Mehr Energie: Mitochondrien verwöhnen in 2 Minuten

 

Wir kümmern uns ja meistens um alles. Gehen laufen, essen mehr Eiweiß, mehr Gemüse … dies, das … strengen uns überall an … Aber haben nie Energie! Energie? Was soll das sein?

Energie ist Power.

Wer das nicht spürt, wer keine Kraft, keine Power hat, der hat halt … keine Energie.

Wohlgemerkt: Das heißt nicht, dass man den ganzen Tag wie aufgezogen durch die Gegend rennen muss. Die Sorte Mensch ist meistens die, die eigentlich keine Energie hat, aber so tut als hätte sie Energie. Resultat dann meistens bekannt. Nein. Energie haben heißt, nicht höher springen als man muss, aber wenn man springen muss, ziemlich hoch springen kann.

Und Energie wird im menschlichen Körper genau an einer Stelle gemacht, nämlich in Mitochondrien, gemeinhin bekannt als „Kraftwerke unserer Zellen“. Nur dort entscheidet sich, ob das, was man isst, auch zu „Energie“ werden darf. Energie hat also, paradoxerweise, erst mal nichts damit zu tun, wie viel „Energie“ wir auf den Hüften gespeichert haben oder uns bei McDonald’s einverleiben.

Genauer betrachtet entsteht „Energie“ im Inneren der Mitochondrien, an der inneren Membran. Dort nämlich sitzt die „Elektronentransportkette“. Wir brauchen an dieser Stelle nicht zu wissen, was das ist. Damit du eine Vorstellung davon bekommst, hier mal das Bild (mit Beschriftung), das sich mein Desktop-Hintergrund nennen darf:

Auf dieser Membran sitzen zum Beispiel Proteine. Die Kette und die Proteine funktionieren nur, wenn …

  • Eisen,
  • Schwefel,
  • Vitamin B2,
  • Vitamin B3,
  • Q10,
  • und Kupfer

… vorhanden sind.

So einfach ist das.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass wir ziemlich große Probleme damit haben (doch, doch), genug Eisen und Kupfer in den Körper zu bekommen.

Wann immer also jemand über „zu wenig Energie“ klagt, sollte er vielleicht schlicht und ergreifend schauen, ob das was mit Eisen und Kupfer zu tun hat. Damit Mitochondrien ordentlich arbeiten, muss man sie vor Radikalen schützen. Das macht ein Enzym namens Mangan-Superoxiddismutase, das extra dort zu finden ist. Also packt man das, Mangan, noch mit in den Mito-Mix. Nummer sicher.

Was ist mit Schwefel und Co.? Meine Erfahrung ist, dass B-Vitamine oft nicht die wichtige Stellschraube sind, Q10 auch nicht und Schwefel essen wir in Form von Cystein und Methionin, beides bekanntermaßen Aminosäuren, also Eiweiß.

Ist das nicht eine guter Vorschlag? Bevor man über irgendeinen Makronährstoff klagt, also sich fragt ob man Diesel oder Benzin tanken soll, schaut man zunächst mal ob der Motor überhaupt funktioniert. Und wenn der funktioniert, Überraschung, fragt man sich eher nicht mehr ob Diesel oder Benzin. Hauptsache der Tank ist voll.

Anmerkung: Jetzt kommt wieder die Frage … „Wie?“ … Nicht immer aus allem ein Problem machen. Eisenglycinat (25 mg morgens, 25 mg abends) oder täglich Rindfleisch/Organe, Kupfer … Glycinat oder Gluconat (1-4 mg) oder täglich ein großer Topf Linsen, Hülsenfrüchte im Allgemeinen (riecht ggf. ein bisschen), Vollkornprodukte oder einmal die Woche eine große Portion Leber. Für Mangan gilt das gleiche wie für Kupfer. Die beiden mögen sich anscheinend, kommen oft zusammen vor (gilt nicht für Leber). (Erhaltung: Eisen 15 mg, Kupfer 1-2 mg, Mangan 2 mg.)

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo an alle 🙂

    welchen Blutmarker lässt man am besten messen um seinen Kupferwert zu bestimmen? Vollblut Kupfer, Serum Kupfer oder doch lieber den cp-Wert?
    Ich leide zur Zeit an extremer Kraftlosigkeit bzw. wenig Energie und habe jetzt evtl Kupfer im Verdacht. Einen B-Komplex suppe ich bereits sowie auch 12mg Mangan in der Woche. Da ich recht viel Rindfleisch esse sollte mein Eisen Wert passen 🙂

    Liebe Grüße
    Carina

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