Ernährung

Wie du Schwermetalle loswirst – Gastbeitrag von Robert Krug

Heute dürfen wir einen ganz besonderen Gast im Blog begrüßen. Die Rede ist von Robert Krug. Manch einer kennt ihn schon aus dem Strunz-Forum.

Ich bin gerade dabei sein Buch zu lesen (siehe Ende des Artikels) – darin behandelt er u. a. das Thema, das in den letzten Tagen bei uns relevant ist, nämlich das Thema Schwermetalle.

Robert ist ein Wirtschaftsinformatiker und hat sehr viel (gemessene) Praxiserfahrung. Diese Kombination gefällt mir sehr, drum habe ich ihn gebeten, einen Artikel für unsere Plattform zu schreiben. Praxiserfahrungen (+ erprobte Lösungen) aus erster Hand sind Gold wert.

Wie gesagt, ich glaube, Robert hat ein starkes Buch geschrieben, das man ruhig mal gelesen haben sollte. Daher unsere Empfehlung an dieser Stelle.


Schwermetalle – ein Thema für Dich?

Vorweg möchte ich Chris dafür danken, dass ich hier in seinem Blog meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu diesem Thema beschreiben darf.

Ich habe über 30 Jahre eine Belastung mit Quecksilber (Hg) und Aluminium (Al) mit mir herumgetragen, ohne es zu merken. Ohne es zu wissen. 2016 hatte ich einen Termin bei einem Arzt, eigentlich um das Thema Leaky Gut abzuklären. Befund: Belastung mit Quecksilber (Hg), Arsen (As), Aluminium (Al) und Blei (Pb).

Das spannende an der Geschichte: Seitdem Quecksilber aus meinem Körper weg ist, ist mein Heuschnupfen weg. Zudem ist der Candida verschwunden, meine Rückenpickel komplett weg und ich habe keine Verdauungsprobleme mehr. Denn eine Belastung muss sich nicht gleich durch neurologische Symptome äußern.

Ist das bei allen Menschen gleich?

Nein! Das ist das Kernproblem und macht die Sache so komplex! Chris hat hier schön dargestellt, wie komplex unser “Entgiftungsmotor” z. B. bei Antioxidantien ist:

Was du siehst sind alles Enzyme, die allerdings nicht bei jedem gleich gut funktionieren. Beim Ausscheiden von Schwermetallen benutzt der Mensch u. a. die Enzyme

  • Glutathion-S-Transferase M1
  • Glutathion-S-Transferase T1
  • Glutathion-S-Transferase P1

(Nicht in der Abbildung.)

Das Enzym GST-M1 ist bei ca. 50 % der deutschen Bevölkerung defekt, d. h. kann nicht gebaut werden. Das wird durch GST-M2 kompensiert, aber wie gut, wissen wir nicht.

Wichtig ist: Nur mit diesen Enzymen kann der Mensch mittels Glutathion entgiften. Zudem kann aber auch GST-T1 genetisch defekt sein, was ca. 25 % der Bevölkerung betrifft. Die weiteren GST-Enzyme können zusätzlich normal oder langsam arbeiten.

Der Mediziner und Wissenschaftler Bodo Kuklinski hat in einer klein angelegten Studie herausgefunden, dass bei 9 % seiner Patienten die Enzyme GST-M1 und GST-T1 defekt waren. Diese Personen haben eine immens höhere Schwierigkeit, Schwermetalle wieder loszuwerden. Und um es nicht einfacher zu machen, kommen nun noch die weiteren Entgiftungsenzyme für Chemikalien mit ins Spiel, wie Superoxiddismutase (SOD) 1-3 und N-Acetyltransferase 2 (NAT2) S1-S3.

Anmerkung Chris: Und das ist sicher nur die halbe Wahrheit! Wer von Haus aus keinen „Motor“ hat, weil die Schilddrüsenhormone fehlen, der braucht eine hohe Aktivität dieser Entgiftungsenzyme nicht zu erwarten. Und das ist lediglich ein Beispiel!

Was ich damit sagen will: Es gibt wahrscheinlich kaum zwei Menschen in Deutschland, die exakt den gleichen Entgiftungsmotor haben! So komplex ist die ganze Sache. Man kann einen V8 Biturbo haben (das sind die, die ohne Ende rauchen, Alkohol problemlos vertragen und gesunde 90 Jahre alt werden) oder aber einen kleinen 500 ccm Cinquecento.

Mit Zweiterem kann man dann eben nicht auf die Rennbahn … oder aber der Spaß ist von kürzerer Dauer. Man kann allerdings mit beiden Autos gute 160.000 km weit kommen. Man muss nur wissen wie, d. h. was man darf und was man nicht darf. Gene selbst sind immer das eine; wie man mit den Genen arbeitet (Epigenetik), ist das andere.

So erklärt sich auch das in einer Studie [1] gefundene Ergebnis, dass Menschen unterschiedlich empfindlich auf Amalgam reagieren – obwohl sie bei Provokation ungefähr genauso viel ausscheiden. Mehr noch, es kann sogar sein, dass Menschen sich trotz höherer Belastung gesund oder gesünder fühlen als Menschen, die eigentlich eine niedrigere Belastung zeigen. Übrigens zeigt diese Studie auch, dass Personen, die kein Amalgam tragen, weniger Quecksilber nach Provokation ausscheiden als die anderen beiden Gruppen.

Heißt unterm Strich also: Wie der eigene Körper mit Schwermetallen umgehen kann, und ob er sie ausscheiden kann, ist leider sehr individuell.

Dass das Thema „Belastung“ – mit all seinen möglichen Folgen – aber kein Blödsinn oder Einbildung ist, zeigt eindrucksvoll diese Studie [2]:

Was man hier auf dem Bild sieht: Links ist eine gesunde Darmzelle, die in Kontakt mit Quecksilber bzw. Thimerosal (enthält ebenfalls Quecksilber; findet sich z. B. in Impfungen; Bild mittig und rechts) kommt. Zu erkennen ist, dass Darmzellen ihre Integrität verlieren. Heißt, hier entsteht im Prinzip ein durchlässiger Darm („Leaky Gut“), da Quecksilber dafür sorgt, dass die Darmzellen nicht mehr fest aneinander „kleben“ (s. Abbildung unten).

Das ist ein Beispiel für die Wirkung von Quecksilber, aber wie ich finde ein sehr eindrucksvolles, da es auch gleich einen Link zu den sich anschließenden Darmproblemen herstellt. Hier spielt auch das Thema Candida-Befall mit rein, welches sich schnell erledigt, sobald die Belastung entfernt wird (und man unnötigen Zuckerkonsum einstellt).

Was können Quellen der Belastung sein?

