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Das Brainwash 1×1

Ich HASSE Ideologien … und Leute, die solche – egal ob wissentlich oder unwissentlich – verbreiten. Menschen, die wie Papageien alles nachplappern, ohne auch nur ein einziges Mal das eigene Gehirn zu benutzen, sind mir gleichermaßen suspekt.

Das korrekte Lehren

Das Schlüsselwort ist Differenzierung. Schauen wir uns diesbezüglich doch zunächst einmal an, wie „Lehren“ funktionieren sollte:

  • Der Lehrer zeigt den Menschen, wie „man“ in der Lage ist, selbst zu denken
  • Speziell das kritische Denken steht dabei im Vordergrund, Stichwort Metaebene (Das Denken über dem Denken)
  • Der Lehrer zeigt verschiedene Standpunkte, zeigt Vor- und Nachteile aller Seiten auf
  • Es wird gelehrt, dass es wichtig ist, Fragen zu stellen
  • (Hintergrund-)Wissen steht im Vordergrund, sodass überhaupt genug Infoinput da ist, damit jemand sich sein eigenes Bild skizzieren kann

So, das ist die Idealversion. In der Realität sind wir eben Menschen (meist ein bisschen zu trivial und primitiv) und unser Gehirn ist in gewisser Hinsicht nicht gerade darauf programmiert, differenziert zu denken. Zudem wird es direkt Stimmen geben, die speziell im Hinblick auf das „Tun“ sagen:

Ja, es mag für einen bestimmten Prozentsatz an Menschen zielführend sein, diese Art des Denkens zu lernen … viele sind aber schlicht zu dumm dafür und brauchen einfache Anweisungen, die zum Handeln führen …

… und das setzt bewusste Manipulation, sprich „Motivation“, seitens des „Lehrers“ voraus – oder?

Heißt im Grunde: Ein guter Motivator ist nicht selten ein guter Manipulator. Dass das überhaupt funktioniert, liegt daran, dass es die Art und Weise ist, wie unser Gehirn funktioniert. Man sollte sich darüber nur im Klaren sein.

How To Brainwash Someone

Also, woran erkennt man, dass man gerade ideologisiert wird?

  • Wir suchen (aus welchen Gründen auch immer) einen Anker
  • Wir finden ihn z. B. in Form einer Person, die sich selbst kultartig überhöht inszeniert (oder wir sind es selbst, die sie überhöhen)
  • Mehr noch: Diese Person oder die entsprechende Glaubensrichtung suggeriert uns, das zu haben, wonach wir inständig suchen (oder wir glauben, dass diese Person uns das geben kann)
  • Wir begrenzen unseren Radius, aus dem wir Informationen beziehen und lassen uns stattdessen nur noch von dieser Person oder von der entsprechenden „Glaubensrichtung“ mit Informationen versorgen (Isolation)
  • Jede Form des konzentrierten, unreflektierten Infozulaufs (Schauen, Lesen, Hören etc.) „überspringt“ unsere kognitive Schutzmauer und landet direkt in den Tiefen unseres Gehirns („Hypnose“)
  • Durch ständige Wiederholung von (Un-)Wahrheiten werden diese nachhaltig in unserem Glaubenssystem verankert
  • Unser „Messias“ sorgt durch ein bewusstes Zusammenspiel von Abwertung, Vernachlässigung bzw. Missachtung unserer Bedürfnisse und Belohnung/Aufwertung/Überhöhung dafür, dass wir in „Wallung“ kommen, was uns aufnahmefähiger und anfälliger werden lässt – er verstärkt in uns dadurch den Drang,  das Paradies erreichen zu wollen, das er uns aufzeigt oder wir uns wünschen
  • Unser Messias zeigt uns, dass es ein Paradies „dahinten“ gibt und weist uns sogar den Weg dorthin – allerdings ist nur sein Weg der richtige und alle anderen Wege sind falsch
  • Er untermauert seine „Fakten“ damit, dass er selektiv sämtliche Aussagen und Untersuchungsergebnisse etc. dahingehend auslegt, dass sie seine (Un-)Wahrheiten bestätigen
  • Der Messias ist nicht daran interessiert, zu zeigen, wie man denkt – er zeigt uns, was wir zu denken haben
  • Sollte es Angriffe von außen geben, werden sie durch bestimmte Argumente (z. B. „Der Erfolg gibt recht“ –  argumentum ad crumenam) „eindeutig“ widerlegt
  • Durch diesen ultimativen Wahrheitsanspruch entsteht das Grundgefühl von „Us vs. Them“– heißt, es gibt „uns“ und „die anderen“, und natürlich sind wir die besseren, klügeren, wissenderen Menschen
  • Spätestens jetzt wollen wir uns sowieso nur noch mit Menschen, die unserer Glaubensrichtung angehören, auseinandersetzen (z. B. in einem Forum) – der Mechanismus stärkt sich selbst, jetzt hängen wir richtig tief drin
  • (Sonderpunkt: Der Höhepunkt der Manipulation ist erreicht, wenn der Messias mit uns machen kann, was er will – und wir bleiben. Sieht man ganz häufig bei Missbrauchsopfern, die ihren Peiniger im Endeffekt sogar noch verteidigen.)

