BEITRAG
Nahrungs­ergänzung Magnesium Transdermal

Magnesium Transdermal – Wie ist die Studienlage?

Magnesium ist mit Abstand der meistgekaufte Mineralstoff in Deutschland. Das ist kein Wunder, da wir Europäer über die Nahrung in den vergangenen Jahren immer weniger Magnesium aufnehmen.

Weil dieses Mineral bei so unglaublich vielen biochemischen Abläufen im Körper mitwirkt, empfehlen wir deshalb immer zumindest auf eine magnesiumreiche Ernährung zu achten.

Fluch und Segen des Internets

Während bis vor zehn Jahren noch Supermärkte mit ihren Brausetabletten und Apotheken erste Anlaufstelle für Magnesium-Produkte waren, informiert sich die Mehrzahl heute im Internet und bestellt gleich dort.

Im Internet findet man bekanntlich alles. Sogar verschiedenste Meinungen und Ansichten, auf die man selbst gar nicht käme. Vieles wird in Frage gestellt. So auch bei Magnesium.

Denn klar ist, dass sich die orale Einnahme von Magnesium längst bewährt hat. Niedrige Blutwerte lassen sich durch Kapseln, Pülverchen oder Brausetabletten gut normalisieren. Das kennen wir aus eigener Erfahrung und unzähligen Erfahrungsberichten. Das klappt – Punkt.

Sehr viel unklarer ist dagegen, ob Magnesium auch über die Haut aufgenommen wird.

Das Interesse an alternativen Magnesium Produkten scheint deutlich gestiegen zu sein.

Magnesiumöl google Trends
Hier gut zu erkennen die ansteigende Suchnachfrage am Beispiel Magnesiumöl.

Bei einer Recherche fällt auf, dass es (nur) zwei Lager gibt. Die Befürworter und die Gegner. Vor allem bei Facebook geht es heiß her und die Diskussion wird unverständlicherweise hoch-emotional geführt.

Wir zeigen dir, was wirklich am Trend transdermalen Magnesiums dran ist.

Kann die transdermale Magnesiumaufnahme überhaupt funktionieren?

Transdermal bedeutet “durch” die “Haut”. Damit kann das Auftragen eines Öls, Pflaster, Creme oder, wie häufig bei Magnesium empfohlen, in einem Bad gemeint sein.

Grundsätzlich ist das nichts Neues und man kennt es aus der Medizin. Bei einer Testosteron-Ersatztherapie beispielsweise wird häufig eine Creme empfohlen. Doch funktioniert das auch bei Magnesium?

Geht unter die Haut …?

Die Haut ist unser größtes Organ mit einer riesigen Oberfläche. Ihre Hauptfunktion ist, unseren Körper vor äußeren Einflüssen zu schützen und so wenig wie möglich durchzulassen. Nicht auszudenken, würden ohne weiteres alle Chemikalien und Gifte, denen wir täglich ausgesetzt sind, einfach so in den Körper gelangen.

Die Hautschicht kann theoretisch an drei Stellen überwunden werden:

  • An Haarfollikeln
  • An Schweißdrüsen

(Haarfollikel und Schweißdrüsen machen zusammen nur 0,1 – 1 % der Hautoberfläche aus.)

  • An der Epidermis, die mit Abstand größte Hautfläche.

Bekannt ist, dass die äußerste Haut-Schicht der Epidermis aus bereits abgestorbenen Zellen besteht. Das wird gleich wichtig.

Diese Epidermis kann (zum Glück) nur von lipophilen Stoffen durchdrungen werden. Bei Bädern mit Magnesiumchlorid liegt Magnesium in der ionisierten Form vor und kann deshalb diese Schicht nicht oder nur kaum durchdringen. Dazu gleich mehr.

Hinzu kommt, dass das Magnesium-Ion relativ groß ist, und dadurch Zell-Membranen nicht durchdringen kann. Dazu benötigt unser Körper spezielle Transporter. Abgestorbene Zellen, wie auf unserer äußeren Hautschicht, besitzen diese Transporter nicht.

Wirklich interessant sind also die Haarfollikel und die Schweißdrüsen.

Transdermale Magnesiumaufnahme funktioniert! Eine neue Studie, die dafür spricht.

2017 wurde tatsächlich eine erste Pilot (!) Studie veröffentlicht, in der gezeigt wurde, dass der Körper Magnesium über die Haut aufnehmen kann1. Thema erledigt? Moment, nicht so schnell!

Um die Magnesiumversorgung im Körper nachzuweisen, schaut man sich normalerweise den Blutwert an. Theoretisch kann uns egal sein, wie viel im Blut schwimmt, da das Mineral in die Zellen muss. Am Serum-Wert kann man jedoch die Versorgung ablesen.

Das hat man in dieser “Pro”-Studie gemacht und zusätzlich geschaut, wie viel über den Urin ausgeschieden wurde.

Wie lief die Studie ab?

Es wurden 21 Personen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe durfte sich 14 Tage lang eine Magnesium-Creme im Bauchbereich auftragen, die andere eine Placebo-Creme. Ein Ernährungstagebuch wurde acht Tage lang geführt (warum eigentlich nicht jeden Tag?) und die Werte wurden vor und nach dem Zeitraum verglichen.

Während es bei der Kontrollgruppe (logischerweise) keine Veränderungen gab, stieg der Wert bei der Magnesium-Creme-Gruppe signifikant. Von 0,82 mmol/L (das ist ein Standard-Wert) bis zu 0,89 mmol/L (schon ein richtig guter Wert).

Warum diese (beachtliche) Studie nicht als Beweis für die transdermale Magnesiumaufnahme genommen werden sollte:

  • Es ist die erste dieser Art mit solchen Ergebnissen
  • Die Personenzahl ist überschaubar (nur 11 von 21 Teilnehmern bekamen die Creme)
  • Der Wert stieg nicht bei allen Magnesium-Creme Anwendern an. Bei Sportlern konnte man keine signifikanten Änderungen feststellen – wie kommt das? Zufall?
  • Es handelt sich dabei um eine Creme. Die Ergebnisse sind nicht auf Bäder übertragbar.

Weitere Studien, die dafür sprechen – jedoch mit Haken

Es gibt weitere “Studien”, die immer wieder als Nachweise aufgeführt werden, dass die transdermale Magnesiumaunahme funkioniert.

Eine davon stammt aus dem Jahr 20002. Der Naturheil-Mediziner Dr. Norman Shealy untermauerte mit einer Untersuchung seine These, dass seine transdermalen Methoden viel effektiver seien als die orale Aufnahme von Magnesium.

Der Haken: Die Behauptung, dass es funktioniert hat, steht zwar seitdem im Raum. Veröffentlicht wurde die Studie jedoch nie – merkwürdig. Vergessen wir das einfach.

Ähnlich fragwürdig ist eine Studie, bei der die Aufnahme mit einem Spray und Fußbädern über 12 Wochen (angeblich) nachgewiesen wurde3.

Der erste Haken: Hier wurden nur acht Personen untersucht.

