Konzept

Edubily setzt sich zum Ziel, moderne biochemische Aspekte auf die Hintergründe des Menschen zu projizieren, um Rückschlüsse auf wichtige Eckpfeiler der menschlichen Gesundheit ziehen zu können..

Generell kann man in jeglichem (Lebens-)Bereich davon ausgehen, dass man in relativ kurzer Zeit sein genetisches Maximum erreicht, sei es der Körperfettanteil, die sportliche oder auch die kognitive Leistungsfähigkeit.

Diese Limitierung sollten wir zunächst anerkennen: Wenn du nach 5 Monaten Training kein sehr guter Läufer bist, dann wirst du es auch in 20 Jahren höchstwahrscheinlich nicht sein.

Das Basis-Konzept zielt generell darauf ab, grundlegende, wesentliche Kernpunkte zu charakterisieren, die in der Fülle bereits dafür sorgen, dass wir den Großteil unseres eigenen genetischen Potenzials abrufen.

Auf dieser Basis aufbauend können wir “Performance-Optimierung” betreiben, das heißt ein geschliffenes Gesamtbild kreieren, unser eigenes Potenzial vervollständigen und womöglich, nach jahrelanger Arbeit, nahe an der genetischen Grenze leben.

Im Grunde wird das Basis-Konzept bestimmt von mehreren wesentlichen Punkten:

  • Temporäre Kalorienrestriktion

Dieser Punkt ist wahrscheinlich einer der wichtigsten überhaupt: Es gibt in der Welt heute nur ein einziges, ganz sicheres “Mittel”, um das Leben zu verlängern. Das ist – praktiziert an vielen Tierarten – die Kalorienrestriktion. Alles was langlebig macht, macht paradoxerweise auch leistungsfähig. Das heißt, dass wir mit Kalorienrestriktion zum Beispiel ein potentes Werkzeug haben, um die mitochondriale Biogenese, das heißt Mitochondrien-Neubildung, zu induzieren.

Die komplette Wissenschaft der Gesundheit zielt darauf ab, genau diesen Mechanismus “künstlich” (per Medikament) zu induzieren, um diverse metabolische Systeme dabei anzusprechen: Das soll uns jünger und gesünder machen.

Kalorienrestriktion sollte ein völlig normales Werkzeug deines Lebens sein, in Form intermittierendem Fasten, Kalorienrestriktion (3 Tage die Woche 500kcal) oder normalem Fasten.

Jeder Jäger und Sammler der Gattung homo musste genau dies mehrmals wöchentlich praktizieren. So solltest du.

Wie genau so etwas aussehen kann, erfährst du hier:

Periodic undereating – ein Primer
Periodic undereating II
Periodic undereating III
Periodic undereating und die Wechselwirkungen mit NEM

  • Naturbelassene Nahrungsmittel

Es steht außer Frage: Nahrung ist wichtig. Dennoch sollten wir dies nicht auf eine bestimmte Ernährungsform reduzieren, sondern vielmehr die Vielfalt nutzen mit dem Wissen, dass kein Jäger und Sammler jemals auf irgendein Nahrungsmittel verzichtet hat und dass Dinge wie ketogene Diäten eher das Extrem, als die Norm darstellen.

Dazu mehr unter “Richtig essen”.

Generell sollte Eiweiß die Grundlage bilden. Studien deuten daraufhin, dass Homo sapiens eine carnivore Lebensart hatte, ähnlich wie die des Homo neanderthalensis’. Isotop-Werte zeigen: 30-40% Kalorien aus Eiweiß.

Dennoch: Auch hier gilt die Tatsache, dass wir die Flexibilität des H. sapiens ausnutzen sollten und im Sinne eines Gleichgewichtszustandes auch nicht jeden Tag Eiweiß in diesen Mengen konsumieren müssen, so lange die Gesamtbilanz stimmt.

Es sollte also insgesamt möglichst dazu führen, dass wir einen angenehmen Eiweißspiegel erhalten, von dem wir aber auch ab und zu zehren können. Chronisch niedrig sollte er aber in keinem Fall sein.

  • Pflanzenextrakte

Je länger man sich mit dem Thema ‘Auswirkungen von Substanzen auf Stoffwechsel’ befasst, wird klar wo die Gesundheit herkommt. Natürlich dienen deine Hormone als Grundlage und deine essentiellen Substanzen (Zink etc.) sind sehr wichtig – ohne Frage.

Aber diverse Pflanzenextrakte bieten ein unfassbar breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten, die weit über einzelne Wirkmechanismen hinausgehen. Viel mehr können Pflanzenextrakte diverse zelluläre Signalwege modulieren, was insgesamt in einer dramatischen Steigerung der Gesundheit resultieren kann.

Wie genau und wie umfassend, das erfährst du auch hier in meinen Artikeln. Ich jedenfalls scanne regelmäßig das Internet nach neusten Studien zu genau diesem Thema.

