Taurin-Mangel macht Männer unfruchtbar

 

Immer wieder gestritten wird um die Frage nach der „originalen Ernährung des Menschen“. Verständlicherweise. Der Rahmen, indem wir uns bewegen, ist dabei schnell gefunden:

Es gibt keine natürlich lebende Population, die sich ausschließlich von Pflanzen ernährt.

Gibt es wirklich nicht. Kann es auch nicht geben, weil diese Menschen in der freien Wildbahn langfristig nicht überleben würden. Bitte, wir sollten darüber wenigstens eine Sekunde lang nachdenken! Ein Mensch in der freien Wildbahn, der sich nur von Pflanzen ernährt, kann nicht überleben.

Tierische Lebensmittel sind „effizient“

Das ist alles relativ simpel. Wer’s nicht glaubt, kann selbst mal nachmessen: Fleisch ist beispielsweise das einzige Lebensmittel, das uns ausreichend mit Eisen versorgen kann. Wer kein Fleisch isst, wird, auch wenn er sich viel Mühe gibt, seine Eisen-Speicher niemals füllen können.

Geht natürlich noch weiter:

  • 100 bis 200 g Leber pro Woche (!) versorgt den Körper mit dem Tagesbedarf an Kupfer.

Jeder, der sich damit mal befasst hat, wird wissen, wie schwer es ist, die vom Kupfer-Spezialisten Dr. Klevay geforderten 2 bis 3 mg Kupfer pro Tag in den Körper zu bekommen. Denn selbst wenn es mit einer fleischlosen Kost rein rechnerisch möglich wäre … in Pflanzen gibt es zu viele Stoffe, die die Kupfer-Aufnahme erschweren. Im Fleisch hingegen liegt die Kupfer-Verbindung vor, die vom Körper am besten aufgenommen wird.

  • 100 bis 200 g Leber pro Woche füllen darüber hinaus die Vitamin-A- und B12-Speicher. Und zwar spielend leicht.

Wir könnten so weitermachen. Fakt ist: Ein Mensch kann, wenn er das ganze Tier verspeist, bestens leben. Das Gehirn des Tieres ist voll mit essentiellen Fettsäuren, die Organe sind das „Multivitamin der Natur“, das Knochenmark der Tiere zeigt ein besseres Fettsäure-Profil als Olivenöl und darüber, wie wertvoll der Verzehr von Gelatine (bzw. kollagenen Proteinen), wird derzeit immer häufiger berichtet.

Aus dem Tier lässt sich auch Kleidung herstellen, Material für Unterkünfte oder Werkzeuge.

Also: kein vernunftbegabter Mensch in der freien Wildbahn würde ausschließlich Bohnen essen, wenn er vom Büffel leben kann.

Ein vernunftbegabter Mensch würde die Frage nach der Effizienz stellen. 100 bis 200 g Leber sichert, bezogen auf den Mikronährstoffgehalt, das Überleben, das nicht durch den Pflanzenkonsum im Kilogrammbereich (pro Tag!) abgedeckt werden könnte.

Taurin-Mangel macht Mann unfruchtbar

Mal ein anderes Thema. Taurin. Diese „Aminosäure“ findet sich ausschließlich in Lebensmittel tierischen Ursprungs, vor allem im Fisch. In der berühmten „Protein-Debatte“ (2008), einer schriftlichen Auseinandersetzung zwischen Prof. Campbell (Veganismus) und Loren Cordain („Paleo Diet“), schreibt Cordain:

Zu guter Letzt verfügt unsere Spezies über eine begrenzte Fähigkeit, die wichtige Aminosäure Taurin aus Vorläufer-Aminosäuren (38, 39) zu synthetisieren. Vegetarische Ernährungsformen beim Menschen führen zu gesenkten Plasma- und Harnkonzentrationen von Taurin (40). Wie bei Katzen (41, 42) kann die Notwendigkeit, Taurin selbst zu synthetisieren, beim Menschen evolutionär reduziert worden sein, weil exogene diätetische Quellen von vorgeformtem Taurin (nur in tierischen Nahrungsmitteln zu finden) den selektiven Druck, der die Notwendigkeit der Synthese dieser bedingt essentiellen Aminosäure erforderte, entspannt hatten.