Der zweite Haken: Blutwerte wurden nicht entnommen. Das Ganze wurde mittels Haar-Analyse kontrolliert. Hier absolut unbrauchbar.

Wir selbst haben bestimmt schon hunderte Haarmineral-Analysen eingesehen und kontrolliert. An sich ist das keine schlechte Methode, um den Mineral-Versorgungsstand abzulesen (besser jedoch um Schwermetall-Belastungen zu identifizieren). Die Analyse kann jedoch höchstens eine Tendenz zeigen. Absolute Veränderungen über drei Monate kann man sicher nicht bestimmen.

Dann gibt es noch eine Untersuchung mit 19 Teilnehmern, bei denen nach sieben Tagen mit Magnesiumbädern ein toller Magnesium-Wert gemessen wurde4. Auf die Durchführung und Ergebnisse möchten wir hier nicht genau eingehen, denn …

Der Haken: Diese “Studie” wurde ausschließlich auf einer Internetseite gepostet, die kommerziell Bittersalz, also Magnesiumsulfat als Badezusatz, vermarktet. Also bitte, das bekommt doch normalerweise jeder um die Ohren gehauen.

Transdermale Magnesiumaufnahme funktioniert nicht! Studien, die dagegen sprechen.

Dann gibt es die andere Seite. Hinweise, die zeigen, dass die Magnesiumaufnahme über die Haut eben nicht funktioniert.

1985 hat man zum Beispiel acht Probanden in ein Spa mit mineralhaltigem Wasser geschickt5. Es wurde geschaut, ob man veränderte Werte (interessant sind für uns Calcium, Phosphat und natürlich Magnesium) nach zweistündigem Baden nachmessen kann. Ergebnis der Studie war, dass die Aufnahme über die Haut nicht möglich ist.

Deutlich aussagekräftiger sind jedoch Versuche der israelischen Armee6. Der Hintergrund war, dass dort eine hautschützende Creme verwendet wurde, die auch Magnesium enthält und man genau schauen wollte (und eigentlich auch musste), ob das Magnesium vom Körper aufgenommen wird. Ziel war es, eine toxische Über-Versorgung und Nebenwirkungen auszuschließen. Ergebnis der Studie war, dass sich der Blutwert nach neunmaliger Anwendung nach drei Tagen nicht verändert hat.

Fazit

Ich weiß nicht den Grund, aber die Debatte, ob Magnesium über die Haut aufgenommen werden kann oder nicht, wird kontrovers und aggressiv geführt. Das kennen wir so eigentlich nur von Vertretern oder Gegnern der veganen oder ketogenen Ernährung.

Einige steigern sich in eine religions-ähnliche Glaubensfrage – schwarz oder weiß, gut gegen böse, Schul-Medizin gegen Alternativ-Medizin, Pharmalobby gegen den kleinen Mann ….

Warum? Atmen wir doch einmal durch und bleiben bei den Fakten.

Die Studienlage ist äußerst dünn

Es gibt zwar Hinweise, dass die Aufnahme über die Haut irgendwie zu funktionieren scheint, aber wie das geschieht, da ist man sich noch nicht so sicher. Kann Magnesium etwa über das Lymphsystem unter die Haut transportiert werden?! Hierzu wird in den nächsten Jahren sicher noch einiges kommen.

Die Arbeiten, die nachweisen sollen, dass es funktioniert, haben bisher jedenfalls durchweg einen (großen) Haken und wurden nie mit einer großen Teilnehmerzahl durchgeführt.

Wie dem auch sei: Wer behauptet, Magnesium-Bäder seien nachweislich deutlich effektiver als Präparate, die man schluckt, befindet sich auf sehr dünnem Eis.

Die transdermale Magnesiumaufnahme sollte man jedoch auch nicht grundsätzlich als Scharlatanerie und Abzocke darstellen.

Unsere Meinung

Wie du vielleicht weißt, empfehlen wir Magnesium-Bäder, -Cremes etc. nicht.

Denn um eine gesunde Ernährung mit zusätzlichem Magnesium zu ergänzen, haben sich Kapseln und Pulver längst bewährt. Sie lassen sich gut dosieren und bei richtiger Anwendung sind auch keine Nebenwirkungen zu befürchten. Why not?

Ganz oft wird behauptet, dass orale Magnesium Produkte häufig nur das billige Magnesiumoxid enthalten und es bei höheren Dosierungen zu Magen-Darm-Problemen kommt. Das ist Quatsch:

  • Heutzutage gibt es nur noch wenige Produkte die (größere Anteile) Mg-Oxid beinhalten
  • Nimmt man ein gutes Produkt mit hochwertigen Verbindungen (allen voran Chelate wie Magnesiumbisglycinat), ist die Verträglichkeit auch gegeben.

Warum also mit Alternativ-Methoden experimentieren, die zwar eine lange Tradition haben aber die eindeutig noch nicht richtig erforscht wurden?

Es ist doch grob fahrlässig, als Person mit erhöhtem Bedarf (wenn ein richtiger Mangel besteht, als Sportler oder Schwangere) nicht zu sicheren Magnesium Produkten zu greifen, sondern Versuchskaninchen an seinem Körper zu spielen.

Und wenn es funktioniert, wie ist es richtig anzuwenden? Nimmt der Körper gerade soviel Magnesium auf bis die Zellen optimal abgesättigt sind und scheidet den Rest (ohne Nebenwirkungen?) einfach aus?

Kommerzielles Interesse

Als Kritikpunkt könnte jetzt jeder Leser anführen, dass wir in diesem Beitrag von transdermalen Produkten abraten, weil wir sie nicht verkaufen, sondern Kapseln und Pulver. Ein berechtigter Einwand. Auf der anderen Seite wäre es ganz einfach für uns, in unserem Shop Magnesium als Cremes, Badezusatz oder Öl anzubieten – und wahrscheinlich lukrativ obendrein.

Ganz ehrlich: Wir haben einen guten Einblick in die Branche und wissen, was sich verkauft und was nicht. Es gibt sehr viele Menschen, die mit der Transdermal-Geschichte richtig gutes Geld verdienen. Wir kennen keine genauen Zahlen, aber ein Sack Magnesiumchlorid kostet quasi nichts. Wir würden aber niemals etwas anbieten, hinter dem wir nicht stehen können.

Es müssen nicht immer nur die mächtigen Wirtschafts-Konzerne oder die Pharmlobby sein, die mit bewusster Desinformation ihre Interessen vertreten. Auch die Alternativ-Medizin (dazu zählen wir dieses Thema mal) lebt teilweise davon.

Wie ist deine Meinung?

Ok, du hast gelesen, dass wir kritisch sind. Trotzdem ganz deutlich: Wir möchten niemandem etwas mies reden.

Wie ist deine persönliche Meinung zu dem Thema? Hast du bereits selbst gute Erfahrungen gemacht oder hast du deine Zweifel an den Methoden? Schreib es in die Kommentare!

