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Ist eine Kalorie = eine Kalorie?

Wer das heutzutage noch immer genau so glaubt, hat wohl ein bisschen zu lange Winterschlaf gehalten. Jede Kalorie eines jeden Makronährstoffs soll in jedem Individuum unter jeder Bedingung gleich wirken?

Wann gilt’s?

Fangen wir erst mal so an: Wann gilt denn, „eine Kalorie = eine Kalorie“?

Eine Kalorie ist eine Kalorie, also definitionstreu, je standardisierter die Randbedingungen sind. 

Standardisierung beginnt z. B. damit, dass ich zwei Gruppen vom genau gleichen Rattenstamm vergleiche. Geht weiter damit, dass man so wenig wie möglich das echte Leben leben lässt.

Deshalb funktioniert „eine Kalorie = eine Kalorie“ unter Laborbedingungen – sogar bei Menschen, die wie Gefängnisinsassen gehalten und überwacht werden – besser, vor allem dann, wenn ich den Energieverbrauch genauestens messen kann.

„Eine Kalorie = eine Kalorie“ gilt auch, je besser der Proteingehalt der Nahrung im jeweiligen Versuchsprotokoll gleich gehalten wird, weil eine Protein-Kalorie schon mal nicht mit einer Kohlenhydrat- oder Fett-Kalorie verglichen werden kann.

Okay, das ist alles sehr kompliziert. Machen wir mal drei ganz einfache Beispiele, die schnell belegen, dass eine Kalorie, im echten Leben halt, nicht gleich eine Kalorie ist.

Wann gilt’s nicht (mehr)?

1. Medikamente wirken, oder? 

Nehmen wir mal Hans-Peter. Hans-Peter hat eine Insulinresistenz, einen hohen HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker), der Arzt warnt: „Junge, wenn du so weitermachst, bist du bald im Arsch!“ – weder HP noch der Arzt wollen das (okay, darüber lässt sich streiten 😛 ), deshalb verschreibt ihm der Arzt ein Blutzucker-senkendes Medikament namens Metformin.

Hans-Peter ändert seinen Lebensstil und sein Essverhalten überhaupt nicht. Hat noch immer genau den gleichen Körperfettanteil (und damit den genau gleichen, überfrachteten Energiestatus des Gesamtkörpers), aber die (Muskel-)Zellen verhalten sich plötzlich anders, nehmen wieder Glukose auf, der Blutzucker-Spiegel sinkt.

Eine Kalorie ist hier ≠ eine Kalorie. 

Denn die gespeicherten bzw. gegessenen Kalorien haben vorher insulinresistent gemacht, jetzt aber plötzlich nicht mehr.

So wirken „Medikamente“ … genau genommen handelt es sich dabei einfach nur um bioaktive Substanzen, die irgendwelche Schalter aktivieren. Resveratrol wäre auch so ein Beispiel. Auch gezielte Mikronährstoff-Gaben zeigen in Experimenten immer modulatorische Effekte mit Blick auf den Energiestoffwechsel.

2. Tierstämme, die nur schwer dick und metabolisch krank zu machen sind 

… werden in Arbeiten häufig mit „… resistant to diet-induced obesity“ beschrieben. Das Phänomen ist Jahrzehnte alt. Viel wurde geforscht an solchen Stämmen, aber eine definitive Antwort darauf, warum manche Stämme schneller dick und krank werden als andere – wohlgemerkt: trotz gleicher Kalorienzufuhr – gibt’s bis heute nicht.

Doch auch hier geht es häufig in eine ähnliche Richtung, wie bei Punkt 1: Hier werden genetisch bedingt bestimmte Zell-Schalter vermehrt aktiv (z. B. PGC-1alpa = mehr Mitochondrien = mehr Fettverbrennung), die einem Dickwerden entgegenwirken. Einige oder sogar viele solcher Schalter sind längst beschrieben und auch begehrtes Ziel für das Entwickeln von Medikamenten, die diese Schalter aktivieren.

Aber Fakt ist: Es gibt solche Stämme, in denen …

eine Kalorie ≠ eine Kalorie ist. 

3. Was macht das genetische Gesamtkonstrukt? 

Und jetzt kommen wir zur Königsdisziplin. Etwas, was kaum jemand versteht, weil man hierfür Abstraktionsvermögen braucht.

Punkt 3 alleine könnte ganz einfach Punkt 1 und Punkt 2 erklären. Und dürfte auch für die meisten Phänomene, den Kalorienhaushalt betreffend, verantwortlich sein.

Unterm Strich gilt immer die Frage: Haben wir das jetzt gerade gesteuert – oder „etwas anderes“ in uns? … Was genau genommen die Gesamtheit des Produkts unserer Gen-Anlagen für diesen Moment (Epigenetik!!!) wäre.

Oder mal anders übersetzt: Jochen isst 800 Kalorien. Peter isst die gleichen 800 Kalorien. Jochen legt sich danach auf die Couch – Peter hingegen wird von seinem Bewegungsdrang gepackt und geht in der Eiseskälte eine große Runde mit dem Hund. Unterm Strich wirken die 800 Kalorien in Jochen halt ganz anders als bei Peter.

Dies sind überspitzte Beispiele, die sich im Alltag aber anhand vieler kleiner Beispiele zeigen. Vielleicht essen Jochen und Peter an einem Tag jeweils genau die gleiche Kalorienmenge, aber am Tag danach … hat Peter morgens keinen Hunger (vielleicht, weil seine Zellen besser Fett oxidieren können?), während Jochen sich das nächste Schokohörnchen reinzieht (vielleicht, weil sein Gehirn falsch auf Signale aus dem Essen reagiert?).

