Ernährung

A Case Against Neu5Gc

Update 07.08.19: Da immer wieder die gleichen Fragen zum Thema auftauchen, habe ich am Ende des Artikels ein kurzes FAQ erstellt. 


Heute geht’s mal wieder um unser geliebtes (rotes) Fleisch, genauer: Fleisch von Tieren, die nicht zu den Fischen oder den Vögeln gehören. Etwas präziser ausgedrückt geht es um die derzeitige Beweislage, die dafür spricht, dass der verstärkte Konsum dieses Fleischs krank machen könnte.

Neu5Gc – eigentlich harmlos und wichtig

Einfacher Hintergrund: Alle Tiere bis auf Vögel und Fische verfügen über das Gen, das für die Neu5Gc-Bildung zuständig ist (CMAH) – okay, stimmt nicht ganz, auch bei uns Menschen und ein paar für uns unwichtigen Spezies ist dieses Gen gleichermaßen verloren gegangen.

Neu5Gc ist eine Sialinsäure (nicht wichtig), die Bestandteil von Glykoproteinen ist, also „Zuckerproteine“, die z. B. die Zell-Zellkommunikation regulieren. Entsprechend werden diese Glykoproteine auf den Zelloberflächen, in den Membranen verankert, verbaut. Neben Neu5Gc gibt es noch andere Sialinsäuren, etwa Neu5Ac, die entsprechend häufig in unseren Glykoproteinen vorkommt.

So weit, so gut.

Wie der Neu5Gc-Konsum zur „Xenosialitis“ führt

Da wir die Fähigkeit verloren haben Neu5Gc zu bilden, finden wir diese Sialinsäure in unserem Körper eigentlich nicht. Daher ist Neu5Gc (genauer: das in Glykoproteinen verbaute Neu5Gc) eigentlich eine Fremdsubstanz, die mit anderen „Viren“ (im wahrsten Sinne des Wortes), die den Körper befallen und von ihm als „fremd“ erkannt werden, gleichzusetzen wäre.

Was passiert bei sowas? Genau, Antikörper-Bildung. Da wir Menschen schon sehr früh in unserem Leben mit Neu5Gc in Kontakt kommen, verfügen quasi alle Menschen über Antikörper gegen Neu5Gc.

Was passiert, wenn wir eine Neu5Gc-reiche Nahrung zu uns nehmen? Nun, zunächst scheint das in Tierprodukten vorkommende Neu5Gc (im Gegensatz zur freien Neu5Gc-Form) fröhlich in unsere Zellmembranen eingebaut zu werden, es scheint sich allerdings besonders gerne in den Arterien und in Nervengewebe anzureichern.

Es folgt, was folgt, wenn der Körper einen „Eindringling“ wahrnimmt: Die Antikörper binden an das Antigen (in diesem Fall also Neu5Gc) und es setzt sich eine Kaskade in Gang – das Ende vom Lied ist etwas, was wir unter den Namen „niedriggradige Entzündung“ (engl. low grade inflammation) kennen.

Ganz einfach ausgedrückt:

Im Grunde startet der Körper jetzt eine Immunreaktion gegen sich selbst.

Bei Autoimmunerkrankungen reagieren hierbei Antikörper mit dem sogenannten Autoantigen. Das Antigen ist die Fremdsubstanz, die abgewehrt werden will – Auto deshalb, weil die „Fremdsubstanz“ dummerweise ein körpereigener Stoff ist.

Neu5Gc ist daher ein sogenanntes Xeno-Autoantigen. Das ist besonders, denn Neu5Gc ist das erste Xeno-Autoantigen, das entdeckt wurde. „Xeno“ heißt in dem Zusammenhang, dass es eigentlich „(körper-)fremd“ ist und wir es erst aufnehmen müssen. Es baut sich dann in unsere Zellen ein und wird – obwohl es eigentlich körperfremd ist – zum Autoantigen.

Diese Immunreaktion, ausgelöst durch Neu5Gc, wird daher Xenosialitis genannt. 

Dass das kein „Blödsinn“ oder an den Haaren herbeigezogen ist, weiß man schon seit quasi über 100 Jahren. Denn schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde aus dem Serum von Tieren Gegengifte für Tetanus- bzw. Diphtherie-Toxine gewonnen und Patienten verabreicht. Nicht selten waren die Patienten dann zwar geheilt vom eigentlichen Gift, zeigten dennoch Krankheitssymptome. Dieses Phänomen tauften Wissenschaftler und Ärzte „serum sickness“. Später fand man heraus, dass die für die Krankheitssymptome verantwortlichen Antikörper (s. g. Hanganutziu-Deicher-Antikörper) teilweise Neu5Gc-Antikörper waren.

Neu5Gc spielt darüber hinaus eine Rolle beim Abstoßen von transplantierten Geweben, die von anderen Tieren stammen, oder in einem Nährmedium gewachsen sind, das teilweise aus Bestandteilen anderer Tieren (z. B. Rinderserum) besteht.

