Das stärkste Antioxidans

Traubenzucker Glukose

Nicht weiterzudenken … ist ein Kernproblem unserer Zeit. Wir hören zu früh auf und nageln uns zu schnell auf eine logisch klingende oder einfache Lösung fest.

Das kennen wir doch schon vom Insulin. Von dem wurde „gezeigt“, dass es krank und fett macht. Umgekehrt haben wir gelernt, dass ein niedriges Insulin-Niveau dafür sorgt, dass sich beispielsweise unsere Mitochondrien vermehren, wir mehr Fett verbrennen und so weiter. Klingt plausibel.

Bis wir verstanden haben, dass „Insulin macht krank und fett“ vielleicht nicht ganz richtig war. Zumindest nicht per se und pauschal. Im Gegenteil: Die richtige Insulin-Wirkung ist sogar wichtig. Denn nur dann können — um beim obigen Beispiel zu bleiben — Mitochondrien gesund sein.

Wir müssen also in Zyklen denken. Yin und Yang. Kennen wir doch.

Sprechen wir mal über ein scheinbar anderes Thema.

Antioxidantien

Sind wichtig, keine Frage. Denn im Körper entstehen ständig irgendwelche Elektronen-Lücken und die müssen gefüllt werden. Diese Aufgabe übernehmen Elektronen-Spender, chemisch: Reduktionsmittel. Die uns bekannten Antioxidantien sind solche Elektronen-Spender: Vitamin C, Vitamin E, Liponsäure, Q10 oder, sehr wichtig, Glutathion.

Diese Substanzen interagieren sogar miteinander: Angenommen es gibt irgendwo ein Radikal. Dann könnte das mit Vitamin E entschärft werden. Vitamin E spendet sein Elektron und wird dann selbst ein Radikal. Vitamin E wird von Vitamin C regeneriert, was dann zu Dehydroascorbat wird. Mit Hilfe von Glutathion wird dieses wieder zu Vitamin C umgesetzt, dabei entsteht die oxidierte Form von Glutathion, GSSG, was wiederum mit Elektronen beladen werden muss.

Antioxidanzin spenden Eletronen

Schön und gut. Also führen wir alle fleißig Vitamin E, Vitamin C oder Glutathion-Vorstufen zu, damit unser Antiox-System kräftig arbeitet und uns vor oxidativem Stress schützt.

Wenn diese Reduktionsmittel allerdings immer nur Elektronen übertragen und im Grunde eine große Elektronentransportkette darstellen, dann könnte man sich auch fragen, woher die Elektronen eigentlich kommen. Denn klar dürfte jetzt sein, dass diese Antioxidantien selbst immer wieder regeneriert werden müssen, damit sie ihrer Aufgabe nachkommen bzw. selbst nicht schädlich werden.

Überraschung: Die Elektronen kommen aus Glukose, also Zucker.

Schon Ori Hofmekler wusste vor über 10 Jahren, dass wir nicht insulinresistent sein sollten. Denn Glukose muss in die Zellen kommen. Dort gibt es einen speziellen, uralten Reaktionsweg, den Pentose-Phosphat-Weg. Hier wird Glukose in erster Linie nicht für die Energiegewinnung genutzt, sondern um einen Elektronenspender namens NADPH zu bauen. Dieses NADPH wird in vielen, vielen anabolen Reaktionen genutzt: Steroid-Synthese, Lipid-Synthese, Lipid-Abbau, Cholesterin-Synthese, Entgiftungsreaktionen, Sphingolipid-Synthese und …

um Glutathion mit Elektronen zu befüllen. 

NADPH kann auch andere Antioxidantien mit Elektronen beladen, nicht nur Glutathion.

Heißt: Wann immer wir Antioxidantien zuführen, erhöhen wir nicht per se die Elektronendichte im Antiox-System, sondern nur die Transportmöglichkeiten. Die Elektronen werden im Endeffekt von der elektronenreichen Glukose zur Verfügung gestellt, die wir grundsätzlich in endloser Menge mit der Nahrung zuführen könnten, uns somit immer wieder mit Elektronen beladen könnten.

