„Richtig dickes, weißes Sperma“ – so geht’s :-)

weißes sperma

Liebe Damen, das Folgende vielleicht einmal kurz überlesen …

Liebe Herren, mal Butter bei die Fische: Wie sieht denn euer Sperma eigentlich so aus? Wie die Joghurt-Sauce vom Dönermann an der Ecke oder wie ein leicht trübes Sprite?

Der Erfahrung nach hängt das mit genau zwei Dingen zusammen:

  • Wie oft ejakuliert wird
  • Wie viel „Druck“ das Gehirn dem Gebilde da unten macht

Das Gegenteil ist auch wahr: Jungs haben zu Beginn der Pubertät oft sehr klares Sperma. Das sind halt noch kleine Baby-Männer.

Schon das Doktor-Sommer-Team weist darauf hin, dass die Farbe direkt damit zusammenhängt, wie viele Samenzellen im Ejakulat enthalten sind. Wir brauchen eigentlich gar nicht groß darüber zu philosophieren. Enthält das Ejakulat weniger Samenzellen, wird sich das direkt in Form der Fruchtbarkeit des Mannes zeigen. Das Gegenteil aber ist oder sollte das Ziel eines Mannes sein, zumindest, wenn er Kinder zeugen möchte.

Wenn das Sperma konstant frühpubertäre Eigenschaften aufweist, die Libido sich nur noch als armseliges Hinterhof-Kopfkino zeigt und keine Frau (oder Mann) der Welt mehr attraktiv erscheint, dann hat man irgendwo ein Problem.  Klar, die ganze „reproduktive Achse“ hängt ja irgendwie zusammen. Gibt es also irgendwo ein schwaches Glied, wird die ganze Kette schwach.

So, was macht man da? Zum Arzt gehen? Oder gar direkt zur Paartherapeutin?

Wer mal eine Sekunde darüber nachdenkt, dass wir ein paar Bausteine essen müssen, damit der Chemiebaukasten Mensch funktioniert, wird, natürlich (was sonst?), genau dort zunächst nach einer Lösung suchen. Mehr als nicht helfen kann es nicht.

Man kann es ganz kompliziert machen — oder mal ganz einfach denken.

Schon im Grundlagenkurs sprachen wir darüber, dass Vitamine durchaus wichtig sind. Allen voran die Vitamine, die selbst zu Hormonen werden, also Vitamin D und Vitamin A. Dass auch Vitamin E und Vitamin K die Fähigkeit zur Reproduktion regulieren, weiß man schon seit Jahrzehnten. Wir nehmen das nur nie so richtig ernst.

Oft viel wichtiger aber sind Spurenelemente. Wir nehmen so minimale Mengen zu uns, oft im niedrigen Milligrammbereich, und dennoch zeigen sie so profunde Wirkungen.

Was die Sperma- und Samen-Qualität angeht, das kann jeder mal in der Pubmed-Suche checken, zeigen Zink, Selen, Kupfer usw. einen Einfluss. Also quasi alle. Das hat dazu geführt, dass bei solchen Problemchen immer sofort Zink empfohlen wird.

Ob sich das bei jedem dann so äußert?

Nach einer Woche , war ich kommplett überrascht : die SPERMA MENGE hat sich um das Doppelte erhöht das ist kein Scheiss!! Es sprudelte nur so und war echt geil!! so richtig Dick und Weiß unglaublich!!!

Autor unbekannt, (keine Fake-)Rezension zu Zink.

Dass ich gerade ein wenig schmunzle, versteht sich von selbst. 🙂 Man stelle sich nur mal vor, so wäre das bei einem selbst!

Neulich schreibt mich jemand an. Ob ich ihm helfen könne. Die meisten wissen ja, dass wir gerne helfen, solange wir kein Onkologe spielen müssen. Alles klar. Um was geht’s?

„Sperma wird nicht mehr weiß!“

Er habe schon alles mögliche probiert. Zink und so weiter. Hilft nichts!

Da dachte ich mir … Was ist mit Mangan?

Zumindest bei Tieren (Schaf, Ziege, Ratte usw.) ist es bekannt, dass Mangan die Reproduktionsfähigkeit reguliert. Es lagert sich im Hypothalamus ein und stimuliert dort die LH-Sekretion. Beim Mann stimuliert dieses LH dann die Testosteron-Produktion im Hoden. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Mangan dosisabhängig auch die FSH-Ausschüttung stimuliert, was einhergeht mit einer erhöhten Spermien-Produktion. Außerdem ist lange bekannt, dass eine marginale Mangan-Zufuhr dazu führt, dass Tiere sich nicht mehr verpaaren. Forscher folgern:

Mangan wirkt zentral (im ZNS), aktiviert dort die Ausschüttung von Geschlechtshormonen und reguliert dadurch auch die pubertäre Entwicklung. 

Da fragt man sich zwangsläufig oft: Wie kann man so essentielle Aussagen, im wahrsten Sinne, oft nicht wahrnehmen? Noch darüber schmunzeln? Weil wir keine „Tiere“, sondern „Menschen“ sind? Mir ist diese unnötige Diskussion schon lange egal, weil die Kosten-/Nutzen-Rechnung sowieso in jedem Falle aufgeht.

Also hab ich’s empfohlen.

Zwei Wochen später:

Hey Chris, wollte dir nur eben Bescheid geben: Die letzten Nächte habe ich mich gefühlt wie zu Beginn meiner Pubertät. Unglaublich. „Feucht“ waren die Träume zwar nicht, aber extrem lebhaft, wenn du verstehst 😉 Schwer beeindruckt hat mich allerdings mein so unglaublich kräftig aussehendes Sperma.