Die Datenlage mit Blick auf tatsächliche Implikationen

Die Datenlage ist derzeit (noch) überschaubar. Es gibt allerdings einige Studien, die auf Implikationen hindeuten. Die Abbildung, die dies gut zusammenfasst, habe ich ergänzt (rot markiert). Im Wesentlichen geht’s darum:

  • Wir, die Neu5Gc nicht mehr selbst bilden können, führen Neu5Gc über die Nahrung zu
  • Es reichert sich im Epithel (Oberflächenzellen von Geweben) an
  • Es entsteht eine Immunreaktion gegen Neu5Gc-haltige Strukturen („Xenosialitis“)
  • Neu5Gc wurde im Endothel und in Atheromen gefunden – möglicherweise hat Neu5Gc etwas mit Arteriosklerose zu tun
  • Neu5Gc wurde in verschiedenen Tumoren entdeckt und es gibt Daten, die darauf hindeuten, dass Neu5Gc das Tumorwachstum begünstigen kann – möglicherweise hat Neu5Gc etwas mit Krebs zu tun
  • Es liegen Daten vor, die nahelegen, dass die Neu5Gc-Antikörper-Reaktion eine Rolle bei der Unfruchtbarkeit spielt
  • Es steht die Hypothese im Raum, dass Neu5Gc an der Entstehung von MS (Multiple Sklerose) beteiligt ist, da wir der einzig Primat zu sein scheinen, der an MS erkrankt
  • Bei Hashimoto-Patienten wurde eine erhöhte Konzentration an Neu5Gc-Antikörpern gemessen – spielt Neu5Gc eine Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen?
  • In einer Dissertation wurde gezeigt, dass Neu5Gc die Funktion von Immunzellen des Nervensystems einschränkt und damit die Entstehungen von Krankheiten des ZNS begünstigen könnte

Ich will keine mikrovaskuläre Dysfunktion

Ich weiß noch eine andere Sache, die in Studien bisher (noch) nicht so erfasst wurde: Den großen Arterien und Schlagadern ist Neu5Gc egal. Da kann ruhig eine Entzündung sein, das merkt man sowieso erst, wenn die Arteriosklerose später zum Herzinfarkt führt.

Viel wichtiger sind die kleinsten Arterien, die Kapillaren, wo der Stoffaustausch stattfindet, also wo zum Beispiel Glukose und andere Nährstoffen in den Muskel oder ins Gehirn gezogen werden. Wo sich das abspielt, was wir „gute Durchblutung“ nennen, gerade wichtig im Gehirn, in der Großhirnrinde … oder in der Niere, in der Leber, im Herzen!

Was ist denn, wenn diese kleinsten Verästelungen chronisch entzündet sind? Man darf es sich denken. Dann gibt es eine hausgemachte mikrovaskuläre Dysfunktion. Im Herzen kann das Angina pectoris verursachen. Im Muskel macht das Insulinresistenz – und im Gehirn macht es … na, was macht eine Minderdurchblutung der Großhirnrinde? Genau, sehen wir in jedem Altersheim. In Bildern ausgedrückt finden wir das in einer brandaktuellen Studie, die da heißst, Mikrovaskuläre Dysfunktion und Hyperglykämie: Ein Teufelskreis mit weitreichenden Folgen:

 

Was ich übrigens auch nicht haben will, sind kaputte Mitochondrien – Sialinsäuren (und ich gehe stark davon aus, dass dies auch auf Neu5Gc zutrifft) finden sich nämlich auch in Glykoproteinen von Mitochondrien verbaut.

Warum es ein Problem ist

Mir persönlich wäre das Neu5Gc-Thema egal, würde es nicht so aussehen, dass …

… speziell unser geliebtes Rindfleisch bis zu 10x mehr Neu5Gc enthält als andere Fleischsorten, in denen sich auch Neu5Gc findet. Zeitgleich könnte man das im Kopf kurz überschlagen: Wer sich täglich ein großes Stück Rind, Schwein, Lamm etc. gönnt, nimmt Neu5Gc im niedrigen bis mittleren Milligrambereich zu sich. Und diese Mengen – ohne dabei einen zeitlichen Puffer einzubauen – werden sich ganz sicher im Körper anreichern.

Da Epithelzellen (Oberflächenzellen) alle paar Tage ersetzt werden, gibt der sparsame Verzehr von rotem Fleisch dem Körper die Möglichkeit, diese nichtmenschliche Form der aus der Nahrung angesammelten Sialinsäure durch die menschliche Form zu ersetzen. Dies gibt dem Körper die Möglichkeit, sich von Entzündungen und der Entstehung von Krankheiten zu erholen. Eine ständige Ernährung mit rotem Fleisch gibt dem Körper keine Zeit zur Heilung. (in: Sia: The Sugar Code of Life)

Abschließende Worte

Die Beweislage in unserem Fall „Neu5Gc aus (Rind-)Fleisch ist ein Problem“ ist in meinen Augen so überwältigend, dass jeder, der die Gesundheit seiner Leser, Kunden oder Patienten schätzt, über das Thema Bescheid wissen sollte.

Derzeit sieht man aus Sicht der Wissenschaft nur die Spitze des Eisbergs – die lässt allerdings erahnen, was wir unter der Oberfläche finden werden, wenn das Thema noch besser erforscht ist.