Ein Schlüsselenzym im Pentose-Phosphat-Weg ist Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase. Ein Mangel dieses Enzyms sorgt dafür, dass Glutathion nicht arbeitet. Das aber ist enorm wichtig für die Gesundheit roter Blutzellen, weshalb die bei einem G6PD-Mangel kaputt gehen.

Da es sich dabei aber um einen anabolen Reaktionsweg handelt, sollte klar sein, dass dieser beispielsweise durch Insulin reguliert wird. Wir sagten: Wir müssen in Zyklen denken, Yin und Yang gehören zusammen.

Um es einmal ganz platt und provokativ zu formulieren: Glukose wirkt also indirekt stark antioxidativ. Es spendet die für das Antiox-System nötigen Elektronen. Das ist das Paradoxe. Chronisch zu viel Glukose im Blut — etwa bei unkontrolliertem Diabetes — sorgt für oxidativen Stress. Gleichzeitig ist es genau diese Glukose, die vor oxidativem Stress schützt, wenn das Insulin-Netzwerk ordentlich funktioniert. Aus diesem Grund sorgt alleine die Tatsache, dass wir insulinsensitiv sind, dafür, dass wir besser vor oxidativem Stress geschützt sind. 

Deshalb ist Populismus gelinde gesagt kacke. Meistens nämlich sind die Dinge, die als besonders schädlich dargestellt werden, immens wichtig — im richtigen Setting. Das meinen wir mit cherry picking: Es ist kinderleicht einen Schuldigen zu finden. Man muss nur an der richtigen Stelle suchen und den Rest vom Bild ignorieren.

Wieder einmal: Insulinresistenz ist schlecht. Sehr schlecht.

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22 Kommentare, sei der nächste!

  1. Also so wie ich es verstehe, macht es keinen Sinn oder ich hab es nicht korrekt verstanden. Also die Insulinresistenz ist ja auch schlecht und wird durch Übergewicht gestärkt. Das Übergewicht kann durch beispielsweise die Ketose reduziert werden. Dann wird die Glukose aus den Ketonkörper gewonnen. Zudem fördert das Zucker die Entzündungswerte, die ja auch zur Insulinresistenz führen. Ich würde daher eher sagen, die Zucker und Kohlenhydratzufuhr und somit auch die Entzündungsprozesse reduzieren. Außerdem Stress und sowas alles. Würde man Aspartam, Sucralose etc. essen, würde man ja wieder zunehmen. Also ist doch die Reduktion von Süßstoffen wie Aspartam, Sucralose, Zucker und KH die Lösung des Problems, zusammen mit der Reduzierung der Entzündungsprozessen. Zu Deutsch: Gesund ernähren und Sport machen.

    1. Übergewicht entsteht aber nicht wegen Kohlenhydraten. Diese Grundannahme geht deiner Idee voraus, sonst würdest du nicht schreiben, dass Übergewicht durch Ketose reduziert werden kann. Klar kann Ketose das Übergewicht reduzieren, weil Ketonkörper nun mal entstehen, wenn man (Körper-)Fett verbrennt. Das ist ein Beiprodukt, das auch bei einer kalorienreduzierten Ernährungsform mit KHs entsteht — lies mal unseren Beiträge dazu. Insulinresistenz entstehen eben nicht durch KH-Zufuhr — auch hier noch mal unsere Beiträge lesen oder bei Aesirsports, dort gibt es einen Artikel von mir zum Thema.

      Insulinsensitivität wahren heißt: gesundes Körpergewicht, mäßige Zufuhr von Kohlenhydraten (das ist praktisch umsetzbar), nicht zu wenig KHs (sonst physiologisch insulinresistent). Dein letzter Satz also ist von der Idee her richtig.

