die Folgen daraus sind kaum abschätzbar. Jedenfalls könnte es zur Produktion nicht funktionsfähiger Proteine kommen, oder aber zu völlig neuen Virusvarianten. Ich werde mir auf keinen Fall eine RNA verabreichen lassen, die eine Blaupause für den Bau eines pathogenen Virus darstellt. Es hat bereits einen RNA-Impfstoff gegeben, den gegen die Schweinegrippe. Die Nebenwirkungen waren gravierend, besonders die Narkolepsie. Der Erreger wurde schnell avirulent, und die Impfung zum Glück überflüssig

        1. Antwort an Vikinger

          Das HI-Virus kann mittels der Reversen Transkriptase seine Erbinformation (RNA) in die DNA der T-Lymphozyten integrieren, so dass diese die AIDS-Erreger produzieren. Das kann SARS-COV 2 offenbar auch.

          Quelle bitte.

          Die Covid 19-Erkrankung ist keine tödliche Lungeninfektion, sondern die Leute sterben an einem Multiorganversagen infolge einer völlig überschießenden Immunreaktion.

          Bei schweren Verläufen. Die überschießende Immunreaktion scheint nach aktueller Erkenntnis eher aus einem Mangel einer Immunfunktion zu kommen.

          Wenn bei einer RNA-Impfung RNA-Teilstücke verabreicht werden kann nicht ausgeschlossen werden, dass es intrazellulär zu Konjugationen mit humaner RNA oder der RNA bereits vorhandener Viren kommen kann.

          Das kann zu jeder Sekunde des Tages bei Millionen mRNAs passieren.

          Jedenfalls könnte es zur Produktion nicht funktionsfähiger Proteine kommen, oder aber zu völlig neuen Virusvarianten.

          Merkst du davon tagtäglich was?

  4. Meine Antwort bezieht sich auf die anderen Beiträge

    Bzgl. der Kochschen Postulate – da wurde kürzlich laut wiki die Definition geändert… angepasst …

    Aber vielleicht helfen auch dieses Interview und der Artikel von Dr. Stefan Lanka weiter:
    https://wissenschafftplus.de/uploads/article/wurzel-3-2020-virus-interview-juli-2020.pdf
    https://wissenschafftplus.de/uploads/article/wissenschafftplus-fehldeutung-virus-teil-2.pdf

    Bzgl. RNA => DNA
    https://www.mdr.de/wissen/corona-gentechnik-risiko-rna-impfstoff-100.html
    In dem Artikel werden Möglichkeiten genannt – gleichzeitig dann wieder als unabhängig von der Impfung betrachtet und damit abgesegnet. Da man keine Erfahrung mit mRNA Impfungen hat, finde ich das mutig – auch wenn es aus rein bioLogischer Sicht korrekt sein sollte.

    Es wird – wie schon gesagt – mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet. Es gibt genügend Erkrankungen, dessen Ursachen noch nicht klar sind – z.B. Alzheimer, wo es diverse Erklärungen gibt. Oder einfach idiopathische Erkrankungen. Daher erstaunt mich immer wieder, wie “sicher” man sich über “Unwahrscheinlichkeiten” ist.

    Corona ist ein Paradebeispiel, wie uns eine statistisch unwahrscheinliche Erkrankung als “sicher eintretend” verkauft wird. Davon lebt der ganze Lockdown, die Maske etc. Da spielen die Statistiken keine Rolle bzw. werden entsprechend durch Aktionismus und falsche gebrauchte Termini geschönt. Vorsorge wird ganz außen vor gelassen.
    Andererseits werden uns die Impfstoffe als sicher verkauft und Wahrscheinlichkeiten von unerwünschten Wirkungen wegdiskutiert. Ich weiß nicht, ob ihr den Widerspruch nachvollziehen könnt. Kann es gerade nicht besser erklären.

    LG

    Antworten moderated
  5. Hallo Chris,

    zu Deinen sehr klaren und verständlichen Ausführungen zur Wirkungsweise der mRNA-Impfung habe ich noch Fragen:

    1) mit welchen Methoden werden die zu impfenden mRNA-Schnipsel konditioniert, damit
    Sie auf ihrem Weg zu den ausgewählten Zielzellen nicht vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und eliminiert werden ?
    2) mit welchen Methoden werden die zu impfenden mRNA-Schnipsel konditioniert, damit sie die dazu ausgewählten Zielzellen – und nur diese – erreichen können ?
    3) wie kann ausgeschlossen werden, dass der Impstoff andere als die Zielzellen erreicht ?
    4) wenn zur Erreichung dieser Ziele eine “Verpackung” der mRNA-Schnipsel benutzt wird, was geschieht in der (Ziel-) Zelle mit dieser “Verpackung” ?
    5) was geschieht mit der Zelle, nachdem sie infolge der Impfung das gewünschte Protein hergestellt hat und infolgedessen vom Immunsysten als ” infiziert” erkannt wurde ? Wird diese “infizierte” Zelle vom Immunsystem aufgelöst ?

