Kohlenhydrate: Hört auf mich zu belästigen!

Mit euren Kohlenydraten.

Noch viel schlimmer ist, dass manche hier lesen, kaum 1 und 1 zusammenzählen können und dann Doc Strunz aus Roth mit ihrem Blödsinn belästigen. Deshalb nämlich, also weil gewisse Leser ihm sicher immer wieder unsere vermeintlichen „Pro-Carb-Behauptungen“ unter die Nase reiben, muss Dr. Strunz News über uns schreiben — und sich rechtfertigen.

Der schreibt:

Verstehen Sie also bitte die Lage des Arztes, z.B. meine: Mir sitzen Sie halt täglich gegenüber, die Krebskranken, die MS-Kranken, die depressiven, die Übergewichtigen, die Diabetiker, die mit dem Bluthochdruck kurz vor dem Schlaganfall.

Wenn ich denen Kohlenhydrate erlaube – wie das Chris Michalk, kein Arzt, tut – verletze ich mein Gelöbnis. Darf ich nicht. Der Arzt muss hier schwarz-weiß sprechen.

https://www.strunz.com/de/news/zucker-zerstoert-ihr-immunsystem.html

Icherlaube“ Krebskranken, MS-Kranken und Depressiven sicher keine (Extra-)Kohlenhydrate. Das liegt ganz einfach darin begründet, dass ich mit diesen Menschen nicht zusammenarbeite, auch nicht zusammenarbeiten will und wir keine Anlaufstelle für diese Gruppen sind. Wir arbeiten mit (auch mal verrostetem) Ferrari und Formel 1 zusammen, nicht mit Autos, die Jahre lang kaputt gefahren wurden und jetzt ganz dringend in die Werkstatt gebracht werden müssen, weil sie sonst auseinander fallen, also schwer krank sind. Deshalb heißt es im Titel bei uns auch Optimierung. Das unterscheidet sich bisweilen gravierend von Heilung und Therapie. Das werden wir aber auch genau so jedem sagen, der sich mit Krankheit an uns wendet. Oft genug haben wir schon den Weg nach Roth vorgeschlagen.

Im Gegenteil, wer lesen kann, der sieht, dass wir immer und immer wieder zu Lean. Green. Marine. (Wo sind da jetzt genau Kohlenhydrate, also Mehl und Zucker?) raten, wenn es um Übergewicht und Diabetes, also typische Entgleisungen des Stoffwechsels geht. Eben so lange, bis die metabolische Gleichgewichtslage des Organismus wiederhergestellt ist. Wer sich dann an die Spielregeln eines gesundes Lebens hält, und das hat mit Kohlenhydraten oder Nicht-Kohlenhydraten (Ausnahme: Mehl und Extra-Zucker) weniger zu tun, der bleibt auch stoffwechselgesund. Dass wir ein Problem mit Industrienahrung haben, steht außer Frage. Aber seit Weston Price sollte jeder wissen, dass Völker nicht wegen der Kohlenhydrate krank werden, sondern sobald sie unseren westlichen Lebensstil annehmen. Und natürlich gehören dazu auch hochverarbeitete Mehlprodukte und Extra-Zucker. Kohlenhydrate gibt es allerdings nicht nur in Form von Haushaltszucker im Schrank und Brezel.

Nichts weiter beschreibt Herr Strunz in seinen News zum Immunsystem auch. Nämlich dass ein stoffwechselkranker Mensch eben auch ein kaputtes Immunsystem hat. War abzusehen und absolut logisch. Deshalb hat ein stoffwechselkranker Mensch auch ein kaputtes Gehirn (Diabetes im Kopf) … und so weiter. Diese Zusammenhänge erschließen sich aber auch Menschen, die sich beim Lesen hier Mühe geben.

Kann man allerdings verstehen, dass man sich in diese Thematik ad absurdum rein steigern kann? Dass von „iss mal Steak und Salat, statt vollgezuckertes, vollfettes Schokomüsli in vollfetter Milch“ nach „Ich trinke den ganzen Tag Butter im Kaffee, es gibt jetzt statt Weizenkuchen halt Nusskuchen mit Sahne und abends drei Avocado-Hälften, weil keto“ schon ein gewaltiger Sprung ist und das eine überhaupt nichts mehr mit dem anderen zu tun hat? Ich kenne sie ja, die Diabetiker mit ihren Keto-Blogs.