Referenzen

  1. Kass L., Rosanoff A., Tanner A., Sullivan K., McAuley W., Plesset M. Effect of transdermal magnesium cream on serum and urinary magnesium levels in humans: A pilot study. PLoS ONE. 2017;12:e0174817 doi: 10.1371/journal.pone.0174817.
  2. Shealy N. Holy Water, Sacred Oil: The Fountain of Youth. Biogenics Books; New York, NY, USA: 2000. 236p
  3. Watkins K., Josling P.D. A pilot study to determine the impact of transdermal magnesium treatment on serum levels and whole body CaMg ratios. Nutr. Pract. 2010;14:1–7.
  4. http://www.epsomsaltcouncil.org/wp-content/uploads/2015/10/report_on_absorption_of_magnesium_sulfate.pdf
  5. O’Hare J.P., Heywood A., Summerhayes C., Lunn G., Evans J.M., Walters G., Corrall R.J., Dieppe P.A. Observations on the effect of immersion in Bath spa water. Br. Med. J. (Clin. Res. Ed.) 1985;291:1747–1751. doi: 10.1136/bmj.291.6511.1747.
  6. Eisenkraft A., Krivoy A., Vidan A., Robenshtok E., Hourvitz A., Dushnitsky T., Markel G. Phase I study of a topical skin protectant against chemical warfare agents. Mil. Med. 2009;174:47–52.
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Phil
ÜBER DEN AUTOR

Phil liebt gutes Essen und hartes Training. Früher als Fußballer unterwegs hat er sich mittlerweile dem Krafttraining und Sprints verschrieben. Im Hintergrund von edubily kümmert er sich vor allem um die technische Umsetzung.

48 kommentare ab “Magnesium Transdermal – Wie ist die Studienlage?

  1. Warum eine Badewanne voller gutes Trinkwasser verschleudern wenn ich die Sache in ein paar Sekunden oral erledigen kann?
    So sehe ich das. Liegt sicher auch daran dass wir eine eigene Wasserquelle haben.

  2. Ich vertrage leider keine oralen Magnesiumpräperate (egal welche Verbindungen) in den Mengen in denen ich sie bräuchte um meine Speicher zu füllen.

    Aus diesem Grund habe ich dann mal ein Magnesiumöl ausprobiert und nutze es zwei mal täglich für meinen ganzen Körper.
    Seitdem habe ich keine Wadenkrämpfe mehr und auch meine Verspannungen im Nackenbereich sind kurz danach verschwunden.

    Gemessene Verbesserungen im Blut gab es keine, jedoch ist mein Wert auch nicht mehr gefallen.

    Subjektiv gesehen würde ich behaupten dass es mir persönlich hilft 🙂

    LG Carina

  3. Transdermal benutze ich ein Spray (33 g Magnesiumchlorid + 50 g MSM /L) für Muskelverspannungen usw. Im letzten Jahr habe ich dadurch (oder durch die Kraft des Glaubens 🙂 alle Wehwehchen in jeweils kurzer Zeit kuriert. Oral gibts täglich 450 mg Citrat + 100 mg Carbonat (letzter Blutwert 0,93).

  4. Kapseln sind teuer. Magnesiumchlorid Hexahydrat billig, kann man dann in Wasser auflösen und trinken oder sich damit einreiben. Da kostet 1kg 10 Euro und 6g davon enthalten 700mg Magnesium wenn ich es richtig im Kopf habe. Außerdem verzichtet man auf Verpackung und Füllstoffe.
    Eher unwissenschaftlich, aber manche Krankheit benötigt das Magnesium in der Zelle da es im Blut die Erreger versorgt und nicht mehr richtig in der Zelle ankommt auf diesem Weg. Nicht nur deswegen sagt der Serumspiegel wenig über die Versorgung aus.
    Und warum gibt’s Thermalbäder? Das Wasser ist dort reich an gesundheitsfördenden Stoffen, v.a. oft Schwefel aber auch Magnesium. Die Menschen gehen dort nicht zum Spaß hin.
    Es gibt genug Dinge, die wir nicht wissen, nicht verstehen und v.a. nicht messen können. Aber deswegen muss die Wissenschaft nicht richtig liegen. Nur sollte man dann auch auf fehlende Evidenz hinweisen und es guten Gewissens nicht empfehlen. Aber wenn’s nicht schadet auch nicht verteufeln.

  5. “Wer (was) heilt, hat recht!”
    Ich benutze Magnesiumchlorid als Fußbad bei übelsten Menstruations-Unterleibskrämpfen am Anfang der Periode. Ich kann die Uhr danach stellen, exakt nach 20 min läßt der Schmerz schlagartig nach. Bei meinem ersten Mal fand ich es einfach unfassbar, daß sowas Simples so gut funktioniert. Wenn ich mir die monatliche Schmerztablette sparen kann, ist es mir erstmal egal, ob man es im Blut nachweisen kann. Allerdings würde mich grundsätzlich der Funktionsweg im Körper auch interessieren.
    Orale Magnesium-Ergänzung klappt in diesen Fällen bei mir übrigens nicht.

  6. Tatsächlich ist dieses Thema eines der “wilden” welchen.

    Es gab da mal (damals 2001) eine Studie, die zeigte, das die äußeren Hautschichten ja gar keine
    Ionenkanäle hätten, und daher eine derartige Aufnahme solcher Stoffe (Mg, ect.) über die äußere Haut nicht möglich wäre.

    Der Faktor hierbei scheint die Dauer, also die Zeit zu sein.
    Bei JEDEM der sich dieses “Magnesiumöl” regelmäßig auf die Haut sprühte, und ansonsten
    nichts weiter änderte, konnte man eine schrittweise Erhöhung des Mg-Pegels im Blut
    nachweisen.

    Mein Fazit : Das funktioniert schon, der Mechanismus ist aber immer noch (!) unklar.

    Wenn ich da einen gewagten Tipp abgeben müßte :

    Seit 2014 wissen wir, das der menschliche Körper, wenn es um die Regulierung von Puls und Blutdruck geht,
    stark auf den Mineraliengehalt AUF der äußeren Hautschicht reagiert.
    Und offensichtlich ist diese Interaktion keine einseitige.

    Ich bleibe dran und werde berichten !

  7. Guter Artikel, Phil! Die Kommentare finde ich aber auch interessant.

    Ich denke, man kann das nicht verallgemeinern a la “Die Haut nimmt es auf/Die Haut nimmt es nicht auf.”

    Verschiedene Hautareale haben unterschiedliche Eigenschaften und ich denke, dass über die Füße wie hier bei Andrea das Magnesium sehr viel besser aufgenommen werden kann als bspw. am Rücken. Wird das in den Studien berücksichtigt?

    Und was haltet ihr von liposomalen Supps? Ist ja momentan der große Trend alles liposomal einzunehmen. Es gibt auch liposomales Magnesium.