Es ist ein großes Problem unserer Zeit, dass wir viele tolle Lebensmittel verseucht haben.

  • So ist Meeresfisch mit Quecksilber (Hg) belastet.
  • Reis kann mit Arsen und Cadmium belastet sein.
  • Paranüsse enthalten Barium und Radium – und Aluminium ist omnipräsent.
  • Dann noch Schokolade, die mit Cadmium und Aluminium belastet ist.

Viele Lebensmittel nehmen leider auch Schwermetalle auf, da sie über ihre Transporteiweiße die nützlichen Metalle aufnehmen möchten.

Ein Tipp an dieser Stelle: Sehr wenig Meeresfisch essen. Wenn, dann bitte kleine Fische (SMASH: Sardinen, Makrele, Anchovis, Lachs und Hering) bevorzugen. Zudem Obst und Gemüse bzw. alle Nahrungsmittel nur aus der EU konsumieren, wenn es geht biodynamisch. Zudem sind auch andere Produkte belastet. Augentropfen können Quecksilber enthalten. Amalgamfüllungen enthalten Quecksilber. Impfungen enthalten ggf. Quecksilber (mit dem schönen Decknamen Thimerosal oder Aluminium).

Wie stelle ich fest, ob ich belastet bin?

Ich fange mit dem Goldstandard an, zumindest nach dem Standard jener Ärzte, die Metalle ausleiten (siehe [II]). Dieser Standard sieht vor, dass man zwei Infusionen bekommt. In der ersten befindet sich Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS), in der zweiten CaNa-EDTA. Eine Stunde nach der 2. Infusion fängt man Urin im Becher auf und schickt eine Probe davon ein.

Das kostet mit Vor- und Nachgespräch ca. 500 bis 700 Euro (je nach Arztpraxis), da man vorher auch die Nieren- und Mineralienwerte prüfen muss. Und man darf kein Amalgam mehr im Mund haben.

  • Eine Ausleitung an sich kostet ca. 120 bis 220 Euro.
  • Die Urinprobe ca. 100 Euro.
  • Blutbild vorweg ca. 200 Euro
  • und eben die beiden Gespräche.

Was gibt es noch für Möglichkeiten? Die folgenden Tests, die ich nenne, sind als kleine Werkzeuge zu sehen, um abzuschätzen, ob man belastet ist. Sie schließen keine eingelagerte Belastung aus! Das ist wichtig: Es gibt viele Patienten, die nichts im Blut sehen – aber beim Provokationstest. Inzwischen ist das auch bei mir der Fall.

  1. Man kann bei IMD Berlin ein sogenanntes großes Mineralienprofil machen. Das kann man auch von der Ferne, wenn man das Röhrchen im lokalen Labor mit abziehen lässt (machen die meisten, wenn man lieb fragt). Hier werden 6 toxische und 11 gute Mineralien gemessen – und auch so, dass es aussagekräftig ist: im Vollblut. Hat man hier erhöhte Werte bei Arsen, Quecksilber oder Aluminium … weiß man Bescheid.
  2. Es gibt den einen weiteren Test (siehe [I]), wo man folgende Blutwerte bestimmt: AST, ALT, Bilirubin, LDL, Gamma-GT, HbA1c, Homocystein, Thrombozyten, Leukozyten, Harnsäure und eigentlich T3 und T4 gesamt (was schwierig ist, weil das kaum ein Labor macht). Ich füge noch hinzu: Coeruloplasmin (Kupfertransportprotein) und Transferrin (Eisentransportprotein). Sind die Werte alle top, dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man mit Giften oder Schwermetallen belastet ist.
  3. Man trinkt über den Tag ein Mineralwasser, in das man 200 mg Kieselsäure beigibt, und gibt eine Urinprobe am Labor ab, zum Test auf Aluminium.
  4. Hier meine Erfahrung, woran man das indirekt erkennen kann bzw. was ich bei Experten wie Dr. Mutter auch gelesen habe: Man leidet an einer EBV-Infektion, ist chronisch erschöpft (CFS), hat Heuschnupfen, eine sehr unreine Haut als Erwachsener, Multiple Sklerose, ALS, Rheuma oder eine andere Autoimmunerkrankung. Man weist hohe Werte bei oxLDL oder MDA-LDL auf – das sind oxidierte Blutfette (Zur Erinnerung: Schwermetalle verursachen oxidativen Stress.)

Was kann ich machen, um die Schwermetalle loszuwerden?

Die eingelagerten toxischen Metalle wird man nach meiner Erfahrung nur mit einer Ausleitungstherapie los.

Ich, Chris, meine, man muss hier differenzieren: Ich denke, das ist stark abhängig von dem „Entgiftungsmotor“ der Einzelperson, wie stark die Belastung ist und ob die Belastung anhält. Heißt: Wer über Jahre hinweg täglich eine Dose Thunfisch isst, der braucht mit hoher Wahrscheinlichkeit Unterstützung. Der Durchschnittsmensch mit mäßiger Belastung wird schon davon profitieren, seinen Körper richtig „aufzustellen“ (Vitamine, Spurenelemente und Co.), die Belastungsquelle (z. B. Meeresfrüchte) zu streichen und … die Zeit vergehen zu lassen. Am Beispiel des hochgiftigen Methylquecksilbers, das in Meeresfrüchten vorkommt, beträgt die Halbwertszeit einer Studie zufolge etwa 80 Tage.

Zudem ist eine Belastung mit Quecksilber eine echte Gefahr, wo durch Verschiebung des Hg vom Bindegewebe ins Gehirn erst richtig Schaden entstehen kann.

Aber es gibt Ansätze, um eine akutere Belastung, die man im Blut sehen kann (Aluminium, Quecksilber, Blei, Arsen), zu reduzieren. Denn das klappt mit Taurin (siehe [3], [4], [6] und [7]), Vitamin C, Kieselsäure, N-Acetylcystein, Selen [5] und auch R-Alpha-Liponsäure (R-ALA). Wobei Dr. Mutter (Umweltmediziner) zuletzt vor R-ALA im Zusammenhang mit Quecksilber gewarnt hat. R-ALA soll man erst einsetzen, wenn die Belastung mit Quecksilber entfernt ist.

Anmerkung von Chris: Auch das in (Geflügel-)Fleisch reichlich vorliegende Carnosin scheint hier zu helfen. Carnosin ist – wie N-Acetylcystein und EDTA – ein natürlicher „Chelator“, kann also Schwermetalle binden und damit unschädlich machen. Also: Immer schön Chicken und Pute essen, Freunde der Sonne.