Wie Pflanzenextrakte u.a. wirken können, erfährst du beispielsweise hier:

Krebs und die Auswirkungen von NEM

  • “High MET”-Einheiten 

MET bedeutet “metabolic equivalent”. Es ist ein Maß dafür, wie viel ATP und somit Kalorien umgesetzt wurden.

Im Sinne der Evolution sollten wir unser Sportprogramm auf “flight or fight” Situationen reduzieren. Nur dann, dann wenn das Leben davon abhängig war, verausgabten sich diese Menschen von damals.

Dem widerspricht nicht, dass man auch “persistance hunt” in sein Trainingsprogramm mit aufnehmen kann. Persistance hunt ist eine Form des Ausdauerlaufes, der von den Buschmännern der Kalahari praktiziert wird.

Es ist ein ausdauernder – ganz wichtig – Trab, bei niedriger Puls-Frequenz, kaum schneller als schnelles Gehen, stundenlang.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass “High MET”-Einheiten wie Sprint, Intervalltraining und Maximalkraft, völlig ausreichend sind um das maximale genetische Potenzial zu erreichen – in sehr kurzer Zeit.

Das zeigen hunderte Arbeiten zum Thema HIIT und Ausdauer.

  • Sonne/Leber/Fischöl/Organfett

Die drei Begriffe stehen stellvertretend für das Aufnehmen von Pro-Hormonen. Auf das hormonelle Umfeld werde ich im nächsten Punkt noch genauer eingehen.

Vitamin D, Vitamin A und n3/n6-Fettsäuren sind Pro-Hormone.

Sonne ist und war ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Entwicklung: In der Sonne sind wir groß geworden. Die Wichtigkeit von Sonne – das wird sich in den nächsten Jahren zeigen – geht weit über die Produktion von Vitamin D hinaus.

Dennoch: Das aktive Vitamin D, Calcitriol, ist wohl einer der wichtigsten Stoffwechsel-Regulatoren des menschlichen Körpers. Je mehr wir darüber erfahren, um so mehr staunen wir über das Wirkspektrum.

Jäger und Sammler präferieren Organe und somit auch Leber. In vielen Kulturen waren Organe (und somit Leber) Heiligtümer, so wertvoll, dass man sie nur mit dem Speer berühren durfte, nicht mit den Händen.

Auch ich sehe im Konsum von Leber ein großes Potenzial, eben und gerade weil es Teil unserer Entwicklung war und wir dort eine Hormon-Vorstufe, Retinol (Vitamin A), finden.

Auch n3/n6-Fettsäuren nehmen eine Sonderrolle im menschlichen System ein, wo sie als hormonähnliche Substanzen Prozesse modulieren.

  • Hormonelles Umfeld

Ohne eine gesunde hormonelle Basis wären wir restlos verloren in dieser Welt. Mir geht es in erster Linie um die psychische und körperliche Gesundheit, das heißt auch um die Stoffwechselgesundheit.

Testosteron, sowie Wachstumshormon in Form von IGF sollten gemessen und wenn möglich interveniert werden.

Insgesamt sollten man wissen, wie der eigene hormonelle Status ist hinsichtlich Steroidhormonen, Wachstumshormon, Calcitriol (aktives Vitamin D) und womöglich auch Insulin.

Diese Parameter geben viel Information hinsichtlich der Lebensqualität und auch der Körperkomposition.

Mein Ziel ist es auch hier, nicht zwangsläufig exorbitante Werte zu generieren, sondern Werte, die uns optimal leben lassen.

Ohne das hormonelle Umfeld, kann keine Stoffwechselgesundheit garantiert werden und umgekehrt, wirken Hormone als Puffer: Man kann viel falsch machen, wenn die Hormone stimmen.

  • Mikronährstoff-Versorgung (low dose) 

Wir leben nicht in einer perfekten Welt. Wir sind anderen Lebensumständen ausgesetzt, es wird mehr von uns abverlangt und wir leben nicht in einem idealisierten, für Homo sapiens artgerechten Umfeld mit der dementsprechenden Nahrungsgrundlage.

Weiterhin wissen wir heute, dass diverse Mikronährstoffe sehr förderlich sind hinsichtlich der Gesunderhaltung und des Lebensgefühls.

Daher empfehle ich, eine grundlegende Mikronährstoff-Versorgung zu gewährleisten in Form von NEM. Dieses NEM muss nicht zwangsläufig chronisch hochdosiert werden, so lange die Blutwerte stimmen.

An dieser Stelle sei auch gesagt, dass manche Menschen zum Beispiel deutlich mehr Zink aufnehmen müssen, um den Zink-Wert auch ordentlich anzuheben.

Daher könnte ein Konzept vorsehen, dass man sich eindeckt mit einem “Grundprogramm” und dann selektiv ergänzt mit Mangelsubstanzen wie Magnesium oder eben Zink.

