Ernährung

Heißhungerattacken

… tauchen als Thema normalerweise in Frauenzeitschriften auf – oder so. Selten verstehen wir den Ernst der Lage, der hinter sowas meistens steckt.

Zusammenfassend gibt es etwa drei Gründe für Fresskapaden:

  • Hormone – vor allem bei Frauen. Die Evolution hat gerne reproduktiv aktive Frauen. Da diese – hormonell betrachtet – besonders empfindlich auf negative Energiebilanzen reagieren, mästet die Evolution so gut und so oft es geht. Okay, verstehen wir.
  • Neurochemisches Ungleichgewicht. Fehlen uns natürliche Schalldämpfer im Hirn, also z. B. im Endocannabinoid-System, im Opioid- oder Dopamin-/Serotonin-Haushalt, will der Körper das häufig irgendwie kompensieren. Logisch, Nahrung (oder besser: unsere ganze Ernährung!) ist bei uns meistens Droge, wir wissen das nur nicht. (Stichwort Casomorphin im Käse, Gluteomorphin im Weizen, Wirkung von Kaffee, Alkohol, Schokolade…, allgemein food palatbility und so weiter.) Warum beispielsweise Kupfer hier seine Finger im Spiel hat und was das Enzym PAM damit zu tun hat, war Thema des aktuellen Newsletters.
  • Nährstoffmangel.

Der letzte Punkt ist der, den man überhaupt nicht an den Mann bringt. Menschen verstehen bis heute nicht, dass der Körper bestimmte Mikronährstoffe zum Funktionieren braucht, unbedingt braucht, sonst kann er gar nicht überleben.

Weil diese Stoffe so wichtig sind, hat man ihnen das Attribut „essentiell“ verpasst. Genau, das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Mangel an diesen Substanzen den Tod bringen kann. Doch, genau so ist das. Leider hat uns die Presse mit ihren mantraartigen Wiederholungen tief im Unterbewusstsein verankert, dass wir „alle genug davon haben“.

Jetzt laufen viele Menschen durch die Gegend und fühlen sich elend, haben Angstzustände oder fühlen sich zerbrechlich. Ich will nicht sagen, dass alle diese Menschen einen Mikronährstoffmangel haben, aber abgesehen davon, dass viele dieser essentiellen Stoffe wichtige Cofaktoren im Gehirn sind (also die Psyche fit halten sollen) … stelle ich gerne mal die Frage:

Wie fühlt man sich, wenn ein Stoff zur Hälfte oder fast komplett fehlt? 

Wenn ich zum Beispiel oft genug die leeren Eisenspeicher sehe, mit Ferritin <20 ng/ml. Der Mensch ist nur nicht leistungsfähig, möglicherweise müde (das klingt immer so niedlich), der wird ganz sicher oft genug Todesängste oder ähnliche Gefühle haben.

Seltsam, oder? Dass uns sowas nicht einleuchtet: Wenn ein Mensch halb am Verhungern ist, dann sehen wir ihm das an und er fühlt sich entsprechend, nämlich wie man sich halt fühlt, wenn man halb am Sterben ist. Das ist ein zu starker, chronischer Kalorienmangel. Aber niemand fragt sich, wie man sich fühlt, wenn man im Winter mit entleerten Vitamin-D-Speichern durch die Gegend schleicht.

Wir kommen gar nicht auf die Idee, dass die mentale Stärke, bzw. das Gefühl, das uns der Körper über unsere körpereigene Kraft in der Gesamtheit gibt, auch ein Abbild der Versorgungslage von lebenswichtigen Substanzen im Körper ist.

Über diesen Absatz kann man mal kurz reflektieren – und sich in die vielen leeren Gesichter der Menschen denken, die da auf den deutschen Straßen rumlaufen.

Okay, nicht unser Topic. Krankheit und Tod geht uns nichts an, deshalb schreibe ich so selten darüber. Da kommt man ja schnell in Teufels Küche. Aber: Jeder, der mal einen Mangel (oder mehrere) hatte, weiß, wie instabil der Körper in solchen Momenten läuft – wie so eine Heißhunger-Attacke (bei mir war’s damals unter anderem mal Butter, der Vitamin-A-Mangel lässt grüßen) jegliche Form der Konstanz im Ernährungsverhalten nimmt.

Wohlgemerkt: Natürliche, zarte Schwankungen sind gut und wichtig. Thema Zyklen. Aber ein Mangel an Mikronährstoffen sollte den Verlauf eines Zyklus niemals diktieren. Denn dann lebt man nicht, sondern man wird gelebt. Und niemand braucht einen Körper, dem jegliche Form der Konstanz fehlt. Also: Immer schön darauf achten, nicht in irgendeinen (schweren) Mangel zu rutschen.