      1. Klar, ist auf meine Physologie bezogen, aber ein Großteil hat ja ein Problem mit Übergewicht und nicht andersherum. Theoretische Konstrukte, die in der Praxis aber null Wirkung haben – oder sogar negative -, sind für mich ziemlich irrelevant. In der Praxis kann ich nicht ohne den Verzicht von Zucker (und eigentlich auch KH) das Gewicht reduzieren. Auch nicht mit Aspartam oder Sucralose als Beispiel. Also dass hab ich einmal hinbekommen, da hat aber dann mein Körper auch alle Muskeln verbrannt, obwohl ich Sportlich versucht habe alles zu geben. Am Ende nimmt man dann sofort wieder zu und alle Muskeln von Jahren Sport sind weg. Also wäre ich alles bzgl. Zucker sehr vorsichtig, da Menschen die schnell zunehmen, hier wirklich schnell in einen Insulinresistenz- Teufelskreislauf geraten. Und da jedesmal rauszukommen, kann schon schwer sein, je nachdem wie gut man gebildet oder diszipliniert man ist. Also für mich war es schon hart genug von Zucker und KH wegzukommen. Natürlich in kleinen Mengen, im Rahmen einer ketogenen Ernährung. Selbst nur geringe Mengen an Zucker, haben jetzt sofort einen negativen Einfluss.

          1. Korrekt. Zusammen mit Sport. Bisschen KH gehen schon – gerade vor dem Sport. Lass ich aber trotzdem weg, soweit es geht. Aber wenn dann am Abend bspw., dann sofort Gewichtszunahme. Zucker ist die absolute Katastrophe, selbst kleine Mengen. Also ist sowieso überall in kleinen Mengen drin. Genauso wie Süßstoffe wie Aspartam oder Sucralose. Aber Zucker bspw. in den Kaffee wie früher, wäre jetzt die absolute Katastrophe.

            Früher selbst mit extrem viel Sport nie richtig, richtig abgenommen und wenn dann schnell wieder zugenommen. Problem ist, dass man von der ketogenen Diät, schnell auch die eigenen Muskeln abbaut, zum Beispiel wenn man zuviel Eiweiss statt Fett einnimmt, dann ist im Endresultat natürlich auch der Kalorienbedarf geringer.

            Sobald aber Übergewicht x erreicht wird, muss ich/ man entweder wieder intensiv mit Sport anfangen. Oder es kommt zu einer art Teufelskreis und bekanntlich steigt das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck etc. Aber sind nicht nur die physischen Fakten, weshalb für mich derzeit nur noch die ketogene Diät im engeren Sinne Relevanz hat (also etwas Zucker und KH nimmt man ja auch natürlich zu sich, durch Milch, Milchprodukte. Heidelbeeren etc.), sondern auch die mentalen Faktoren. Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, weniger Konzentration – dass alles gegenübergestellt und auch die direkten gesundheitlichen Faktoren, kann ich sagen, dass ich mich nach meinen aktuellen Erkenntnissen ernährungstechnisch nur noch auf die ketogene Diät im engeren Sinne fokussieren werde. Auf eine ausreichende Zufuhr von Antioxidantien und sonstiger Micronährstoffe wird natürlich selbstverständlich geachtet.

            Die Frage letztendlich wäre aber, was hat die Ernährung mit den im Artikel aufgeworfenen Fragen zu tun, bis auf, dass zuviel KH (oder was auch immer) schlecht sei. Und gar keine oder „viel zu wenig“ Glukose auch nicht. Und was ist demnach angebracht. Ich kenne mich nicht so detailliert aus, um mir hier ein Urteil zu erlauben – oder müsste einige Sachen zum Thema lesen. Und reicht hier ein wenig Obst aus, damit der Körper damit direkt die Antioxidantien befeuert oder setzt er es zuerst in Fett um.

            Ich vermute mal, dass es auch abhängig ist vom Typ. Und am Ende kann man nur einen Mangel an Antioxidantien oder die entsprechenden Symptome feststellen. Und die Frage wäre dann, welche Person nimmt tatsächlich zuwenig Glucose auf. Ich vermute – da ja alle Lebensmittel gewisserweise überzuckert sind – man mehr als genug Zucker so oder so aufnimmt. Ich meine jeder isst etwas Obst etc.

