Kontroverses

Das Krebs-Rätsel

Jeden Tag lese ich Studien. Auch zum Thema Krebs, weil den will natürlich niemand haben. Man fragt sich deshalb, was man tun kann oder besser nicht tut, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern daran zu erkranken.

Viele Leute stellen sich diese Frage. Und kommen dann zum Beispiel zum Schluss, dass Tumorzellen gerne Glukose oxidieren und es daher eine tolle Idee sein müsste, einfach die Kohlenhydrate zu streichen.

Hier mal ein paar key facts dazu:

  • Glukose gilt als Wachstumsförderer, weil ein Herr namens Warburg einen gleichnamigen Effekt (Warburg-Effekt) beschrieben hat: Krebszellen verhalten sich (oft) wie normale Zellen unter Sauerstoffstress. Sie oxidieren hauptsächlich Glukose, allerdings nur unvollständig über die Glykolyse (ohne Beteiligung der Mitochondrien), selbst dann, wenn genug Sauerstoff da ist („aerobe Glykolyse“) – wie ein Muskel bei Höchstbelastung. Entsprechend fällt hier Laktat an.
  • Die Idee: Man streicht Glukose und gut ist.
  • Problem: Ein Wissenschaftler namens Sauer hat schon vor über 30 Jahren gezeigt, dass (manche) Tumore (wichtig: die Tumorart!) dann besonders gut wachsen, wenn Tiere fasten und sie nicht gut wachsen, wenn sie kaum Fettspeicher haben. Ergo: Tumore oxidieren Fettsäuren. Der hat auch gezeigt, dass Tumore auch Aminosäuren verstoffwechseln.
  • Seit einigen Jahren folgt die Wissenschaft den Beobachtungen von einem Wissenschaftler namens Lisanti und Kollegen, der einen sogenannten Reverse-Warburg-Effekt beschrieben hat. Die eigentlichen Tumorzellen oxidieren ihre Substrate sehr wohl über Mitochondrien und können hierbei auch Fettsäuren oxidieren. Nur die „Unterstützter-Zellen“ zeigen den Warburg-Effekt und „füttern“ die eigentlichen Krebszellen dann mit entstehenden Substraten (z. B. Laktat).
  • Stand heute, so viel zum Thema aktuelle Studien: Immer mehr Studien zeigen, wie variabel so ein Krebs sein kann, wenn es um die Oxidation von Substraten geht. Mehr dazu gleich.

Kleine Anekdote

Wie einige Leser wissen, ist meine Mama ja vor jetzt 1 1/2 Jahren an Krebs gestorben. Ich hatte damals das Lungen-CT gesehen. Wie ein großes Pilzgeflecht hat sich da etwas in der Lunge ausgebreitet. Sogar ich als Laie konnte sehen, dass die Lunge komplett im Eimer war. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte die Assistenzärztin dazu.

Die Ärzte wollten natürlich „beweisen“, dass es sich dabei um Krebs handelt und veranlassten die Durchführung eines PET-Scans. Hierbei wird eine markierte Glukose injiziert. Idee: Krebs oxidiert gerne Glukose, also sollten die Stellen, an denen der Krebs sitzt, im Scan leuchten.

Tatsächlich hat da was geleuchtet. Nämlich vielleicht eine Hand voll kleinerer Stellen (man stelle sich das mal kurz vor: Ein Mensch „muss“ sterben, weil da ein paar Punkte leuchten). Im Gesäßmuskel (!!), im Beckenknochen und in einigen Knochen im Rücken. Doch was war mit der Lunge? Da leuchtete gar nichts, obwohl meine Mutter zeitgleich ein Lungenversagen hatte und deshalb ins künstliche Koma gelegt wurde.

Das erste Mal leicht gehustet hat Mama vielleicht 8 Wochen vor ihrem Tod. Wenn das keine aggressive Tumorform war, was dann?

Das Ende vom Lied war, dass Untersuchungen von Knochenproben ergaben, dass es sich um Krebs handelt. Das konnte erst nach dem Tod via Biopsie auch für die Lunge bestätigt werden. Wohlgemerkt: Es handelte sich dabei um dieselbe Krebsart.