PS: Geil, oder? Der zweite Punkt oben bei der Aufzählung. Wer sich schon immer gewundert hat, warum wir essen, wie wir essen, der weiß es jetzt. Der Tag vieler Menschen besteht aus Käse, Weizen, Kaffee, Schokolade und Alkohol – dazwischen noch Salami, Cola, Chips und Wurst (hyperpalatbility).

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Kommentare (26)

  1. Grund Nr. 1 kann ich, leider, voll und ganz bestätigen. Als ob es nicht anstrengend genug wäre den inneren Kampf gegen die monatlich wiederkehrenden Fressattacken zu führen, kommt noch der Leistungseinbruch hinzu. An den speziellen Tagen sinkt meine sportliche Leistungsfähigkeit merklich. Sehr ärgerlich (zum kotzen, wenn ich ehrlich bin) und nichts hilft dagegen 🙁

      1. Danke für den Tip! Kenne ich tatsächlich nicht, wird aber bald gelesen 🙂
        Training und Ernährung habe ich schon weitestgehend auf den Zyklus abgestimmt. Aber Wettkämpfe finden dann statt, wenn sie stattfinden, ohne Rücksicht auf den Zyklus 😕
        Mal sehen ob ich im Buch interessante, nützliche Infos finde. Danke jedenfalls.

  2. Hallo ! Zu Nr.3 passt folgendes:
    Ich frage mich schon seit längerer Zeit, warum der Körper sich im Falle eines Mangels nicht stärker durch entsprechende Gelüste mit den fehlenden Stoffen versorgt. In der Schwangerschaft funktioniert das ja ganz offensichtlich. Während ich mein erstes Kind erwartet hatte, ganz zu Beginn, musste ich einmal tagelang an einen ganz bestimmten Iso-Drink (mit zugesetzten Vitaminen u. Mineralien) denken. Als ich den dann endlich getrunken hatte, war wieder gut. Gegen Ende der Schwangerschaft hatte ich täglich Hunger auf einen Obstsalat. Solche Geschichten gibt es ja zu Hauf… Auf Grund dieser Erfahrung, bin ich fest davon überzeugt, dass unser Körper uns ohne Schwierigkeiten von schädlichen Stoffen fernhalten kann (ich konnte z.B. nicht mal in einem Raum mit einer Tasse Kaffee sein) und uns ebenso dazu bringen könnte zu Essen was er braucht. Warum tut er es also im Normalfall nicht? Was habt ihr für Gedanken dazu?

    1. Hi Dani, ich denke weil im Körper einer Schwangeren ein ganz anderes Setup läuft. Ging mir bei meinen drei Schwangerschaften übrigens genauso. Eine Schwangere hält sich ja auch automatisch von Nikotin, Alkohol, Kaffee fern. Das heißt, der Einfluss dieser Stoffe sind auf ein Minimum heruntergefahren.
      Wohingegen im normalen Alltag…. Also bei allen Bemühungen… aber bei Käse…. Käse ist mein Dope. Wenn ich schon an einem Stück Appenzeller schnuppere, knistert’s gewaltig in den Synapsen. Deshalb gibt es Käse bzw. Milch-(Produkte) nur an hohen Feiertagen.
      Ansonsten funktioniert das bei mir recht gut mit der somatischen Intelligenz. Aber hey, nobody is perfect. Wär ja auch langweilig 😉
      Liebe Grüße
      e.

    2. Ich denke, dass da verschiedene Faktoren mit reinspielen.

      Erstens werden „Gifte“ in der Schwangerschaft viel relevanter, weil da ganz sensible Abläufe im Organismus (bzw. dem „neuen“ Organimsus“) sind, die schon auf feinste Verstimmungen reagieren.

      Zweitens muss man auch immer ein bisschen unterscheiden, ob wir von einem „relativen Mangel“ sprechen. Das heißt, verarmen unsere Speicher, weil wir halt immer zu wenig von irgendwas essen oder verarmen die Speicher, weil gerade neue Strukturen aufgebaut werden müssen, halt wie bei der Schwangerschaft.

      Zu guter Letzt glaube ich, dass man durch sein eigenes Verhalten auch irgendwie Prioritäten (des sensorischen NS?) überschreiben kann. Bei der Schwangerschaft ist die Priorität im Organismus ganz klar: Alles was geht, in den neuen Organismus pumpen und bloß dafür sorgen, dass der gesund wird.