Wir Menschen verfügen also über eingeschränkte Kapazitäten, Taurin selbst zu synthetisieren. Heißt, wir können davon ausgehen, dass Menschen, die keine taurinreiche Kost zu sich nehmen, niedrige Taurin-Werte in den Geweben aufweisen.

Lange Rede. Soeben erschien Arbeit, die zeigt:

Macht man männlichen Tieren Taurin-Mangel sind sie mit einer 10 x höheren Wahrscheinlichkeit unfruchtbar. 

Die Extra-Tauringabe kehrte das um. Der Grund hierfür: Taurin hilft dem Spermium, mit unterschiedlichen Umgebungen zurechtzukommen. Denn Taurin reguliert bekanntermaßen die Osmoregulation von Zellen. Während der Befruchtung hilft Taurin somit, die Zellform der Spermien zu wahren.

Was ist eigentlich „gesund“?

Leider wird, wenn es um „Gesundheit“ geht, immer nur das quasi Unwichtige gemessen. Dann wird beispielsweise immer gelobt, wie untergewichtig (niedriger BMI) Veganer in der Regel doch seien. Doch was ist, wenn es um die Wurst, also die Fortpflanzung geht? Wie effizient sind wir da? Das wird dann selten gemessen und häufig bagatellisiert – heißt: das dient meistens nicht als Marker für die Gesundheit.

Bleiben wir doch nochmal kurz bei der Reproduktion. Menschen, die Fleisch essen, führen also die für die Reproduktion wichtigen Stoffe zu, wie …

  • Vitamin A (nicht ß-Carotin!),
  • Vitamin K2 (MK4),
  • Zink,
  • Eisen,
  • Kupfer,
  • Taurin,
  • B12,
  • langkettige Omega-Fettsäuren,
  • usw.

Während bei einem Veganer davon … leider wenig bis nichts hängen bleibt.

Bleiben wir mal fair: Ein „aufgeklärter“ Veganer, der zum Beispiel hier liest, kann mit dem nötigen Wissen natürlich bestens überleben und sich auch reproduzieren. Zusätzlich heißt das natürlich nicht, dass jeder ein Kilo Fleisch am Tag essen muss – im Gegenteil. Weston Price klärte uns ja auf: sogar kleine Mengen von Lebensmitteln tierischen Ursprungs können eine große Wirkung haben.

PS:

Da es eine der wenigen Aminosäuren ist, die nicht in der Proteinsynthese verwendet werden, wird Taurin oft als „nicht essentielle“ Aminosäure oder großzügiger als „bedingt essentielle“ Aminosäure bezeichnet. In Anbetracht seiner weiten Verbreitung, seiner vielen zeltschützenden Eigenschaften[29,30] und seiner funktionellen Bedeutung für die Zellentwicklung, für die Ernährung und das Überleben[31,32] sind dies eindeutig die falschen Bezeichnungen. Taurin ist zweifellos eine der essentiellsten Substanzen im Körper. Darüber hinaus gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass eine insuffiziente Taurinzufuhr zu einer Vielzahl von Erkrankungen führt, darunter schwere Kardiomyopathie[33], Nierenfunktionsstörung[34], Pankreaszellfehlfunktion[35] und der Verlust von Netzhautfotorezeptoren[36].

Deshalb: Während einer Schwangerschaft vegan zu leben oder gar ein Kind vegan zu ernähren, halte ich für grob fahrlässig!

Referenzen

https://www.catalystathletics.com/article/50/The-Protein-Debate-Dr-Loren-Cordain-T-Colin-Campbell/

FEBS J. 2018 Mar 31. doi: 10.1111/febs.14449. [Epub ahead of print]

Mol Vis. 2012;18:2673-86. Epub 2012 Nov 12.