  8. Die Erklärung zur Aufnahmefähigkeit der Haut hat mir erst mal richtig gut gefallen – rational aufn Punkt, so will ich meine Edubilianer! Sodann: Mg war für mich schon 2011 der Anfang einer langen Reise Richtung Suche nach dem Super-Supplement (bis heute hab ich so viel durch, und einiges wirklich gutes beibehalten), und von transdermal hab ich im Zuge dessen auch früh, so etwa 2012, gelesen (Peaterianer…) aber interessiert hat mich das nie – zu umständlich, und ehrlich gesagt mag ich gar nicht mir irgendwelche Sachen auf die Haut bappen- habt ihr davon gehört dass viele sehr langlebige Leute sich eher selten waschen, so 2-3 mal die Woche, und dann auch nur mit Wasser (erst warm, Poren auf Schmutz raus, dann kalt, Poren zu alles gut…) ich fühl mich so am wohlsten. Und wenn man achtet, was man in sich tut, riecht man auch nicht wirklich. Dann bin ich eben ein schmutzfink, solange die andern es trotzdem nicht merken. Aber Baden mag ich nicht.

  9. Ich würde grad zuerst den Kontrollwert Magnesium im Serum in Frage stellen, siehe:
    https://www.labor-bayer.de/publikationen/1_mineralstoffbestimmung.pdf
    Aus dieser Arbeit geht hervor, dass der Wert im Serum leider wenig aussagekräftig ist…er korreliert Null mit dem Wert in der Zelle, der aber wichtig ist u.a. für die PDH.

    Eigene Erfahrung: Ich nehme Mg-Glycinat als Pulver und Mg-Malate als Kapsel ein mit gutem Erfolg. Der Wert im Vollblut ist ok und ich habe trotz z.T. intensiver Sporteinheiten keine Wadenkrämpfe (die ich bekomme, wenn ich kein Mg nehme).

    1. Hallo Robert,

      dass man Magnesium vorzugsweise im Vollblut und nicht im Serum bestimmen lassen sollte, das dürfte inzwischen doch einem breiteren Publikum bekannt sein?!

      Übrigens gilt das nicht nur für Magnesium, sondern auch für einige weitere Mineralstoffe wie etwa Mangan, Zink und Selen. [1]

      Zumindest in der Edubily-Community (d.h. hier im Forum) wird schon darauf hingewiesen, diese Werte nicht im Serum sondern im Vollblut bestimmen zu lassen. Ob zusätzlich eine Hämatokrit-Korrektur sinnvoll ist, darüber lässt sich sicherlich streiten.

      [1] Quelle: https://www.imd-berlin.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/mineralstoffanalyse-edta-vollblut.html

      Viele Grüße
      Dominik

  10. Hier kann ich ein ganz klares Statement abgeben: Ich leide an chronischem Magnesiummangel, aber auch unter Nervenschädigung. Wenn ich Muskelkrämpfe in den Beinen bekomme, gibt es nur eins: Ich stelle mein krampfendes Bein in ein Magnesium Fußbad und der Krampf verschwindet. Außerdem führt ein Mg Fußbad bei mir zur totalen Entspannung. Für mich selbst ist das Beweis genug, dass transdermal wirkt.

  11. Transdermal ist die beste Weise Magnesium zuzuführen, ich stelle es selber her und nehme es schon ein paar Jahre. Desweiteren habe ich es eine zeitlang vertrieben mit überwiegend positivem Feedback.
    Warum sind die ‘Pillen so hochdosiert? Weil als Pille ein weiter Weg bis zum Blut zurückgelegt werden muss und hierbei bis zu 70% verloren gehen und es dauert im Mittel 20 Minuten bis eine Besserung eintritt.
    In die Haut einmassiert nehmen wir fast alles und fast unmittelbar ins Blut auf und dies lässt uns die Wirkung schon nach 1-2 Minuten spüren!
    Und selbst hergestellt ist es unschlagbar Giftstoffrei!!! weil einzig Magnesiumchlorid Hexahydrat als auch destilliertes Wasser genommen werden kann…
    A. Bergasa hat dazu wunderbare Bücher geschrieben und seitdem ich es mir täglich-antue- sind meine Rückenschmerzen, die jährlich immer wieder auftraten verschwunden..
    Praxis gewinnt immer über Theorie und mal ehrlich, WER von den Pharmakabalisten will uns denn wirklich gesund???

    1. Dirk, welche Mischung machst du?
      Ich will habe auf nicht ganz einen Liter 360g Magnesiumchlorid Hexahydrat.
      Kannst du mir vielleicht eine “Rechentabelle” erklären oder zeigen, damit ich weiß wie viel ich sprühen muss um eine bestimmte Menge an Magnesium aufzunehmen?
      Liebe Grüße

  12. Bei Krämpfen wirkt Magnesiumöl transdermal Wunder bei mir und bei sehr vielen im Bekanntenkreis.
    Das ist nun keine wissenschaftliche Studie, sondern Erfahrung.
    Offenbar arbeitet man hier in einem Bereich, der erfahrbare Besserung bringt, die aber nicht unbedingt messbar ist.
    Für mich ist die Besserung wichtig und das ist ja auch oben schon wiederholt zu lesen…

  13. Natürlich kommt jetzt wieder “wer “heilt” hat Recht”, obwohl das vollkommen irrelevant ist bei so einem Thema. Wenn ein warmes Fußbad z.B. Unterleibskrämpfe beendet, dann hat das nichts mit Magnesiumaufnahme zu tun, sondern mit der Stimulation von Nerven, die mit den TCM Meridanen assoziiert sind.

    Die Frage ist doch, ob die Aufnahme geschehen kann und ob sie tatsächlich beobachtet wird. Beides kann man derzeit klar mit nein beantworten. Es ist ganz einfach. Die Haut ist eine semipermeable Membran, die manche Stoffe durchlässt und andere nicht. Ein Transport von z.B. Mg kann nur geschehen, wenn es einen aktiven oder einen passiven Transportmechanismus gibt. Aktive Mechanismen schließe ich mal aus, da bei der Haut völlig unbekannt.
    Als passive Triebkraft des Stoffaustauschs bei einer semipermeablen Membran dient die Entropie, bzw. ihre Manifestation in dem osmotischen Druck. Der wirkt aber genau in die andere Richtung, er sorgt dafür, dass Wasser aus der Haut gezogen und in die hochkonzentrierte Magnesiumsole gepumpt wird. Es wandert also nicht Magnesium in den Körper, sondern der osmotische Druck entzieht dem Körper Wasser.
    Das kennt doch auch jeder. Nach einem Bad im Salzwasser wird die Haut ausgelaugt, weil das Salz über den Mechanismus der Haut Wasser entzieht.

    Fazit: Einer transdermalen Mg-Aufnahme wirkt ein elementares Naturgesetz entgegen, nämlich die Entropie. Gott sei Dank kann man nur sagen, denn sonst wären alle Menschen, die im toten Meer baden ….. tot!
    Wasser fließt halt nicht bergaufwärts, egal was man theoretisiert.