      Im Alltag kann das von anderen Sachen überlagert werden, und es dauert länger, bis ein echter oder sich anbahnender Mangel so durchschlägt, dass der Körper via Heißhunger darauf reagiert. Was man dabei nicht vergessen darf ist, dass es ganz oft nicht nur um einen Stoff oder so geht, sondern um ein ganzes Wirkgeflecht an Substanzen, die ganz komplex auf uns wirken.

      Was aber auf jeden Fall klar ist: Der Körper muss immer mit dem Trade-off umgehen, sprich mit dem Verhältnis zwischen positiv und negativ wirkenden Substanzen im jeweiligen Nahrungsmittel. Beim Mangel kennt der Körper keine Kompromisse und haut sich, wenn’s sein muss, auch richtig „ungesundes Zeug“ rein, was in diesem Fall dann aber alles andere als ungesund ist (weil es ja u. a. den Mangel ausgleicht). Deshalb ist es so wichtig, nicht voreingenommen zu sein und sich prinzipiell möglichst alle Nahrungsmittel anzubieten.

  3. Ich glaube fest daran dass gewisse Mikronährstoffe fehlen oder zumindest nicht im optimalen Bereich liegen welche Heisshungerattacken mittragen können und die man substituieren sollte. Ein gutes Beispiel kann man am Vitamin D festmachen. Zu Vitamin D gehört natürlich auch K2 und Magnesium aber auch Vitamin A wird in Fachliteratur beschrieben. Ich lies vor 6 Monaten unter anderem meine Großmutter (84) auf Vitamin D testen. Spiegel lag noch bei 5ng. Der Arzt kommt natürlich nicht auf sowas, verweigerte zunächst sogar den Test. Naja, schwerster Mangel also. Auffüllung von 500.000ie und anschließende Aufrechterhaltung von 5000ie durch mich. Jetzt kam es dazu dass meine Oma förmlich aufblühte. Nach 6 Monaten war sie kaum wieder zu erkennen. Kein Rollator mehr nötig wesentlich aktiver und jetzt das verblüffendste durch das Retinol wurden als Nebeneffekt ihre Augen nochmal besser. Bemerkenswert wie ich finde dabei isst sie recht ordentlich und sollte normalerweise keinen solchen argen Mangel aufweisen. Zu Vitamin k2 kann ich auch gleich von mehreren Fällen berichten wo sich Kalziumablagerungen nach und nach in Luft auflösten. Egal ob auf Herzklappen oder wie bei meinem Nachbarn der ein riesen Bausen am Handgelenk hatte. Man führt alles Nötige dem System zu und der Organismus fängt augenblicklich mit den Aufräum- und Regenerationsprozessen an. Was mir die Triage Theorie wie ich finde eindrucksvoll bestätigt. Werde mit Sicherheit mein Leben lang diese als auch andere Mikronährstoffe im Auge behalten. Sowas wie Heisshungerattacken sind mir weitestgehend fremd.

      1. Ich weiß nicht was ich dir da genaueres zu berichten soll. Das beste Buch über Vitamin k2 heißt “ Vitamin K2 und das Calcium-Paradoxon“. Echt lesenswert…Schon ne Weile her als ich es gelesen habe. In der Regel benötigst du 200ug täglich vorzugsweise MK7 in MCT Öl gelöst aber eigentlich wird fast nur noch dieses angeboten. Bekommst du überall und die Qualität differiert wenn überhaupt nur minimal. Es gehört zu der Vitamin D Therapie, da eine Erhöhung des Vitamin D Spiegels mit einer verbesserten Calciumresorbtion im Darm einher geht. Ohne k2 kann dieses nicht vollständig eingelagert werden. Was auf Dauer zu Problemen führen kann. Des weiteren werden bei ausreichender Versorgung bestehende Ablagerungen abgetragen und in Knochen und Zähne transportiert. Macht der Körper ganz von alleine wie alles andere auch wenn man ihn befähigt durch entsprechende Supplementierung. Zu dem Thema gibt’s auch etliche YouTube Videos. Wenn du dennoch konkrete Fragen hast werd ich bemüht sein diese zu beantworten. Kann definitiv aus Erfahrung sagen dass das sehr zuverässig funktioniert. Benötigt natürlich Zeit. 3-6 Monate je nach Ort Art und Menge der Ablagerung..