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26 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hallo Pascal,

      nach Dr. Strunz solltest Du die Leber roh essen. Kann man machen, wenn man den Blutgeschmack liebt. Ich finde das ist schwierig, auch mit Nasezuhalten.
      Desegen klassisch kurz gebraten mit gedünsteten Zwiebeln.
      Oder gegrillt mit rohen Zwiebeln und Aivar (Paprikapaste).
      Roh gemixt mit einer handvoll gemischter Beeren und etwas Wasser ist es runterzukriegen. Aber ein Genuss ist das nicht. Wobei….?!?!?!?! Geschmacksache.
      Grüße

      Martin

      1. Das Thema ist ganz einfach: Leber muss nicht Bio sein!.
        Darum: gehe zum Metzger oder zum Edeka an die Fleischtheke und kaufe da Rinderleber (normalerweise 4,90 EUR/KG). Dabei darauf achten, dass die Leber aus Deutschland kommt, da man Leber ungefroren nicht lange lagern kann.
        Das Problem bei Leber von grasgefütterten Kühen ist, dass man diese aufgrund von Leberegeln oft nicht essen kann.

        Allerdings ist Leber SEHR mager, wieso man sich über das Omega 3-6 Verhältnis keine Gedanken machen muss.
        Und in dem Kraftfutter das Kühe in Deutschland bekommen ist kein Chemie-Zeugs drin, sondern hauptsächlich Soja und Mais, was am Vitamingehalt von Leber nicht soo viel ändern sollte, da hier ja die überlebensnotwenidgen Reserven der Tiere gespeichert werden und diese sind ja gleich, egal was die Tiere fressen.

        Außerdem: die Leber ist entgegen der landläufigen Meinung kein Giftspeicherorgan sondern nur ein Entgiftungsorgan. Giftstoffe werden NUR im Fettgewebe gespeichert und da Leber sehr Mager ist, ist das kein Problem.
        Und im Gespräch mit dem Metzger meines Vertrauens habe ich auch schon erfahren, dass man eine wegen Giftstoffen (z.B. Antibiotika) geschädigte Leber niemals freiwillig essen würde, weil die ungenießbar wäre.

        LG jfi

        1. „Bio“ ….. wenn man auf nuklear bestrahlte, tote Nahrung steht,
          sollte man fröhlich zu BIO greifen !

          Was die Herrschaften mittlerweile so alles mit Lebensmitteln anstellen, damit sie
          länger haltbar bleiben…..

    2. Ich komm an Leber pur auch nicht ran.
      Mein Rezept, wo man die Leber gar nicht rausschmeckt:
      500 gramm Bio-Kalbsleber (erstaunlich günstig)
      2500gramm gemischtes Hack (ich „Mixe“ mir das an der Fleischtheke – bzgl. Fettgehalt, etwas Fett muß drin sein, sonst schmeckt es nicht bzw. wird zu trocken)
      2 Eier
      2 mittlere Zwiebeln
      Semmelbrösel
      4 zehen knoblauch
      1 kleines Päckchen Ziegen-hirten-Käse
      1 TL Senf
      1 TL Tomatenmark
      Pfeffer, Salz, Chili, Rosmarin…was man an kräftigen Gewürzen so mag.

      Die Leber auspacken – und ab in den Gefrierschrank – so nach 2 Stunden ist sie gut angefroren…dann inn kleine Stücke schneiden und durch den Mixer drehen, das man Leberpüree hat (vorsicht, riecht etwas strange nach Blut)

      Das Hackfleisch, Eier, Zwiebel,Hirtenkäse,…alles inne Schüssel, durchmanschen (nimm gummihandschuhe…die gewürze bleiben sonst ewig als farbiger Rand unter den Fingernägeln! 😉 )…abschmecken…und dann das LeberPüree dazu.
      Dann mit etwas Semmelbröseln die Masse so durchkneten, das man gut Bouletten / Frikadellen / FleischPflanzerl…draus formen kann.

      ich brate die dann recht scharf in einer Antihaftpfanne an, und gare die dann im Ofen fertig.
      kann man dann wunderbar einfrieren, mit zur Arbeit nehmen…den Kindern auch mal was gutes tun.

  1. Bio Leber bekommt man bei fast jedem direktvermarktenden Bio-Bauern. Oder mein Favorit: Wildschweinledersitze direkt vom Jäger (die sind meist froh, wenn sie die los werden).