Mittlerweile gehe ich davon aus, dass sich Neu5Gc als Übeltäter in der Größenordnung von Gluten, Fruktose etc. entpuppen wird. Eher noch schlimmer. Deshalb gibt es heute von mir eben den „Case Against Neu5Gc“. Weil ich mich in der Verantwortung sehe, Dinge, die mir (aus Gesundheitssicht) sehr relevant erscheinen, anzusprechen, weiterzugeben und diesbezüglich aufzuklären.

Um es allerdings nochmal klarzumachen: Ich habe nichts gegen den Fleischkonsum per se, auch nicht gegen den Konsum von Rindfleisch. Vor dem Hintergrund dieser Informationen und der Beweislage, bin ich allerdings dafür, den Fokus eher auf Fisch und Geflügel (da gibt es auch „rote“ Fleischsorten) zu legen. Neu5Gc-haltiges Fleisch (Rind etc.) sollte aus der Perspektive eher seltener gegessen werden.

PS: Bitte, „Argumente“ wie, „Ich esse täglich ein Kilo Rind und ich lebe noch“, … darf man sich ersparen!

PSII: Mikrovaskuläre Dysfunktion … More to come! Wohl einer der wichtigsten Gründe, warum Schwermetalle (z. B. Arsen) krank machen!


FAQ

F: Dagegen spricht doch, dass der Mensch schon immer Fleisch gegessen hat, oder?

A: Erstens, das ist ein großer Trugschluss immer wieder leider, wird versucht aus der „evolutiven Wahrheit“ konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Dabei wird z. B. nicht beachtet, dass wir heutzutage ja ganz andere Ziele verfolgen als ein Mensch, der vor 15.000 Jahren gelebt hat. Wir müssen uns die Frage stellen, wie genau man am besten lebt, sodass am ehesten Krankheitsfreiheit über eine lange Lebensspanne wahrscheinlich ist. Die Frage nach der potenziellen Schädlichkeit bestimmter Fleischsorten (dazu gleich mehr) damit abzutun, dass „wir schon immer Fleisch gegessen haben“, ist daher nicht zielführend.

F: Es gibt allerdings viele oder einige Volksgruppen, die sehr fleischlastig essen und trotzdem kaum Zivilisationskrankheiten aufweisen?!

A: Erstens mal handelt es sich dabei um ein Volk oder Volkgruppen, die genetisch sehr homogen sind und zudem einen ziemlich konservierten Lebensstil aufweisen. Schon mal nicht zu vergleichen mit irgendwelchen anderen Menschen auf dieser Erde. Zweitens, und das ist ein wichtiger Punkt, haben wir noch überhaupt gar nicht geklärt, in welchen Mengen Neu5Gc im Fleisch überhaupt vorkommt. Es ist sehr gut möglich – und einige Untersuchungen legen das nahe –, dass ausgerechnet unser geliebtes Rindfleisch sehr Neu5Gc-reich ist, während Wildfleisch, Beispiele: Reh und Kangaroo, überhaupt kein oder sehr viel weniger Neu5Gc enthalten. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2010 weist in die gleiche Richtung und legt nahe, dass „modernes Fleisch“ (also z. B. Rind) potenziell schädlicher wirkt als „traditionelles Fleisch“ (hier: Kangaroo). Das alles wird aber überhaupt nicht geklärt, wenn man beispielsweise von „den Hadza“ spricht – hier auch wieder: schwache Argumentation. Was ist denn mit der umgekehrten Frage? Die größten und aussagekräftigsten Daten zum Thema Langlebigkeit zeigen eher dahin, dass besonders krankheitsfreie Menschen eher pflanzlich essen. Ähnliches gilt für Volksgruppen wie Tsimane oder Kitava-Menschen, die augenscheinlich auch Neu5Gc-arm essen und geschützt zu sein scheinen vor westlichen Zivilisationserkrankungen.

F: Das „Aufbauschen“ solcher Themen sieht häufig aus wie „biochemisches Micromanagement“ – es ist doch besser, ganze Populationen bzw. Daten aus der Vogelperspektive zu erfassen, oder?

A: Ich betreibe lieber „biochemisches Micromanagement“, wonach ich genau weiß, dass oder ob Neu5Gc schädlich ist oder nicht, statt anhand irgendwelcher überhaupt nicht ausreichend studierter Volksgruppen – oder umgekehrt, anhand eines sehr genau definierten Probandenkreis einer Studie – konkrete Handlungsempfehlungen ableiten zu wollen, bei denen etliche Fragestellungen überhaupt nicht hinreichend beantwortet sind. Freilich, vor dem Hintergrund bzw. der allgemein anerkannten Tatsache, dass viele Faktoren in verschiedenen Lebensstilen ganz anders wirken. Aus dieser Perspektive ist die hier präsentierte Datenlage genauso „dünn“ oder „nicht dünn“, wie die, die für den Konsum von rotem Fleisch spricht.

F: Gut, aber dann müssten Menschen oder Personengruppen, die viel Neu5Gc zuführen, ja auch mehr Krebs bekommen.