  14. Ich habe zwei Erfahrungen gemacht.
    Die eine ist wenig aussagend, dennoch hat sie mich motiviert öfters Magnesiumsulfatbäder zu nehmen.
    Bei einem Kniebeugeurlaub, 3xTäglich schwere Kniebeugen 15×3, 6×6 und 4×12, habe ich jeden Abend ein MGBad genommen. Danach fühlten sich meine Beine wieder leichter an und ich bekam kein Muskel. Bei Bädern ohne MG und nur 2x am Tag Kniebeugen gabs mehr Muskelkater und die Beine fühlten sich beim schlafen auch immer noch schwer an.

    Spannender finde ich die Erfahrung mit meiner Freundin. Sie hatte lebenslang Migräne. Wir könnten herausfinden, dass die Leber mit der Entgiftung nicht nach kommt. 3 Entgiftungwege benötigen Magnesium, also…
    Am Anfang, immer wenn sie ein MG Bad genommen hatte und keine Migräne hatte, bekam sie abends Kopfschmerzen hat geschwitzt bzw. wa ihr warm bis zum nächsten Mittag/Nachmittag. So wsrm, dass sie keine Jacke bei -2-4 grad benötigte. Und eigentlich ist sie tendenziell verfrore. Die kopfschmerzen waren Nicht so heftig wie migräne. Also ist irgendwas passiert im Körper. Bei Bäder ohne MG bekam sie keine Kopfschmerzen und hat nicht geschwitz. Das haben wir mehrmals beides ausgetestet. Die Bäder und MG Supplemente mit Taurinat, citrat und bisclycinat wurden fortgeführt. Mittlerweile gehen MG Bäder ohne Kopfschmerzen und die Migräne hatte sie auch schon seit Jahren nicht mehr. Natürlich gab es auch noch Vitamin Supplemente.

    Ob das MG Transdermal oder vielleicht sogar über die Lunge, durch das verdampfen des heißen Wassers, den Weg in den Körper findet, sind definitiv spannende Fragen.

  15. Strength Cond Res. 2012 Sep;26(9):2478-83. doi: 10.1519/JSC.0b013e31823f2863.
    Effects of MagPro™ on muscle performance.

    Gulick DT1, Agarwal M, Josephs J, Reinmiller A, Zimmerman B.
    Author information
    1
    Institute for Physical Therapo Education, Widener University, Chester, Pennsylvania, USA. dtgulick@widener.edu
    Auch recht interessant da hier auch gemessen wurde.

  16. Die Aufnahme über die Haut kann, wenn sie funktioniert, nur eine zusätzliche Option sein. Dies ist mit Sicherheit nicht der primäre Weg der Mineralstoffaufnahme, dieser geht über den Magen-Darm Trakt, und an diesen Weg sind wir sehr gut angepasst. Was oft vergessen wird: Ein Großteil der Nährstoffe ist essenziell für das Mikrobiom des Darmes, v.a. auch Magnesium! Deshalb kommt in einigen Fällen auch nicht soo viel Magnesium im Blut an… Magnesiumbäder können den Bedarf des Mikrobioms höchstwahrscheinlich nicht decken.

    1. Meist ist das Mikrobiom nicht komplett. Woher denn? Wir essen kaum mehr rohe sgemüse, und wenn, wird es vorher gründlich gewaschen.
      Richtig, der natürliche Weg ist, Magnesium per rohem Gemüse, Kernen und Nüssen und Früchten zuzuführen. Sobald das Essen gekocht ist, wird Magnesium festgelegt und ist nicht mehr so gut verfügbar.
      Das Mikrobiom ergänzen wir mit einfachen “Effektiven Mikroorganismen”.

  17. Meiner Mutter haben Magnesium-Bäder sehr geholfen, als sie nach Chemo Probleme mit der Haut hatte.

    Ich selbst war sehr skeptisch gegenüber Magnesiumöl, da ich Magnesiumkapseln genommen habe. Von der Gartenarbeit – Tonnen von Split und Erde herumschaffen – war ich gewohnt, Rückenschmerzen und Muskelkater im verlängerten Rücken und den Oberschenkeln zu bekommen. Teilweise konnte ich tagelang nicht richtig sitzen. Mit dem Magnesiumöl war das wesentlich reduziert. Komischerweise brauchen Magen und Verdauung die Kapseln weiterhin. Also mache ich beides.

  18. Hallo,
    ich benutze regelmäßig Magnesiumöl nach heftigen Sporteinheiten. Die orale Einnahme von Magnesium reicht an solchen Tagen nicht aus.
    An Tagen, an denen ich 4+h trainiere fühlt sich der Folgetag ohne die Ganzkörper- Magnesiumöl-Vorgehensweise (außer Gesicht, Genitalgegend, Wunden) sehr schlecht an –> müde, erschöpft usw.
    Ich habe das Gefühl, dass ich mich nach solchen “Behandlungen”, insb. am Folgetag wesentlich besser fühle . Ich führe es nur an “harten” Trainingstagen durch, weil Magnesiumöl zumindest gem. Carolean Dean (Autorin: Magensium Miracle) 20 Minuten auf der Haut bleiben sollte und das nicht gerade angenehm ist: Man kann sich nirgends hinsetzen, man saut mit dem Zeugs alle voll: deswegen müssen alte Klamotten drüber gezogen werden, der Rest muss entfernt werden durch Duschen, es brennt leicht.
    In dem Buch von Carolean Dean: Magnesium Miracle beschreibt die Autorin sehr gute Erfahrungen mit ihren Patienten (subjektiv), was Magnesiumöl angeht – jedoch sagt sie auch, dass sie nicht objektiv bestimmen kann, dass es tatsächlich zu besseren Magnesiumspiegeln führt, weil die gängigen Mg-Bluttests unaussagekräftig seien.

    Gruß
    Bernd

  19. Der Blogbeitrag hat leider eine elementare Schwäche: die Dosis wird nicht thematisiert.
    Neben den erwähnten Bädern und der Chreme (Inhalt?, Auftragungsfläche?) gibt es auch das sog. “Magnesium-Öl” (31% Magnesiumchlorid-Lösung in Wasser), die wird auch in den Kommentaren öfters erwähnt.

    Magnesium-Öl kenne ich von einer Strunz-News. Er erwähnt dort eine Studie, in der nach einigen Wochen (!) Anwendung diese Form das deutlichste Steigerung des Mg.-Spiegels zeigt.

    Ich habe es probiert, auch da die Kommentare zu dem Magnesium-Öl (siehe auch Amazon) sind fast alle positiv sind. Und das kann ich bestätigen.
    Konkret schmiere ich mir nach dem Duschen beide Beine von oben bis unten richtig dick damit ein (mit Deo-Roller) und lasse es dann einige Minuten einziehen. Die Haut fühlt sich dann ölig an.

    Absolut keine Krämpfe mehr in den Beinen. Im Nacken hilft es auch. Natürlich nehmen ich auch oral Mg. ein (bis kurz vor Durchfallgrenze). Aber das reicht allein nicht. Auch gemessen bei Strunz. Magnesium-Öl in dieser Form und Dosis genommen ist eine Wohltat.

    Einfach mal probieren! Eine Liter-Flasche “Magnesium-Öl” in Nachfüll-Deo-Roller umfüllen, reicht mehrere Wochen.