„Unglaublich kräftig aussehendes Sperma“ *lach*

Offen gesagt: Im Endeffekt ist es mir dann egal, ob es sich hierbei um einen netten Placebo-Effekt handelt oder nicht. Wenn wir ein Problem haben, haben wir oft gar nichts zu verlieren. Ausprobieren lohnt sich in vielen Fällen.

In jeder Sekunde deines Lebens laufen Abermillionen chemische Reaktionen in deinen Zellen ab. Bei den einen vielleicht zu 100 %, bei den anderen mit 50 %, 25 % oder … Noch mal: Wer mir das nicht glaubt, okay, der kann vielleicht noch mal Bruce Ames nachlesen. Etwa wie Vitamin D die Serotonin-Synthese im Gehirn reguliert. Oder, wie das Anti-Krebs-Protein p53 nur dank Zink funktioniert.

Das gilt natürlich auch für die Reproduktion.

PS: Nicht wieder übertreiben. Forscher schätzen den tatsächlichen Mangan-Bedarf auf etwa 4 mg. Denn das braucht es, damit eine positive Mangan-Bilanz im Körper entsteht. Wer sich also mit 2 x 2 mg Mangan herantastet, hat schon viel getan. Bloß nicht wieder mit der Brechstange kommen und > 10 mg kloppen.

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11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Na wenn der Thementitel nicht die Leute anlockt, dann weiß ich auch nicht 😀

    Hab mir nach dem Lesen sofort Mangan bestellt, da sowieso wieder meine NEM-Bestellung anstand. Seit etwa einem halben Jahr sind bei mir das Gesamtvolumen und die Menge des weißen Anteils wesentlich geringer als früher. Ein wirklicher Grund war für mich nicht erkennbar und ich habe schon viele Sachen dagegen probiert ohne wirklichen Erfolg. Mal schauen, was Mangan bringt. Bisher hatte ich per Multivitamin jeden zweiten Tag 2 mg zugeführt. Zufuhr über Nahrung bisher müsste ich mal genau nachrechnen.

    Hab mir 4 mg Kapseln bestellt und werde dann in ein paar Wochen berichten 🙂

    1. Ok, wie versprochen hier jetzt mein Erfahrungsbericht.
      Ich nehme das Mangan jetzt seit 4 Wochen und habe einige Veränderungen bemerkt. Das Gesamtvolumen hat sich nicht geändert, aber ich möchte meinen, dass der weiße Anteil gestiegen ist. Ich habe keine Vergleichsprobe von der Zeit vor der Einnahme zur Hand 😀 , aber es ist jetzt eindeutig weiß, während ich mir früher unsicher war, ob es wirklich weiß oder nicht eher als trüb zu bezeichnen ist.

      Es gibt zwei weitere Veränderungen, bei denen ich mir absolut sicher bin:
      1. Ich weiß gar nicht, wie ich es hübsch formulieren soll, deswegen einfach mal direkt: Der typische Geruch ist jetzt ganz stark vorhanden. So heftig war er zuletzt in meiner Teenager-Zeit.
      2. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet: Meine Stimme ist auf einmal tiefer. Davon war ich vollkommen überrascht. Ich dachte schon, ich krieg was am Kehlkopf oder ne Erkältung 😀 . Aber das war nicht so, sondern sie ist jetzt seit zwei Wochen konstant tiefer.

      Nun kommt noch folgendes dazu: Seit 3 Tagen nehme ich zusätzlich Kupfer ein, so dass ich jetzt folgenden Plan in mein NEM-Regime integriert habe:
      -morgens 4 mg Mangan
      -mittags die meistens meiner anderen NEMs, u.a. 25 mg Zink
      -abends 4 mg Kupfer
      Ja und was soll ich sagen: Seitdem Kupfer nun auch mit dabei ist, habe ich wieder täglich eine morgendliche Erektion. Echt kaum zu glauben, was die paar mg an Stoffen so bewirken^^

      Mein eher geringes sexuelles Verlangen hat sich bis auf die morgendliche Aufwachphase leider nicht geändert. Aber ich vermute hier auch eher Stress und psychische Ursachen. Das muss ich wohl anders in Angriff nehmen. Aufgrund der oben genannten Wirkungen denke ich aber, dass Mangan und Kupfer sich hier garantiert nicht negativ auswirken 😉

  2. Hallo Ihr lieben Vitamin-D-Wissbegierigen,

    die deutsche Übersetzung der am Ende des blogs erwähnten Studie von Rhonda P. Patrick and Bruce N. Ames
    „Vitamin D hormone regulates serotonin synthesis. Part 1: relevance for autism“ (http://www.fasebj.org/content/28/6/2398.full?sid=bdf37cd7-02ee-4ad9-b975-8902675bb5a0) findet Ihr bei:
    https://www.strunz.com/de/news/die-biochemie-des-gluecks.html

    den zweiten Teil dieser Patrick/Ames-Studie „Vitamin D and the omega-3 fatty acids control serotonin synthesis and action, part 2: relevance for ADHD, bipolar disorder, schizophrenia, and impulsive behavior“ (http://www.fasebj.org/content/29/6/2207.full?sid=07481b8a-6e2f-4452-920f-65121867a012) gibts auf deutsch bei:
    https://www.strunz.com/de/news/die-biochemie-des-gluecks-teil-2.html

    beide Teile dieser Studie zu lesen ist ungemein spannend.

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