A: Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Unser Artikel impliziert nicht, dass Neu5Gc per se krebserregend ist oder damit zu rechnen ist, dass derjenige, der relativ viel Fleisch isst, auch mehr Krebs bekommt – haben wir nie so in den Raum gestellt. Es ist aber anzunehmen, dass die durch Neu5Gc-Zufuhr ausgelöste Immunreaktion besonders schädlich in einem sowieso schon entzündungsreichen Milieu wirkt – und dann kann Neu5Gc ggf. das Krebswachstum begünstigen.

F: Also ist rotes Fleisch, z. B. Rind, ungesund?

A: Nein, auch nicht. Wir behaupten z. B. in diesem Artikel nicht, dass wir denken, dass 300 g Rind in der Woche irgendwen krankmacht. Menschen aber, die vehement pro rotes Fleisch sind, sind ja meistens diejenigen, die ihren Klienten (oder sich selber, oder wem auch immer) den Fleischkonsum aktiv nahelegen, was in unserer heutigen Zeit (Carnivore Diet, Paleo Diet usw.) mitunter bedeutet, dass täglich mehrere Hundert Gramm davon gegessen werden. Diese Empfehlungen können grenzwertig sein. Trotzdem bleibt Rindfleisch ein wichtiger, Zink-, Eisen-, Taurin-, Carnitin- und Eiweiß-Lieferant.

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Kommentare (26)

  1. Wirklich interessant!
    Hat (glaube ich) zwar für mich keine direkte Implikation, da ich nur 1-3 mal in der Woche Rind esse (1 mal Burger, 1 Steak und einmal Rinderleber), aber trotzdem etwas das ich wohl im Auge behalten werde. Bei mir gibt es auch aus Kostengründen oft Schwein und Geflügel und auch oft Fisch, daher sehe ich mich selbst nicht als betroffen.

    Welche Erklärung hast du jetzt aber für die ganzen Leute, die teilweise seit 20 Jahren nichts als Rib-Eyes essen? Oder für diejenigen, die (angeblich) mit ihrer Karnivor-Rindfleisch-Ernährung Autoimmunkrankheiten wie MS oder Hashi, oder sogar Krebs geheilt, bzw. in die Remission getrieben haben?

    LG Jens

    1. Danke für deinen Kommentar.

      Was Implikationen für einen selbst angeht, muss halt … jeder selbst entscheiden!

      Zum anderen Teil deines Kommentars: Das ist für mich keine aussagekräftige Statistik, weder Argument und erst recht kein „Beweis“. Denn hier wird keine Aussage darüber getroffen, wie viele Menschen von so einer Ernährungsform wieder abkommen, weil sie sich scheiße damit fühlen. Es wird keine Aussage darüber getroffen, wie viele Menschen dadurch Krankheiten begünstigt haben. Und es wird keine Aussage über „was war vorher?“ und „was kommt danach?“ getroffen. Und umgekehrt muss dann gefragt werden, was mit den Menschen ist, die durch eine rein pflanzliche Ernährung ihre Wehwehchen geheilt haben.

      Und Menschen, die über ihre „Wundergeschichten“ im Internet schreiben (oder Leute wie McDougall, die angeblich nie Probleme mit B12 etc. haben) glaube ich kein Wort! Und Predigern solcher Ernährungsextreme erst recht nicht, weil die immer schön darauf bedacht sind, ein rundes Bild entstehen zu lassen. Oder mit anderen Worten: Ein Low-Carb-Guru wird schnell dabei sein, einen positiven Bericht zu teilen, aber negatives Feedback, selbst von der gleichen Person, wird eher nicht geteilt, wieso auch? Insofern: Verzerrte Wahrnehmung beim Leser – deshalb, ich glaube diesen Menschen kein Wort.

      1. Stimmt, solange wir bei der Ernährung noch frei entscheiden dürfen, muss jeder selbst entscheiden und mit den Implikationen halt leben.
        Vielen Dank für deinen Kommentar und deine Sichtweise!
        Ich sehe es in weiten teilen genau wie du und es darf ja auch jeder machen was er möchte.
        Ich bin einfach mal gespannt wie sich das ganze Thema weiterentwickelt!

        LG Jens

        1. Eine Frage habe ich aber noch: weißt du wie hoch der Neu5GC Gehalt in Rinderleber ist? Denn das ist in der Liste oben nicht drin und ich habe auf die schnelle nichts gefunden.

          LG Jens

          1. Der Neu5Gc-Gehalt soll in Organen noch höher sein als im Muskelfleisch. Ich habe die Befürchtung, dass Kalbsleber (esse ich am liebsten) besonders Neu5Gc-reich ist – Rindfleisch liegt sicher nicht weit davon entfernt. Wer jetzt aber grundsätzlich wenig Neu5Gc isst und sich einmal die Woche 150 g Leber gönnt, der sollte eigentlich gar keine Probleme haben.