Was oxidierte dieser Krebs? Und wieso leuchtete im PET-Scan nichts auf? Das bleibt rein spekulativ. Zwei Szenarien kommen infrage:

  1. Der Krebs oxidierte genauso stark Glukose wie an den anderen Stellen, der PET-Scan zeigte dies nur nicht richtig an.
  2. Der Krebs oxidierte dort etwas anderes.

Unabhängig davon sollte man zusätzlich beachten, dass es zumindest bei Mama zu einer ausgeprägten Kachexie kam. Schon Wochen vorher hatte sie keinen Appetit mehr, verlor sehr viel Körpermasse (obwohl eh schon zierlich gebaut) und hat zuletzt aufgrund der vielen Eingriffe sowieso kaum mehr gegessen und hauptsächlich gefastet. Heißt: Glukose-Spiegel niedrig.

… Und der Krebs wuchs fröhlich weiter. Oder vielleicht gerade deshalb? Denn natürlich ist der Krebs schlau und mobilisiert sämtliche Energiereserven des „Wirts“, um sich selbst zu versorgen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Realität eines Betroffenen ist ein bisschen komplexer als „ich vermeide Glukose und alles wird gut“.

Neue Evidenz

Um die Komplexität zu verdeutlichen, darf man sich sämtliche neuen Forschungsergebnisse gerne mal stichprobenartig vor Augen führen.

Und so weiter.

Gerade erschienen: Studie, die zeigt, dass Brustkrebs gerne Fettsäuren und Glutamin oxidiert:

In the resistant cells, molecular pathways related to the processing of lipids were highly altered, Dias said. In particular, levels of the enzymes CPT1 and CPT2, which are critical for fatty acid metabolism, were increased.

„CPT1 and 2 act as gateways for the entrance of fatty acids into mitochondria, where they will be used as fuel for energy production,“ Dias said. „Our hypothesis was that closing this gateway by inhibiting CPT1 in combination with glutaminase inhibition would decrease growth and migration of CB-839-resistant TNBC cells.“

The double inhibition proved significant as it slowed proliferation and migration in resistant TNBC cells more than individual inhibition of either CPT1 or glutaminase. These results provide new genetic markers that could better guide drug choice in patients with TNBC, Dias said.

Die tl;dr-Version: Brustkrebszellen lassen sich teilweise dadurch „aushungern“, dass man ihnen die Fettsäure-Oxidation und das das für das Wachstum nötige Glutamin streicht.

So viel dazu.

Heißt, mögliches Szenario: Der Körper könnte verkrebst sein und der PET-Scan zeigt gar nix. 

 

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Kommentare (33)

  1. Ich finde schade, das praktisch alle Beiträge zum Thema Krebs so „negativ“ rüberkommen. Sie lassen einen eher hilflos und ratlos zurück. Dabei gibt es gerade auch zum Thema Ernährung, Keto/Krebs ja durchaus ermutigende und positive Resultate. Man muß natürlich nicht so enthusiastisch wie Doc Strunz sein, aber es ist ja eine Tatsache, das diese Ernährung zumindest bei einigen Krebsarten positive Auswirkungen auf Heilung und Gesundheit von Menschen hat, es genügend Belege dafür gibt und er gerade diese positiven Bsp. beschreibt, die sicher vielen Menschen auch Mut machen und Hoffnung geben. Ich kann verstehen, daß man zutiefst traurig und verletzt, vielleicht sogar etwas verbittert ist, wenn man einen geliebten Menschen an Krebs leiden und sterben sehen muß und man trotz großem Wissen zum Thema Gesundheit dennoch nichts tun und nicht helfen kann. Aber vielleicht wäre gerade dann gut, wenn man seine Energie und sein Gehirn nutzt und nach positiven Aspekten sucht. Denn machen wir uns nichts vor, egal wie gesund wir leben, die Wahrscheinlichkeit und das Risiko selbst an Krebs zu erkranken steigt mit jedem Lebensjahr. Da wäre es doch sicher gut, wenn man Dinge ins Auge fasst, die einem selbst und anderen Menschen helfen könnten, als nur darauf zu schauen, was leider gerade zum Thema Krebs alles nicht funktioniert. MfG

    1. Stimmt, das kann man so sehen. Allerdings findet man auf unserer Seite bereits einige Ansätze. Und zum anderen sehe ich keine Notwendigkeit, in jeden Artikel „positive, praktische Ansatzpunkte“ reinzupacken – in meinen Augen darf ein Artikel auch mal „nur“ informieren. Ich finde übrigens, dass das eine Krankheit unserer Zeit ist, immer und überall krampfhaft einen Nutzen aus etwas ziehen zu wollen.