Deshalb plädieren wir für differenziertes, wohl bedachtes Mittelmaß (im Kontext eines gesunden, aktiven Lebensstils), freilich mit auch extremen Interventionen, wenn Not am Mann ist. Oder was glaubt ihr, wie man Gewicht verliert? Eher mit Steak und Salat, also Proteinfasten, statt mit Nusskuchen (keto) oder Wurstsemmel (nicht-keto), oder? Die dicke Petra (nichts für ungut) braucht natürlich nicht noch extra das Brötchen in die Maschine zu schieben, die sowieso keine Kohlenhydrate verarbeiten kann.

Kann man ein bisschen Differenzierung auf Seiten des Lesers heutzutage eigentlich noch einfordern? Wie absurd, dass man drüber überhaupt noch diskutieren muss.

Und selbstverständlich gehe ich jetzt erst mal in den Kraftraum. Manche könnten noch mal Price lesen. Oder von den Tsimane, den Blauen Zonen, die Kitava-Studie oder anderen Möglichkeiten, den Horizont zu erweitern und herauszufinden, dass ein gesunder Lebensstil mehr beinhaltet. Wohlgemerkt: (Temporär) massive Kohlenhydrat-Restriktion hat selbstverständlich auch seinen Platz — und zwar einen großen, vor allem als Therapie und Gesundungsmöglichkeit. Ich wäre froh, Leser würden mal (argumentative bzw. inhaltliche) Überschneidungen, statt vermeintliche Konstrastprogramme sehen. Das wäre sicher vorteilhafter.

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16 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Chris,

    du bist KEIN ARZT!

    Ein dümmlicheres Argument gibt es nicht… Mal im Ernst, Doc Strunz hat doch null Ahnung von irgendwelchen Abläufen im Körper, Stoffwechsel etc. … Das ist doch nur nachgeplappert von dem, ergo reine Ideologie (typisch Papagei). Und dann noch zu glauben, weil man den Titel Doktor trägt, sei man anderen voraus Das zeigt nur, dass man es nicht ist.

    Oder wer an einen Punkt gelangt ist und sich für einen Experten hält, der ist schon lange keiner mehr… Einer meiner liebsten Zen Sprüche: „Ein wahrer Meister bleibt immer ein Schüler“

    Echt schade, dass Menschen systematisch verdummt werden. Wieso ist es so schwer differenziert zu denken? Wieso fällt es gefühlt 99 % so schwer sich auch mal die andere Seite anzuzsehen? Ach ich weiß, dann müsste man sich ja eingestehen, dass wir im Grunde noch ziemlich wenig oder nahezu nichts wissen. Dann müssten wir uns selbst hinterfragen. Ohje, Ego…

    Klar, die Wahrheit gibt es nicht. Es geht ja auch nicht um richtig oder falsch. Aber differenziertes Denken wäre im 21 Jahrhundert schon mal ein Anfang.

    Btw: Danke Chris. Durch dich konnte ich mein Wissen wirklich auf Stufe 2 bringen.

    Ich habe alle Enden der Ernährungsspektren mittlerweile durch und kann immer wieder nur betonen, die Wahrheit liegt in der Mitte… Wenn wir den Menschen mal realistisch umsetzbare Tipps geben würden, dann würden sich viele von den genannten Menschen auch mal dementsprechend ernähren. Denn daran scheitert es doch am Ende. Oder wie viele Menschen halten wirklich eine ketogene Diät durch? Mal ernsthaft…

    Und für depressive Menschen ist low Carb alles andere als geeignet. Ich selbst war depressiv und bei einem Mangel an gewissen Hinchemien würde es mir nicht in den Sinn kommen, Ketogen zu fahren… Fühlt sich auch nicht toll an…

    1. Ich lese Strunz nun auch seit vielen Jahren und halte viel von seinem orthomolekularem Konzept.Das ist die Medizin der Zukunft.Der Mensch ist halt ein Chemiebaukasten. Aber Ernährung ist so komplex.Was der eine verträgt macht den anderen krank. Die bösen Kohlenhydrate haben in Kriegs und Notzeiten die Menschen am Leben erhalten.Sie haben sich von Kartoffeln Brot und Kohl ernährt.Steckrübensuppe war so ein Essen.Gerade in diesen Zeiten war ein Rückgang der Zivilisationskrankheiten zu verzeichnen.Infektionskrankheiten nahmen zu aufgrund von zu wenig Eiweiß.
      Unser Problem heute ist doch das Überangebot von allem, zu wenig Bewegung, enormer gesellschaftlicher Stress usw. Gerade vor diesem Hintergrund kann ich verstehen, warum die Menschen sich nach einem „Zurück zur Natur“ sehnen.Paleo und andere Konzepte bedienen diese Sehnsucht. Und in jedem Konzept stecken ja auch gewisse Wahrheiten. Man kann für sich aus allem das Beste und Passende heraussuchen und gelangt dann…. in die Mitte.