Ausführlich im Buch „Von Zucker, Blut & Brötchen“ 

In meinem Buch “Von Zucker, Blut und Brötchen” (inzwischen als 2. Auflage erhältlich, ISBN 1077202849) habe ich meine Erfahrung samt ca. 200 Studien niedergeschrieben (siehe (V)). Zudem versuche ich in dem Buch ein ganzheitliches Bild der Probleme, aber vor allem auch vom Weg der Heilung, zu zeichnen.

Über den Autor

Mit 43 hat mir mein Körper deutlich signalisiert, dass er keinen Tropfen Alkohol mehr sehen möchte. Zudem führten histaminreiche Speisen zu starken Verdauungsproblemen. Da ich diesen Zustand als nicht normal empfand, was er auch nicht ist, bin ich auf die Reise gegangen, um zu verstehen, wie der Körper, in dem wir leben, funktioniert. Auf dieser Reise habe ich u. a. festgestellt, dass ich eine chronische Belastung mit einigen Schwermetallen habe, die der wahre Grund all meiner Probleme sein sollten. Im Buch erkläre ich, wie die Probleme zusammenhängen.

Studien

[1] Prognos ® in the Diagnosis of Amalgam Hypersensitivity –a Diagnostic Case-Control Study, W. Köhler et al., 2007, DOI: 10.1159/000097998

[2] Mercury induces tight junction alterations and para-cellular transport in colon epithelial cells through oxidative stress and thiol-redox dysregulation—protection by novel lipid-soluble thiol antioxidant, Ohio State University, 2012

[3] Hepatoprotective effects of taurine against mercury induced toxicity in rats, G. Agadeesan et al., 2007, PMID: 18405108

[4] Effect of Taurine and Gluthatione on Mercury Toxicity in livertissue of rats, S. Sankar Samipillai et al., 2009, ISSN: 2076-5061

[5] The Roles of Serum Selenium and Selenoproteins on Mercury Toxicity in Environmental and Occupational Exposure, Chunying Chen et al., 2006, DOI: 10.1289/ehp.7861

[6] Protective Role of Taurine against Arsenic-Induced Mitochondria-Dependent Hepatic Apoptosis via the Inhibition of PKCδ-JNK Pathway, J.Das et al., 2010, DOI: 10.1371/journal.pone.0012602

[7] Effect of taurine on toxicity of aluminum in rats, Y.Yen-Hung et al., 2009, DOI:10.1016/j.eclnm.2009.05.013

Bücher

I) The toxin solution; Dr. Pizzorno, 1. Auflage 2018

II) Lass Dich nicht vergiften; Dr. Mutter, 5. Auflage 2016

III) Detoxification and Healing; Dr. Sidney Baker, 2. Auflage 2004

IV) Mitochondrien; Dr. med. Kuklinski, 2. Auflage 2016

V) Von Zucker, Blut und Brötchen, Robert Krug, 2. Auflage 2019, ISBN: 1077202849

VI) Amalgam Illness: Diagnosis and Treatment, A. Cutler, 1.Auflage 1999

Hilfe

Ärzte, die ausleiten: www.metallausleitung.de

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Kommentare (60)

  1. Sehr sehr interessant, danke für den Artikel! Gibt es irgendeinen Indikator, der darauf schließen lässt, was die Akne am Rücken bei dir ausgelöst hat?

    1. Hallo Patrick,
      danke. Also ich hatte diese z.T. sehr großen Pickel auf dem Rücken ab dem Alter von ca. 20. Mit 19 habe ich mir über 20 Amalgamfüllungen ohne Schutz entfernen lassen. Heuschnupfen hatte ich ca. seit ich 16 war. Ich kann dann nur feststellen, dass das Problem komplett verschwunden war, nachdem mein Quecksilber nach ca. 12-15 Ausleitungen zu 90% entfernt war. Kein einziger Pickel mehr. Und eben der Heuschnupfen ist auch weg. Von daher tippe ich bei beidem auf Quecksilber. Aber ist natürlich nur eine Fallbeschreibung. Das mit dem Heuschnupfen habe ich aber auch von anderen Patienten gehört.
      VG,
      Robert

        1. Ja das kostet es leider. Aber man macht die auch nicht alle auf einmal…oder alle in einem Monat. Ich habe meine 25 Stück jetzt über 2,5 Jahre gestreckt. Und ich habe eine ganze Zeit lang alle 3 Wochen eine gemacht. Das war eine ganz gute Vorgehensweise…der Körper hat so immer gut alle Mineralien wieder verfügbar gehabt. Denn es gehen ja leider auch benötigte Mineralien mit raus.

          VG,
          Robert

      1. Hallo Patrick,
        das ist eine interessante Einzelfallbeschreibung. NAC hilft auf jeden Fall. Reduziert auch Aluminium im Blut! Nur handelt es sich hier a) um DMSA Infusionen (soll man lt. diverser Spezialisten auch nicht nehmen bei hohen Hg-Werten!), also nicht DMPS und b) um eine akute Vergiftung. Also hier muss man nicht lösen, hier waren ja gigantische Mengen in Blut und Urin, d. h. im Kreislauf.
        Aber ja Taurin wirkt und so auch NAC. Daher empfehle ich für den Alltag auch: Eier essen 🙂 …viel Cystein drin, wo der Körper Taurin draus bastelt. Oder Glutathion, für all die, wo mindestens ein GST-Enzym gut arbeitet.
        Man hätte DMPS-Infusionen einsetzen sollen. Das wäre das Mittel der Wahl gewesen, nur ist es in Amerika nicht zugelassen. In Russland wurde es ja genau für diese Anwendung, eine akute Vergiftung mit Hg, entwickelt.

        VG,
        Robert

    1. Hi,
      das ist wirklich schwer zu sagen…es ist auch hier individuell. Dr. Mutter schreibt, dass es 20-80 Stück braucht. Er behandelt aber auch schwere Fälle.
      Ich würde sagen, bei einer mittleren Belastung ca. 10-30 Stück.
      Was ich als oberste Priorität sehe: Quecksilber loswerden. Und da sollte man mit 10-30 Stück sehr gute Erfolge haben, bei einer mittleren Belastung. Die liegt dann auch so als Orientierung in meinem Bereich von ca. 25-50 mcg/g Kreatinin.

      VG,
      Robert

      1. Toller Bericht Robert!
        Bei mir geht es Ende September los mit dem Provokationstest. Mal sehen, ob du Recht hast mit deiner Vermutung einer Schwermetallbelastung bei mir.

  2. Danke für den Beitrag. Was ist denn von einem Schwermetalltest bspw. von der Firma cerascreen zu halten? Die arbeiten mit Urin. Es gibt auch ein paar weitere Labore, an die man eine Haar- oder Blutprobe versenden kann… Hier gilt dann wieder, dass man keine eingelagerte Belastung sehen kann? Dennoch vielleicht eine günstigere Alternative für einen ersten Überblick?