      1. Chris, das ist nicht das, was ich meinte, vor allem Dein letzter Satz nicht. Jeder Zweckoptimismus, jeder Euphorie ala Selbstoptimierungswahn o. ä. zu so einem ernsten Thema liegt mir völlig fern. Eigentlich wollte ich nur sagen, Sinn und Inhalt des Blogs ist ja etwas Positives und Nutzbringendes für die Leser. Das sollte man auch aus meiner Sicht zu solchen Themen fortsetzen, denn nach solchen Informationen suchen die Menschen doch und nicht, was nicht klappt. Mir ist jedenfalls aufgefallen, das gerade zum Thema Krebs/Keto die Ausrichtung der Beiträge „negativ“ ist. Das mag trotzdem informativ sein, aber wie gesagt, ich wage zu behaupten, die meisten Menschen interessieren sich für Lösungen, nicht für Probleme. Aber das war überhaupt auch nur als Hinweis gemeint, es ist ja schließlich Dein Blog.

        1. Ich bin grundsätzlich voll bei dir! Aber ich definiere den Blog halt nicht per se im Sinne von „Sinn und Inhalt des Blogs ist ja etwas Positives und Nutzbringendes für die Leser“, sondern sehe da auch die Möglichkeit mich selbst zu reflektieren und vielleicht auch die eine oder andere Selbstreflexion beim Leser anzuregen. Krebs ist nun mal eine komplexe Erkrankung und in meinen Augen werden auf der einen oder anderen Plattform nicht zielführende oder möglicherweise sogar schädliche Vereinfachungen dargestellt. Aber ja, du hast recht: Grundtenor bezüglich der Erkrankung/Keto sind eher negativ. Das muss man allerdings relativ sehen. Wir sagen ja z. B. auch dass Keto unter bestimmten Umständen sogar sehr nützlich sein kann. Was das Thema Krebs und Keto angeht: Es gibt keine einzige Human-Studie, die bisher auch nur im Ansatz zeigen konnte, dass Keto eine praktikable Behandlungsalternative oder -ergänzung ist. Sicher wird es einzelne Fallberichte geben, die positiv ausfallen und ein Stoffwechseltyping beim Krebs wäre sicher nützlich. Wer sich allerdings die Heterogenität der Tumorstoffwechsel vor Augen führt, der kann vor dem Hintergrund der aktuellen Evidenz doch umgekehrt nicht behaupten, dass Glukose oder Kohlenhydrate per se Krebsverursacher sind. Und hier sehe ich meine Aufgabe darin, mehr Klarheit reinzubringen … als Beispiel (beziehe ich jetzt nicht auf diesen Artikel).

        2. Ich glaube eher das liegt daran, dass es einen Hype um Anti-Krebs-Keto-Diäten gibt, der angesichts der Faktenlage in dem Ausmaß nicht ganz berechtigt ist. Im schlimmsten Fall wird der Krebs befeuert und/oder andere effektive Therapieformen kommen nicht zum Zuge. Siehe dazu such den im Text verlinkten Artikel von 2015.

          Deshalb finde ich es schon sinnvoll und informativ, einen rationalen kritischen Gegenpol zu an vielen Stellen zu lesenden „einfachen“ Heilsversprechen zu geben. Differenzierung ist King.

    2. Danke „treu“,
      besser hätt ich das auch nicht formulieren können. Die etwas einseitige Berichterstattung von Chris frustriert mich auch schon seit einigen Jahren.
      Bitte nicht falsch verstehen – Chris – ich finde Deinen Blog absolut klasse. Aber immer wenn das Thema Krebs so behandelt wird, dass die Quintessenz des Artikel ist: „wir krepieren alle und können nichts machen“, dann bin ich gefrustet.
      Ich vermute mal, es gibt keine Statistiken welche Krebsarten wie reagieren und vor allen wie häufig sind??
      LG
      Martin