  4. Heißhungerattacken kenne ich seit eiweißreicher Ernährung gar nicht mehr. Trotzdem fühle ich mich körperlich und seelisch meist nur schwach. Habe auch die wichtigsten Nährstoffe messen lassen, alles i.O. durch mein umfangreiches Ergänzungsprogramm. Die einzige Erklärung könnten die etwas zu niedrigen freien Schilddrüsenhormone sein. Nach Julia Ross (The Mood Cure) wirken ja bestimmte Aminosäuren unter solchen Bedingungen auch nicht, z.B. Tryptophan auf den Serotoninspiegel. Warum habe ich jetzt nicht übermäßigen Appetit auf Jod und Selen? Warum signalisiert der Körper, dass er alles hat und ist trotzdem nicht leistungsfähig? Also offenbar bin ich nicht in der Lage, Nährstoffmängel zu erspüren.

  5. Gute Aufzählung oben. Was ich noch hinzufügen würde: Dysbiose des Mikrobioms (klar ist die auch von Mikronährstoffsituation abhängig und umgekehrt). Aber: Speziell wer mal Probleme mit verschiedenen Hefen und Pilzen hat(te) (Stichwort: Candida Albicans) kennt Zucker-Cravings und Heißhungerattacken sehr gut. Werden diese dysbiotischen Zustände dann wieder ausgeglichen sind viele ihre Heißhungerattacken auch wieder los

  6. Wieder einmal gewohnt ein toller kurzer Bericht. Jedoch Heisshungerattacken nur auf die Physiologie zu münzen ist viel zu kurz gedacht. Entschuldigung, sogar fahrlässig. Weil es bedeuten würde, dass alle psychisch Belasteten nur mit Vitalstoffen versorgt werden müssten um frisch fröhlich und wieder frei zu sein. Unabhängig also womöglich traumatischer Erfahrungen des jeweiligen Lebens. Das würde überspitzt bedeuten, dass das Gedächtnis, welches besonders für überlebenswichtige Mechanismen seit Jäger & Sammler-Zeit Verantwortung trägt, infrage gestellt werden müsste. Man muss dafür kein Denker sein, um nachvollziehen zu können, dass wir sonst ausgerottet wären, vom Säbelzahntiger, weil wir uns nicht erinnert hätten, dass er nicht kuscheln will. Also ist es in solch einer Situation besser das das Gehirn Angst generiert um die Hacken in die Hand zu nehmen. Sicherlich sind heutzutage viele Angststörungen der Menschen irreal. Aber woher kommen die? Wenn man in diesem Bereich arbeitet stellt man oft genug leicht fest, dass so manch Belasteter oder Belastete unverarbeitete negative Erfahrungen inne hat, die sehr viel Energie von unseren „100% Lebenskraft“ abziehen und in diesem Zuge Heisshungerattacken mit sich bringen können. Natürlich hilft hier in jedem Fall als Dämpfung für gewisses psychisches Unbehagen eine gezielte Vitalstoffversorgung. Aber das solche die im Gedächtnis abgespeicherten negativen Erfahrung auf dauer nichtig machen ist aus der Evolution des Menschen heraus schlicht nicht möglich. Man denke nur einmal an ein traumatisiertes Kind oder einen heimgekehrten Kriegsveteranen. Meine Empfehlung: Supplemente empfehlen für zügige Erleichterung und langfristig die negative Energie psychologisch im emotionalen Gedächtnis gewusst wie desensibilisieren. Letztlich dem Gehirn die Möglichkeit der Verarbeitung traumatischer Belastung geben.

    #Ich habe extra etwas schwarz-/weiss geschrieben – dennoch für die so wichtige Differenzierung. Und ja, vieles hätte ich noch nach rechts und links als auch nach oben und unten schreiben können. Nur ich hoffe meine gut gemeinte Intention ist auch so rüber gekommen#

    In jedem Fall danke Chris, für Deine unermüdlich herausragende und wahrhaftige Arbeit besser mit unserem Körper umgehen zu können!

    1. Hey Maik, ich habe aber doch gar nicht gesagt, dass Angststörungen etc. generell immer von einem Mikronährstoffmangel kommen. Ich sage viel mehr, dass niemand den umgekehrten Fall annimmt, wobei Mikronährstoffmängel zu (diffusen) Angststörungen ohne äußeren Auslöser führen können bzw. die Belastbarkeitsgrenzen, grob formuliert, derart herabsetzen, dass sogar das Hundebellen eine Panikattacke auslöst. Und zudem habe ich bei Punkt 2 dargelegt, dass auch neurochemische Dysbalancen (z. B. wie von dir dargelegt durch Stressoren verursacht) zu Heißhungerattacken führen können. *Schulterzuck* LG Chris 🙂

      1. Ganz richtig Chris, hast Du nicht behauptet. Und ja, es ist fatal, dass immer noch viele vermeintlich Wissende, um nicht zu sagen Mediziner oder psychologische Experten, denen noch unglaublich viele Otto-Normalverbraucher ungefiltert breitgefächerte Glaubwürdigkeit beimessen, Hilfesuchenden erzählen oder zu verstehen geben, dass zb. Nahrungsergänzung nur Geschäftemacherrei sei. Hier setzt zur Aufklärung Deine Arbeit auch an. Bitte weiter so!!