            EDIT: Hier, schau mal, vom Schwein … „In conclusion, the high level of Neu5Gc in all organs compared to skeletal muscle is a potential risk factor suggesting that dietary consumption of organ meats should be discouraged in favor of muscle to protect against cancer, cardiovascular and other inflammatory diseases.“ https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10719-016-9724-9

  2. Wichtiger Beitrag!
    Ich sehe bei Autoimmunerkrankten (b esonders bei Hashimoto und allen rheumatischen Erkrankungen) eine sofortige Besserung, wenn Neu5Gc gestrichen wird. So gerne ich rotes Fleisch und Rinderleber mag und empfehle, nicht jeder scheint es zu vertragen.
    Ich wüsste gerne, wie die Implikationen bei der Entstehung von Diabetes, Bluthochdruck und Autoimmunerkrankungen sind – ob ich auch „Gesunden“ noch weiterhin Rinderleber problemlos empfehlen kann. Bisher ja.

    1. Hey Martin, danke für deinen Einblick! Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht, weswegen ich auch darüber schreibe.

      Ich weiß nicht, wie „gesund“, man sein muss, damit die Effekte abgeschwächt oder weniger zum Tragen kommen. Wenn ich recht mit meiner Annahme habe, dass Neu5Gc-Konsum zur mikrovaskulären Dysfunktion führt, dann hätte es Implikationen für sämtliche, wenn nicht alle Erkrankungen! Durchblutung ist alles.

  3. Gibt‘s eine Erklärung warum Rinderhackfleisch so viel weniger Neu5GC hat wie das Steak? Aufgrund des höheren Kollagenanteil?

  4. Kennst du den Grund warum es gerade bei Rind soviel ist? Hängt das evtl. mit der nicht-artgerechten Fütterung zusammen?

    Gibt es Möglichkeiten die negativen Folgen abzumildern, z.B. durch den gleichzeitigen Konsum von Gemüse?

  5. Danke für den nachträglichen Anhang! Die FAQs am Ende klären aus meiner Sicht einiges. Mein Wissensdurst zum Wild (Reh-, Rot, Schwarz- usw.) ist somit gestillt.
    Die Neu5Gc-Werte im (modernen) Rindfleisch haben mich ordentlich wachgerüttelt. Vermutlich spielen hier auch Haltung und Futter eine tragende Rolle. Mich würden die Werte von Tieren interessieren, welche ganzjährig auf der Weide leben dürfen.
    Neu5Gc scheint aber nicht nur negative Effekte auf den Metabolismus von Homo sapiens sapiens zu haben:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0091674917309946
    https://www.jimmunol.org/content/jimmunol/175/1/228.full.pdf
    Interessant finde ich auch neueste Erkenntnisse über Erreger in Lebensmitteln bovinen Ursprungs (Rindfleisch und Milchprodukte), welche in die selbe Kerbe schlagen wie die über die nichthumane Sialinsäure.
    https://www.dkfz.de/de/presse/download/Hintergrund-PK-Plasmidome_final.pdf
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101322/Mediziner-warnt-vor-Erregern-in-Rindfleisch-und-Milchprodukten

    Mich würde zum Thema Neu5Gc die Meinung von Dr. Cordain interessieren. Habe diesbezüglich noch nichts von ihm gefunden.
    Was aber nicht bedeutet, dass ich Deine Meinung und Ausführungen dazu weniger schätze, Chris! 😀

    1. Hey Lutz,
      ähnliche Fragen stelle ich mir auch. Zum Beispiel, welchen Einfluss die Haltung bzw. die Art des Futters auf die Neu5Gc-Bildung z. B. im Rind hat – bzw. ob die hohen Werte ein „Zufallsprodukt“ der Zucht sind. Zur Immunologie: Neu5Gc scheint das Immunsystem in seiner Aktivität zu drosseln, was ja auch in dieser Farmer-Studie gezeigt wurde. Das kann für einige Menschen supernützlich sein, ich werfe allerdings mal in den Raum, dass ein „aggressives“ Immunsystem in vielen Fällen auch nützlich sein kann. Zu dieser Krebsstudie: Ja klar, wenn man Neu5Gc zielgerichtet in Krebszellen shutteln könnte, wäre eine Neu5Gc-Antigen-Antikörper-Reaktion ja absolut willkommen! In diesen Studien aber wird häufig mit freiem Neu5Gc gearbeitet, das eine ganz andere Pharmakokinetik zu zeigen scheint als gebundenes Neu5Gc, das sich massiv auch in Gewebeoberflächen anreichern kann. Die Frage ist, wohin das Neu5Gc zuerst geht, nachdem wir es z. B. über Rind zugeführt haben. Wenn es eine Art „Wettrennen“ zwischen Krebszellen und normalen Zellen geben würde, das Krebszellen gewinnen, dann gäbe es eine kurze Zeitspanne, in der das Immunsystem eher die Krebszellen angeht. Aber das chronische Zuführen würde m. E. genau das Gegenteil bewirken.
      Es ehrt mich ja, dass dir meine Meinung ähnlich viel wert ist wie die von Loren Cordain 🙂 Aber da bin ich schon noch ein bisschen zurückhaltend, haha. Im Ernst: Ich denke, er würde ähnlich argumentieren und mit Blick auf seine Schlussfolgerungen noch etwas warten. Eben weil alles noch spekulativ ist und nicht klar ist, mit wie viel Neu5Gc z. B. ein „Steinzeitmensch“ oder ein Jäger und Sammler tatsächlich konfrontiert wäre oder ist.