    LG, Albrecht

    1. Antwort an Albrecht

      Hallo mein Lieber. Das sind herausragend gute Fragen, die ich mir auch stelle, die ich aber weder mir, noch dir/euch beantworten kann. Das sind auch die Fragen, die erst mal in Ruhe und ausgiebig geklärt werden sollten.

  6. Ich bin nicht sicher, ob es so einfach und »easy« ist, wie es Chris darstellt. Ich finde, der Internist und Pneumologe Dr. Wolfgang Wodarg wirft einige wichtige und brisante Fragen auf:

    https://www.wodarg.com/impfen/

    Wer ist Dr. Wodarg? https://www.wodarg.com/vorstellung/

    Der Biologe Clemens Arvay gibt einen guten Überblick über genetische Impfstoffe und warnt vor schwerwiegenden Folgen wie Krebs oder Autoimmunkrankheiten:

    https://www.youtube.com/watch?v=Z7h5eUGGxSg

    Antworten moderated
      1. Antwort an Chris Michalk

        Wow – 9 Minuten nach meinem Beitrag für ein Video, das 40 Minuten dauert !
        Da dich das Video anscheinend nicht interessiert, sondern meine Kritik:

        “Nicht alles, was für den Laien befremdlich klingt, ist auch gefährlich.

        Mit Blick auf den RNA-Impfstoff entsteht zunehmend der Eindruck, dass es sich hierbei irgendwie um eine Art … sagen wir … “Genmanipulation des 21. Jahrhunderts” handelt. Irgendwie, wie aus einem schlechten (oder superguten) Sciencefiction-Film. Plötzlich sind nicht nur Mais und Co. “genmanipuliert”, sondern auch wir Menschen – hihi.”

        1. Antwort an Claudia

          Ich kenne die Inhalte des Videos, weil ich sein Buch-Update gelesen habe.

          Ja – es ist genau so, wie ich es dort schreibe. Für die meisten Menschen, die zunächst sehr ängstlich und emotionalisiert auf das Coronavirus reagiert haben und sich für Fakten wenig interessiert haben, scheinen Beiträge wie die von (dem mir geschätzten) Bhakdi gefundenes Fressen zu sein. Jetzt kann man seine Angst auf etwas Neues projizieren – obwohl die meisten auch die Inhalte von Bhakdi eher nicht oder nur im Ansatz verstehen.

          Es ist eben ein Unterschied, ob ich etwas – wie Bhakdi – (scharf) kritisiere, das kann man machen, oder ob ich, wie von uns im Artikel bewusst überspitzt formuliert, gegen “Genmanipulation des Menschen” kämpfe. Die meisten Menschen verstehen einfach den Unterschied zwischen kruder Theorie und eigenem Hirngespinst und guter, ernsthafter Kritik nicht. Schon das Wording “Gen-Impfstoff” oder “genbasierter Impfstoff” macht den Leuten Angst. Ziel des Beitrags war, das Thema mal ein bisschen zu entschärfen und überhaupt erst mal die Hintergründe näherzubringen.

          Aber mir scheint, wir werden beim Impfthema von der Horde ängstlicher Menschen genauso angegangen wie vor fünf Monaten von der Horde Menschen, die Angst vor der Zombie-Apokalypse hatten. Dabei sagt Prof. Streeck gerade wieder sehr treffend: Angst ist der schlechteste Ratgeber. Egal, in welcher Hinsicht.

          1. Antwort an Chris Michalk

            Ich bin selbst auf dem Gebiet wirklich totaler Laie. Und daher sehr dankbar für solche verständlich aufgearbeiteten Artikel.
            Ich kenne auch die Aussagen von z. B. Dr. Wodarg, und in einer Gesellschaft wo Krebs ein Milliarden-Geschäft ist, kann das tatsächlich Angst machen. Ich persönlich habe mit dem Impfthema vor allem ein ethisches Problem. Weil es zum Zwang gemacht wird und ich weiß, bzw. lese, wieviel Angst es vielen/einigen Menschen bereitet. Ich bin daher ein Gegner des Impfzwangs. Impfungen an sich hinterfrage ich kritisch nach der Notwendigkeit – diese ist M. E. bei Corona nicht gegeben. Leider dann eben auch immer die Frage welche schadhaften Leiterstoffe da so “reingepanscht” werden.
            Ich möchte mir hier aber ein wenig den Glauben bewahren, dass der Körper mit der Impfung, genauso wie mit dem Infekt selbst, besser umgehen kann, wenn wir dafür sorgen dass er stark ist und ihn nicht zumüllen. Ob das Quecksilber letztlich aus der Impfung stammt oder aus dem Fisch. Sorgt dafür, dass ihr es wieder loswerdet. Und dafür finden wir bei Dir ja beste Informationen.

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