          2. Du scheinst noch nicht oft hier gelesen zu haben. Über all diese Themen haben wir sicher > 100 Blog-Artikel, Bücher, E-Books, Guides, Newsletter geschrieben.

          3. „Zucker ist die absolute Katastrophe, selbst kleine Mengen“
            Welcher Zucker? Glukose, Fruktose, Saccharose, Laktose, …?

            „Problem ist, dass man von der ketogenen Diät, schnell auch die eigenen
            Muskeln abbaut, zum Beispiel wenn man zuviel Eiweiss statt Fett einnimmt“
            Wenn man zu viel Eiweiß einnimmt, hat man u.U. Schwierigkeiten, in Ketose zu gelangen (gesteigerte Glukoneogenese aus Eiweiß), aber wieso da schnell Muskeln abgebaut werden sollten erschließt sich mir nicht (weder theoretisch noch aus praktischer Erfahrung). Viel (Nahrungs)Eiweiß wirkt doch eher protektiv einem Muskelabbau entgegen.

            „Sobald aber Übergewicht x erreicht wird, muss ich/ man entweder wieder intensiv mit Sport anfangen.“
            Wieso wieder mit Sport anfangen? Wieso überhaupt erst aufgehört? Ein ausreichend hohes Maß an Bewegung ist elementar für einen gesunden Lebensstil.

            „Und die Frage wäre dann, welche Person nimmt tatsächlich zuwenig Glucose
            auf. Ich vermute – da ja alle Lebensmittel gewisserweise überzuckert
            sind – man mehr als genug Zucker so oder so aufnimmt.“
            Du lebst vorwiegend von industriell produzierter Fertignahrung? Dann mag das mit „alle Lebensmittel […] überzuckert“ hinkommen.

            Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du eine ketogene Lebens- und Ernährungsweise für dich als zielführenden Weg ausgemacht hast.

            Von einer Allgemeingültigkeit kann da aber dennoch keine Rede sein.
            Ich gebe zu bedenken, dass der Mensch ein Meister im Managen unsteter Ernährungssituationen ist und sich jedwede dauerhafte, einseitige Ernährungsform sich bis jetzt als Irrweg herausgestellt hat.
            Letzten Endes läßt sich die menschliche Existenz auf (Bio)Chemie zurückführen und reduzieren. Und Biochemie schert sich nicht um Ansichten und Meinungen, schert sich nicht um Ethik und Moral. Biochemie „ist“. Und je mehr ich darüber lerne, um so mehr gelange ich zu der Gewissheit, dass es keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme gibt.

          4. Okay, will hier ja auch niemanden angreifen. Aber wenn man Krankheiten entwickelt wie Bluthochdruck, Diabetes, was ja die neuen Volkskrankheiten sind, dann lieber KH und Zucker weglassen.

            Problem hab ich mit allen Zuckerarten, aber vorallem Fruktose und raffenerierten Zucker würde ich sagen. Also im Moment kann ich es nur über Fruktose sagen. Milchzucker nimmt man immer etwas auf, bsw. durch Proteinpulver.

            Tja, mit dem Sport aufhören. Also zuletzt hab ich aufgehört weil Füße komplett kaputt und überall Blut und so. Wollte ja, aber ging nichts mehr. Der feine Sand da wo ich trainiert habe, ist da anscheinend ziemlich hartneckig. Also meistens durch Verletzungen oder kleine Verletzungen.

            „Und die Frage wäre dann, welche Person nimmt tatsächlich zuwenig Glucose
            auf. Ich vermute – da ja alle Lebensmittel gewisserweise überzuckert
            sind – man mehr als genug Zucker so oder so aufnimmt.“
            Naja, schon. Also was sind Fertigprodukte. Alle Käsearten, Milch, Proteinpulver etc. Ist ja auch keine Rohmilch, sondern weiterverarbeitet. Ist aber trotzdem Zucker drin. Alle Fruchtarten sind überzüchtet und somit auch industrialisierte Produkte.