    1. Hi Chris,
      ich finde es sehr gut, daß du studienbasiert darauf hinweist, daß diese Keto-Tipps auch voll nach hinten losgehen können. Du schlägst dich ja auch nicht auf eine Seite, sondern weist lediglich darauf hin, daß weder der Verzicht auf Glucose, noch auf Aminosäuren und auch Fasten keinen Erfolg bringt. Das ist doch absolut legitim.
      Ich lese gerade sehr viel über Parasiten, Mikroben, Pilze und Biofilme. Und ich finde es auch sehr interessant, daß es Wissenschaftler gibt, die die Ansicht vertreten, daß Krankheiten, und dazu gehört auch Krebs, genau durch diese Viecher ausgelöst werden, die sich meist völlig unbemerkt im Körper ansiedeln. Man muß sich also eher fragen, wenn man dieser Theorie glaubt, wie man diese Biofilme zerstören kann und aber auch, wie man sein Immunsystem stärken kann, damit es gar nicht erst zu solch einer Überwucherung kommen kann. Vielleicht mal ein neuer Ansatz. Auch die Lugolsche Lösung soll da ua hilfreich sein. Als ich das las, mußte ich direkt an dich denken, da du früher so große Erfolge damit hattest. Wer weiß, vlt hast du damit, ohne es zu wissen, erfolgreich irgendwelche Parasiten bekämpft…
      LG, Barbara

      1. So abwegig ist der Gedanke nicht. Im Gegenteil: Therapien mittels MMS (also nicht MSM) und CDL sollen, wenn man den Aussagen in diversen Zeugen-Berichten im Web und insbesondere in diversen Bücher (z.B. von Andreas L. Kalcker) seinen Glauben schenken mag, bereits vielen betroffenen Menschen mit teils schwersten Erkrankungen geholfen haben. Auch wenn diese Therapie-Formen extrem umstritten sind (die Schulmedizin warnt explizit davor), so setzen die Therapien scheinbar genau dort an, wo Viren, Bakterien, Pilze, etc. zu Krankheiten führen können. Ich selber habe das neuere Buch von Kalcker gelesen und in den letzten 4 Monaten auch erste Erfahrungen mit CDL gesammelt.

      2. Hi Barbara,
        beim Stichwort Biofilme, Parasiten, Viren, etc. denke ich an Wasserstoffperoxid H2O2 – ist in frischem Obst und Gemüse drin, in natürlichem Gebirgswasser und man kann es auch kaufen und niedrig dosiert (5-10 Tropfen von 3,5%iger nicht stabilisierter Lösung) ins Trinkwasser geben – soll nachweislich gegen Krebszellen helfen ( siehe Buch: „Bionisches Wasser“). H2O2 war bis Anfang des 19.Jhdts das Antikrebsmittel und das sehr erfolgreich!
        LG Günter

        1. Bis Anfang des 20. Jhdts. natürlich!
          Habe noch etwas nachgelesen: H2O2 verhindert bzw. stoppt den Warburg-Effekt – eine der Energieversorgungen der Krebszellen wird also verhindert. Außerdem werden p53, NF-kappaB, AP-1 und die SODs aktiviert!
          Vitamin C ist nicht nur Elektronenfänger, sondern produziert in unseren Zellen H2O2!

          1. Hallo Günther,

            Hört sich gut an, allerdings frage ich mich, warum Jemand wie Linus Pauling dann trotzdem Prostatakrebs bekommen hat und daran gestorben ist.
            Liebe Grüße

          2. „Das schwächste Glied bestimmt die Zugfestigkeit der Kette“ – ich weiß nicht welches Glied bei Pauling das schwächste war!
            Vielleicht zu viel Vitamin C und dadurch zu viel H2O2 und dadurch Versagen des Katalase- und SOD-Systems!? Möglicherweise – keiner weiß es!

  2. Hallo Chris,

    guter Artikel. Man sollte jedoch auch erwähnen, dass es Krebsarten gibt, wo LC/Keto gute Erfolge bringen, nämlich bei bestimmten Gerhirntumoren. Zu dem Thema habe ich mich letztes Jahr mit einem Arzt aus Hannover auf der Tagung der EMG zu unterhalten.
    Es ist also nicht so, dass Keto gar nix bringt…aber eben auch nicht 100% Heilung.