Deshalb müssen Wissenschaftler, die Tiere untersuchen, die fettleibigkeitsresistent sind,  z. B. auch untersuchen, ob das nur der Fall ist, weil dieser Stamm während einer Mast einfach ein anderes Bewegungsverhalten zeigt, seinen Energieverbrauch adaptiv hochschraubt, oder gar deutlich weniger isst als der Vergleichsstamm.

Tatsächlich lässt sich dadurch die Resistenz mancher Stämme beschreiben. Selbst das jedoch bestätigt, dass die eine Kalorie in diesem Tierstamm A ganz anders wirkt als in Tierstamm B – man kann es drehen, wie man will.

Heißt: Es ist (zu) einfach, davon auszugehen, dass dies alleine „Willensentscheidungen“ sind, die auf rationaler Ebene steuerbar sind. Vielmehr lassen sich viele Verhaltensweisen – natürlich neben klassischen Gewohnheiten etc. – auch durch Effekte beschreiben, die durch Gen-Aktivitäten eingestreut wurden.

Das heißt, selbst wenn eine Kalorie hier eine Kalorie wäre, wirkt sie im Endeffekt – von oben, aus der Vogelperspektive betrachtet – ganz anders. 

Jochen muss sich schlafen legen. Peter muss sich bewegen.

Abschließend lässt sich zu diesem Teil sagen, dass wir noch viele weitere Punkte hätten anführen können.

  • Getrunkene Kalorien ≠ gegessene Kalorien
  • Zucker(Saccharose)-Kalorien ≠ Glukose-Kalorien
  • Kalorien im Energiedefizit ≠ Kalorien im Energieüberschuss
  • Ölsäure-Kalorien ≠ Palmitinsäure-Kalorien
  • usw.

All jene Kalorien unterschiedlicher Quellen aktivieren eben andere Signalwege und wirken deshalb anders.

„Gescheit essen“

Gerade der letzte Punkt, Punkt 3, ist spannend – und etwas, was einfach unfassbar schwer an den Mann zu bringen ist, weil Menschen zu stark konzeptbehaftet denken und einem Reduktionismus verfallen.

Okay, dafür können sie vermutlich nichts. Das ist wie beim Autofahren-Lernen. Am Anfang ist man schwer konzentriert, kann nur eine Sache gleichzeitig machen, später fährt man das Auto im Halbschlaf (besser nicht).

Na ja, jedenfalls sind Ernährungsformen immer dann erfolgreich, wenn sie mehr oder weniger alle Punkte hier berücksichtigen.

  1. Eine gute Ernährung aktiviert „Schalter“ in uns, die uns helfen, ein ordentliches Körpergewicht zu wahren.
  2. Eine gute Ernährung passt zum eigenen genetischen Makeup. Nicht zu dem vom „Gen-Europäer“, den es nicht gibt, sondern zum ganz eigenen Körper.
  3. Eine gute Ernährung sorgt alleine dadurch, dass sie so ist, dafür, dass wir richtige Verhaltensweisen implementieren müssen oder automatisch tun.
  • Müssen, weil man bei einer gescheiten Ernährung halt öfter mal in der Küche steht, selbst einkaufen muss, man sich zweimal überlegt ob und wie viel man isst … und so weiter (das sind alles Aktivitäten, die aktiv bzw. passiv mit in die Bilanz einfließen!)
  • Automatisch tun, weil eine gesunde Ernährung z. B. dafür sorgt, dass wir aufhören zu essen, wenn wir genug haben.

Würde ich das in der Natur finden und essen?

Ergo: Für mich ist es Kindergarten, darüber zu „streiten“, ob wir Kohlenhydrate essen sollen oder nicht. Das ist in meinen Augen purer Reduktionismus. Denn: Will was Gutes bezwecken (=> andere Gen-Schalter aktivieren, die uns helfen, gesundzuwerden), missachtet aber vor allem Punkt 3 oben, indem es gleichzeitig ausschließt, dass auch Ernährungsformen mit höherem Kohlenhydrat-Anteil positiv wirken können.

Eine gute Ernährung … ist eine, bei der wir in der Hauptsache Nahrungsmittel zuführen, die keine Zutatenliste haben. Und getrunken wird Wasser. Man kann noch einen Schritt weitergehen und sich fragen, ob ich das, was ich da gerade in der Hand halte, so auch in der Natur finden und essen würde. Warum? Weil diese Art der Ernährung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein optimales Wechselwirken von Nahrung und Körper (inkl. Gehirn) gewährleistet.

So ein Zufall aber auch, dass der Fettleibigkeitsforscher Dr. Guyenet in Studien gezeigt hat, dass „Industrie-Futter“ krank macht, zum Überfressen führt, während eine „wenig verarbeitete Nahrung“ genau das Gegenteil bewirkt, was neulich auch vom mittlerweile berühmten Forscher Kevin Hall an menschlichen Probanden bestätigt wurde:

Addon: Pro-Level

Wer seinen Körper gut kennt, für den geht es dann nochmal einen Schritt weiter. Der orientiert sich zwar immer noch daran, wird aber eher darauf bedacht sein, gewisse Zell-Schalter zu aktivieren. Wer also das Surfen gelernt hat, darf sich in die Wellen stürzen und sich ausprobieren. Dann hat man ein Gefühl für Ernährung und für den eigenen Körper.