    Anmerkung: Thimerosal / Thiomersal ist übrigens nicht mehr in Impfstoffen enthalten (Ausnahme: Influenza-Vakzine in Mehrdosenbehältnissen). Also bitte Impfgegnern keinen Vorschub verpassen 😉 Quelle: Paul-Ehrlich-Institut.

    1. Hallo Alex,
      korrekt. Ein schönes Beispiel ist bei mir nach 25 Ausleitungen Aluminium. Ich habe:
      Im Blut: <10 mcg/L gilt als nicht sichtbar
      Im Urin ohne Provokation: <4mcg/g gilt als nicht sichtbar…trotz dem trinken von Kieselsäure=Silicium (200mg) im Wasser übe den Tag und die Tage zuvor.
      Im Urin mit Provokation (EDTA bindet Alu): 386 mcg/g
      :-/
      Haaranalyse gilt als sehr unzuverlässig, denn man kann im Haar nicht erkennen, was sich an Leber, Niere, Darm oder ggf. in den Knochen eingelagert hat.
      Ich denke, dass das größte Problem von Hg-Aufnahme heutzutage Fisch ist. Siehe auch die Studie von Chris zur Halbwertszeit. Und bei Arsen+Cadmium spielt Reis und Schokolade eine große Rolle. Sowie Produkte ausserhalb der EU…

      VG,
      Robert

      1. Für Methylquecksilber scheint das Haar geeignet zu sein, da es sich dort anreichert. HMA-Tests sollten aber nicht das Mittel der Wahl sein.

      2. Hallo Robert,

        danke für den informativen Artikel. Du schreibst, dass man über eine HMA nicht herausfinden kann, ob Leber, Niere und andere Organe belastet sind. Warum hältst du eine Blutanalyse oder einen Urintest für aussagekräftiger? Gibt es in diesen Fällen Anhaltspunkte, die darauf schließen, dass bestimmte Organe besonders belastet sind?

        Ich habe auch eine interessante Erfahrung mit der HMA gemacht. Im ersten Befund war Quecksilber sehr hoch. Aluminium, Cadmium, Blei und Arsen lagen noch im Normbereich. Der hohe Quecksilberwert passt übrigens auch zu meinen Symptomen: Heuschnupfen seit der frühen Kindheit, EBV und Akne.

        Vor der Folgeuntersuchung nahm ich 2 Monate lang hochdosiert Mineralien und Spurenelemente passend zum ersten Befund. Ich spürte vor allem ein besseres Energielevel: weniger Müdigekeit, mehr Antrieb.

        Im zweiten Befund hatte sich das Quecksilber dann halbiert und auch die anderen Schwermetalle, bis auf Blei (leichter Anstieg), haben sich reduziert.

        Ich persönlich finde es schwer zu sagen, ob nur eine Umverteilung der Schwermetalle stattgefunden hat (raus aus dem Haargewebe hin in Organe / andere Gewebe; im Falle des Bleis: Auslagerung ins „Abfallgewebe“ Haar?!) oder ob der Körper durch die Gabe diverser Mineralstoffe besser entgiften kann und ich die Schwermetalle tatsächlich ausgeschieden habe. Bisher habe ich noch keine Methode entdeckt, die den Weg der Schwermetalle oder den Ort ihrer Anreicherung messen kann und findem dass das Thema Ausleitung / Entgiftung reichlich Raum zur Interpretation lässt.

        Man könnte sich an dieser Stelle auch fragen, ob der Mangel an Mineralstoffen dazu führt, dass sich strukturell ähnliche Stoffe (in dem Fall Schwermetalle als Antagonisten bestimmter Mineralstoffe) stattdessen in Enzymen, Geweben etc. einlagern – quasi als „Ersatz“ für den fehlenden Stoff. Sollte das der Fall sein, könnten viele Enzyme, die die Entgiftung steuern, ebenfalls blockiert werden.

        Jedenfalls gehe ich davon aus, dass eine Therapie nicht allein aus Ausleitungsverfahren – ob nun Chelatierung oder Nahrungsergänzungsmittel, bestehen sollte, sondern, wie du auch sagst, aus der Reduktion möglicher Belastungsquellen und einer mikronährstoffreichen Ernährung. Letztlich kommt’s doch darauf an, wie gut der Körper in der Lage ist, Schwermetalle selbst abzubinden und auszuleiten.

        Beste Grüße,

        Marlen

        1. Hallo Marlen,

          die HMA zeigt vielleicht an, was die letzten 3 Monate (oder je nachdem wie lang man sein Haar trägt) ggf. im Blutkreislauf vorhanden war, so dass die Mensch es ins Haar verbaut hat. Aber es könnten auch Schwermetalle aus dem Haarwaschmittel sein…also ein TrueFalse. Das ist ein weiteres Problem der HMA.
          Bei den Chelaten siehst Du „sehr schön“ im Urin, was der Körper ausscheidet. Man kann ja vorher auch eine Urinprobe ohne Chelate wegschicken (alles eine Kostenfrage) und sieht den Unterschied. Da kann man dann sicher sein: Das kommt aus meinem Körper raus! Daher machen das alle Ärzte, die ich kenne. Die HMA ist unzuverlässig. Und bei mir im Blut war ja nach 24 Jahren nach dem Entfernen der Amalgamfüllungen auch nix mehr. Wobei ich vermute, dass ich mir einiges durch Fischverzehr (u.a. Schwertfisch beim Italiener) eingefangen habe.
          Von daher ist die Provokation leider der einzig zuverlässige Test und somit der Goldstandard.
          Was man auch noch erwähnen kann: Aluminium soll sich stark einlagern, wenn Mg niedrig ist (wie Du vermutest) und sobald der Körper Hg eingelagert hat. So habe ich es mehrfach gelesen. Zudem verstärken sich Al-Hg in der Wirkung. Die Studie habe ich auch im Buch.
          Aber wie oben geschrieben. Es ist sehr individuell verschieden, wie gut man selbst in der Lage ist, die tox. Metalle loszuwerden.
          VG,
          Robert
          PS: Eine Umverteilung festzustellen ist quasi unmöglich. Einige merken es dadurch, dass eine schwere Krankheit im Anschluss ausbricht. Daher wäre ich besonders bei Quecksilber sehr vorsichtig.