    Was man unbedingt erwähnen sollte sind 2 Punkte zum Thema Krebs:
    1. Die Arbeit von Walter Longo zum Thema Fasten+Chemo. Dass Fasten extrem hilft, die Chemo besser zu vertragen.
    2. Das Krebs etwas mit defekten Mitochondrien zu tun hat und es einen Grund geben muss für diese defekten Mitochondrien. Ein Grund könnten Schwermetalle sein. Eine Belastung mit Schwermetallen. Das schädigt nachweislich die Mitochondrien. Ein anderer Grund eine Belastung mit Giften…oder im schlimmsten Fall eine Kombination verschiedener tox. Substanzen.
    3. IGF und mTor sollen auch net so ganz unwichtig sein. Da wären wir wieder bei Kohlenhydraten…aber es ist eben nicht so einfach.

    VG,
    Robert

  3. Vielen Dank für einen weiteren informativen Artikel!
    Persönlich glaube ich es gibt einen entscheidenen Zusammenhang zwischen Psyche (Glücklichsein) und Krebs.
    Meine Mutter ist vor vielen Jahren als jüngste von 7 Geschwistern (mit Mitte 30) gestorben, vor ein paar Jahren dann die zweitjüngste Schwester. Beide hatten partnerschaftliche „Probleme“…. die Beiden ältesten Geschwister sind schon Mitte bzw Ende 80 und bei bester Gesundheit, haben nicht viel aber sind zufrieden und froh…
    Auch hatte ich 2 Fälle von Brustkrebs im Bekanntenkreis von Frauen ohne (erfülltem?) Kinderwunsch.
    Wenn Zucker oder Fett bestimmte Krebsformen begünstigt, tauchen diese dann auch bei Naturvölkern auf die viel Fett oder Zucker (Honig) konsumieren?
    Vielen Dank und liebe Grüsse,
    Markus

    1. Das mit den Naturvölkern ist SEHR kompliziert. Erstens mal gibt es dazu kaum verlässliche Daten. Zweitens leben die Leute vollständig eingebettet in ihrer natürlichen Matrix! Das kann man mit dem, was wir hier leben, nicht im Ansatz vergleich. Deshalb kann man auch keine Rückschlüsse auf Makronährstoffe ziehen. Schon alleine deswegen nicht, weil Zucker aus Cola „bissl“ was anderes ist als Zucker aus Honig. Zudem sagen wir ja nicht, dass Fett oder Zucker per se das Krebswachstum befeuern. Wir sagen lediglich, dass der Umkehrschluss nicht gilt. LG

  4. Keto und Krebs…deswegen empfehlen Longo und Coy die Ketose oder das Fasten erst direkt vor der Chemo. Drei Tage vor der Chemo und während der Dauer der Chemotherapie.
    Praktiziert man das Fasten oder die Ketose wochenlang, kann es passieren, dass der Krebs metabolisch switcht.
    Direkt vor der Chemo wird er durch den Entzug „geschockt“ und reagiert damit empfindlicher auf die Chemo.

    Longo setzt dabei eher auf das Fasten und hierbei vor allem auf den Entzug tierischen Eiweisses, Coy setzt auf die Ketose. Das Ziel bei beiden ist, die Nichtaktivierung von mTor.

  5. Hallo Chris,
    ich verstehe nicht, warum ein Blutbild mit Check der Tumormarker nicht erwähnt wird. Besteht ein Verdacht auf Krebs,
    bezahlt die Krankenkasse auch diese teurere Blutanalyse. Bei der Gelegenheit könnte man auch feststellen, welche
    Unterdeckung an Nährstoffen besteht. Hieraus würde sich ergeben, welche Therapie optimal ist.
    Beste Grüße
    Johannes

    1. in der letzten Sendung gesundheitheute (Gesundheitssendung vom Schweizer Staatsfernsehen) vom letzten Samstag ging man der Frage nach, ob es wirksame Krebsdiäten gibt?