Tja.

Werden wir gerade motiviert … oder doch eher manipuliert? 

Ganz egal, denn:

Nicht gemerkt, schon vom Virus befallen. 

Das heißt, man ist jetzt ganz nebenbei zum Papagei geworden.

Sich schützen?

Und wie können wir uns davor schützen? Zum Beispiel:

  1. Wir vertrauen nicht exklusiv einer Meinung, einer Autorität oder einer ganzen Glaubensrichtung – wir machen uns den Spaß und hören uns die „Beweislage“ aller Seiten an
  2. Es gibt nicht die Wahrheit, es gibt nur Gesetzmäßigkeiten – daraus lassen sich bessere und schlechtere Handlungsoptionen ableiten, wobei stets alles kontextabhängig ist
  3. Wir lassen uns nicht mit Infos aus einer Quelle berieseln, sondern suchen bewusst den Abstand und lassen unsere eigene Schutzmauer im Gehirn arbeiten, heißt, wir reflektieren und stellen uns Fragen zu den gegebenen Infos
  4. Der wichtigste Punkt aber ist das Beobachten unseres Verhaltens: Denken nützt nichts, wenn wir uns selbst anlügen und das gleiche Verhalten nur anders eingeordnet zeigen

Differenziertes Denken! 

PS: Ideologien töten.

PSII: Das Gegenteil gibt es im Übrigen auch. Wir zweifeln und zerdenken so lange alles, bis es gar keinen Anker mehr in uns gibt und wir nur noch „schwimmen“. Es sollte also ein gesunder Mix aus „fest und fluide“ sein … wer’s versteht.

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Die Vorteile des neuen Shops

neuer shop magnesium

Wie du bestimmt schon bemerkt hast, sind in diesem Blog nun auch unser Forum und unser Shop integriert. Für jene Seiten haben wir in der Vergangenheit externe Anbieter genutzt.

Das hat uns vor nunmehr über fünf Jahren einen schnelle und unkomplizierte Startphase ermöglicht. Von Anfang an wollten wir mit edubily aber eine große und interaktive Plattform schaffen.

Jetzt endlich kommt zusammen was zusammen gehört und alle drei Seiten sind auf einer einzigen Website fusioniert.

Dein Account ist noch da!

Vom alten Forum und vom Shop konnten wir alle Accounts auf die neue Seite übertragen. Aus Sicherheitsgründen ist es jedoch zwingend erforderlich, dass ihr euch ein neues Passwort zuschicken lasst.

Dazu bitte auf dieser Seite deine bisher genutzte E-Mail-Adresse eingeben und auf Passwort zurücksetzen klicken.

passwort zuschicken lassen

Das System schickt dir ein neues Passwort zu (bitte auch im Spam-Ordner nachschauen), das du kopieren und mit dem du dich einloggen kannst.

Deine Bestellhistorie kannst du leider nicht mehr einsehen. Hier stößt die Kompatibilität der Systeme an ihre Grenzen.

Neue Möglichkeiten im neuen Shop

Wir haben die Chance des Umzugs genutzt und können nun einige neue Funktionen anbieten.

Kauf auf Rechnung und Amazon Pay jetzt möglich

Was viele Kunden freuen wird, sind die neuen Zahlungsarten Rechnungskauf und Amazon Pay. Die Zahlung per Kreditkarte, Paypal, Sofortüberweisung, Lastschrift und Vorkasse per Banküberweisung ist wie gehabt möglich.