        1. Hi Phil,
          ich schreibe es weiter unten: Ich esse nie mehr Fisch im Leben. Selen nehme ich täglich mit 200mcg (Natriumselenit) bis ans Lebensende und habe so einen guten Spiegel von 130-140mcg/L im Blut.
          Es gibt bei Selen + Hg widersprüchliche Aussagen; von daher bin ich erstmal vorsichtig. Für mich ist es am Besten, Hg gar nicht erst aufzunehmen. Und Fisch (Seefisch um exakt zu sein) ist eine sehr gute Quelle. Kann man auch ganz einfach bei einer Ausleitung sehen 😉 …oder bei der besagten Blutabnahme per IMD. Da geht Hg nämlich ganz urplötzlich wieder hoch…von einer Portion Fisch. Weshalb man 2 Wochen vor dem Ausleitungstest auch keinen Fisch essen soll.

          VG,
          Robert

          1. Hallo Steffi,
            danke für den Link. Das ist mal eine interessante Fallstudie. Was man noch erwähnen muss: Nur weil Hg nicht mehr im Blut auftaucht, heisst das noch lange nicht, dass es aus dem Körper raus ist!
            Aber der Höchstwert deckt sich mit der Studie von Chris, wo die Personen auch 6 mcg/L im Blut hatten. Ich habe sogar eine Studie aus Südamerika, wo Personen 60mcg/L im Blut hatten, dann jedoch dann auch mit schweren Erkrankungen.
            VG,
            Robert

  3. Hallo Alex,
    In meiner Cutler Gruppe wird vor den Infusionen gewarnt, um keine Schwermezalle ins Gehirn zu Transportieren.
    Wie siehst du das ?
    VG, Taner

    1. Hallo Alex,
      ähm, DMPS IV verabreicht ist das sicherste Mittel. Ich meine, das schreibt auch Cutler. Bei hoch belasteten (>100mcg/g) muss ggf. mit mehr als einer Infusion gearbeitet werden. Das weiß man leider erst nach dem Test…
      Aber bitte auch zwischen den Mitteln unterscheiden. So hat DMSA nicht die gleiche Bindungsstärke wie DMPS. Und EDTA darf für Hg gar nicht benutzt werden.
      VG,
      Robert

  4. Ich überlege schon länger Schwermetalle testen zu lassen. Was mich noch abschreckt sind eben die Testmethoden. Laut normalem Bluttest sind die Werte im Mittel, aber auch schon eine Ärztin von Ganzimmun meinte zu mir, dass normale Bluttests ohne eine vorherige Provokation nicht aussagekräftig sein.

    Robert gibt es denn eindeutige Zeichen? Alles was ich bisher finden konnte, sind eher die typischen 0815-Symptome, die auf alles mögliche zurückzuführen wären.

    Wenn ich das Thema beim Hausarzt anspreche, dann sehe ich schon wie er mich in die Ecke Esotherik abschiebt

    1. Hallo Holger,
      eindeutige Zeichen kenne ich nicht. Es sind viele kleine Puzzelteile oder eben dann irgendwann schwerere neurologische Schäden…wenn der Körper immer mehr anspeichert.
      Es gibt zB auch Hinweise über die Mitochondrienwerte LDH1-5 und M2PK. Beschreibe ich auch im Buch…dachte ich zunächst auch: Blödsinn. Aber die Werte haben sich jetzt exakt so entwickelt wie mein Doc es „vorhergesagt“ hat.
      Und eben der Pizzorno Test …also die Blutwerte…alles nicht 100% sicher, aber Anhaltspunkte.
      Richtig sicher ist dann leider wirklich nur der Test :-/
      VG,
      Robert

      1. Danke für deine Antwort Robert.

        Was hat denn deinen Arzt veranlasst die Werte zu testen?

        Hattest du das Thema schon vorher auf dem Schirm?

        Inwieweit hast du die Entgiftung/Ausleitung selbst in die Hand genommen?

        Leider widersprechen sich ja auch dabei die Experten…

        VG

        1. Hallo Holger,
          ich war bei ihm wegen Leaky Gut und Unverträglichkeiten. Ich würde aber sagen, und das war Zufall, die Ausleitung ist sein Schwerpunkt im Rahmen der Mitochondrientherapie. Ich hatte das Thema überhaupt nicht mehr auf dem Schirm; wäre da auch nie drauf gekommen und war dann wirklich extrem erstaunt, was alles besser wurde. Denn ich war – vorsichtig ausgedrückt – auch sehr skeptisch! Dachte auch unterschwellig: Na, will der mir nur was andrehen. Aber…ich bin tatsächlich überglücklich, dass ich das durchgezogen habe.
          Und das, wo meine PKV nach 5 Ausleitungen „keine Lust“ mehr hatte, das zu bezahlen. Aber die gesamte Anfangslaborkosten hat sie tapfer übernommen 😉
          Ich habe auch einiges versucht, selbst zu machen, aber nur bzgl. Aluminium. Hg war mir immer zu kritisch, da habe ich zu viel Negatives gelesen. Daher habe ich erst „probiert“, als Hg fast weg war. Ich habe da im Buch auch einen Versuch ausführlich drin beschrieben. Man kriegt Alu aus dem Blut z.B. gut raus, aber nicht das eingelagerte :-/ …das ist meine Erfahrung.
          VG,
          Robert

          1. Danke für deine Antworten Robert!

            Wie ernährst du dich denn und wie versuchst du Schwermetallbelastung im Alltag zu meiden?

            Wie siehst du denn die Belastung mit Mikroplastik?

    2. Ich kann mit meinem Zell Check Scanner Schwermetallbelastungen gut dokumentieren.Auch während der Ausleitu
      ngsphase den Rückgang der Belastung. Aber eine SMB auszuleiten ist nicht ohne……

      1. Lol das ist doch genauso ein Beschiss wie der Bioscan. Warum glauben die Leute so oft daran das man sozusagen „durch Handauflegen“ alles mögliche messen kann.
        Unten auf der Website steht der üblicher Disclaimer um sich im Falle von Rechtsstreitigkeiten aus der Schlinge ziehen zu können.

        „Hinweis: Der Zell-Check ersetzt keine schulmedizinischen Diagnose- oder Analyseverfahren und erlaubt es nicht, auf Grund der ermittelten Werte eine Diagnose zu erstellen oder Heilaussagen zu tätigen. Der Zell-Check ersetzt nicht den Besuch bei Ihrem Hausarzt.“

  5. Hi Robert,

    du hast viel über die Entgiftungsgenetik geschrieben. Hast du bei dir einen Test machen lassen bzw. hälst du es für notwendig sich mal testen zu lassen um zu sehen wie man aufgestellt ist?

    Wie teuer kommt den so etwas?

    Da ich auch eine Hg Vergiftung habe (und das ganz ohne Amalgam) befürchte ich dass ich vlt nicht der beste Entgifter bin.