      Die Sendung ist (zumindest in der Schweiz) auch als Podcast abrufbar unter https://www.srf.ch/play/tv/sendung/gesundheitheute?id=c587c143-0230-0001-52eb-1fa09adf1ae0

      Hauptaussage: eine zuckerarme, mediterrane Ernährung nach alter Art, als Brot und Pasta noch in sehr KLEINEN Mengen konsumiert wurden, werde heute als die beste Ernährung bei Krebs erachtet. Auf die Frage, ob auch eine Ketogene Diät empfohlen werde können, verneinte der Onkologe mit der Begründung, dass es noch keine Studien gebe, die aus der KD bei Krebs einen Nutzen zeigen würden. Zudem sei die Ketogene Diät kompliziert in der Handhabung und man müsse auch dauernd das Blut auf Ketone kontrollieren. Er wie die Ernährungsingenieurin waren sich jedoch einig, dass ein niedriger Blutzuckerspiegel Vorteile bringen würden und somit auch Intervall-Fasten von 13 Stunden am Stück (über Nacht) empfohlen werden könne. Während einer Krebstherapie sei es wichtig genügend Proteine aufzunehmen, und man sich bei Appetitlosigkeit dementsprechend zwingen müsse, genügend zu essen.

    1. Wenn Krebsrisiko vorhanden, dann würde ich eher fasten! Habe ich mal gehört, dass durch fasten – nämlich wann du einkaufst und weißt du nicht woher stammt das Lebensmittel, wie, wo, und welcher Umstände behandelt wurden ist, /sind/ dann kannst nie und nimmer wissen ob das gesund oder ungesund ist.
      /sind/. – Krebskranke Menschen wurden geheilt! Oder ganz einfach: Ihre Ernährung wurde umgestellt!

  6. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen an dieser Stelle; ich lese häufig auf dieser amerikanischen Seite: https://foodforbreastcancer.com/
    Insbesondere die Seiten über die einzelnen Nahrungsmittel. Das ist sehr gut aufgemacht, Überschrift kommt mit Hauptaussage wie z.B. „Raspberries are highly recommend for (breast) cancer“. Dann der Text mit Wirkweise und enthaltenen Stoffen inkl. Links und am Ende meist eine gute Liste von Studien. So stelle ich mir eine wirklich gute Seite vor! … die m.E. auch noch up to date ist.

    Was die Viren und anderen Pathogene angeht, so ist die Neu5Gc-Thematik ja bekannt; das Immunsystem muss ja auch immer Kapazitäten frei haben, entstehende Krebszellen selbst zu bekämpfen. Wenn es ständig mit irgendwelchen Pathogenen aus der Nahrung konfrontiert ist, dürfte das schwieriger werden, so meine Schlüsse.
    Das gleiche wissen wir ja von Vitalstoffmängeln: Wenn da nicht alles ausreichend vorhanden ist, funktioniert irgendwann auch nicht mehr alles fehlerfrei und der Weg für Krankheiten wird geebnet.

    Was die Ketose angeht, so geht es ja nicht nur um den Substratentzug (KH), sondern auch darum, dass andere Programme eingeschaltet werden. M.W. läuft das Immunsystem dann auch „hochtouriger“, was zeitweise vielleicht ganz gut sein kann, als Dauerzustand aber wohl eher auslaugend ist… und vor allem, wie will man eine ketogene Ernährung ohne die ganzen Hormone (Milchfett) und Neu5Gc (Milch und Fleisch) durchführen?? Das ist extrem unpraktikabel. Blieben ja nur noch Kokosöl, Gemüse, Fisch, Geflügel, Nüsse, Avocados…
    Und dann man weiß ja auch nie genau, was den Krebs verursacht hat. Vielleicht waren es genau diese tierischen, hormonell wirksamen Komponenten…

  7. Chris, mir ist noch etwas eingefallen. Und zwar radioaktive Stoffe, im Kontext mit dem offenbar ungewöhnlichen Krebs („das haben wir so noch nie gesehen!“) deiner Mutter… Das Einatmen eines einzelnen Plutoniumatoms soll z.B. angeblich schon unweigerlich zu Lungenkrebs führen… (und da kann ich mir vorstellen, dass ihm das Substrat oder die Lebensmittel, die man isst, die psychische Einstellung etc. völlig egal sind!) und diese Atome wurden vor einigen Jahrzehnten ja bei den ganzen Atomtests zuhauf in die Atmosphäre geblasen… irgendwo kommen sie auch wieder runter… gibt auf Sott.net einen Artikel dazu.
    Es wird wohl ein Rätsel bleiben, denn jeder Krebs ist anders.

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