Kleine Einschränkungen: Kauf auf Rechnung ist nur in Deutschland und Österreich bis 300 Euro Warenwert möglich – Bestellungen, die mit dem Amazon-Account bezahlt wurden, können nur an Lieferadresse verschickt werden, die bereits bei Amazon hinterlegt sind.

Lieferung an Packstation

Wir haben gemerkt, dass Lieferungen an Paketshops und Packstationen immer beliebter werden. Leider kam es in der Vergangenheit gelegentlich zu Verwirrung bei der Dateneingaben: In welches Feld soll ich meine Packstation- und Postnummer eingeben?

Dieses Problem gehört der Vergangenheit an. Bei einer abweichenden Lieferadresse kannst du jetzt An DHL Paketshop oder Packstation senden? auswählen und die Eingabe ist vereinfacht.

packstation checkout

Design der Produktseiten

Nicht nur was fürs Auge.

Unser Produktsortiment und die Qualität bleiben unverändert. Die Produktseiten sind jetzt jedoch deutlich aufgeräumter und die Eigenschaften der Produkte sollen dadurch schneller klar werden.

Wenn du auf der Produktseite nach unten scrollst, findest du verschiedene Reiter mit zusätzlichen Informationen, eine übersichtliche Auflistung der Inhaltsstoffe, der Verzehrempfehlung, das Etikett und häufig gestellte Fragen.

reiter produktseite

Die Bewertungen sind übrigens zu 100 % echt und von Trusted-Shops verifiziert. Vielen Dank an dieser Stelle für das tolle Feedback!

Neue Preise und Staffelungen

Die Preise haben wir abgerundet. Dadurch sind sie (derzeit) etwas günstiger als bei Amazon. Die Rabatte beim Kauf von zwei und ab drei Produkten sind auf den Produktseiten erklärt.

Wenn du bei unserem Whey-Isolat verschiedene Geschmacksrichtungen miteinander kombinieren willst, sparst du mit dem Gutscheincode eiweiss5 5 % bei zwei Dosen unterschiedlicher Geschmacksrichtungen und mit eiweiss10 ganze 10 % ab drei Dosen.

Kostenfreie Lieferung schon ab 30 Euro – EU und Schweiz schon ab 100 Euro

Innerhalb Deutschlands berechnen wir schon ab 30 Euro Warenkorbwert keine Versandkosten. In den meisten Fällen ist dieser Betrag schon bei zwei Produkten erreicht.

Bei Paketen ins EU-Ausland und in die Schweiz entfallen die Versandgebühren ab 100 Euro.

In den meisten Fällen verschicken wir mit DHL – ins Ausland häufig mit GLS.


Viel Spaß beim Stöbern im neuen Shop.

 

 

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Hallo Welt

… sagt unsere neue Website.

Nach Monaten (quasi Jaaahren) der Arbeit, können wir euch endlich auf unserer neuen Plattform begrüßen. Darauf sind wir zugegebenermaßen sehr stolz.

Im Wesentlichen ändert sich nicht viel …

  • Der Shop ist jetzt in der Plattform integriert, das heißt, wir nutzen keinen externen Anbieter mehr.
  • Das gilt auch für das Forum. Das Forum ist jetzt integriert.
  • Beim Blog ist alles wie gehabt („man“ kennt mich 😉 ), außer, dass er jetzt schöner aussieht …

Der Vorteil ist, dass ein Benutzerkonto ausreicht, um alle Funktionalitäten (Blog-Kommentare, Forum, Shop) der Plattform nutzen zu können. Einmal mit schon vorhandenem Account einloggen oder neu anmelden – und schon kann’s losgehen.

Nutzer, die bei uns im Shop oder im Forum schon registriert waren, brauchen sich nicht neu anzumelden, sondern können die vorhandenen Login-Daten direkt nutzen. Hier bitte wir euch auf „Passwort vergessen?“ zu klicken und innerhalb weniger Sekunden ein neues Passwort einzustellen.

Wir sind insgesamt natürlich noch nicht bei 100 % – das Forum zum Beispiel bietet sicher noch genug Spielraum für Verbesserungen. Hier sind wir auch auf das Feedback unserer Mitglieder angewiesen. Dafür gibt es einen eigenen Thread. Wir würden uns wünschen, wir könnten zusammen noch ein paar Verbesserungen umsetzen.