      1. Erste Erkenntnisse dazu gibt es wohl schon:
        https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5625913/

        Besonders interessant finde ich die Angaben zu Tieren aus dieser Zeit. Aus den Analysen von stabilen Isotopen wissen wir ja, dass insb. das Mammoth lange Zeit ganz oben auf unserer Nahrungsliste stand.

        Ich habe für mich den Schluss bzgl. Neu5Gc (und ähnlich gelagerten Themen) gezogen, dass wir offenbar nicht optimal konstruiert sind, wir schon sehr lange auch schädlichen Einflüssen ausgesetzt waren, gezüchtete Nahrungsmittel (wie auch das Rind) solche Effekte besonders verstärken können und ich deshalb versuche, sinnvoll zu dosieren. Anscheinend hat gerade das Fleisch von Wiederkäuern gesundheitliche Vorteile, was in meinem Erleben auch vom Fettanteil und dessen Zusammensetzung abhängt (wenn man schon mal rabbit starvation erlebt hat).

        Ansonsten habe ich den Eindruck, dass bei diesem Anti-Fleisch-Hype wieder mal ein bekanntes Muster greift: eine diffuse Angst vor Leiden und Tod, ehrgeizige Forscher, die das Übel der Welt an einem Molekül festmachen wollen, und bestimmte Lobbyinteressen. Denn was sind die Alternativen? Otto Normalverbraucher ist zunehmend verunsichert und greift – irgendwas muss man ja essen – dann doch eher zum veganen Burger oder gleich zur Gemüsepizza. Damit geht dann die Insulin-Orgie weiter und es würde mich übrigens nicht wundern, wenn man irgendwann herausfindet, dass Neu5Gc nur bei einem erhöhten HOMA-Index wirklich schädlich ist.

        1. Hm, ich komme zu anderen Schlüssen, aber hier muss ja jeder seine eigenen Entscheidungen treffen. Kann aber verstehen, dass man keinen Bock mehr auf solche „Erkenntnisse“ hat.

          1. Soweit liegen wir wohl gar nicht auseinander. Kann man eigentlich Xenosialitis irgendwie messen? Bei den üblichen Markern finde ich keinen Bezug …

  6. Böses Cholesterin, böse Arachidonsäure, böses TMAO und jetzt ist Neu5Gc der aktuelle Sündenbock. Was kommt als nächstes? Kaviar, rotes Fleisch, Innerein und Milch sollen den höchsten Neu5Gc-Gehalt aufweisen. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass grasgefütterte Produkte einen noch höheren Gehalt aufweisen sollen. Lustig, den das sind auch genau die Lebensmittel die den höchsten Nährstoffgehalt aufweisen. Ja, jaaa…

    Ach, und ist es nicht so, dass Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, durch solche fleischbasierten Diäten wie GAPS oder SCD massiv geholfen wird? Was ist mit den Carnivoren, die ihre Gesundheit größtenteils durch Fleisch wiedererlangen? Ich rede nicht von Völkergruppen aus dem Urwald oder den Eskimos, sondern von Menschen aus unserer heutigen modernen Zivilisation. Solche Fakten sollte man immer im Hinterkopf behalten, auch wenn sie nicht aus dem Pubmed kommen.

    Auf das richtige P/Ca-Verhältnis zu achten scheint mir sinnvoller zu sein, sowie einen Tryptophanüberschuss (Serotoninüberschuss!) bzw. ungünstige „Verschiebungen“ der Aminosäuren zu vermeiden. Mit Gelatine (z. B. Knochenbrühe) kann man dem aber gut entgegenwirken. Die Völkergruppen essen immer das ganze Tier und nicht nur das Muskelfleisch. Ein weiterer wichtiger Punkt wäre wohl die Eisenüberladung, die zu erheblichen Problem führt. Ich kenne keine einzige neurodegenrative Erkrankung, die nicht mit einer Eisenüberladung in Verbindung steht. Ansonsten sehe ich persönlich keinen Grund, Fleisch nicht zu essen. Gut, eine niedrige Magensäure- und Enzymproduktion oder Histamin könnten noch Probleme machen, aber auch hier kann einem geholfen werden.

    Überhaupt sind das nur HYPOTHESEN zu Neu5Gc und die andere Sache ist, dass es auch positive Publikationen dazu gibt:

    „Nicht nur mikrobielle Substanzen, sondern auch Bestandteile von tierischen Zellen scheinen Bauernhofkinder vor Keuchen und Asthma zu schützen. Nachgewiesen wurde ein solcher Präventiveffekt für Neu5Gc. Im Tierexperiment zeigte diese Sialinsäure immunmodulatorische und entzündungshemmende Effekte.“ https://link.springer.com/article/10.1007/s00060-018-5671-3

    „In children anti-Neu5Gc IgG levels correlated positively with living on a farm and increased peripheral blood foxp3 expression and correlated inversely with wheezing and asthma in nonatopic subjects. Exposure to Neu5Gc in mice resulted in reduced airway hyperresponsiveness and inflammatory cell recruitment to the lung. Furthermore, Neu5Gc administration to mice reduced the severity of a colitis model. Mechanistically, we found that Neu5Gc exposure reduced IL-17+ T-cell numbers and supported differentiation of regulatory T cells.“ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28629745