Dann werden O-Saft, das Eis … oder was auch immer, so eingesetzt, dass sie einen Vorteil für uns bieten. Wohlgemerkt: Immer vor dem Hintergrund dessen, was wir hier beschrieben haben.

Dann darf man sich z. B. damit befassen:

Disclaimer: Kalorienrechnen abschaffen?

Sollen wir das Kalorienrechnen jetzt in den Wind schießen? Nein, aber keiner von uns wird seinen Kalorienbedarf bis auf die Kalorie genau berechnen können. Und keiner von uns weiß, ob die Eiweißkalorie gerade oxidiert oder genutzt wird, um Muskeln aufzubauen.

Nichtsdestotrotz helfen Kalorien bzw. die Kalorienzahlen beim Umgang mit Ernährung im Allgemeinen. Es ist gut, einschätzen zu können, ob ein Nahrungsmittel z. B. pro Volumeneinheit viele Kalorien enthält … oder nicht. Es ist gut, wenn man über den Daumen gepeilt abschätzen kann, wie viel ich ungefähr verbrauche und wie weit ich davon weg bin – egal, ob das dann nach oben („Ich will zunehmen“) oder nach unten („Ich will abnehmen“) ist.

Je besser man seinen Körper kennt, je besser ich weiß, wie bestimmte Kalorienmengen und Nahrungsmittel in mir wirken, je strenger man einen bestimmten Tagesablauf über Wochen und Monate hinweg umsetzt, umso standardisierter werden die eigenen Bedingungen, umso besser und genauer werden Kalorienrechnungen. Deshalb können „Profis“ auch gut mit Kalorien arbeiten.

Ich bin davon allerdings kein Freund, weil es im Grunde ein Top-down-Approach ist, der uns die natürliche Pulsation nimmt (siehe dazu unseren letzten Artikel). Einmal zu intensiv trainiert, am Abend nicht genug gegessen, schon wird das IF am Tag danach („muss“ man natürlich machen) sehr hart und schon … verliert man den Faden. Und muss alles neu kalkulieren. Solche Leute sind nur am Kalkulieren („Hmm … eben habe ich eine halbe Stunde gefroren, das macht dann 150 Kalorien extra, oder?“). Ich kenne solche Exemplare im echten Leben. Genau so „leben“ die dann auch.

Passendes Video dazu

Patric Heizmann, mit dem ich oft in Kontakt bin und den ich sehr schätze, hatte das Thema neulich mal für seine Community aufbereitet:

 

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Kaputte Gefäße = kaputter Energiestoffwechsel

Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn die Arterien sich weiten? Dazu gleich was. Jedenfalls: In der Fachsprache heißt dieses Weitstellen „Vasodilatation“. Diese gilt als Maß für die Gesundheit der Arterien.

Weite, gesunde Gefäße mit Stickoxid (NO)

Wer edubily liest, kennt den Grund. Denn die „normale“, also alltägliche Vasodilatation wird maßgeblich von einem Arterien-Enzym reguliert, das sich eNOS nennt.

Dieses eNOS produziert ein Gas namens Stickoxid (kurz: NO). 

Früher nannte man es Endothelium-derived relaxing factor. Für das Entdecken und Erforschen dieses Gases gab’s 1998 den Medizin-Nobelpreis für Ignarro, Furchgott und Murad … und einen Beitrag im Time-Magazin.

Ignarro, also nochmal: ein Nobelpreisträger, hat später dazu ein Buch geschrieben:

NO More Heart Disease: How Nitric Oxide Can Prevent – Even Reverse – Heart Disease and Strokes

Mit mehr NO (Nitric oxide; Stickoxid) zum „No“ zu Herzkreislauferkrankungen. Der Hintergrund ist einfach: Damit Gefäße krank werden können, muss dieses Gas, NO, abfallen. Ergo: Adäquate NO-Mengen halten die Gefäße nicht nur weit und offen, sondern auch gesund.

Das Gefäßendothel produziert mit Hilfe eines Enzyms namens eNOS Stickoxid, NO (nitric oxide), das die Gefäße weitstellt und gesundhält.

Die Gefäße werden zum Beispiel weit(er), es wird mehr NO freigesetzt …

  • bei Hitze-Einwirkung (heißes Duschen)
  • beim Sport
  • beim Trinken von z. B. polyphenolreichen Weinsorten (weil Ethanol selbst und die Polyphenole die Gefäße weit machen)
  • bei Insulin-Ausschüttung bzw. -Wirkung (besonders wichtig: am Herzen)
  • im Tiefschlaf
  • beim Konsum Antioxidantien-reicher Kost (Der heilige Kakao!)
  • bei Zufuhr von Acetylcholin (wird in der Medizin genutzt, um die Gefäßfunktion zu prüfen)
  • bei guter Schilddrüsen-Leistung

NO ist mit dem Energiestoffwechsel verknüpft

Der letzte Punkt ist besonders interessant, heißt es in einer aktuelleren Arbeit doch glatt:

Wir schlagen vor, dass der NO-Spiegel im Serum ein Indikator für die Einführung und Dosierung der Levothyroxin(T4)-Ersatztherapie bei Patienten mit subklinischer Schilddrüsenunterfunktion sein könnte.

Hintergrund ist, dass Schilddrüsenhormone die Bildung des o. g. eNOS-Enzym anregen, und als Folge mehr NO in den Gefäßen entsteht. Daher besteht ein Zusammenhang zwischen schwacher Schilddrüsenleistung und der Entstehung von Herzkreislauferkrankungen.