Feedback allgemein wünschen wir uns natürlich auch zur gesamten Plattform, nicht nur zum Forum.

So, und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Erkunden und Angucken. 🙂 Hier im Blog geht’s natürlich weiter wie gehabt.

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Wenn Tierstudien (nicht) funktionieren

Wenn man Tierstudien als Referenz nutzt, muss man sich nicht selten den Vorwurf anhören, dass …

… Tierstudien doch nicht einfach so auf den Menschen übertragbar sind.

Das ist schon richtig. Der eigentliche Grund aber, warum Tierstudien nicht so gut auf den Menschen zu übertragen sind, ist nicht etwa, weil es sich um eine andere Spezies handelt und Effekte speziesübergreifend im Nix verpuffen. Das ist zwar prinzipiell ein Grund, die eigentlichen Ursachen sind aber viel trivialer.

Nehmen wir als Beispiel mal eine neue Studie. In dieser Maus-Studie wurde gezeigt, dass Fasten im Darm gewisse Gene aktiviert, die dafür sorgen, dass sich die Regenerationsfähigkeit des Darms verdoppelt. Hintergrund ist wohl, dass der Darm dann von einer Kohlenhydrat- auf eine Fettoxidation umswitcht und dies entsprechende Gene aktiviert. Ohne groß drüber nachzudenken, würde ich behaupten, das ist genau das, was wir im Springer-Buch erläutern. Wer das mal verstanden hat, den wundern solche Ergebnisse nicht mehr.

Ich habe nur ein kleines Problem mit solchen scheinbar sensationellen Studien. Nehmen wir dazu mal eine Analogie:

„Es gibt ein Experiment, bei dem sie Ratten an einen Draht hängen und sehen, wie lange sie sich halten können“, sagt De Vany. „Die Laborratte fällt nach kurzer Zeit zu Boden.“

Und die wilde Ratte? „Sie zieht sich nach oben und verschwindet.“

Übertragen auf unser Experiment: Wir nehmen Ratten (oder Mäuse oder whatever) und setzen sie in ein komplett statisches System. Essen gleich, Tagesrhythmus gleich, Bewegungsmuster gleich – alles gleich. Statisch. Packen wir nun ein bisschen Dynamik obendrauf – z. B. in Form des Fastens hier – hat das augenscheinlich einen ganz tollen Einfluss auf die Tiere.

Nun gut: So etwas würden wir bei frei lebenden Tieren nicht finden, wetten?

Dennoch verbreitet sich so eine News wie ein Lauffeuer – und Menschen, die ohnehin schon „alles“ für ihre Gesundheit tun, denken allen Ernstes, sie könnten hier noch zusätzliche Effekte abbekommen … und beginnen im dümmsten Falle noch genau das gleiche Protokoll, das hier für die Tierstudie genutzt wurde, also z. B. 24-h-Fasten, aufs eigene Leben zu übertragen.

Nun sind viele modernen Menschen einer Laborratte schon ähnlicher als einem wild lebenden Menschen. Nur leider habe ich den Eindruck, dass viele „Gesundheitsbewusste“ so ein ein bisschen falsches Bild von den „Normalen“ haben. Die stellen sich „normale Menschen“ immer auf der Couch liegend mit der Cola in der Hand vor, Diabetes im Anmarsch, kein bisschen Sport und dreimal täglich Nutellabrot auf dem Teller.

Für mich sind „normale Menschen“ eher suboptimal lebende Menschen, deren System aber dennoch dafür sorgen möchte, dass sie gesund bleiben. Deshalb wird auch ein „normaler Mensch“ mal weniger essen, wenn am Tag zuvor viel gegessen wird … und deshalb wird auch ein normaler Mensch oft genug solche „Switch-Phasen“ – wie in der Studie – erleben. Mal abgesehen davon, dass Labornagetiere hauptsächlich von Kohlenhydraten ernährt werden.

Bringt uns zu einem anderen Punkt.

Wenn die Datenlage insgesamt klar ist, sich aber keine sinnvollen Humanstudien ergeben, bleibe ich oft trotzdem beim Eindruck, den ich aus der gesamten Datenlage gewonnen habe. Auch, wenn man sich dann anhören muss, dass „es doch keine passenden Human-Studien gibt“.

