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Warum O-saft wach macht

von Chris Michalk, Biologe
Veröffentlicht am (Zuletzt aktualisiert am 24.05.2021)

Newsletter vom 14.03.21


Saft … für die einen ein rotes Tuch. Für andere ein Segen.

Eigentlich sollte man Saft (in Maßen) lieben. Denn speziell bei Ernährungsformen, die vorsehen, beispielsweise Getreide oder andere kohlenhydrat- und proteinreiche Pflanzenteile vom Speiseplan zu streichen, können sie nicht nur ein ganz netter Kalorienspender sein, sondern auch den für eine gute Stoffwechselleistung nötigen Zucker liefern.

Ist der Saft hierbei nicht allzu stark verarbeitet, ist zu erwarten, dass Teile des Zuckers noch immer teilweise von Zellwänden umgeben sind und

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Kommentare (13)

  1. Danke für den Artikel. Du schreibst: „Ist der Saft hierbei nicht allzu stark verarbeitet, ist zu erwarten, dass Teile des Zuckers noch immer teilweise von Zellwänden umgeben sind und er daher nicht wie eine gezuckerte Cola einschlägt.“

    Kannst du das mit „nicht allzu stark verarbeitet“ konkretisieren? Direktsäfte oder Orangensaft(konzentrat) mit Fruchtfleisch? (Wenn ich das richtig rechechiert habe sind sowohl Orangensaftkonzentrat als auch Direktsaft pasteurisiert.)

  2. Der Artikel motiviert mich zu einer allgemeineren Frage zu Obst: Was ist, wenn man Obst nicht mag? Das begleitet mich schon mein ganzes Leben, ich weiß, dass Obst gesund ist, aber ich mag es einfach nicht.

    Wenn der Geschmack noch geht, ist es oft die Konsistenz, die dafür sorgt, dass ich Obst regelrecht herunterzwingen muss. Ansonsten esse ich buchstäblich alles, inklusive Salat und Gemüse jeglicher Art bis hin zu fritierten Insekten. Irgendwelcher Hemmungen oder Komplexe in Bezug auf Nahrung bin ch mir nicht bewusst.

    Am ehesten gehen noch Bananen. Oder Äpfel. Wobei mir ein halber oft schon zu viel wird.

    Was sollte jemand wie ich machen? Trotdem Obst essen, auch wenn mir mein Körper zu signalisieren scheint, dass er’s nicht will?

    1. Antwort an Axel

      Ich würde sagen: kein Obst essen! Obst ist doch nicht essentiell! Du isst ja viel Gemüse, warum willst du Obst essen, wenns dir nicht schmeckt? Wo steht geschrieben, dass der Mensch krank wird, wenn er kein Obst isst?

  3. Leider ist O-Saft für Menschen wie mich mit Histaminintoleranz/MCAS schlecht verträglich. 🙁

    Ich kompensiere das mit Kirschsaft. Und dass Cola so „einschlägt“ ist ja gerade das Gute an ihr. Sie liefert Energie, die ich an manchen Tagen einfach brauche.

    1. Antwort an Irina

      Genau. Das ist die nächste Stufe: Erkennen, wann „Western foods/drinks“ nicht nur nicht krank machen, sondern sogar helfen können. Siehe unseren Cola-Beitrag im Blog.

  4. @ Alex
    Apfelsine auspressen, alle Faserstoffe mit rein ins Glas! Voila!
    @Chris: Gute Nachricht für alle, die Orangensaft lieben, ihn sich bislang aber wg. der Fructose verkniffen haben.

    1. Antwort an Ulli

      @Ulli. Das war nicht meine Frage…Ist mir schon klar selbstgepresst wird am Besten sein aber dann spar ich mir die Zeit und ess gleich die Orange. Mir geht es um den (Direkt)-Saft aus dem Supermarkt..

  5. @Ulli
    Danke für die Tipps. Ich behelfe mir schon so, dass ich TK-Beeren mit rein mixe, wenn ich mir einen Shake für vor oder nach dem Heben mache. Passiert aber nicht so oft.

    @Alexander
    Der Direktsaft aus der Tüte hat die beiden Nachteile, dass er abgekocht ist und filtriert. Ohne die Faseranteile gibt’s dann keine gebremste Verdauung, sondern die Leber bekommt die gesamte Fructose-Ladung auf einmal. Das gilt natürlich genauso für den selbstgepressten, weshalb gerade die konsequenten Paläo-Leute auch von Entsaftern und sowas abraten. („Kau Dein Essen.“)
    Ob man jetzt deswegen einen Bogen um den Tütensaft machen sollte oder nicht, müssen die Experten Dir sagen. Ich verkneif‘ mir den Saft inzwischen und bleibe bei Leitungswasser.

    1. Antwort an Axel

      Ich finde, das ist komplett überbewertet. Und es macht auch aus „Paläo“-Sicht gar keinen Sinn… Nach der Logik dürfte man kein Kokoswasser trinken. Das ist genauso eine große Schwäche wie die Angst vor Stärke bzw. Glukose. Das ist einfach nicht haltbar. Ich versuche ja mehrfach im Blog klarzumachen, dass man Säfte nicht einfach mit Zuckerwasser vergleichen kann, aus verschiedenen Gründen. Z. B. weil die enthaltenen Sekundärstoffe den kompletten Energiestoffwechsel modulieren, Auswirkung auf das Darmmikrobiom haben und auch die Aufnahme von Fruktose verändern. Zellwände sieht man nicht, und das hat auch nichts mit der Pulpe (also den groben Fasern) zu tun. All das ist ein enormer Irrglaube – wer jetzt keine 2 Liter Saft am Tag trinkt, sollte unter isokalorischen Verhältnissen gar keine Nachteile erleben. Trotzdem darf man das natürlich sehen, wie man möchte – und klar, passt so eine Anschauung nicht zum Low-carb-Narrativ.

  6. Das klingt schlüssig, Chris. Da ich Fruchtsaft durchaus mag, wäre das wohl meine gangbare Alternative. (Low Carb interessiert mich nicht.) Ab und zu Obst kaufen und das entsaften. Probiere ich, danke für die Anregung!

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