  20. Hey zusammen,
    ich denke, das die Aufnahme von Magnesium übber die Haut zu vernachlässigen ist, solang es sich um eine Magnesiumsole ohne Penetratior etc handelt. Im Artikel wird ja eine Studie aus Israel aufgeführt – und da wären wir doch schon beim Thema.
    aus der Wikipedia:
    “Die Mineralzusammensetzung des Salzes des Toten Meeres unterscheidet sich deutlich von der Salzzusammensetzung von Meerwasser. Es enthält ungefähr 50,8 % Magnesiumchlorid, 14,4 % Calciumchlorid, 30,4 % Natriumchlorid und 4,4 % Kaliumchlorid, bezogen auf die wasserfreien Salze. Der Rest entfällt auf zahlreiche Spurenelemente. Es enthält wenig Sulfat, jedoch relativ viel Bromid. ”
    also müsste jeder, der im Toten Meer badet – 6 Wochen als Kur sind bei schwerer Neurodermitis möglich, ja schon in den Bereich der Mineralintoxikation kommen.
    Bei Salben, Gelen etc kann es schon anders aussehen. es gibt Sportsalben, in denen ist DMSO als Wirkstoff enthalten. Gleichzeitig ist DMSO auch ein penetrator, der Bewirkt, das viele Substanzen über die Haut aufgenommen werden. Also das Diclofenac in der Sportsalbe. Oder, wwas ein Scherzkeks mal gemacht hat, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein: man mischt DMSO mit MDMA (der ursprüngliche Ectasy-Wirkstoff) und tradaa, das MDMA wird über die Haut beim Anfassen eines Briefes aufgenommen. Haben die Richter dann als gefährliche Körperverletzung gewertet…kleine Anekdote am Rande.
    Also, pur – nee, denk ich nicht, einfach aus der Praxis des Toten Meeres. Mit einem Penetrator z.B. – sehr gut möglich.
    Sollte man vielleicht mal ausprobieren.

    1. Ich habe es ausprobiert, als ich unter heftigen Waden-und Fußkrämpfen litt. Ich hatte die Methode bei YouTube entdeckt:
      1 – bis max. 2 mal pro Woche:
      Beide Beine in der ganzen Länge zuerst mit DMSO bestreichen (mit Hilfe einer Glaspipette) und mit sauberen Fingern einmassieren.
      Wenn die Haut wieder ganz trocken ist, nach ca. 5 Min., auf die gleiche Weise das Magnesiumchlorid einmassieren. Letzteres mehrmals hintereinander. Kann etwas brennen, das Massieren hilft dagegen.

      Hast SOFORT Besserung erbracht! Nach der dritten Anwendung waren die Krämpfe ganz verschwunden!

  21. Meine Erfahrung: Mit Magnesiumfussbad ca. 1 Stunde am Abend geht der Blutdruck runter, ich schlafe 7-8 Stunden am Stück. Fussbad ohne Magnesium hat diesen Effekt nicht. Doc Strunz hat mir anlässlich meines Besuches im September 18 auf meine Frage hin gesagt, dass er nicht daran geglaubt hat, dass es funktioniert. Seine Frau hat es getestet, als einige Änderung im NEM System, er hat gemessen und Magnesium im Blut sei angestiegen. Nun denn….

  22. Also mein diesbezüglicher Selbstversuch mit 12 Wiederholungen war als positiv zu bewerten.
    Als Bypass – Geschädigter reagiere ich sehr emfindlich auf Magnesium und Kalium Defizite.
    Blutdruck läßt sich relativ leicht im Normbereich halten: Arginin, Citrullin, Omega 3 aber am allerbesten immer noch mit Bewegung. Magnesium und Kalium Mangel machen sich durch Unwohlsein, verminderte Leistungsbereitschaft und ein Enge bzw. Druck Gefühl in der Herzgegend bemerkbar – und spätestens da sollte man dann auch reagieren.
    Habe es 12 mal jeden 2. Tag mit 1-stündigen, max. 42° C warmen Fußbädern versucht – und siehe da – das gewünschte Ergebnis stellte sich ein, allerdings nur subjektiv. Messen kann ich leider nicht selber. Aber für mich zählt ohnehin nur das Ergebnis. Exacte Messwerte sind in Bezugnahme auf individuelle Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden nicht wirklich hilfreich

  23. Ich nutze MG Öl nach Sport. Somit bleibt mir der Muskelkater erspart oder ist zumindest sehr abgemildert. Im Winter habe ich sehr starke Nackenschmerzen. MG Öl lindert sehr gut die Schmerzen. Auf dem Bauch eingerieben, hilft es sehr gut bei schmerzhafter Monatsblutung.

  24. Es scheint so zu sein, dass die Messung des Magnesiumspiegels im Vollblut nicht den aktuellen = momentanen, sondern den Wert von vor 120 Tagen misst. Berücksichtige ich dies, kann ich durchaus davon ausgehen, dass meine Magnesium-Fußbäder ihren Zweck erfüllen.

    1. Hallo Barbara
      Hast du eine Quelle für diese Verzögerung von 120 Tagen? Oder zumindest was ist die Erklärung dafür? Wo ist das Magnesium in den 120 Tagen dazwischen?

      1. Also,
        deine Erythrozyten leben normaler Weise 120 Tage…jeden Tag sterben welche – jeden Tag werden neue gebaut. Somit gibt eine Vollblutanalyse deine Tendenz – deine Ernährung und Versorgung der letzten 120 Tage wieder. Der Mg Wert (und viele andere) aus dem Serum sind nur eine Momentaufnahme. Trinkst Du ein paar flaschen Heppinger…Gerolsteiner, einfach weil nix anderes Da ist, hast Du am nächsten morgen einen besseren Wert im Blutplasma. Ziehst Du Freitag und Samstag mit reichlich Alkohol um die Häuser und trinkst als Alkfrei nur Cola, hast Du Montag-morgen zur nüchtern Blutabnahme einen niedrigeren Blutplasma-Wert.
        Deswegen ist der Vollblutwert bei mineralstoffen und Spurenelementen, wer will auch bei den Fettsäuren (Omega 3- Index) schon ne bessere Sache. Und auch nicht wirklich teurer.

      2. Hallo Nicole,
        ich habe diese Info aus dem Buch “Das Magnesium-Buch” von Dr. Barbara Hendel. Es steht auf Seite 91 (“Der Test mit Blutzellen und Blutplasma”). Ich halte die Infos aus diesem Buch für fundiert und sehr gut recherchiert. Mg kommt fast ausschließlich in der Zelle vor. Der Mg-Gehalt der Erythrozyten ist kein optimales Maß für den Magnesiumspiegel innerhalb der Zellen, weil die roten Blutkörperchen, sobald sie ihre Bildungsstätte im Knochenmark verlassen haben, wegen fehlender Transportsysteme Mg nicht mehr aufnehmen können. Die ermittelten Werte zeigen also lediglich die Mg-Konzentration eines Erythrozyten für die Zeit auf, in der er im Knochenmark gebildet wurde. Die durchschnittliche Lebensdauer der Erythrozyten beträgt 120 Tage. Die aktuelle Situation der Mg-Versorgung wird somit nicht abgebildet. Um Deine 2. Frage zu beantworten müsste ich sehr weit ausholen – sie wird aber quasi schon durch obige Erklärung beantwortet. Magnesium wird jedenfalls nicht im Blut gespeichert. In Kürze: Aufgrund des Homöostaseprinzips ist auch der Serumspiegel kaum aussagekräftig.