Hier wird also die Leistung des Energiestoffwechsels (= adäquate Schilddrüsenhormone) in Verbindung mit der Gefäßgesundheit gesetzt. Es stellt sich heraus, dass das lange nicht alles ist: Tatsächlich wirkt NO direkt auf den Energiestoffwechsel.

Das geht soweit, dass Tiere während einer Mast metabolisch ziemlich gesund bleiben, wenn man das Abfallen der NO-Werte blockiert. Genau: Eine Mast (bei uns: Insulinresistenz, metabolisches Syndrom, kaputter Energiestoffwechsel) geht einer mit einem Abfall der NO-Werte im Blut.

Ach so. Jetzt macht das Sinn, gell? Jetzt verstehen wir, dass

kaputte Gefäße bei Menschen mit kaputtem Energiestoffwechsel vorkommen.

Wer jetzt gerade also mit Insulinresistenz durch die Gegend läuft, kann sich darauf verlassen, dass der Herzinfarkt oder der Schlaganfall auch nur noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte braucht.

NO ist mit der Gesamtgesundheit verknüpft

Wir sehen einfach die Zusammenhänge nicht: Unterm Strich bedeutet das hier Ausgeführte nämlich, dass alles, was gesund macht, auch immer positiven Einfluss auf die NO-Werte hat – und alles, was krank macht, die NO-Werte zum Fallen bringt.

Wohlgemerkt: Wir sprechen immer von eNOS/NO.

Der Babo der NO-Forschung, ein Herr namens Enzo Nisoli von der Uni Mailand, bescheinigt uns das via Studien, die in den besten Journals publiziert wurden: NO steuert nicht nur die Vermehrung unserer Mitochondrien, nicht nur die Leistung ebendieser (= unseres Motors), sondern vermittelt auch noch die Effekte vom Sport und die Effekte von Interventionen (z. B. Kalorienrestriktion), die uns Langlebigkeit bescheren:

Kalorienrestriktion erhöht via eNOS die NO-Werte. Über ein Vermittler namens cGMP wird das Langlebigkeitsenzym Sirt1 und der Mitochondrien-Masterregulator PGC-1alpha aktiv.

Oder anders herum formuliert:

Ohne ausreichend eNOS/NO dankt man früher und beschissener ab.

Früher, weil man halt nicht alt wird. Und beschissener, weil sich das Leben davor auch nicht gut anfühlt – klar, viele Menschen quälen sich mit ihrem kaputten Energiestoffwechsel.

Die Gefäßfunktion als Marker

Yo. Deshalb. Wer überhaupt gar nichts versteht, also gar nicht weiß, wie sich das anfühlt, wenn die Arterien sich weiten, im Körper aufspringen, wenn die Hände schön warm werden, wer sowas überhaupt gar nicht spürt, also weder beim Sport, noch beim heißen Duschen, noch beim Rotweintrinken, nach größeren Mahlzeiten … oder wann auch immer … der weiß zumindest, dass

es nicht sonderlich gut um die Funktion des Energiestoffwechsels bestellt ist.

Und um die Arteriengesundheit sowieso nicht. Ein einfacher Marker. So etwas ähnliches wusste der Pathologe Virchow vor über 100 Jahren schon:

Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße.

Das ist systemisches Denken. Man analysiert Stellschrauben eines Systems, und schaut, wie diese untereinander verbunden sind.

Kaputtmachen geht – wie immer – schnell

Wer das alles ganz schnell kaputtmachen möchte, so ein hübsches, filigranes System, isst – neben viel McDonald’s und größeren Ladungen Neu5Gc – täglich Thunfisch, in dem wir Methylquecksilber in adäquaten Dosen finden. Quecksilber, wie alle Schwermetalle, machen oxidativen Stress im Blut – und das raubt NO. Umweltgifte können einem über diese Art und Weise ganz schnell das Leben versauen. Diese Erkenntnis ist noch ganz, ganz lange nicht angekommen. Der Teich, in dem ein Normalsterblicher in unserer modernen Welt fischt, wird immer dunkler.

Den NO-Guide gibt’s immer noch

Ach ja, all das haben wir nicht nur im aktuellen Springer-Buch so ähnlich besprochen. Tatsächlich haben wir diesbezüglich vor Jahren schon eine eigene kleine „Broschüre“ veröffentlicht, die sich immer noch bei Amazon finden lässt:

Referenzen

2016;14(3):266-70.

 2003 Feb 7;299(5608):896-9.

 2005 Oct 14;310(5746):314-7.

2007 Nov;56(11):2690-6.

 2007 Mar 30;100(6):795-806.

 2006 Jul-Aug;24(4):291-8.

2007 Dec;56(12):2872-7.

. 2015; 3: 6.

2004 Aug;287(2):H914-20.

2013 Jun;169(3):693-703.

 2011 Oct;43(4):224-8.

 

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Zyklen: Du musst dem Körper nehmen, um zu bekommen

Sonst heißt es immer

… gib, und du wirst erhalten … 

Das ist ja ein nettes Konzept, so im Umgang miteinander. Das gilt auch für den Körper, allerdings nur

… wenn du dem Körper vorher genommen hast.

Übrigens, keine Sozialkritik oder Kritik an gewissen Personen: Es soll noch immer Menschen geben, die überhaupt nichts geben, aber immer verlangen. Die nichts in zwischenmenschliche Beziehungen investieren, aber eine haben wollen, zum Beispiel.

Kennen wir das nicht irgendwoher? Genau, edubily-Leser haben das schonmal gehört, sind mit dem Konzept der Zyklen vertraut. Wir haben das damals eingeführt, sprachen von „Phasen, in denen du weniger essen sollst“, nannten es periodic undereating. Periodisches Zuwenig.