Das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, weil wir Menschen einfach keine guten Versuchsobjekte sind und ein möglicher Effekt in Humanstudien viel deutlicher sein muss, damit er die Heterogenität sozusagen übersteigt und sich eine Signifikanz ergibt. Das lässt sich anhand dieser Abbildung verdeutlichen:

Verändert man hier also eine Variable (z. B.: Man gibt Vitamin D) zeigt sich bei Versuchstieren ein viel klareres und besseres Bild. Da hilft auch eine Kontrollgruppe nichts. Anmerken sollte man natürlich, dass sich Wissenschaftler sehr viel Mühe geben, dem einigermaßen entgegenzuwirken. Meiner Erfahrung nach sind die meisten aber froh, wenn sie überhaupt mal genug geeignete Studienteilnehmer zusammenbekommen. 😉

Viel problematischer wird dies zudem, wenn gar keine Werte (z. B. der Start-Vitamin-D-Wert und der End-Vitamin-D-Wert) bestimmt werden, sondern lediglich „5000 IE pro Tag“ verabreicht wurden. Dann packen wir nämlich zu diesen vielen „Unterschieden“ zwischen Menschen noch einen Unterschied obendrauf.

Glücklicherweise scheint speziell Vitamin D prinzipiell ganz gut erforscht zu sein. Sogar so gut, dass man in einigen Arbeiten konkrete Werte an die Hand bekommt – ich zitiere aus unserem Buch:

Fakt ist aber, dass Vitamin D großen Einfluss auf den Muskel hat: Es steigert die Muskelproteinsynthese, es erhöht die ATP-­Konzentration, es steigert die Kraft, die Sprungkraft, die Belastbarkeit und körperliche Leistungsfähigkeit. Hierfür bedarf es allerdings 50 ng/ml im Blut (vgl. Shuler et al. 2012).

Ob das so wirklich für genau diesen Wert gilt, sei mal dahingestellt. Interessant ist der Abgleich mit dem Ist-Zustand: Soeben erschien eine Studie aus Deutschland, die untersuchte, ob sich seit den neuen Vitamin-D-Empfehlungen (= die vierfache Erhöhung von 200 auf 800 IE pro Tag; Anmerkung: Lächerlich!) etwas bei den Werten der Menschen getan hat. Resultat:

Die medianen Serum-Vitamin-D-Werte für jedes Jahr von 2009 bis 2014 lagen bei 18,4, 13,0, 20,8, 16,4, 19,4 und 14,9 ng/ml. Die zusammengefassten medianen 25(OH)D Serumkonzentrationen zwischen den beiden Zeiträumen 2009-2012 und 2013-2014 nach Erhöhung der Empfehlungen für die Vitamin-D-Aufnahme zeigten keinen signifikanten Unterschied (17,0 versus 16,8 ng/ml).

Nur, damit es klar wird: Alles unter 20 ng/ml ist Mangel. Keine Unterversorgung, keine „normalen“ oder „guten“ Werte, sondern Mangel. 50 % der Deutschen haben also ganzjährig Mangel-Werte – der Durchschnittswert fällt sicher höher aus, weil einige Gesundheitsfreaks die Werte nach oben treiben ;-). Allgemein aber gilt, dass dies für edubily-Leser nichts Neues ist

Das Geld für solche „Studien“ könnte man sich eigentlich sparen. Und überhaupt, wir könnten ruhig ab und zu ein bisschen wie eine „wilde Ratte“ sein. Mal ein bisschen clever, nicht so auf den Kopf gefallen und naiv. 😉

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Hochbegabung & Alien Nation – Ein Kommentar

Ich weiß, dass folgende Zeilen oft direkt eine Art Abwehrhaltung erzeugen. Trotzdem ist es mir ein Anliegen, über dieses Thema zu schreiben und ich bitte darum, den Kommentar einfach „zu überlesen“, sollte er schlechte Gefühle jeglicher Art „machen“. Heute mal (wieder) keine Biochemie.


Als wir im Zuge der Veröffentlichung unseres ersten Buchs (2014) unseren damaligen Lektor und Blog-Leser Michael kennenlernten, schickte er mir einen Artikel von einer Bloggerin mit dem Namen „Frau Meike“, Titel des Eintrags:

ALIEN NATION

Im Wesentlichen beschreibt die Bloggerin in diesem Artikel die Probleme, die sie als Hochbegabte hat. Sie fühle sich wie ein Alien.