    LG Carina

  6. Hallo Carina,
    ich halte es tatsächlich für interessant, einige „Hauptenzyme“ wie auch die Entgiftungsenzyme testen zu lassen. Leider ist das aktuell auch noch sehr hochpreisig und bei mir hat auch die PKV gestreikt, das zu bezahlen.
    Die 12 Entgiftungsenzyme/-gene bei meinem Doc per Labor bestimmen zu lassen hat 550,- Euro gekostet. Die Hälfte sieht man auch bei einem günstigen Test zB per 24genetics. Aber einige Gene/SNPs sieht man nur, wenn man sie gezielt bestimmen lässt wie mein Arzt.
    Was aber auch interessant ist und ein bißchen da reinspielt ist MTHFR, PEMT, COMT, MAOA. Es ist schon sehr interessant, zu wissen, wie man bei diesen Hauptenzymen aufgestellt ist! Das erkläre ich in meinem nächsten Buch 😉 …was aber erst nächstes Jahr erscheinen wird.
    VG,
    Robert

    1. Danke für deine Antwort Robert.

      Könntest du kurz die 12 Entgiftungsenzyme/-gene und die Hauptenzyme die du für wichtig erachtest auflisten 🙂

      Kann man die theoretisch bei jedem Arzt bestimmen lassen oder braucht man hierfür einen Spezialisten?

      LG Carina

      1. Hallo Carina,
        also wichtig sind:

        Glutathion-S-Transferase M1
        Glutathion-S-Transferase T1
        Glutathion-S-Transferase S1

        N-Acetyltransferase 2 S1
        N-Acetyltransferase 2 S2
        N-Acetyltransferase 2 S3

        Superoxidsdismutase (SOD) 1
        Superoxidsdismutase (SOD) 2
        Superoxidsdismutase (SOD) 3

        CYP2D6
        MTHFR
        PEMT

        Und was interessant ist..vor allem bezogen auf den eigenen Charakter:
        MAOA
        COMT

        Rein theoretisch geht das auch beim Hausarzt. Er muss die Röhrchen oder das Röhrchen nur an das richtige Labor schicken. Ob er es macht…kann ich nicht sagen. Er wird wahrscheinlich daherkommen mit: Wieso wollen Sie denn das machen?

        VG,
        Robert
        PS: Die Enzyme werden natürlich auch im Buch benannt.

  7. Hallo Holger,
    zum Vermeiden von Schwermetallen lebe ich folgendermaßen:

    1) Ich esse keinen Fisch mehr. Ich nehme nur zertifiziert gereinigte Omega3-Kapseln für DHA, EPA. Ich werde nie wieder im Leben Fisch essen (und ich habe den echt gern und viel gegessen). Aber Ausleitungen sind zu nervig und zu teuer. Und da ich von mir weiß, dass ich Hg nicht pefekt ausleite…lasse ich das. Das gebrannte Kind scheut das Feuer!
    2) Ich kaufe alle Lebensmittel mit der Vorgabe: Wenn es geht, biodynamisch. Noch besser biodynamisch + lokal. Auf keinen Fall ein Lebensmittel außerhalb der EU. Ok, Ingwer und Curcuma wird schwierig. Aber das sind die einzigen echten Außnahmen. Bio aus nicht EU-Ländern nehme ich nicht ernst. Und nicht biodynamisch ist für mich auch Bio 2. Klasse.
    3) Ich esse viel Eiweiß über Eier (->Cystein). Demeter natürlich. Das ist ein Herzstück…je besser der Körper mit Eiweiß (und dann auch mit Taurin + Cystein) versorgt ist, desto besser kann er ausleiten. Auch wenn ein Arzt mal sehr zutreffend gesagt hat: Dafür ist unser System überhaupt nicht gedacht. Es ist für die endogenen (also selbst erzeugten) Gifte und die Gifte aus Pflanzen gedacht. Nicht für Schwermetalle…nur was hilft es. Wir Menschen haben nix anderes. Trotzdem esse ich nur so ca. 1g/KG Körpergewicht Eiweiß am Tag…also keine Carnivore-Diät ;-)..prinzipiell esse ich seit knapp 3 Jahren LCHF.
    4) Ich trinke ein Mineralwasser mit Kieselsäure. Täglich.
    5) Ich esse keinen Reis. Muss auch sagen: Ich vertrage/verdaue Reis wegen dem enthaltenen Gluten nicht gut. Jaja, auch Reis (wie Mais) hat ein Protein aus der Glutenfamilie…siehe Buch.
    VG,
    Robert

  8. Ich kann mit meinem Zell Check Scanner Schwermetallbelastungen gut dokumentieren.Auch während der Ausleitu
    ngsphase den Rückgang der Belastung. Aber eine SMB auszuleiten ist nicht ohne……

  9. Hallo Robert. Ich habe da mal eine Idee. Wie du schreibst, muss man unterscheiden zwischen Schwermetallbelastungen im Blut oder in den Zellen.

    Den zellulären Belastungen kommt man nur schwer bei, Belastungen im Blut sind verhältnismäßig leicht zu beseitigen.

    Bezogen auf den von dir genannten Fischverzehr, wäre es nicht eine Möglichkeit, nimmt man gleichzeitig zum Fischverzehr eine Dosis Taurin z.b. 5g. Wie wir wissen hat Taurin die Eigenschaft Mineralien und Metalle auszuleiten. Demnach müssten die im Fisch enthaltenen Schwermetalle vom Taurin vorausgesetzt es ist gleichzeitig vorhanden, ausgeleitet werden.

    Selbiges praktiziere ich gerne beim Grillen. Im Fleisch entstehen durch den Grillrauch Benzopyrene. Um diese zu neutralisieren nehme ich gleichzeitig Vitamin C.

    Du selbst stellt es bei dir fest, dass deine Zink- und Magnesiumspiegel sinken wenn du diese Substanzen gleichzeitig mit Taurin einnimmst. So gesehen müsste selbiges eintreten beim Fischessen in Verbindung mit Taurin.
    …nur mal so eine Überlegung.