    „Um zu verstehen, wie Neu5Gc das menschliche Immunsystem beeinflusst, analysierten die Forscher verschiedene Zellen des Immunsystems, die während einer Entzündungsreaktion eine Rolle spielen. Mit einem interessanten Ergebnis – sowohl bei den getesteten Kindern als auch am Tiermodell: Kontakt mit Neu5Gc reduzierte nicht den Immunglobulin E, den Antikörper, der häufig bei allergischen Reaktionen auftritt, sondern löst eine entzündungshemmende Reaktion des Immunsystems aus. „Dies geschieht durch sogenannte regulatorische T-Zellen, die eine erhöhte Präsenz aufweisen“, erklärt Frei. „Diese T-Zellen dämpfen Fehlreaktionen des Immunsystems und wirken stark entzündungshemmend. Unsere Forschungsergebnisse eröffnen Möglichkeiten, die schützende Wirkung von Farmen auf alle Kinder zu übertragen. Auf diese Weise können wir möglicherweise einen wichtigen Grundstein legen für eine wirksame Allergieprävention.“ https://idw-online.de/en/news?print=1&id=677781

    „Einmaliger Verbrauch von 150 mg Neu5Gc, der Menge, die in fünf Kilogramm Rindfleisch gefunden wird, hatte keine wahrnehmbaren Nebenwirkungen und beeinflusste die Antikörperkonzentration der Substanz nicht. Es gibt bisher keine Belege dafür, dass der Verbrauch von rotem Fleisch, Milchprodukten oder anderen Nahrungsquellen für Neu5Gc an Antikörperspiegel oder Tumorwachstum gebunden ist. Tatsächlich deuten einige Beweise darauf hin, dass sehr hohe natürliche Antikörperkonzentrationen gegen Neu5Gc das Tumorwachstum tatsächlich hemmen und beim Menschen schützend wirken können.“ https://www.westonaprice.org/health-topics/caustic-commentary/caustic-commentary-fall-2009

    1. Leider wirfst du ein paar Sachen durcheinander.

      1. Nur, weil es Studien gibt, die zeigen, dass unsere Vorfahren dieses oder jenes gemacht haben, heißt es nicht, dass es die perfekte Lösung für uns heute (!) ist. Es kann uns eine Richtung, ein Vorbild geben, aber wir müssen es mit der aktuellen Wissenschaft und mit den aktuellen Gegebenheiten abgleichen. Hier muss man sich vor naturalistischen Fehlschlüssen hüten. Oder anders ausgedrückt: Es ist Quatsch, sich zu fragen, wie der Neanderthaler trainiert hat, wenn wir genau wissen, was die Gesetzmäßigkeiten/Prinzipien der Sportwissenschaft sind, wonach sich Trainingsfortschritt richtet. Richtig ist, dass Fleisch ein wertvoller Nährstofflieferant ist – das heißt aber nicht, dass man ihn jeden Tag essen muss, noch, dass er uneingeschränkt gesund ist und noch … dass es die „Goldwährung“ ist. Homo sapiens hat immer schon an Meeren gelebt. Meeresfrüchte sind noch wertvoller, enthalten aber quasi kein Neu5Gc. (Meere sind nur leider verschmutzt heutzutage.)

      2. Wenn sich bestimmte Personengruppen mit einer Art Ausschlussdiät von irgendwas heilen, dann ist das auch kein Beweis dafür, dass genau diese Intervention in jeder Lebenslage und zu jedem Zeitpunkt die richtige ist. Auf dieser Basis argumentieren auch Veganer – denn jede Ernährungsform kann sich sowas zuschreiben. Ich selbst vertrage Pflanzenproteine auch nicht gut. Ich weiß aber auch, dass es genug Menschen gibt, die sie prima vertragen. Zu genau diesem Thema (zyklisches Verhalten, wie Wissenschaft funktioniert, Pro und Contra Veganismus/Carnivorismus etc.) gibt’s unzählige Artikel von uns, die du vielleicht erst mal lesen solltest. Am Beispiel von Eisen hast du das ja gut erläutert. Ähnliches gilt natürlich auch für Neu5Gc etc.

      3. Es ist keine „Hypothese“, dass Neu5Gc einen schädlichen Charakter hat. Die Frage ist eher, inwieweit dieser bei welchem Konsum zum Tragen kommt. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass die Beweislage gegen Neu5Gc in der Zukunft noch rapide zunehmen wird. Es gibt genau eine „positive Studie“ – die kann man so sehen. Ich für meinen Teil sehe es ein bisschen anders, denn es gibt viele schädliche Substanzen, die immunosuppresiv wirken. Das macht die Substanz aber nicht weniger schädlich. Außerdem sollte man sich immer fragen: Okay, wenn ich das Immunsystem in diese oder jene Richtung „programmiere“, was hat das für Folgen im Allgemeinen?