            Mit der Protein- Verzuckerung weiß ich noch nicht 100%, muss ich erst noch mal genau nachlesen. Aber anscheinend ist es dass Problem, wenn man bei der ketogenen Diät zuviel Protein zu sich nimmt.

            Das Verzuckerung der Muskeln war noch ohne ketogene Diät und mit soviel Sport wie möglich. Da hab ich auch noch Zucker zu mir genommen. War am ende auch mega dünn und schlank.

            Naja egal: Guckt euch einfach den Kanal an, der erklärt es recht gut, dann brauch ich hier nicht soviel zu schreiben: https://www.youtube.com/watch?v=ni-fKzOHRlI

            @edubilyde:disqus Ja, noch nicht so viel. Erster Artikel. Sowas ist immer sehr aufwendig. Nicht nur lesen, sondern auch verstehen und abgleichen etc. Brauche dafür viele Monate oft. Und die Zufuhr an Informationen und korrekte Verarbeitung sowie verfügbare Zeit, die für die Informationsverarbeitung geeignet ist, ist stark limitiert. Daher sollte man schon in der verfügbaren Zeit, das Maximum an brauchbaren Informationen verarbeiten können.

            Aber der Zyklus mit den Antioxidantien ist sehr gut und dass erste mal so ausführlich erklärt – bei den vielen Informationen mit den man konfrontiert wird. Das hat mir sehr gut gefallen, also bitte nicht falsch verstehen.

            Ich denke ein größerer Teil guckt sich immer nur einpaar Artikel an und entscheidet dann, ob sie manuell die Seite aufrufen. Kann man ja im Google Analytics sehr gut analysieren und dass macht ihr auch. Die Leute die dann über Facebook kommen, haben dann vermutlich auch verschiedene Seiten vielleicht auch fremdsprachig abonniert und man ist nicht immer online – so hat man immer nur eine Selektion von Informationsbausteinen.

          5. Das Video, das du verlinkst, ist natürlich das klassische Low-Carb-Verteidigungsvideo.

            Hier werden die Daten einer Studie wieder so verkauft, als sei die Studie eine reinste Ausnahme und die Mechanismen entstünden irgendwie aufgrund des Studien-Designs. Das ist natürlich völliger Mist, weil seit min. 60 Jahren Tausende von Studien, RCTs etc. entstanden sind, die genau darlegen, wie Insulinresistenz und Co. entstehen.

            Hier ein Artikel von uns auf AS: http://aesirsports.de/2014/11/insulinresistenz-wie-sie-entsteht-und-dahinter-steckt/

            Du wirst aber niemals zu richtigen Schlüssen kommen, wenn du bei Ernährung und Stoffwechsel denkst wie ein Ökonom. Für manche Bereiche im Leben reicht es einfach nicht, mit minimalem Aufwand das Maximum zu generieren. Denn gerade bei Ernährung und Co. sind die einfachen Lösungen immer die, die von Populisten und anderen „Experten“ angeboten werden. Aber gleichzeitig sind die einfachen Infos diejenigen, die man schnell aufsaugen kann und einem vermeintlich hohen Ertrag bei minimalem Aufwand geben.

            Wir sind hier bei edubily, hier schreiben Biochemiker, Molekularbiologen, solche, die es gerade werden, schlaue Heilpraktiker, Leute aus der Ernährungswissenschaft usw. Das hier ist ein bisschen eine andere Art von Zugang als bei den meisten Seiten. Daher empfehle ich dir auch, erst mal unsere Infos zu lesen und _dann_ zu kommentieren. Denn die Dinge, die du ansprichst, über die haben wir schon wirklich viel zu oft geschrieben. Wenn dir das zu viel Arbeit ist, dann auch OK. Allerdings empfinde ich dann weitere Posts von dir als Spam.

          6. Gut, aber ich hab ja kein Problem seit der Umstellung, im Gegenteil. Ketogen wird ja auch empfohlen, z.B. bei Krebs etc. Aber wenn es euch nicht in das Konzept passt oder ich einfach zu einseitig informiert . angenommen – dann auch okay. Kommentare zensieren ist aber nicht wirklich nett. Also hinterlässt schon mal einen gewissen Nachgeschmack – aber auf eigene Quellen verweisen. Schon klar.