„Ich habe mich viele Jahre meines Lebens isoliert gefühlt. Wie ein Fremdkörper unter den Menschen. Es war als ob ich etwas sehen kann, was die anderen Menschen nicht sehen. Es war als ob ich etwas fühlen kann, was die anderen Menschen nicht fühlen. Es war als ob ich etwas hören kann, was die anderen Menschen nicht hören.“

Was als Folge passiert, ist, dass sich diese „Aliens“ auf der einen Seite nach nichts mehr sehnen als einfach mal verstanden und nicht nur gesehen zu werden – einfach mal das Gefühl zu haben, ankommen zu dürfen. Wieso ist das so schwer?

Auf der anderen Seite aber ergibt sich schon früh das Gefühl der Frustration, und als Folge isolieren sich diese Aliens: Sie suchen nach Mehr (überall im Leben), aber vor allem nach Ruhe! Wieso ist immer alles so laut und trotzdem banal?

Letzteres in erster Linie deshalb, weil es sofort und quasi immer, wenn auch nur gefühlt, Reibung mit anderen Menschen gibt, sobald es zum Kontakt kommt. Wieso versteht (mich) denn niemand?

Solche Menschen wollen sich in Ruhe kognitiv austoben … „Alien-Kinder“ tauchen oft stundenlang in ihre eigene Welt ab, saugen sie auf oder erschaffen – oft äußerst Komplexes. Mehr noch, wenn es ihnen nicht gut geht.

Zeitgleich suchen „Aliens“ nach emotionaler Erfüllung – vor allem müssen sie sich trotz allem kompatibel mit der Welt machen. Und alles mit genau dem gleichen hohen, komplexen und quasi perfektionistischen Anspruch.

Diese Aliens suchen die tiefsten Meere aber finden im Alltag oft nur einen seichten Tümpel. Dabei und beim steten Versuch, doch mal irgendwie mehr zu finden, bluten sie oft aus.

Was dabei rauskommt, hat uns Frau Meike mit ihrem Blog-Post gezeigt.

Für solche Menschen gibt es im Wesentlichen fünf große Probleme:

  1. Sie erkennen es nicht und suchen stattdessen irgendwann die „Fehler“ bei sich – eben weil sie wissen und von anderen trotzdem das Gefühl bekommen, falsch zu sein oder falsch zu liegen.
  2. Sie passen sich der Umwelt und den Normen an, die die anderen Menschen um sie herum konstruiert haben. Das führt oft dazu, dass sie sich selbst nicht finden, weil sie stattdessen ein Leben lang versuchen, „normal“ zu sein. Mehr noch: Weil „normale Menschen“ nicht selten etwas abfällig und abwertend über solche Aliens oder das „Outing“ solcher Aliens sprechen, trauen sie sich irgendwann noch nicht einmal ernsthaft darüber nachzudenken, ob sie vielleicht ein solcher Alien sein könnten – oder wissen es zwar, passen sich aber bewusst an und verstecken sich. Da es aber doch irgendwie raus will oder raus muss, entwickeln sich oft (extreme) Kompensationsverhalten.
  3. Sie sind konstant damit beschäftigt, starke „Abwehrmechanismen“ zu entwickeln, um sich selbst zu (be-)schützen, weil sich das Verhalten anderer oft anfühlt, als würden Trampeltiere ohne Rücksicht die innere Welt dem Erdboden gleichmachen.
  4. Sie erleben täglich hautnah den Dunning-Kruger-Effekt. Nämlich in der Form, dass viele andere Menschen die komplexe Gedanken- und Gefühlswelt dieser „Aliens“ gar nicht verstehen können und sie stattdessen auf Grundlage ihrer Maßstäbe bewerten. Die Folge: Reibung, nicht selten Beleidigungen! Im Extremfall: Der „Alien“ zerbricht daran, weil immer an ihm rumgezoppelt wird und er nie er selber sein darf, obwohl es gerade diesem Alien ein Grundbedürfnis ist, maximal autonom zu sein. Auch und gerade mit Blick auf seine eigenen Lösungswege.
  5. Es ist anstrengend. Weil sie konstant am Verarbeiten sind – denn sie sehen und spüren, obwohl sie vielleicht gar nicht sehen und spüren wollen.