        1. An dieser anstelle auch mal ein Dankeschön an Euer Team.Ihr habt mich sozusagen aus der metabolischen Entgleisungsfalle gerettet, in die ich nach drei Jahren chronisch very Low Carb geraten war. Hilfreich die Artikel über Kohlenhydrate und Fette sowie Arginin und Cirtrullin und nicht zu vergessen die Beispiele der Blue Zones waren für mich richtungsweisend. Dabei hätte ich mich nur bei meinen eigenen Vorfahren umschauen müssen, wie diese gelebt haben, eigentlich so wie die von Dir erwähnten Tsimane.Gartenarbeit, einfaches Essen, den ganzen Tag in Bewegung.So sind meine Großeltern über 90 Jahre alt geworden.Back to the roots.Heute Abend koche ich mir wieder eine Gemüse Süsskartoffel Suppe mit frischem Ingwer und Zitrone.Am Wochenende gibt’s dann den Braten.😜

      1. Naja, Einspruch !

        Der Mensch ist kein „Kasten“… sondern ein Lebewesen !

        Und nicht nur seit Heisenberg ist aufgefallen, daß der Beobachter den Vorgang verändert!

        Jedenfalls ist so ein Lebewesen SEHR viel komplexer, als der übliche „Chemiebauksten“ . Was auch der Grund ist, weshalb man sehr, sehr vorsichtig sein sollte mit solchen Begriffen wie „Auffüllen“ ! Menschen sind auch keine Halde, die man fröhlich zuschaufeln kann.

        Und sogar die besten, orthomolekularen Wirkstoffe bringen nix… oder das Gegenteil, wenn man dieser lebendigen Grundsätzlichkeit keine Sorge trägt !

        Daher kann ich nur sagen: Auch ein Doc Strunz hat nicht den „Gral der Allwissenheit“ für sich gepachtet. aber er hat schon mal einen deutlich besseren Ansatz als all die anderen Drogendealer im Kittel.

  2. Hallo Christian,

    du hast nichts verstanden.
    Wir können uns glücklich schätzen solch einen praktizierend Arzt in Roth zu haben.
    Ich wünsch ihm ein unendlich langes Leben.

    Herzliche Grüße über die Alpen

    Christiane

    1. Hallo Christiane,

      vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich komme gerade von meiner morgendlichen 10 km Laufrunde und hatte den Drang sofort zu kommentieren in Bezug auf Christian, obwohl ich nur ganz selten etwas poste…
      Doc Strunz hält viel von Chris – und ich glaube auch umgekehrt… Und das wird deutlich in beiden Artikeln. Ich sehe in der Herangehensweise der beiden keinen Unterschied und bin selbst mit meiner Meinung völlig d’ac­cord.

      Beste Grüße
      Sabine

      PS: Und nein – ich kenne Strunz nicht persönlich o.ä., jedoch lese ich seit nun mehr 17 Jahren was er so schreibt und es ist alles schlüssig für mich, genauso wie die Infos von Chris… (DANKE btw. 🙂 )

  3. “ „Ich trinke den ganzen Tag Butter im Kaffee, es gibt jetzt statt Weizenkuchen halt Nusskuchen mit Sahne und abends drei Avocado-Hälften“
    (rofl) ;-DDD

    ich habe nie diese „Ersatzstrategien“ gemocht. Soja in Wursform pressen und solange wrzen bis es nach Wurst schmeckt oder Kuchen mit massig Fett und Zuckeraustauschvarianten herstellen…und was sich alles Paleo-Müsli nennt. Verstehen kann ichs etwas, Ersatz hilft vielleicht, nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Aber ich denke halt, entweder Gemüse und kein Fleisch und keine Wurst (aus ethischen Gründen) oder eben nicht.
    Und wieso sind diese Proteinshakes soooo, sorry. scheiße süß. Das ist wirklich ekelhaft. Bekomme immer einemn nach dem Sport, verdünne den jetzt mit Wasser, aber ich verstehs nicht. Leute, die sich low carb ernähren, lieber Fleisch etc, viel Sport machen, die müssten doch eigentlich auch die Süßschwelle herabgesetzt haben. Und wenn ich mich so natürlich wie möglich ernähre, warum dann diese wirklich oft widerlich künstlich schmeckenden Aromen? Die Trainer verstehen meine Eionwände immer nicht, denen scheint das zu schmecken…..verrückt.