  25. Interessante Diskussion. Zu wenig Fakten. Da kann jeder nur selbst für sich entscheiden nach probieren, ob es was bringt oder nicht. Was mich angeht: ich habe nach Sport und Einsprühen nachts keine Wadenkrämpfe. Auch habe ich das Gefühl, dann besser, tiefer und ruhiger zu schlafen.

    Wenn es im Einzelfall nicht schadet (was auch noch keiner genau weiß), dann sprechen alle Fakten für Magnesium. Transdermal scheint mir einfach und günstig, scheinbar auch wirksam. Oral eingenommen – heißt es ja bisweilen – käme das Mg nicht da an, wo es wirken soll (bis hin zu dem Argument, dass Schwermetalle die Plätze blockieren, wo Mg hin soll).

    Wenn wir alles wüßten, wie langweilig wäre die Welt ? 😉

  26. Magnesium in rauhen Mengen – das Richtige! Nehmen viele Hashimoto-Patientinnen zu sich, viele machen auch Fußbäder damit. Durch die Haut findet ein munterer Austausch statt. Warum sonst würde man Pflegeprodukte mehr oder weniger gut vertragen? In meiner Jugend hat man vor Weichspüler gewarnt, sie würden Spermien inaktiv machen. Das würde für mich gut erklären, woher die Probleme der Kinderlosigkeit entstehen. Mein Endokrinologe war Spezialist und hat nachgemessen, was fehlt. So heilt man nämlich.
    Für mich besonders wichtig:Hashimoto ist eine Krankheit, die man gerne als psychosomatische Wechseljahre “behandelt”. Wir Frauen ab Mitte 40 haben ja bekanntlich eine an der Klatsche. Die Hormonschwankungen haben wir uns selbst herausgesucht. Für uns wird so gut wie nicht geforscht. Die Probanten sind so gut wie nie aus dem Kreis der “chronisch untervögelten Mittvierzigerinnen mit roten Haaren”, wie ich das aus purem Zynismus zu nennen pflege. Uns hat man als geistesgestört abgeschrieben. Ein Recht auf Menschenwürde, geistie oder körperliche Gesundheit haben wir noch weniger als der Rest. Die Verfassung gilt nicht für uns.
    Nicht jede (Männer sind kaum betroffen) will L-Thyroxin schlucken. Außer über das Internet bleibt einem nix übrich, um sich zu informieren. Viele wollen nur ihren Krempel verkaufen, machen sich gegenseitig verrückt, was man noch alles messen könnte. Fachärzte (natürlich nur für Privatpatienten) gibt es in ganz BaWü 5, die´s wirklich blicken, Betroffene hunderttausende. Der Rest der Endokrinologen weiß in der Regel nur etwas vom Metabolischen Syndrom. Welche Hormone sonst noch so im Körper unterwegs sind interessiert – mit Verlaub – keine Sau. Dass Magnesium zur Bildung von Enzymen im Darm absolut notwendig ist, weiß man. Wenn der Darm deffekt ist kann das alles nicht mehr klappen. Meiner hat noch nie richtig funktioniert. Mir bleibt also nichts übrig als – je nach Stressfaktor – trotz gesündester, ausgewogenster Ernährung bis zu 2.500 Einheiten pro Tag einzunehmen. Aber ich bin ein extremer Fall. An mir wollte man nahezu jedes Medikament, das auf dem Markt ist, ausprobieren. Durch die Drogen, die mir Psychiater verschrieben haben funktioniert eben nix mehr im Körper, wie es soll. Die haben mir glaubhaft versichert, keine Gegenanzeigen oder sonstige Vorschriften zu beachten.

  27. Spannendes Thema!!
    Ich musste im vergangenen Jahr relativ viel Magnesium einnehmen um hinreichend versorgt zu sein. Kapseln und Pulver sind für mich hierbei die beste Wahl. Aus meiner Sicht kann man hierbei auch zuverlässiger dosieren. Ich verwende unterschiedliche Verbindungen, die ich über den Tag verteilt in unterschiedlichen Darreichungsformen (Kapsel, Citrat-Pulver im Smoothie etc.) einnehme. Obwohl ich insgesamt auf ca. 1g Mag komme, habe ich keine Unverträglichkeiten.
    Sollte man keine der verfügbaren Verbindungen vertragen, halte ich die transdermale Aufnahme für sehr sinnvoll. Hier denke ich sollte jeder die Wirkung für sich selbst eruieren. MgSpiegel messen -> Einnahme definierte Menge über definierten Zeitraum -> MgSpiegel messen!
    M.E. Nach reagieren viele Menschen völlig unterschiedlich. Meine Freundin benötigt z.B. für viele Mikronährstoffe völlig andere Dosen als ich (das Körpergewicht natürlich rausgerechnet). Selber messen ist daher aus meiner Sicht immer die beste Variante!
    Abgesehen davon halte ich Magnesium für einen der allerwichtigsten Mikronährstoffe.
    VG Tobi

  28. Es gibt sichere Applikationsformen für Magnesiumpräparate. Die transdermale Anwendung dient in erster Linie dem Anwender, seine Akzeptanz dem Produkt gegenüber möglicherweise zu stärken. Die Notwendigkeit der Anwendung sollte als Motivation dienen, gute Magnesiumsalze oral aufzunehmen, Basta.Es gibt wichtigere Themen.
    Thomas M.

  29. Die transdermale Anwendung ohne Erfolg.
    Weder durch Fussbäder noch Einreibung, es kam nichts an.
    Ausserdem war die Haut ziemlich irritiert.