Ich will mal behaupten, dass genau dieses Konzept – wenn auch nicht direkt auf die Kalorienzufuhr bezogen – aktueller denn je ist. Ist das nicht herrlich? Da gibt es ein Konzept, das tief in der Natur verankert ist. Wir, als moderner Homo sapiens mit modernen Überflussproblemen, müssen es nur wiederentdecken und werden dann sogar noch besser, nachhaltiger, gesünder, ressourcenschonender leben. Dass uns so manch politische Strömung aktuell eher ein „soviet model“ anbietet, dazu sagen wir gleich noch was.

Altersforscher entdecken den Zugang zum gesunden, langen Leben

Doch mal von vorne.

Da haben wir – okay, nicht ich, aber ein paar Altersforscher – herausgefunden, dass es wirklich einen Weg gibt, sich selbst in gewisser Weise zu konservieren. Denn ganz ehrlich: Jeden Tag, wenn ich in den Spiegel gucke oder kleine Wehwehchen habe, stelle ich mir vor, wie sich das in den nächsten Jahren weiterentwickelt. Weil die Selbstheilungs- und Repair-Kapazitäten werden ja nicht besser. Und dann denke ich mir immer: Junge, du musst dich irgendwie konservieren. Ich hab keinen Bock auseinanderzufallen.

Also, Wissenschaftler hatten vor vielen vielen Jahren herausgefunden, dass es so eine Möglichkeit tatsächlich gibt. Man kann sich selbst in gewisser Weise konservieren. Jedenfalls wurde das anhand des Fadenswurms bis hin zum Rhesusaffen bewiesen. Die Methode nennt sich Kalorienrestriktion. In diesem Wort steckt aber nichts Zyklisches, da ist etwas Chronisches. Jeden Tag 500 Kalorien (oder noch besser: 1000) weniger essen.

Bis dann werte Herren kamen, einer davon nennt sich Dr. Sinclair, die herausgefunden haben, dass wir das alles nicht müssen … wir müssten nur die zellulären Signalwege anschalten, die quasi das passende Genprogramm dazu starten. Auch hier kennen sich edubily-Leser (hoffentlich) bestens aus, Stichwort AMPK und so weiter.

Dennoch bleibt die Kalorienrestriktion ein probates Mittel. Jetzt sitzt der freche Sinclair bei Interviews und erzählt uns:

Ich habe Kalorienrestriktion mal zwei Wochen ausprobiert.

Er habe das mal ausprobiert. Und es habe ihm nicht gefallen. Daher verweist er auf Studien,veröffentlicht in renommierten Fachjournals, die zeigen, dass man genau die gleichen Effekte der Kalorienrestriktion bekommt, wenn man diese Kalorienrestriktion temporär praktiziert, und die Kalorienlücke zum späteren Zeitpunkt kompensiert – also am Ende des Tages quasi eine ausgeglichene Kalorienbilanz vorzuweisen hat. In Tiermodellen schützt so ein Vorgehen zudem vor Fettleibigkeit (Cell Metab. 2014 Dec 2;20(6):991-1005.):

Periodic undereating: Gib dem Körper nicht immer alles sofort

Das ist alles andere als neu. Die Alteingesessenen unter uns werden sich erinnern, dass es vor etlichen Jahren ein Buch namens „Warrior Diet“ gab, verfasst von einem Typen mit dem Namen Ori Hofmekler. Später nannte man genau dieses Konzept Intermittierendes Fasten.

Hofmekler hatte sehr, sehr früh erkannt, dass der Körper über mächtige Systeme verfügt, die der Stressresistenz und dem Überleben abgestellt sind. Und er zeigte – vor allem später im Buch „Maximum Muscle, Minimum Fat“ – sehr genau auf, wie man das auf Zellebene erklären kann bzw. wie diese mächtigen Zellschalter durch … temporäres Weglassen aktiviert werden. Ein solcher Schalter ist beispielsweise das cAMP, das u. a. die zelluläre Proteinschrott-Müllabfuhr losschickt.

„Maximum Muscle, Minium Fat“ von Ori Hofmekler, 2008 

Neu ist, dass man durch so ein zyklisches Verhalten, Langlebigkeit und Gesundheit verbessert, optimiert oder gar wiederherstellt. Nicht neu hingegen ist die Tatsache, dass du

… nehmen musst, um zu bekommen. 

Denn jeder Sportstudent lernt im ersten Semester ein Konzept kennen, das sich Superkompensation nennt. Der Muskel wird besser, wenn man ihn stresst. Die Glykogenspeicher, also die Zuckerspeicher im Muskel, werden voller, nehmen mehr auf, wenn du sie vorher ordentlich entleert hast.

Zoomen wir mal ein bisschen raus, wird uns auffallen, dass vieles in der Natur ein solches zyklisches Verhalten zeigt. Den Norddeutschen zum Beispiel bekannt in Form von Ebbe und Flut. Uns auf täglicher Basis bekannt in Form unserer circadianen Rhythmik – einem Endokrinologen bekannt in Form von pulsatilen Hormonausschüttungen. Und so weiter.

Nothing chronically – Pulsation bedeutet, etwas schubweise zu tun

Art de Vany, der als „Großvater der amerikanischen Paläo-Bewegung“ in die Geschichtsbücher eingehen wird und selbst Wirtschaftsprofessor war, führte das noch ein bisschen weiter aus und postulierte – ebenfalls vor vielen Jahren:

Nothing chronically, everything occasionally.