    1. Hallo Thomas,
      das ist sehr wahrscheinlich eine Möglichkeit, die Menge an Hg oder As im Fisch zu reduzieren, da Taurin + Hg dann direkt im Darmtrakt reagieren. Klingt logisch. Und korrekt, war bei mir, wie auch bei Dir, im Negativen mit Mg, Cu und Co auch so passiert.
      Aber Studien kenne ich dazu leider keine…nur eben, dass Taurin in der Lage ist, Hg im Blut zu reduzieren.
      VG,
      Robert
      PS: NAC geht auch 😉

    1. Hallo Barbara,
      es wirkt anders und ist schwieriger zu kontrollieren. Hier wird das Schwermetall über den Weg Leber, Galle -> Stuhl ausgeschieden. Bei DMPS-IV über die Nieren. Ich hatte mal nach Laboren für einen Stuhltest gesucht und nix gefunden. Und es gibt Erfahrungsberichte, nach denen sich die Leberwerte stark verschlechtern können, was bei IV auch nicht passiert.
      Auf der anderen Seite ist es etwas, was Cutler empfohlen hat. Ich würde sagen: Ja, kann man machen, aber bitte alle Leberwerte eng im Blick halten, ggf. sich das Cutler-Protokoll besorgen und wissen, dass DMPS Oral nicht zu 100% aufgenommen wird gegenüber IV.
      VG,
      Robert

  10. Hallo Robert !

    Welchen Einnahmeabstand würdest Du zwischen Taurin sowie Mineralien und Spurenelementen empfehlen um zu verhindern, dass Taurin die Aufnahme von bsw. Magnesium/ Zink / etc. stört. ?

    Ab welcher Menge Taurin kann man mit einer entgiftenden Wirkung rechnen ?

    Grüße Ben

    1. Hallo Ben,
      ich nehme jetzt 1x täglich ca. 1g Taurin ca. 30min vor dem Essen ein. Das hat anscheinend keine negativen Auswirkungen auf die guten Mineralien, dauerhaft genommen.
      Diesen Abstand würde ich machen: 30min vor dem Essen…oder 2h danach.
      Dann hängt es davon ab: Soll es täglich gleich sein…oder will man ggf. am WE mal 2 Tage mehr nehmen. Kann man beides mal ausprobieren und schauen, was mehr bringt.
      Aber ich würde mal mit 6 Wochen 1g 30min vor dem Essen anfangen und dann nachmessen. Viele vertragen 3g Taurin in einer Dosis….aber einige haben sich damit eben auch gute Mineralien verringert…passiert „lustigerweise“ aber auch nicht bei jedem. Und dann ggf. mal 6 Wochen mit 2x1g 30min vor dem Essen…so sich Protokoll aufbauen.

      VG,
      Robert

    1. Ok, Thomas, das ist aber Hardcore! Ich habe von 3 g+ oft schön Nasenbluten gekriegt. Taurin hat Einfluss auf die Blutgerinnung, würde da immer bissl vorsichtig sein und immer schön physiologisch dosieren (= paar hundert mg bis niedriger Grammbereich)

  11. Hallo Chris. Bevor ich die 16mg Taurin nahm, nahm/nehme ich täglich euer Citrullin plus, darin enthalten 500 mg Taurin. Eine Messung ergab Taurinspiegel knapp noch am unteren Ende des Referenzbereiches!
    Dann las ich deinen Artikel, dass man mit 16g Taurin sein LDL senken kann. Da ich vor 15 Jahren mal einen Herzinfarkt hatte, mit meinen Kardiologen immer quer liege wegen des Statinthemas, wollte ich mal Taurin testen. Leider senkte sich das LDL nicht ein mg!

    Sicher wäre es effektiver gewesen, die 16 mg auf 3 bis 4 tägliche Einzeldosen zu splitten. Nasenbluten bekam ich davon aber nicht, auch keine auffällig längere Wundheilung.
    Was bemerkenswert war, ich hatte deutlich mehr Energie beim Laufen und beim Radfahren „suchte ich förmlich den Berg“.
    Probleme mit der Wundheilung hatte ich, als ich noch 100mg ASS nahm, plus 3 bis 5 g Omega3, plus OPC. Nachdem ich das ASS halbierte,oder auch mal weglass, hat sich alles normalisiert. Vermutlich kann ich ASS ganz weglassen.
    Ich werde jetzt aber mal vorsichtiger mit dem Taurin umgehen, war mir nicht bewusst, dass es auch blutverdünnend wirkt.

  12. Hallo Robert,
    ich habe noch 2 Fragen: Du hast geschrieben, du hast schon 25 DMPS-Infusionen bekommen. Wieviele sind noch geplant und von welchen Werten ist das abhängig? Du hattest ja geschrieben, dass schon nach 15 Infusionen Quecksilber zu 90 % weg war.
    Kombinierst du immer DMPS mit CaNa-EDTA? Und wenn ja , warum? Selbst bei Dr. Mutter kann ich da nichts finden. Bei ihm ist DMPS das Hauptausleitungsmittel.

    1. Hallo Barbara,
      geplant sind aktuell noch ca. 10, da mein Aluminiumwert noch recht hoch ist. Und das gefällt mir nicht. Ich schaue aber auch, wie sich dieser Wert bei anderen „Ausleitern“ verändert. Und aktuell mache ich eine Pause, da ich mich für einen HM vorbereite.
      Bei mir wird immer DMPS mit CaNa-EDTA gegeben. Korrekt. Ich meine, dass das Mutter im Buch „Lass Dich nicht vergiften“ auch so beschreibt, müsste ich aber nachlesen. Der Hintergrund ist einfach: DMPS bindet Blei und Aluminium nur sehr schlecht, EDTA aber sehr gut. EDTA bindet Quecksilber und Arsen nicht gut bis gar nicht (und viele andere Metalle, die man so ausscheidet…Cäsium kommt auch aus einem raus, dank Tschernobyl…Uran…kleine Mengen, aber messbar). Daher immer beides und niemals EDTA allein.

      VG,
      Robert

        1. Hallo Barbara,
          gerne. DMPS und CaNa-EDTA sind recht kleine IV-Flaschen mit ca. 250ml. Das dauert ca. 15-20min je Flasche/Infusion.
          Wenn man dann den Urintest macht, muss man noch ca. 30min warten, da das ca. 1h nach DMPS aufgefangen werden soll.

          VG,
          Robert

      1. Hallo Robert,

        ich würde gerne wissen warum bei dir bzgl. Blei kein DMSA eingesetzt wird.
        Lauf verschiedenen Quellen würde es angeblich Blei sogar besser binden wie EDTA.
        Allerdings weiß ich nicht ob das auch auf Aluminium zutrifft.