    Adelheid

    1. Darum verwenden wir zusätzlich DMSO. Die Aufnahme von Magnesiumchlorid alleine war nicht immer ausreichend. hängt auch vom Hauttyp ab. Die Mischung DMSO+MgÖl+Bor kann man gut auftragen und einmassieren. Üblicherweise wird sie gut vertragen, manchmal kommt es zu brennen, besonders bei verletzter Haut. Ich habe offene Schürfwunden behandelt, das brennt, da geht fast etwas in die Hose, ist aber nach wenigen Minuten vorbei, und die Geschwindigkeit des Heilverkaufes ist erstaunlich.
      LG, johann

  30. Hallo,
    ich vermisse in den Studien immer ein bisschen die “Peripherie”. Soll heissen:
    haben die Probanden das Zeug einfach nur für einen gewissen Zeitraum aufgetragen, einmassiert, drin gebadet oder gar z.B. nach dem Auftragen, Einmassieren…etc. intensiv Sport getrieben.
    Denn man sollte nicht vergessen:
    durch Rumsitzen erhöht sich die Durchblutung der Haut nicht besonders. Beim Sport allerdings schon. Das ließe sichnoch durch andere Mittelchen steigern. Z.B. Niacin, Arginin/Citrullin…, Kompressionsunterwäsche beim Sport…
    Es wäre also vielelicht hilfreich, wenn mann hier mal das Rumsitzen mit einem Zustand vergleichen würde bei dem so viele Register wie möglich gezogen werden. Ich gebe zu: MgÖl auftrgaen, dann Kompressionsklamotten drüber und noch Niacin schlucken fühlt sich nicht besonders toll an beim Sport. Aber ne knallige Trainingseinheit lenkt ausreichen ab um das auszuhalten. Es geht ja uach ien bisschen um Wissenschaft, sprich: funktionert es jetzt oder nicht? Und wenn ja, wie am besten?
    Also Ihr sportaffinen Biochemiker und Mediziner…los gehts!!!
    LG
    Martin

  31. MgÖl+DMSO+Borax
    Ich habe diese Mischung gemeinsam mit vielen Selbsthelfern entwickelt und gestestet. Ziel war, in maximal kurzer Zeit, höchsten Zuwachs an Fitness zu erreichen, dabei Muskelkater zu reduzieren, und die Versorgung der arbeitenden Muskulatur zu erhöhen. Das Immunsystem ist ein Spiegel der körperlichen Leistungsfähigkeit. wir bauen also über den Körper das Immunsystem in seiner Leistungsfähigkeit mit auf.
    In der Zwischenzeit haben wir, quasi als Nebenprodukt, gute Erfolge bei Sportlern festgestellt und auch bei zivilpersonen die nicht Höchstleistungen vollbringen wollen.
    Krämpfe hören wenige Minuten nach dem Einreiben auf. Schäden wie Bänderriss lassen sich in zehn Tagen voll belastbar machen, und der Zuwachs an Fitness ist erstaunlich.
    Voraussetzung ist eine funktionierende Kalzium Veranlagung, die bei Bormangel nicht ausreichend abläuft. Bor ist sehr leicht nachzufüllen, indem man 8g Borax /l Wasser ansetzt, und davon täglich 30ml konsumiert.
    Es ist für uns Selbsthelfer also überhaupt kein Gegenstand der Diskussion, ob eine Aufnahme dermal stattfindet, oder nicht. Unsere Erfahrungen sprechen dafür. Ich habe die Herstellung der Lösung publiziert. Jeder kann sie nachmachen und selbst testen und Erfahrungen sammeln. https://www.youtube.com/watch?v=cX3CXJ3pD1M&t=457s

    1. https://edubily.de/2018/11/magnesium-transdermal-studien/#comment-8688

      Danke Johann für diesen Beitrag. Vielleicht gebe ich der transdermalen Anwendung von Magnesiumöl doch noch eine Chance!

      Johan, habe ich bei einer Deiner Antworten unter dem YouTube-Video richtig verstanden, dass man bei transdermalen Anwendung von MgÖl+DMSO+Borax (Rezeptur laut Video) zusätzlich Bor auch noch in Form von Borax oral einnehmen muss? Oder meintest Du, dass in der Rezeptur zwingend das Bor enthalten muss?

      Falls man es zusätzlich oral einnehmen muss, in welchem Verhältnis (transdermal gegenüber Oral)? Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei Borax um Natriumtetraborat. Kann man es sich (anstelle der empfohlenen Lösung) mit in Pillenform gepresste Supplement vereinfachen oder sind die darin enthaltenen Zusatzstoffe ein Problem (ich meine in Kombination mit MgÖl+DMSO+Borax, dass aber nur äusserlich angewendet werden würde)?

      Dankeschön für Deine Rückmeldung.

      PS:

      Infolge häufiger Wadenkrämpfe, Muskelzittern (unter Anstrengung) und einem langjährigen Tinnitus, der bereits Ende 2013 nach einem anstrengenden Lauf-Training nie mehr verschwunden ist, habe ich von Ende Mai bis Ende August 2018 (d.h. in 90 Tagen) insgesamt ca. 300ml Magnesiumöl transdermal auf die Beine (Knöchel bis Knie) aufgetragen und mind. 20min lang einwirken lassen. Die täglich zugeführte Menge entsprach somit durchschnittlich ca. 3.33ml Magnesiumöl (31%-ige Lösung). Der Magensiumgehalt pro ml Magnesiumöl soll laut dem Anbieter 103mg elementarem Magnesium betragen. Umgerechnet hätte ich damit täglich eine Dosis von ca. 345mg Magnesium transdermal an mich verabreicht. Zusätzlich habe ich fast täglich diverse Formen von Magnesium-Supplemente von (je nach Aktivität) 100-500mg Magnesium eingenommen. Die oben beschriebenen gesundheitliche Probleme sind geblieben. Einzig am ersten Tag der transdermalen Anwendung, hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass der Tinnitus, erstmals seit einigen Jahren(!) für einige Stunden vermindert war. Wahrscheinlich habe ich mir das aber nur eingebildet. In den ersten Wochen hatte ich gefühlt weniger Krämpfe, was aber auch der Art des Trainings geschuldet sein kann. Danach war alles wieder beim Alten. Die Krämpfe treten bei intensiver Aktivität gerne in der Nacht auf.

      Mein letzter Bluttest (aus EDTA-Vollblut oder Serum) Mitte September 2018 ergab einen Wert von 0.78mmol/l. Noch 1 Jahr davor lag er bei 0.73mmol/l. Natürlich hatte ich bereits vor einem Jahr mit der Einnahme von NEM’s begonnen. Zumindest waren damals immer wiederkehren Herzrythmusstörungen verschwunden, die bis heute nicht mehr aufgetreten sind. Die Steigerung des Blutwerts ist aber dermassen gering, dass ich denke, mir all die Mühe mit der transdermalen Anwendung hätte ersparen können. Andererseits heisst es, dass die Messung aus EDTA oder Serum wenig aussagekräftig sei. Somit ist und bleibt unklar, ob sich mein Magnesiumwert tatsächlich kaum verändert hat (die Probleme sind bekanntlich geblieben). Leider habe ich in der Schweiz noch kein Labor gefunden, dass Magnesium intrazellulär (z.B. in den Erythrozyten) messen kann.

      Ich persönlich glaube nicht mehr, dass bei der Transdermalen Anwendung von “reinem” Magnesiumöl relevante Mengen an Magnesium aufgenommen werden können. Möglicherweise helfen Bor und DMSO die Aufnahme zu verbessern. Nur lag mein Bor-Spiegel letzten März bereits bei 61ug/l (Referenz: 14-85). Bei einer mehrwöchigen Anwendung der MgÖl+DMSO+Borax-Mixtur laut Video sowie zusätzlich 30ml Borax-Lösung (ca. 40mg Bor am Tag!) könnte der Bor-Wert ziemlich stark ansteigen.

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