      4. Die zwei Studien von Fallon und Enig bei WPF sind extrem schlecht ausgesucht und der Beitrag ist über 10 Jahre alt. Das ist keine ordentliche Beweisführung, weil es in der Zwischenzeit, s. Beitrag, etliche weitere Studien zum Thema gibt. Die erst genannte Studie arbeitet mit 150 mg freiem Neu5Gc. Freies Neu5Gc wird unverbraucht wieder ausgeschieden. Im Essen kommt glykosidisch gebundenes Neu5Gc vor, das bei uns eingebaut wird und gegen das Neu5Gc-Antikörper eigentlich reagieren (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6481270/). Die zweite Studie, auf die sie sich beziehen (Hohe Antikörper-Werte inhibieren Tumorwachstum) zeigt klar, dass realistische Szenarien das Tumorwachstum eher fördern. Ich denke aber prinzipiell nicht, dass Neu5Gc kanzerogen per se ist, das ist auch nicht das Problem. In manchen Settings kann die Konkurrenz zwischen Aufnahme von Neu5Gc in Tumor- vs. normalen Zellen sogar dazu führen, dass die Antikörper-Reaktion eher gegen den Tumor geht. Aber da Leute ja chronisch und dauerhaft Neu5Gc zuführen und bei täglichem Konsum von Rind und Co. eine Anreicherung statt ein niedriges Äquilibrium provozieren, wird sich Neu5Gc in relevanten Mengen auf Gewebeoberflächen anreichern. Dass Neu5Gc-Antikörper in hohen Dosen ein Tumorwachstum inhibieren kann, zeigt darüber hinaus direkt auf, dass diese Antikörper wirken und natürlich auch normale Gewebe angreifen werden, sofern sich genug Neu5Gc darin findet. Hier geht es nicht um Tumorentstehung sondern um Einschränkung der normalen Zellfunktion.

      Das war aber alles schon Thema in diesem Blog und ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass man sich erst mal näher mit der Thematik befasst. LG

      1. Ich kann wirklich empfehlen die edubily-Blogeinträge wenigstens einmal von ganz Hinten nach Vorne zu lesen!
        Ich habs gemacht und auch die, die ich nicht verstanden habe.
        Und das Buch lesen (haben sie ech verdient!).
        Hat mir extrem viel geholfen von Stufe-1-Denken zu „Ok, immer noch genug Stufe 1, aber ich halte jetzt mal meine Finger still, weil das Thema für mich einfach zu Big ist. Zum Glück macht das edubily für mich, sonst würde mir das Gehirn explodieren!!“

  7. Ich habe mir mal ein paar Ärzte und Wissenschaftler angesehen, allen voran den Ajit Varki, der diese Neu5Gc-Sialinsäure-Politik betreibt. Er ist ein sehr angesehener Arzt-Wissenschaftler und Professor in Zell- und Molekularmedizin; Co-Direktor der University of California (UCSD), des Salk-Instituts und noch einiges mehr. Wenn man sich mal weiter über diese Institute informiert, kommt man immer auf dieselben Gruppen. Die UCSD wird von der Rockefeller-Stiftung finanziert und das Salk-Institut (an dem Varki auch Co-Direktor ist) wurde von dem Mikrobiologen Jonas Salk gegründet, dem Entwickler des Polio-Impfstoffes und Gründer des Pharmaunternehmen IRC (Immune Response Corporation), wo hauptsächlich Forschungen zu experimentellen Impfstoffen durchgeführt werden. Wollt ihr mir nun ernsthaft erzählen, dass das ein vertrauenswürdiger und unabhängiger Arzt-Wissenschaftler ist, der uns versucht vor Krankheiten zu warnen?? Was bitteschön soll der Varki oder das UCSD oder das Salk-Institut davon haben, wenn die Menschen weniger Neu5Gc-haltige („ungesunde“) Lebensmittel essen? Das macht kein Sinn, den die leben von kranken Menschen und das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Das sollte mittlerweile jedem klar sein. Studien hin oder her…

    Seine Kollegen mit denen er zusammenarbeitet/e sind nicht besser. Ein paar habe ich mir angesehen. Peter Agre, arbeitet am Hopkins Malaria Institut und ist an der Medikamenten- und Impfstoffentwicklung beteiligt. Tadataka Yamada, ehemaliger Leiter von GlaxoSmithKline. Anne Katrin Bergfeld, eingestellt bei Rentschler Biotechnologie GmbH, wo gentechnisch hergestellte Medikamente produziert werden. Roger Lawrence, Senior Wissenschaftler bei BioMarin Pharmaceutical Inc., wo Biopharmazeutika für seltene Krankheiten entwickelt und vermarktet werden. Unsere Wissenschaftler sind also Pharmazeuten und gleichzeitig auch unsere Helden, die uns versuchen zu „retten“.

    1. Dein Ernst? Hast du jemals in der Wissenschaft gearbeitet? Solche Kommentare werden in Zukunft nicht mehr freigeschaltet.

  8. Zensur wäre schade – den sie ist ein Werkzeug der Propaganda. Ernsthaftigkeit anzuzweifeln und Bedenken aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Reputation abzusprechen ist dann wohl Emotion und nicht Funktion

    1. Das, was da steht, hat nichts mit Funktion zu tun. Der Kommentar strotzt nur so von Ahnungslosigkeit und Verschwörungstheorie. Das scheinen Menschen heutzutage besonders zu lieben. Wer das mag, kann es woanders haben – aber nicht bei edubily.

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