        LG Carina

    1. Hallo Arthur,

      das Problem sind alle Meeresfrüchte, die „älter“ sind wie zB Schwertfisch oder Hai. Ich weiß nicht, wie alt Miesmuscheln sind. Auf jeden Fall ist auch die Nordsee belastet. Merkt man am Kabeljau…auch der führt leicht zum Hg „Ausschlag“.
      Bio Aquakulturen…da würde ich sagen: Das ist sehr individuell. Dem Ausland traue ich dabei überhaupt nicht. Da gibt es einen „schönen“ freien Beitrag von Arte „Die Bio-Lüge“ auf YT zu…aber wie gesagt: Ist individuell. Und es gibt ja nicht nur Hg, es gibt ja auch Gifte…
      Daher wieder der Rat den Dr. Mutter: Esst das was lokal ist und da am besten biodynamisch.
      VG,
      Robert

  13. Hallo Robert

    Danke für Deinen klasse Beitrag. Habe danach mein Quecksilber im Vollblut bestimmen lassen, da ich beruflich jeden Tag dem ausgesetzt bin. Ich war erschrocken !!!!!! Ich hatte das so nicht auf dem Schirm. Also ich habe mir Dein Buch gekauft, gelesen und muss jetzt das Zeug ausleiten. Da ich jetzt mein eigener Arzt bin, bitte ich um ein kurzes Protokoll von Dir. Wieviel DMPS, bzw.CaNa-EDTA müssen in die NACL-Infusion rein? Beide Substanzen in eine NACL Flache oder besser getrennt voneinander infundieren? Die Bezugsquelle habe ich von Deinem Arzt in Berlin erfahren. Ich weiss ,das Du kein Arzt bist, und keine Dosierungsempfehlung geben kannst, aber das Thema ist zu wichtig und Du bist der erste der das Thema sehr gut erläutert. LG

    1. Hallo Marc,
      das kann ich Dir sogar beantworten, denn ich kann Dir sagen, was ich bekomme. Das steht auf der Rechnung. Es sind zwei getrennte Infusionen.
      Infusion 1 ist DMPS mit 250mg, PZN: 1686399
      Infusion 2 ist CaNa-EDTA als Inj-Lösung mit 1900mg, PZN: 9999011

      Danke für das Lob! Ich gebe mir Mühe das Thema bekannt zu machen. Ich fürchte inzwischen, dass das viel größer ist als ich gedacht habe. Ich würde so gern ein paar Studien durchführen an: 20 „Gesunden“, 20 mit CFS, 20 mit MS, 20 mit Heuschnupfen, 20 mit Asthma, 20 mit Leaky Gut, … je einmal den Provokationstest machen. Das wäre sehr spannend!

      Viel Erfolg und viele Grüße zurück,
      Robert
      PS: Es gibt die Nebenwirkung, dass sich mehr löst, als 250mg DMPS fassen kann (merkbar an Kopfschmerzen, Ausschlag, Unwohlsein). Wenn man das bemerkt, eine DMPS Infusion nachlegen. So schreibt es Dr. Mutter. Kann grad am Anfang passieren. Ich schreibe auch nochmal nachher kurz etwas dazu…

  14. Hallo,
    generell für alle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es individuell verschieden, Nebenwirkungen oder besser Begleiterscheinungen gegen kann. Nicht muss! Ich kenne inzwischen auf Basis von ca. 25 Personen, die ebenfalls diese Ausleitung machen, eine gewisse Bandbreit von: Ich spüre überhaupt gar nix und gehe den nächsten Tag 10 KM laufen bis bin zu „…mir war danach überhaupt nicht gut und ich musste mich in der Nacht übergeben.“
    Das hängt mit der individuellen Belastung und der individuellen Fähigkeit zusammen, gelöste/freie Schwermetalle auszuleiten…nämlich die, die sich ggf. zuviel lösen und nicht von DMPS/EDTA „abgeräumt“ werden. So kann es auch zu Kopfschmerzen und Ausschlag kommen. Meistens Stunden nach dem Ausleiten. Kopfschmerzen für ein paar Stunden hatte ich auch. Wenn man jedoch Ausschlag bekommt, sollte man den nächsten Tag erneut zum Doc gehen und nochmal eine Infusion nachlegen. Ist selten der Fall, kommt aber vor. Aber das wird ganz sicher auch der Ausleitungsarzt wissen. Der verdient sein Brot damit. Ich will es aber mal erwähnen, um auch deutlich zu machen, dass diese Therapie für einige mit etwas Unwohlsein einhergehen kann. Ich halte sie trotzdem für unabdingbar, da ich bei mir selbst erlebe, was sich alles zum Positiven verändert hat und was für eine Gefahr von einigen Schwermetallen, vor allem Quecksilber, ausgeht, Thema MS, ALS, Rheuma, …

    VG,
    Robert
    PS: Parameter wie Zonulin können auch temporär schlechter werden, eben durch frei gewordene Schwermetalle. Wenn man das Bild von oben sieht, weiß man auch warum.

  15. Hallo Robert
    Danke für Deine schnelle Antwort. Ich nehme Dein Buch als Anleitung und werde mir kommende Woche die beiden Produkte bestellen. Ich werde, wie Du beschrieben hast, mit der DMPS mit 250mg Infusion beginnen und direkt danach
    CaNa-EDTA infundieren. In welchem Abstand soll die zweite , dritte, vierte…..Infusionen erfolgen (2-3 Wochen später oder besser länger warten)? Hast Du vor den Infusionen noch stark supplimentiert? Wenn ja, was bitte?
    Kann ich Dich auf dieser Plattform weiter kontaktieren, falls ich weitere Fragen habe?
    LG

  16. Hallo Marc,
    ja gerne hier. Ist ja auch für viele interessant. Ich habe immer so ca. 3 Wochen Abstand gemacht. Andere machen aber auch nur 2 Wochen Abstand.
    Supplementiert habe ich, wie im Buch beschrieben. Mg, Cu, Zn und Molybdän. Dazu am Abend danach den Entgiftungstee. Das ist wichtig, viel trinken danach. Und auf jeden Fall basisch vor den Infusionen sein. Ansonsten verschieben! Das ist sehr sehr wichtig, der Urin-pH muss 7.0, besser >7.0 sein.
    Ich habe auch alle 5 Ausleitungen die Blutwerte im Vollblut überwacht! Und Cystatin-C …wobei meine Nieren keine Reaktion gezeigt haben. Waren vorher gut und das blieb auch unverändert. Aber ich war auch immer basisch vor der Ausleitung. Und wie geschrieben, mein Doc achtet da auch sehr drauf. Sonst gibt es die Baseninfusion vorweg.
    VG,
    Robert

  17. Hallo Robert,
    bei welchem Labor läßt dein Arzt die Urinuntersuchung machen? Bei Microtrace? Ich wundere mich gerade darüber, dass du in deinem Buch die Angaben der Schwermetalle im Urin einmal auf Kreatinin bezogen und einmal auf den Urin bezogen angegeben hast.
    VG

    1. Guten Morgen Barbara,

      mein Doc benutzt das Labor IMD und MVZ Ettlingen (messen weniger, kostet dafür weniger) für die Urinproben. Ich habe beide Werte dargestellt, da häufig in Studien beide Werte auftauchen und ich der Meinung bin, dass der kreatinbezogene Wert manchmal ein bisschen verzerren kann.
      VG,
      Robert

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