Dieser Beitrag soll für alle sein, die sich in diesen Zeilen wiederfinden. Weil ich genau weiß, wie sehr „man“ darunter leiden kann und wie viele solcher Menschen tatsächlich täglich darunter leiden, ohne ihr „Problem“ zu kennen – was leider eine Vielzahl an Folgeproblemen erzeugt. Mit zum Teil ganz gravierenden Auswirkungen!

Und: Die „Aliens“ sind gar keine Aliens. Sie sind normale Menschen, die vielleicht ein bisschen intensiver fühlen, ein bisschen besser sehen und ein bisschen lauter hören – sie wollen sich nur ausleben und dabei zeitgleich noch immer dazugehören dürfen. Also das, was jeder Mensch möchte.

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Das philosophische edubily: Glück und andere Themen

Oft werden wir auf das Thema Glück angesprochen – geht in Richtung Dankbarkeit, Lieben und Zufriedenheit. Spielt das nicht auch eine Rolle? Neben „all der trockenen Biochemie“?

Der Mensch als fühlendes Wesen, der neben einem (hoffentlich) funktionierenden Chemiebaukasten Körper eben auch eine Seele hat, die sich zum Beispiel nach Geborgenheit sehnt. Was ist, wenn es im Krankheitsfall genau daran mangelt? Im Krankenhaus? Da kann der Chemiebaukasten perfekt funktionieren …

Was ist Glück für uns? Wann können wir Glück erleben?

Glück kann für mich sein …

… wenn ich auf den Beschleunigungsstreifen einer Autobahn fahre und merke, dass er zu kurz ist, um den parallel fahrenden LKW zu überholen, der auch keine „andere Wahl“ mehr hat als weiterzufahren – stattdessen fahre ich etwas langsamer und ordne mich hinter dem LKW ein … und der LKW-Fahrer bedankt sich bei mir. So eine kleine „Problemstellung“ sauber und reibungsfrei gelöst zu haben, mit zwei für einen Moment zufriedenen Menschen, erzeugt irgendwie Glück.

… wenn ich Kunst erlebe: Ein Musical, zum Beispiel, zeigt für mich ein extrem hohe Maß an Perfektion. Wenn man sich vorstellt, wie viel Fleiß und Arbeit in so einer Vorstellung steckt, wie viel es von Menschen körperlich und kognitiv abverlangt – und diese Menschen es trotz allem spielendleicht aussehen lassen und dabei jedes erdenkliche Maß an (Körper- und Geist-)Grenzen ausreizen. Oder, wenn ich Musik höre, von der ich genau weiß, wie vielschichtig sie auf allen das Lied betreffenden Ebenen ist. Tiefe, Überraschung und Komplexität/Diversität machen mir Glück.

… wenn ich mich verlieben darf, und dabei weiß, dass der Vorgang an sich nicht nur ein hohes Maß an Einklang auf allen Ebenen für mich voraussetzt, sondern ich es auch noch leben und jeden Moment dieser für mich perfekten Form des Einklangs genießen darf, in dem man den anderen schmecken, riechen und fühlen kann – während es sich eigentlich um quasi die primitivste (oder doch die höchste?) Form des Seins handelt. Vielleicht erzeugt gerade das Glück?

Glück kann aber auch ganz anders sein, sich ganz anders ausdrücken und zeigen. Das Lächeln eines anderen Menschen? Die stolzen Augen vom kleinen Hund, wenn er einem Hasen hinterhergejagt ist? Zu realisieren, dass wir sind? Warum beispielsweise das „Wiederentdecken“ von für uns häufig so „banalen“ Dingen glücklich macht oder Glück erzeugt, hat uns eine Extremwanderin mal eindrucksvoll geschildert. Jeder, dessen Körper mal kaputt war und irgendwann wieder (einigermaßen) funktionierte, weiß hier bestens Bescheid.

Weil es hier ja nicht immer nur um „trockene Biochemie“ geht und wir ja manchmal auch ein bisschen philosophieren, wollte ich an der Stelle nur nochmal drauf hinweisen, dass es eine Blog-Kategorie gibt, in der man auch solche Themen findet. Ich weiß gerade nicht, ob wir da tatsächlich alle relevanten Artikel reingepackt haben, auf jeden Fall findet der geneigte Leser dort einige. Mal eine Auswahl:

Was wollen wir unterm Strich mit diesen ganzen Artikeln sagen? Der Mensch ist ein bisschen mehr als die Summe seiner chemischen Reaktionen und wir wollen dahingehend auch keinen Reduktionismus betreiben. Wer oder was schaut in dem Moment durch die Augen in die Welt? Das gilt auch für meinen kleinen Hund.