    Leber im Mehl wenden und dann Braten. Einfacher geht es nicht. Am besten vorher etwas klein schneiden, dann wird es gleichmäßiger. Dazu Zwiebeln, Kartoffelstampf und wer mag Apfelringe auch gebraten.

  2. In der Biocompany ist Rinderleber sehr preiswert. Muss aber extra bestellt werden. Ebenfalls Hühnerinnereien. Alles 7,90 Euro pro kg.

    Beste Grüße

  3. Meine Mutter kann sich noch daran erinnern früher Gehirn gegessen zu haben. Mit Leber, Zunge, Nieren wurde ich ja als Kind auch gefüttert. Isst Du wirklich Hirn, Chris?

    Und wenn ja, wie lautet Dein Rezept?

    1. Hirn einfach unter das Rührei mischen, Salz und Pfeffer – fertig.
      Zwiebeln, Schnittlauch , andere Kräuter, oder womit man sein gewöhnliches Rührei auch isst, einfach unterheben.

      Gruss

  4. Ich esse Leber immer so:
    Beim Metzger 2kg Leber durch den Wolf drehen lassen. Zuhause den Leberbrei mit Mehl oder Flohsamenschalen (als Binder) verrühren. Leberteig auf ein Schneidbrett geben und portionsweise von dort mit einem Messer fingergroß ins kochende Salzwasser reinschaben. Nach 5 Minuten aus dem Wasser holen. Mit der nächsten Ladung wiederholen. Eine Portion (ca. 200g) dann in der Pfanne mit Zwiebeln und Ei kurz braten. Den Rest portionsweise für späteren Gebrauch einfrieren.

  5. Bei dem Gedanken an rohe Leber schüttelt es mich – da lebe ich gerne 2,3 Jährchen weniger lang!

    Dr. Greger und seine vegetarisch-orientierte „How not to die“ – Crew würden jetzt wahrscheinlich einiges ins Feld führen…

    Ich sehe das grundsätzlich ähnlich mit den hochwertigen und bioverfügbaren Substanzen aus dem Fleisch – ABER: der Mensch hatte NIEMALS! permanenten Zugang zu diesem Füllhorn an Vitalstoffen.

    So viele wilde Tiere für so viele Stammesmitglieder ließen sich dann wohl nicht einfangen.

    Bleiben also an 9/10 Tagen wohl doch wieder die Beeren, Wurzeln, Gräser, Samen, Honig.

    Aber ein bischen was liefern die ja dann glücklicherweise auch. Die für die Darmflora nützlichen Ballaststoffe zum Beispiel, die das Tier in der Form nicht bereitstellen kann, weil es sie selber verzehrt hatte 😀

    Grüße

    1. Na ja, gibt ja ganze Bücher zu dem Thema. In der Human-Evolution dreht sich alles um Fleisch, sogar die Entwicklung von Teamfähigkeit und Moral. Wie viel davon letztlich verspeist wurde, bleibt natürlich fraglich. Lass es davon mal ein Bruchteil gewesen sein:

      Hadza-Fleischkonsum

      1. Ok!

        Also das großgeschriebene „Niemals!“ meinerseits muss ich dann freimütig einräumen, war eindeutig zu (vor)laut.

        Wobei ich gerne eine Studie aus der heutigen Zeit hätte. 1 kg pro Tag und Person finde ich schon eine beachtliche Menge…

        Ich bin allerdings nicht im Bilde, wie es betreffs der Lebenserwartung und /oder Prävalenzen der Hadza ausschaut.

        Es bleiben die, soweit mir bekannt, plausibel bestätigten blauen Zonen hoher und sehr hoher Lebenserwartung und tiefer Prävalenzen.

        Nach den gegenwärtigen Informationen ist die Ernährung dieser Menschen dort mit wenigen Ausnahmen im Mittel NICHT tierisch dominiert, obwohl dies möglich wäre.
        Allerdings stellen tierische Produkte einen regelmäßigen Beitrag in der täglichen Ernährung (mit Ausnahme der Adventisten in Loma Linda)

        Das bezieht sowohl Fleisch und Fisch, als auch Milchprodukte wie Käsen und Joghurts (allerdings weniger von Kuhmilch) als auch Schinken oder Eier und Honig ein.
        Mengenmäßig leisten aber Produkte pflanzlichen Ursprungs in allen 5 Zonen mehr Beitrag zur täglichen Ernährung.