Denn dadurch würde ein solch „pulsatiles“ Verhalten emuliert werden. Zusätzlich zeigte er auf, dass sich vieles in der Natur als Power Law beschreiben lässt. Auch diese pulsatilen Eigenschaften. Wir Menschen würden mit unserem Verhalten nämlich häufig genau das Gegenteil tun: Das „soviet model“ (Damit ist das politische/wirtschaftliche System der damaligen Sowjetunion gemeint; nichts gegen Russen!) emulieren – der Top-down-Approach, bei dem wir alles selbst kontrollieren wollen. Wir unterbinden damit die natürliche Pulsation.

The path to fitness is indirect and non-linear; grim determination and Soviet-style overtraining won’t get you there. Episodic, intense, brief sessions that are fun and end on a note of success (a marker of adaptation) rather than grinding routine and fatigue (markers of failure and non-adaptation) are the keys to success. None of these systems produce the muscularity, power, leanness or symmetry that you get from Evolutionary Fitness.

Gesundheit und Langlebigkeit lassen sich also so gesehen nicht „machen“ – jedenfalls nicht im sturen Diktat. Viel mehr entstehen sie durch eine Art „Zufälligkeit“, die wir leben. Heißt, wir essen nicht immer zur gleichen Zeit – man muss nicht jeden Morgen etwas essen, man muss aber auch nicht jeden Morgen fasten. Umgekehrt sorgt das dafür, dass wir genau dann die mächtigen Systeme aktivieren, die Langlebigkeit und Gesundheit machen.

Der Witz an der ganzen Sache ist, dass wir erst dadurch, dass wir einen Zyklus vervollständigen, also nach dem Essen nichts essen und nach dem Nichtsessen wieder ordentlich essen, Gesundheit und Langlebigkeit bekommen. Und aus dieser Perspektive gilt dann genau umgekehrt auch:

Du musst geben, um zu bekommen. 

😉

Zu jedem Yin sollte es ein Yang geben.

Gesundheit und Ressourcenfreundlichkeit 2.0

Vor diesem Hintergrund verstehe ich auch unsere Ratschläge, was z. B. die Eisenzufuhr, die ja mit der Zufuhr vom roten Fleisch korreliert, angeht. Ich werde ganz sicher nicht täglich Eisen en masse in mein System pumpen. Ich werde es meinem Körper oft genug schwermachen, ihn oft genug ein bisschen ärgern, ihm oft genug gerade ein bisschen zu wenig geben – um ihm dann irgendwann, einen vielleicht etwas größeren Schub zu verpassen.

So wie man das mit anderen Dingen auch tun kann, z. B. mit den Kalorien.

Dann, ganz gewiss, wird Eisen genau da landen, wo es hinsoll und genau das machen, wofür es im Körper gedacht war. Und genau dann wird „rotes Fleisch“ auch nie wieder irgendeine Negativ-Schlagzeile machen – jedenfalls rein hypothetisch. Und genau dann wird der Körper effizient, und wir sind nicht mehr verschwenderisch.

Weil ich ja weiß, dass es oft nicht sonderlich gut um das Abstraktionsvermögen einiger Leser bestellt ist (nicht böse gemeint), hier nochmal ganz klar: ICH mache das mit Eisen so. Jedenfalls phasenweise. Dann vielleicht wieder nicht. Wenn du eine Frau bist, die sowieso oft genug im Eisenminus ist, weil du Fleisch hasst und monatlich Eisenverluste durch deine Periode zu beklagen hast, dann hast du ganz andere Voraussetzungen, dann … solltest du aufpassen, dass deine suboptimale Eisenversorgung nicht chronisch wird. Viele Frauen wenden dieses „soviet model“ unbewussterweise zu ihrem Nachteil an. Und: Eisen ist nur ein Beispiel. 

PS: Ja, du hast richtig gedacht. Wenn man dem Körper nicht direkt alles immer reinpumpt, fühlt sich das manchmal nicht so toll an. Man muss sich nicht kaputtquälen, aber … seinen Körper ein bisschen zu ärgern, ihn mal zu fordern, mit Liebe und viel Gefühl an seine Grenzen zu führen – das macht gesund. Jedenfalls dann, wenn du ihm danach die verdiente Erholung gibst. Und umgekehrt.


PART II – Die Grundlagen

Leider wird dieses ganze Konzept hier oft komplett missverstanden. Leute tendieren immer zu Extremen. Weiß auch nicht warum, ist anscheinend irgendwie in uns verankert. Ori Hofmekler z. B. sprach damals von undereating-Phasen. Wer aber genau (oder einfach mal konzentriert) gelesen hat, dem ist folgendes aufgefallen:

  • Erstens schreibt er davon, es feinfühlig zu machen. Nicht stur sich einen abzuhungern.
  • Zweitens war da selten die Rede vom totalen Fasten.

Was machen die Leute aus dem Inhalt dieses Buches? Genau: 20/4-Fasten. Die Leute fasten also auf täglicher Basis für 20 fucking Stunden. Jeden Tag. Egal, ob abends trainiert wurde und der Körper morgens nach Essen schreit – also egal, wie die aktuelle Kalorienbilanz ist … wird einfach auf den Körper eingedroschen, durch ein massives Kaloriendefizit.

Deshalb gibt’s zum wiederholten Male eine genauere Erklärung für dieses Konzept. Nicht, dass sich Leute wieder kaputthungern, später drei Kilo Quark in den Kopf hauen, und dann die halbe Nacht nicht schlafen können (ja, so ging mir das damals auch mal).