Wichtig hierbei ist die Bioverfügbarkeit des einzelnen Mikronährstoffes, die präferiert in einer organischen Form vorliegen sollten.

Der biochemische Hintergrund des Konsums von Mikronährstoffen ist Tatsache, dass in jeder Sekunde des Tages unzählige chemische Reaktionen in uns ablaufen, die das Leben erst ermöglich und die Substrate hierfür sind eben diese Mikronährstoffe – nichts anderes.

  • Schlaf

Kein Aspekt des heutigen Lebens wird so vernachlässigt wie die Frage nach der optimalen Schlaflänge bzw. – menge. Gleichzeitig aber ist wohl kein “Mittel” auf dieser Welt so potent hinsichtlich der Förderung unserer eigenen Gesundheit, gerade bezogen auf die körpereigene Regenerationsfähigkeit.

Diverse Arbeiten beweisen dies immer und immer wieder. Sei es auf kognitiver Ebene (mehr kognitive Leistungsfähigkeit nach ausgiebigem Schlaf, bessere Lernleistung etc.), auf sportlicher Ebene (bessere Regeneration, schnelleres Muskelwachstum etc.), als auch auf gesundheitlicher Ebene (bessere Glukose-Toleranz, weniger Leptin, weniger Körperfett, mehr Organgesundheit etc.).

Alles, was hier beschrieben wird hilft nichts, wenn du chronisch zu wenig Schlaf hast. Im Gegenteil: Du musst unbedingt auf Schlaflänge – und qualität achten.

Homo sapiens lebte Jahrtausende lang im natürlichen Rhythmus, ohne künstliche Lichtquellen. Weiterhin zeigen diverse Arbeiten auch, dass fast alle Jäger und Sammler eine “Mittagsruhe” praktizieren, in der sie “nappen”. Der nap ist ein kurzer Schlaf, ein “Wegtreten”.

Noch einmal: Wer nicht ordentlich schläft, der braucht von diesem Programm hier überhaupt nichts zu erwarten, da die eine zu kurze Schlaflänge diverse Verschlechterungen mit sich bringen wird, gerade auch hinsichtlich der Insulin-Sensitivität.

Ich persönlich orientiere mich an meiner Hündin: Schlafen, so oft und so viel wie möglich.

  • Kälte-Kontakt

Auch die Kälte ist ein Faktor, der heute vernachlässigt wird.

Der Kontakt mit der Kälte, sei es in Form von leichter Bekleidung oder auch in Form von Schwimmen im See, bringt diverse metabolische Vorteile mit sich, wie Steigerung der Insulin-Sensitivität, Erhöhung des Kalorienumsatzes, Steigerung der Effizienz des Immunsystems, Induktion von mitochondrialer Biogenese, “browning” von weißem Fettgewebe, arterielle Gesundheit, kurz: Es ist durchaus anzusehen als exercise mimetic, es “mimt” also Sport in gewisser Art und Weise.

Auch Kälte-Kontakt sollte ständig generiert werden und ist auch Teil des Basis-Konzepts.


Um einen Gleichgewichtszustand wiederherzustellen, der womöglich im Laufe der Jahre verloren gegangen ist, reicht es in der Regel, das Basis-Konzept zu praktizieren.

Sollte dies nicht ausreichen, dann helfen diverse “Programme”, die eigens dafür konzipiert wurden, um eben diesen Zustand wiederherzustellen.

Das sind

Jedes Programm wird auch direkten Einfluss auf ein anderes Programm nehmen. Das heißt: Ein Anheben des aktiven T3 wird auch dafür sorgen, dass die Testosteron-Werte – womöglich – wieder besser aussehen.


Es ist klar ersichtlich: Der Bereich der Performance-Optimierung ist das i-Tüpfelchen. Um diesen letzten Bereich ordentlich auszubauen, noch näher an das genetische Potenzial zu kommen, kann man auf diverse “Hilfsmittel” zurückgreifen.

Ich diskutiere ständig Hilfsmittel, wie zum Beispiel auch Taurin, L-Carnitin, Citrullin oder auch Phosphatidsäure.

Dieser Bereich wird aber nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass wir irgendwelche Zusatzmittel zu uns nehmen, sondern kann ganz individuell auch spezifischere Trainingsprogramme beinhalten oder ein gezieltes “Diät-Programm” zum Ausmagern, um beispielsweise sehr niedrige Körperfettanteil-Werte zu erreichen.

Ich bin der Meinung, dass es kein Muss ist, allerdings können gerade diese “Spielchen” letztendlich den entscheidenden Unterschied machen.

Generell aber, wird ein Großteil der optimalen Funktionsfähigkeit alleine dadurch erreicht, dass wir das Basis-Konzept praktizieren.

Explizite Unterschiede können wohl zu finden sein für Kraftsportler, wenn verglichen mit Ausdauerathleten.