        Wäre spekulativ, ob sich die Lebenserwartung mit mehr tierischen Produkten noch weiter steigern ließen….

        Gruß

        1. Genau.

          Ich denke auch nicht, dass eine zu fleischlastige oder gar karnivore Lebensweise besonders förderlich ist.

          Ich denke aber, dass eine auf pflanzliche Kost basierende Ernährungsform, die tierische Produkte bis zu einer gewissen Menge enthält, besser bzw. gesünder ist als eine (quasi) rein pflanzliche Ernährungsform.

          Allgemein aber sollte man nicht vergessen, dass Ernährung nur ein Bruchteil des (gesunden) Lebensstils ausmacht. Zu den Blue Zones zitiere ich mal aus unserem eigenen Beitrag (http://edubily.de/2014/08/gratwanderung-orthorexie/):

          –––

          Schauen wir mal auf die Power 9: blue zones lessons.

          – Bewege dich natürlich: Die Langlebigsten stemmen kein Eisen oder laufen Marathon. Stattdessen müssen sie sich aufgrund der Umweltbegebenheiten ständig bewegen, ohne dabei „zu denken“.
          – Einen Sinn für den Sinn: Wieso stehst du morgens auf? Eine (Lebens-)Aufgabe kann unsere Lebenserwartung um 7 Jahre erhöhen.
          – Runterkommen: Stress induziert Entzündungen, die im Zusammenhang stehen mit diversen degenerativen Erkrankungen. Die Langlebigsten pflegen Rituale gegen Stress.
          – 80% Regel: Hara hachi bu. Die Okinawa-Bewohner sagen, dieses Mantra erinnert sie vorm Essen immer daran: Bei 80% Mageninhalt ist Schluss.
          – Pflanzen: Der Eckpfeiler der Ernährung vieler Langlebigen sind Bohnen.
          – Wein: Weintrinker (mäßig) leben gesünder als Nicht-Trinker – vor allem dann, wenn es in der Gemeinschaft stattfindet.
          – Zugehörigkeit: Dienste erweisen, Teilhabe am Gemeinschaftswesen, kann das Leben um 14 Jahre verlängern.
          – Die Geliebten zuerst: Die Familie steht an erster Stelle. Eltern und Großeltern bleiben in der Nähe wohnen und es wird in die Kinder investiert.
          – „Richtiger Stamm“: Langlebige gehören zu Kreisen oder werden in Kreise geboren, die gesundes Verhalten unterstützen.

          Wenn man dem auch nur ein bisschen Bedeutung beimisst, wird klar: Die Ernährung macht einen sehr geringen Teil aus.

          –––

          1. Es gibt aber auch noch eine relativ „neue“ Blue Zone, nämlich Island.
            Und die traditionelle Ernährung dort ist sehr nahe dran an einer karnivoren Lebensweise, da auf Island einfach wenig wächst. Das heißt, den Löwenanteil machen Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte und etwas Meeresgemüse in der traditionellen Isländischen Kost aus.
            Eine tierisch dominierte Ernährung kann also auch sehr förderlich sein für ein langes Leben.

            LG jfi

    1. Hallo Karo,
      Chris spricht hierbei von Fleisch und dessen Inhaltsstoffen. MK7 hingegen wird in Bakterien synthetisiert. Wir kennen es daher fast nur aus fermentierten Nahrungsmitteln (wie Natto), oder im Labor ‚gebastelt‘ aus Farnesol und Geraniol.

      1. Neben Mk-7 gibt es noch das in Käse und Joghurt teils reichlich vorkommende
        Mk-8 und Mk-9, was vermutlich ebenso effektiv in der y-Carboxylierungsaktivität des MGP und Osteocalcins ist.

        Also zum Glück nicht nur „Natto“, was in unseren Kreisen kulinarisch weniger Anklang finden dürfte.

        Aber Milchprodukte sind ja auch eine Kontroverse :-I

        Gast GC et al. A high menaquinone intake reduces the incidence of coronary heart disease. Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2009;19(7):504-10.

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