PS: Häufig etwas mehr „Geschwurbel“, dafür aber garantiert interessant und informativ verpackt, findet man wöchentlich bei uns im Newsletter. Heute (normal Sonntag) wieder erschienen. Eintragen kann man sich auf der Startseite von edubily.de oder unter diesem Artikel. Sollte jemand, der bisher noch nicht eingetragen war, auf die Idee kommen, den aktuellen NL lesen zu wollen, der kann mir einfach eine Mail schreiben, ich leite die Mail dann weiter. (Angebot gilt nur noch für heute Abend! 😛 )

 

Kölner Liste®

Bei der Kölner Liste® handelt es sich um eine Initiative des Olympiastützpunkt Rheinland (OSP).

Mit unseren Produkten möchten wir dopingfreien Profi- und Breitensport unterstützen. Fast alle unsere Produkte sind deshalb auf der Kölner Liste® zu finden und werden regelmäßig auf die Verunreinigung mit Dopingsubstanzen analysiert.

Da in der Vergangenheit bei einer hohe Anzahl von Nahrungsergänzungsmitteln Rückstände von Anabolika nachgewiesen wurde, schaffte der Olympiastützpunkt Rheinland mit der Kölner Liste® die Möglichkeit für Athleten das Risiko eines positiven Dopingtests zu reduzieren.

Man sollte jedoch auch beachten, dass weder die Veröffentlichung auf der Kölner Liste® noch eine negative Laboranalyse einzelner Chargen eine Garantie dafür ist, dass ein Produkt grundsätzlich frei von Dopingsubstanzen ist. Es bedeutet nur, dass das Dopingrisiko dieses Produkts minimiert ist.

Qualitätsanspruch bei unseren Produkten

Qualität steht bei uns an erster Stelle. Was für Lebensmittel gilt, sollte für Nahrungsergänzungsmittel erst recht gelten. Denn mit NEM möchte man in den meisten Fällen seiner Gesundheit etwas Gutes tun – das geht nicht mit verunreinigten oder gar schädlichen Produkten. Aus diesem Grund lassen wir alle unsere Produkte ausschließlich in Deutschland herstellen, prüfen und die meisten zusätzlich bei dem zertifizierten Partnerlabor der Kölner Liste® auf Dopingsubstanzen und Stimulantien analysieren.

Unsere edubily-Produkte auf der Kölner Liste

Alle von uns als relevant erachteten Produkte werden regelmäßig geprüft und sind öffentlich gelistet.

Kölner Liste Eiweiß

Unser Whey Protein Isolat ist in der geschmacksneutralen Variante ohne Beanstandung analysiert worden und auf der Kölner Liste® zu finden. Die anderen Geschmacksrichtungen durchlaufen den gleichen Produktionsprozess.

Das gilt auch für das Kollagen-Hydrolysat.

whey weidehaltung neutral
Whey Protein
kollagen hydrolysat pulver
Kollagen-Hydrolysat

Kölner Liste Aminosäuren

Unsere Aminosäuren-Präparate sind natürlich auch gelistet. Das betrifft unser Citrullin plus und die Essentiellen Aminosäuren.

essentielle aminosäuren eaa pulver
EAA Pulver
essentielle aminosäuren eaa pulver
Citrullin Plus

 

Kölner Liste Vitamine

Unsere Vitamin D & K und die Vitamin A Tropfen werden regelmäßig analysiert.

vitamin d und k tropfen
Vitamin D & K Tropfen
vitamin A retinol tropfen
Vitamin A Tropfen

Kölner Liste Multivitamin, Magnesium und Zink

Das gleiche gilt für unsere Multivitamin-, die Magnesium– und die Zinkkapseln.

multivitamin edubily pqq
Multi mit PQQ
magnesium 300
Magnesium-Kapseln
zink kapseln
Zink-Kapseln

 

 

 

 

 

 

Zudem auf der Liste:

darmflora komplex
Darmflora-Komplex

 

Der sanfte Apfelgeschmack ist der Hammer