          7. Du scheinst mich nicht richtig zu verstehen. Ich muss hier moderieren und schalte jeden Kommentar grundsätzlich frei. Nun ist meine Hauptbeschäftigung aber nicht seitenlange Stellungnahmen zu Themen zu schreiben, die wir hier schon hundertfach besprochen haben. Was glaubst du denn, wie oft Leute 1:1 das schreiben, was du gerade geschrieben hast? Ich will durchaus jeden Kommentar freischalten, wenn er aber — in meinen Augen — verbesserungswürdig ist, dann muss ich kommentieren, weil es etliche Menschen gibt, die auch Kommentare lesen.
            Wenn ich also voraussetze, dass man sich — bevor man hier schreibt — mit unserer Arbeit auseinandergesetzt hat, dies aber nicht geschieht, dann sehe ich weitere Kommentare als Spam an. Das hat m. E. nichts mit Zensieren zu tun.
            PS: Natürlich verweise ich auf eigene Quellen. Auf was denn sonst? Unsere Arbeiten sind ausformuliert, inhaltlich vollständig und breit referenziert. Du kannst auch den Inhalt überspringen und direkt die Referenzen lesen.

          8. Naja, ich bin jetzt sowieso schon weg. Macht man nur einmal, zensieren. Einen Quellenverweis zu entfernen, wäre ja noch okay und irgendwo verständlich. Aber dass macht man einfach nicht. Jedem ist klar, dass Diskussionen Meinungen von anderen Lesern sind und deren Qualifikation fraglich ist. Eigentlich müsste sich ein Blog über Engagement der Nutzer freuen, aber wie ihr mit euren Nutzern umgeht, überlasse ich euch.

          9. Von was redest du eigentlich? Bisher haben wir keinen einzigen Beitrag von dir zensiert, nicht mal eine Quelle entfernt. Keine Ahnung, von was du sprichst.

        1. Ganz ehrlich? Wenn man deine Kommentare so liest, wundert man sich dass diese nicht komplett vom Moderator entfernt wurden. Man erkennt sofort, dass du einen Tunnelblick hast und nur nach Artikeln im Netzt suchst die deinem „Glauben“ entsprechen. Du scheinst ganz andere Probleme zu haben. Aus deinen Texten kann man erkennen; für Dich gibt es nur hop oder top, ganz oder gar nicht beim Sport und der Ernährung. So kommst du nie zu einem ausgeglichenem Leben und somit auch nicht zu einem ausgeglichenem Körper(Normalgewicht). Wenn bei dir keine körperliche Krankheit vorherrscht ist der Gang zum Psychologen evtl eine gute Idee (das meine ich ernst).

    2. Du schmeißt hier ja ganz schön KH, Zucker, Süßstoffe etc. (undifferenziert) durcheinander.
      Richtig ist, KH sind nicht essentiell. Glukose im Blut ist es dagegen sehr wohl. Deshalb kann es der Körper bei Bedarf auch selber synthetisieren; ein Erwachsener ~180-200g pro Tag, was auch in etwa dem täglichen Mindestbedarf(!) entspricht.

      Der Glukosespiegel im Blut wird dabei immer in einem physiologisch nötigen Bereich gehalten. Ketose oder KH-Verzehr hin oder her. In Ketose hast du keinen dauerhaft signifikant niedrigeren Blutzuckerspiegel. Bei vorhandener Insulinsensitvität hast du keinen dauerhaft signifikant höheren Blutzuckerspiegel.

      Der Zusammenhang Zucker vs. Entzündungen kann also nicht pauschal gelten. Bei KH sollte man schon differenzieren, um welche KH es geht. Stärke, Glucose, Zucker (welcher der vielen möglichen?). Interessant sind in diesem Zusammenhang die Forschungen und Ausführungen von Dr. Robert Lustig (einfach mal bei Youtube suchen). Er spezifiziert Fruktose als den eigentlichen Übeltäter (-> Insulinresitenz, -> Nicht-Alkoholische-Fettleber, -> Metabolisches Syndrom, -> AGEs,).