Also, nochmal ganz langsam. Wenn wir von der klassischen Kalorienbilanz sprechen, dann bezieht sich das immer auf die Tagesbilanz. Und selbst das ist ein sehr schwammiges Konzept, denn wenn man’s genau nimmt, ist der Kalorienverbrauch ja etwas Fortlaufendes. Heißt also, dass wir jede Sekunde des Tages Energie verbrauchen. Wenn wir also mal den Durchschnitt nehmen – mit einem Verbrauch von 2500 Kalorien –, dann heißt das, dass wir im Schnitt (!!!)

1,8 Kalorien pro Minute verbraten.

Jetzt denkt sich der aufmerksame Mensch: Moment mal, das kann aber nicht für jede Minute gleich richtig sein. Denn mal sprinten wir uns beim Sport einen ab, und ein anderes Mal sitzen wir stundenlang den Stuhl im Büro warm. Genau. Deshalb wären die 1,8 Kalorien pro Minute (ginge auch hochgerechnet auf eine Stunde) die „Kalorien-Ideallinie“, die – würden wir genau 1,8 Kalorien pro Minute verbraten – uns am Ende des Tages eine Bilanz von 2500 verbrauchten Kalorien schenken würden.

So weit, so gut. Ich hoffe, du hast dein Oberstübchen noch nicht abgeschaltet. Packen wir das jetzt mal in eine Abbildung, damit es klarer wird:

 

Also, das ist keine höhere Mathematik, sondern etwas, was man within-day energy balance nennt. Also sozusagen ein Real-time-Kalorienverbrauch als Abbildung dargestellt.

  • In der Mitte haben wir die Kalorien-Ideallinie, also im Koordinatensystem 0 auf der Y-Achse.
  • Nach oben bildet die Y-Achse die positive Energiebilanz ab.
  • Nach unten die negative Energiebilanz.
  • Die X-Achse ist die fortlaufende Zeit, ein Tag hat ja bekanntermaßen 24 Stunden.

Unser Real-time-Verbrauch ist die rote Linie. 

Die rote Linie fällt, wann immer wir nichts essen oder uns bewegen, sprich leben. Je nachdem, ob wir gerade sitzen – auch da verbraucht der Körper ja konstant Energie – oder uns intensiv bewegen, fällt diese rote Linie stärker ab. Die temporär negative Energiebilanz kann in ihrer Stärke also deutlich variieren. Sie steigt immer dann, wenn wir was essen. Essen wir für den Moment mehr als unsere Kalorien-Ideallinie hergibt, sind wir in einer positiven Energiebilanz, am Ende des Tages hieße das Gewichtszunahme.

Jetzt habe ich das ganze Mal in drei Bereiche mit unterschiedlicher Art des Energieverbrauchs gegliedert:

  • Bereich 1: Ist unser Büro-Häschen. Hat kaum Energieverbrauch und nascht den ganzen Morgen, isst aber selten eine größere Mahlzeit. Macht nichts, denn diese Person würde mit diesem Vorhaben zwar kaum stark negative Energiebilanzen bekommen, aber immerhin wäre sie immer nahe an der Kalorien-Ideallinie, eine Gewichtszunahme oder (Stoffwechsel-)Krankheit ist damit eher unwahrscheinlich.
  • Bereich 2: Sportler. Reißt mit anstrengender Bewegung ein tiefes Loch in die Energiebilanz, isst dann aber auch ne riesige Mahlzeit danach, die ihn wieder zurück zur Ideallinie befördert. Am Ende des Tages hieße auch das: Ausgeglichene Bilanz, alles gut.
  • Bereich 3: Isst viel, zu viel. Isst dann zwar auch mal nichts. Aber wenn er isst, haut er sich zu viel Energie in den Schädel, was eine konstant positive Energiebilanz erzeugt. Am Ende des Tages ist das die Gewichtszunahme.

So, wer diese eigentlich einfache Darstellung mal verstanden hat, wird zwei Dinge fürs Ernährungs- und Bewegungsleben verstehen:

  1. Es kommt nicht darauf an, ob wir fasten, nicht fasten, immer fasten, ständig Sport machen oder gar keinen Sport machen. Wann immer diese rote Linie fällt, werden die Gesundheitsschalter (AMPK, cAMP und Co.) aktiv. Je stärker das Energieloch, umso stärker.
  2. Die Art und Weise, wie diese negative Energiebilanz aussieht, wie also solche Zyklen aussehen, kann ganz verschieden sein. Und: Jemand kann schon im tief roten Bereich, also mit einer stark negativen Energiebilanz in den Tag starten. Der sollte diese negative Energiebilanz nicht noch ausbauen, z. B. durch Fasten oder Sport. (Oder, um es mal aufs Eisen zu übertragen: Jemand, der sowieso immer zu wenig abkriegt, braucht nicht noch mit der Zufuhr zu spielen und den Körper zu ärgern. Das geht in die Hose.)

Ergo:

Du sollst mit der (Energie-)Bilanz spielen. 

Denn wenn du dich zu lange im zu positiven oder zu lange im zu negativen Bilanzbereich bewegst, wird es chronisch – und chronisch ist nicht gut. Fakt ist, anhand der Real-time-Energiebilanz können wir sehr schön sehen, was mit pulsativem (Ess-)Verhalten gemeint ist, und vor allem, was mit Zyklen gemeint ist. Denn hier sehen wir ein zyklisches Verhalten. Die Kurve geht immer schön hoch und runter.