  4. Jetzt war ich in meinem Post selbst tief schwarz. Ich wollte den Herrn Strunz auch nicht irgendwie als Menschen angreifen. Er macht seine Arbeit gewissenhaft und hat bestimmt bereits vielen Menschen geholfen.

    Und das ich geschrieben habe, er habe keine Ahnung ist natürlich auch maßlos übertrieben…

    Mir wäre es einfach nur wichtig, da ich aus dem Bereich Psychologie komme, dass wir den Menschen einfach mal mehr zutrauen und dieses differenzierte Denken mehr und mehr kultivieren. Jeder Mensch hat seine Feindbilder. Da ist Ernährung lediglich nur ein kleiner Ausschnitt des Lebens. Höchst emotional natürlich, weil es einen direkt betrifft und jeder natürlich in der Gewissheit leben will, für sich das Beste zu tun. Nur bringt uns das ab einer gewissen Stufe nicht mehr weiter oder führt meist sogar in die „falsche“ Richtung.

    Ich glaube einfach, dass wir wesentlich effektiver wären, wenn wir entspannter an diese Themen herangehen und unser Gefäß offen lassen würden. Denn obwohl es eine kleine Minderheit gibt, die das „Maximum“ aus ihrer Ernährung zieht und hier investiert, sieht die Realität doch irgendwie düsterer aus, was die Körperentwicklung angeht. Genug philosophiert … 🙂

    Was ich sagen wollte, versucht immer alle Enden des Spektrums anzusehen und Dr. Strunz macht schon einen guten und sehr gewissenhaften Job.

  5. Ich finde jeweils etwas schade, dass Kohlenhydrate häufig gleichgesetzt werden und manche Leute carbs mit Zucker, Küche, Pommes etc. gleichsetzen.

    Wie oft berichten Leute die einer lowcarb Ernährung folgen von ihrem Reload in der Form eines „Cheatdays“. Dann wird Pizza, Burger, Pommes, Schokolade und Cola reingehauen. So in Sinne von “ wenn schon Carbs, dann richtig“.
    Aber das würde doch auch mit Reis, Obst und Haferflocken gehen.

    Lustige Anekdote: Ich war im Sprachaufenthalt in England und habe nebenbei intensives Lauftraining betrieben. Da sagte mir mal jemand, das es kein Wunder sei dass ich so dünn wäre, ich esse ja auch keine Kohlenhydrate. Dabei habe ich mich praktisch von Porridge, Obst, Kartoffeln und Dinkeltoast ernährt.
    Aber für den Gegenüber galt wohl nur Chips, Pies, Cakes, Doughnuts etc. als carbs.

    Das Konzept von Cheatdays verstehe ich irgendwie sowieso nicht. Also bei mir ist es so, dass ich auf den wirklichen Schrott nur noch selten Lust habe, seit ich mich Gesund ernähre. Ab und zu gönne ich mir so was, aber meist eher auswärts, wenn es der sozialen Situation dienlich ist. Ansonsten nicht. Und ich habe auch nie Lust auf einen Cheatday.

  6. Ich beginne jetzt nach vielen Artikel langsam deine Denkweise zu verstehen und mein vorheriges Denken zu überschreiben 🙂 Wenn ich deine Artikel lese hört es sich immer schlüssig an und es ergibt sich am Ende ein „aha“ Effekt. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass du oft auf unverständniss stöst aber nur weil viele deine Denkweise nicht verstehen. Das liegt daran das viele noch nicht so weit im Kopf sind, ich kann das sagen weil ich dort war 😛 Ich hab das erst nach vielen Artikeln und Bücher richtig begriffen. Ich kann mir vorstellen dass es oft sehr deprimierend sein kann wenn du nicht verstanden wirst, das liegt wahrscheinlich auch daran dass man diese Komplexität schwer in einen Artikel zusammenfassen kann. Man muss mehr gelesen haben um das große Ganze zu verstehen !

    1. Wir sind halt alle auf einen anderen Level und jeder hat sein eigenes Muster im Kopf bzw eine vermeindlich ideale Schablonen, in die wir uns hineinpressen 🙂 Es ist schwer für dich das verständlich zu schreiben ohne das sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.