        Jedoch mein Ansatz zu schreiben war, dass nicht jeder weiss oder gleich klar hat, dass unter der komplexen Wissenschaft der Neurochemie auch das Gedächtnis zählt. Also der Gedankengenarator. Zumal, wenn man auf Deinen Blog kommt durch den Priming-Effekt physiologisches erwartet. Hier bist Du gebietsbedingt der Profi. Edubily Deine Brand.

        ..das heisst, ich wollte nur kurz aufmerksam machen, umso an die immerwährende Differenzierung zu erinnern. *Lächel* BG Maik 😉

  7. @Lukas
    ist Heißhunger oft mit Candida verknüpft oder einfach auch durch Hyperpalatability gestartet und dann irgendwann geistig als Routine gelernt?

    @uta
    sind die heißhungerattacken nur durch mehr eiweiß verschwunden?
    hast du auch mal auf candida oder nährstoffmangel getestet?
    Kannst du mehr über deine Erfahrung erzählen?

  8. @Christian
    Heißhunger ist durchaus mit viel Eiweiß mit viel Gemüse verschwunden. Ich fühle mich damit auch besser aber eben nicht gut. Die gängigsten Nährstoffe habe ich beim Orthomolekularmediziner messen lassen, alles i.O. Danke für Deinen Tip mit dem Candida, den hatte ich eigentlich mit Heißhungerattacken in Verbindung gebracht, da der doch dauernd Appetit auf Süßes hat. Ist jedenfalls meine Vermutung durch gewisse Erfahrungen. Bei meinem Problem denke ich eher an eine Störung des Serotoninstoffwechsels im Gehirn bedingt durch einen eventuellen Polymorphismus betreffender Enzyme. Hat damit jemand Erfahrung?

  9. Danke für die mykologischen Tips! Bisher kannte ich nur die Aminosäuren, die Vorläufer der Neurotransmitter im Gehirn sind (Tryptophan, Tyrosin, Phenylalanin). Die wirken bei mir allesamt gar nicht wegen der Schilddrüsenunterfunktion. Ob das bei den Pilzen anders ist?

  10. Es ist mit Sicherheit einen Versuch wert. Praxis steht bei mir über reiner Theorie und jeder Organismus reagiert anders. Habe sehr positive Erfahrungen bei diversen Erkrankungen mit den Pilzen sammeln dürfen. Mir ist klar dass dies nicht unbedingt das richtige Forum für solche Art von Tipps ist aber kann sie nur empfehlen. Das besondere an den Vitalpilzen ist deren ganzheitliche Wirkung auf den Organismus. Eine Schilddrüsenunterfunktion sollte aber mit Selen Jod Omega3 und Vitamin D3 inklusive mit seinen Kofaktoren ( Vit. A K2 Magnesium) zu beseitigen sein aber auch hier können Heilpilze unterstützend wirksam sein. Davon abgesehen sind die Pilze von Goba echt der Knaller was das Preis Leistungsverhältnis anbetrifft. Was die Dosierung angeht etwas dezenter vorgehen als auf der Packung beschrieben. Hierbei muss zunächst ein Spiegel aufgebaut werden danach geht es in eine etwa 2-3 monatige Erhaltphase. Die Pilze werden normalerweise als Kur eingesetzt können aber auch dauerhaft eingenommen werden.1- 3g Galimmun (Reishi) und gleiche Anwendung beim Cordyceps sind völlig ausreichend.

    MFG

  11. Danke Dir nochmals für Deine ausführlichen Tips. Mußte erstmal dazu recherchieren, deshalb hat’s so lange gedauert. Klingt vielversprechend, werde es bestimmt mal ausprobieren. Ich würde es allerdings gerne weniger symptomatisch mehr ursächlich angehen, deshalb der Kampf um eine gute Schilddrüsenfunktion. Selen, Omega3 und Vitamin D sind alle gemessen und i.O., bei Jod und Vitamin K bin ich mir ziemlich sicher, nur bei Vitamin A nicht so ganz. Außerdem gibt es ja noch andere Hindernisse wie z.B. Schwermetalle, Nebennierenschwäche oder auch nicht so gut funktionierende Mitochondrien. Bei normalen Ärzten findet man da aber kein Gehör. Also muss man wieder alles selbst regeln, am besten mit einem gut funktionierenden Körpergefühl, womit wir wieder beim Appetit wären.

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