Das Thema hatten wir übrigens schon mal hier im Blog: Wer’s mit der negativen Energiebilanz im Laufe des Tages übertreibt, riskiert z. B. das Ausbleiben der Periode.

Weiterführend: Für die Pros

Okay, machen wir daraus jetzt mal etwas Gesellschaftliches, indem wir es in größere Zusammenhänge setzen.

Quelle: Western pattern diet (Wikipedia)

Wir können hier sehen, dass in den letzten ca. 50 Jahren die durchschnittliche Kalorienzufuhr sämtlicher Länder deutlich angestiegen ist, ich denke mal so um die 500 Kalorien pro Tag. Wenn wir das jetzt auf unser oben dargelegtes Konzept übertragen, wird klar, dass wir also über Jahre hinweg, über ganze Gesellschaftsgruppen hinweg, eine positive Energiebilanz erzeugt haben. Jedenfalls so lange sich Bewegungsverhalten etc. nicht deutlich veränderten.

Wenn wir uns also über die vielen Stoffwechselerkrankungen wundern, könnten wir ein bisschen „Mikromanagement“ machen, und sehen:

Gesamtgesellschaftlich betrachtet fehlt es uns an ausgewogenen Zyklen, konkret: Uns fehlt es an negativer (Energie-)Bilanz.

Genau aus diesem Grund schreiben wir in unserem Buch vom „Reset“. Genau deshalb muss man quasi die Hälfte der Deutschen – jedenfalls solche, die gesund werden oder ein gesundes Leben führen wollen – in eine negative (Energie-)Bilanz bringen. Egal, wie das passiert, und auf was genau wir es beziehen.

Bezogen auf die Ernährung: Egal ob mit Keto, Veganismus, normaler Kalorienrestriktion. Und wenn man das macht, oh Wunder!, verschwindet – aktuellen Studien zufolge (Clin Med (Lond). 2019 Jan; 19(1): 37–42.) – plötzlich der Diabetes. Und der Diabetes ist ja nur das Sinnbild aller metabolischen Entgleisungen.

Schließen wir den Kreis 😉 … Wenn du auch ein Wohlstandsdeutscher bist, merke dir:

Zyklen: Du musst dem Körper nehmen, um (Gesundheit) zu bekommen

DAS sind die Stoffwechselgesetze.

Kundenstimmen

edubily-Leser und -Kunde Gerhard

Ich kann das nicht wirklich an einem Produkt festmachen, sondern viel mehr an der Art und Weise, wie ihr Edubily betreibt. Ich erlebe euch als sehr kompetent, authentisch und den Menschen zugewandt, das findet sich in der heutigen Geschäftswelt leider immer weniger.
 

 

 

 

 

 

edubily-Leser und -Kunde Andi

Ich bin seit längerem ein großer Fan von edubily, da nicht nur ihre Nahrungsergänzungsmittel durchdacht und sinnvoll sind, sondern auch viel Fachwissen in ihrem Blog vermittelt wird, das man in dieser Form so kaum erhält. Man versteht gut, wozu die Produkte dienen und warum man sie anwenden sollte.
 

 

 

 

 

edubily-Leser und -Kunde Michael

Ich konsumiere seit Jahren regelmäßig Whey-Protein-Produkte und habe schon sehr viel getestet. Mir persönlich ist es wichtig, dass hier auf Qualität geachtet wird. Ein Highlight ist für mich, dass hier die Milch von Weidetieren stammt. Da ich sehr auf die artgerechte Haltung achte. Löslichkeit und Geschmack ist klasse. Der Geschmack ist nicht so künstlich und übersüßt wie bei anderen Marken. Die Edubily-Produkte an sich sind alle durchdacht und überzeugen mit hoher Transparenz. Zudem finde ich es klasse, dass die Jungs in ihrem hauseigenen Blog sehr viel Know-how preisgeben und nur Nahrungsergänzungsmittel verkaufen, von denen sie überzeugt sind.

 

 

 

 

 

edubily-Leser und -Kunde Sebastian

Meine NEMs kaufe ich regelmäßig bei Edubily. Mir ist bei diesen Produkten hohe Qualität und Wirksamkeit wichtig und genau das bekomme ich hier! Zu meinen Lieblings-Produkten gehört das Citrullin plus. Ich fühle mich bei regelmäßiger Einnahme einfach fitter und energiegeladener. Das Tolle an Edubily finde ich das es hier augenscheinlich darum geht, Menschen einerseits theoretisch zu informieren und andererseits eine Möglichkeit zu bieten dieses Wissen praktisch für sich umzusetzen.

 

 

 

 

 

 

edubily-Leser und -Kunde Christian

Ich hatte vor ein paar Jahren angefangen Kartoffelmehl (Bio Kartoffelmehl von Bauckhof) zu nehmen, um die Darmflora zu optimieren. Seit es das Resistente Dextrin von edubily gibt, bin ich sofort umgestiegen. Wir nehmen das Pulver regelmäßig und es wirkt sehr positiv. Es ist super gut verträglich, einfach zu dosieren und regt den Stoffwechsel an. Meine Cholersterinwerte haben sich seitdem auch verbessert. Ich kann es nur ohne Einschränkungen empfehlen. Wichtig war mir vor allem die Herstellung in Deutschland.

Häufige Fragen

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Wie lange dauert der Versand?

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Die übliche Versanddauer nach der Übergabe an DHL beträgt innerhalb Deutschlands 1-2 Werktagen.

 

 

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Super löslich und lecker. Gerne wieder.