  7. Was ist denn hier los? Den Artikel von Chris interpretiere ich als Ausdruck aufgestauten Frusts. Er enthält viel Zutreffendes, das jedoch besser formuliert werden könnte. Ernährung mit Nahrungsergänzung ist wohl inzwischen zu einer Art Ersatzreligion mutiert. Und die Gefolgschaften der beiden Priester Chris und Strunz graten aneinander. Interessant dabei ist dass diese beiden gar nicht den Anspruch erheben perfekt zu sein – das geht ja auch gar nicht. Ich finde es im übrigen genau so bemerkenswert, dass die Vegetarier Soyabratwurste brauchen mit möglichst viel Chemie, damit der Geschmack an die Bratwurst hinkommt. Die Krönung ist Rügenwalder Leberwurst vegan. Auf der anderen Seite sind die lowcarber und ketonen, die mit irgendwelchem Zeug Brötchen und Kuchen backen müssen.
    Wenn wir alle ein wenig entspannen und Essen nicht mehr als Religion auffassen in der alle anderen alles falsch machen lebt es sich verträglicher. Ich persönlich habe viele Bücher von Dr. Strunz gelesen und versuche mich nach ihm zu richten, gleichzeitig orientiere ich mich an den Büchern von chris und hier im Internet. Was mich jedoch nicht davon abhält, wenn im Garten die Feigen reif sind die frisch vom Baum zu holen und zu essen. Nach dem Motto „Ein bisschen Dreck muss sein“, sonst weiß das immunsystem vor lauter Langeweile nicht was es tun soll und bekämpft sich noch selbst. In diesem Sinne hoffe ich nun keine Lawine losgetreten zu haben.

    1. Hallo Klaus,

      kein Frust, höchstens Tatsachen, die ausgesprochen werden müssen. Ganz einfach deshalb, weil ich Missverständnisse und Unterstellungen nicht mag.

      Liebe Grüße!

  8. Ich habe es fast zwei Jahre mit low carb probiert, aus gesundheitlichen Gründen. Wegen Schilddrüsenproblemen und weil bei HPU lc empfohlen wird. Hätte ich damals schon gewusst, dass ich heillos unterdosiert war und längst in einer Unterfunktion steckte… dennoch: ich wollte ja wieder „auf die Beine kommen “ und hab es weiter versucht. Blöderweise bin ich zu viel in Bewegung für low carb, ich erledige fast alles zu Fuß. Unser Auto wird von mir am wenigsten genutzt. Ich laufe zum Job, kaufe zu Fuß ein, walke, spaziere, mache bodyweight training. Das „richtige“ lauftraining (lief halbmarathon) musste ich leider wegen der Unterfunktion aufgeben. Stattdessen wurde geradelt. Vor low carb war ich gertenschlank, trotz Unterfunktion hielt ich mein Gewicht, auch mit Kohlenhydraten.
    Während der low carb Phase geriet ich erneut in Unterfunktion, dank miesem Arzt . Wieder unterdosiert, weil der Herr nur auf den TSH achtete und die fts ihm offenbar egal waren. Schön blöd, dass ich keine Schilddrüse mehr habe und tsh somit nicht relevant ist. Ich schweife ab….
    Was war die Folge? Zu wenige Kohlenhydrate und somit ständige fressattacken, ich verlor die Kontrolle über mein Verhalten. Fressattacken, Unterfunktion und herzlichen Glückwunsch: jetzt fing ich an zuzunehmen… schöne scheiße.
    Durch die unterdosierung und eine Unterfunktion, die über ein Jahr andauerte, entgleisten auch andere Hormone. Testosteron, DHEA, Progesteron alles im Mangel.
    Erst die Kombination aus Unterfunktion und low carb ließ alles den Bach runtergehen. Ich war schon früher in Unterfunktion, allerdings mit Mischkost, auf Kohlenhydrate achtete ich da nicht, ich aß nach körpergefühl. Schien alles gepasst zu haben, es ging mir gut.
    Um es kurz zu machen: hört auf euren Körper. Heut euch nicht mit Zucker zu, aber das ist ja nichts Neues. Esst. Euer. Gemüse. 😉
    Ich für meinen Teil versuche eine gesunde Mitte zu finden, nicht mehr zu sehr auf Empfehlungen zu hören (weil die Ernährung zu verkopft ist inzwischen) und die fucking Pfunde loszuwerden, die mir dieser Arzt im letzten Jahr eingebrockt hat. Ist nicht leicht, aber inzwischen dosiere ich mich selbst und es wird schon werden (dank meines Hausarztes, der mir endlich das dringend benötigte Thybon verschrieb)
    Nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht, und eine gewisse Menge darfs schon sein. Dabei denke ich an Jaminet, der scheint keine carbs zu zählen. Er isst sie einfach, Reis und Kartoffeln haben meines Wissens noch niemand umgebracht

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