      Das undifferenzierte Weglassen ganzer Nährstoffgruppen ist nicht die Lösung.
      Gesund ernähren und Sport, wie du schon richtig ausführst, sind dagegen große und wichtige Bausteine für ein gesundes Leben.

  2. „Ich kann mit KH nicht abnehmen“ kommt mEn halt immer von den Leuten, die sich morgens 2 Croissants mit Marmelade reinhauen,
    mittags Pommes Frittes und abends dann noch schön Nudeln mit Käsesoße und danach wird noch eine Packung Gummibärchen als „kleiner Snack“ verdrückt.

    Ich mache gerade meinen Cut mit Low Fat und High Carb.
    200-300g KH aus Gemüse, Obst, Milchprodukten, Haferflocken.
    Allein die Menge, die ich dafür essen muss, ist so riesig, dass ich nahezu immer ein Kaloriendefizit erziele.

    1. Dauert leider noch Jahre, bis sich das durchgesetzt hat. Alleine der Gedanke, dass man unglaublich viel essen muss, um überhaupt auf nennenswerte KH-Mengen zu kommen, wenn man natürliche KH-Quellen bevorzugt statt Zucker-Fett-Bomben aus der Bäckerei-Theke.

  3. Vielleicht ist ja in Anbetracht dieser Low Carb / High Carb Diskussion der Vortrag von Denise Minger interessant,
    den sie letztes Jahr beim Foodloose Health Symposium in Island gehalten hat:

    In Defense of Low Fat – putting an end to the macronutrient war

    https://www.youtube.com/watch?v=qBBtQ4QwWxg

    Und auch interessant ist die Studie von Christopher Gardner (von dem die bekannte A-Z Study stammt), die zum Ergebnis
    kommt, daß es keine großen Unterschiede in Bezug auf Gewichtsverlust gibt, egal ob man low carb oder low fat macht.
    Die Probanden waren in insgesamt 4 Insulin-resistente und Insulin-sensitive Gruppen aufgeteilt:

    Obesity (Silver Spring). 2016 Jan;24(1):79-86. doi: 10.1002/oby.21331. Epub 2015 Dec 6.
    Weight loss on low-fat vs. low-carbohydrate diets by insulin resistance status among overweight adults and adults with obesity: A randomized pilot trial.
    Gardner CD1, Offringa LC1, Hartle JC1, Kapphahn K2, Cherin R1.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26638192/

  4. Ich hab mir lustigerweise gerade erst vor ein paar Tagen die YT-Videos von Rhonda Patrick zu dem Thema angesehen:

    Hyperthermic Conditioning for Hypertrophy, Endurance, and Neurogenesis
    https://www.youtube.com/watch?v=aHOlM-wlNjM

    How Sauna Use May Boost Longevity
    https://www.youtube.com/watch?v=eWKBsh7YTXQ

    How Diet, Exercise, and Hyperthermic Conditioning Can Change the Expression of Your Genes
    https://www.youtube.com/watch?v=ngXl69Gn0uQ
    ein paar kurze Ausschnitte davon:
    Hacking Heat for Endurance Gains
    https://www.youtube.com/watch?v=a-ZjiTVGpvo

    Hack Heat to Gain Muscle
    https://www.youtube.com/watch?v=3sFpu8D2GfQ
    https://www.youtube.com/watch?v=1KsA9S1d2x0

    Treating Insulin Sensititivy With Heat Stress
    https://www.youtube.com/watch?v=08DR83NxILU

    1. Der obige Kommentar ist leider auf der falschen Seite gelandet.
      Ich hatte wohl zu viele Tabs offen.
      Er sollte eigentlich hier stehen:
      Lieber Warmduscher: Vergiss „Cold Thermogenesis“
      Wenn ein mod den vielleicht verschieben könnte…
      Besten Dank.

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