Warum eigentlich Olivenblatt-Extrakt?

olivenblatt-extrakt ole

Manchmal fragt sich der eine oder andere vielleicht, warum wir dieses oder jenes Produkt anbieten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, aber oft verbindet uns selbst eine emotionale Komponente damit. Einfach ausgedrückt: Wir sind davon überzeugt, weil wir persönlich damit positive Erfahrungen gemacht haben.

Vor einigen Jahren hatte eine mir sehr nahestehende Person eine Leberzirrhose. Vielleicht war jemand schon mal in so einer Situation — es fühlt sich nicht gut an, wenn man hören muss, dass diese Person nicht mehr lange leben darf. Also habe ich — natürlich ziemlich naiv — die Datenbanken gewälzt, um zu schauen, ob es einen Strohhalm gibt.

Gesucht, gefunden:

Olivenblatt-Extrakt

Der kann solche Prozesse blockieren und zum Teil sogar Heilung veranlassen, wobei die Leber sowieso sehr gut darin ist, sich selbst zu heilen.

Also habe ich der genannten Person dieses Produkt vor die Nase gestellt und ihr noch ein paar andere Tipps gegeben.

Resultat nach einigen Monaten: „Spontanheilung“.

  1. Der Arzt, der das feststellte, konnte nicht glauben, dass sie überhaupt jemals eine Zirrhose hatte.
  2. Der eigene Hausarzt wollte sie weiterbehandeln, weil er es nicht für möglich hielt.

Gut. So eine Heilung kann viele Gründe haben, aber aus diesem Grund habe ich eine spezielle Verbindung zu Olivenblatt-Extrakt. Weitere Gründe für mich sind:

  • Mit Olivenblatt-Extrakt habe ich meine Bakterien-induzierte Magenschleimhautentzündung „geheilt“.
  • Olivenblatt-Extrakt war Teil meines Schilddrüsenprojekts — also Teil meines SD-Protokolls.

Punkt 1 liegt daran, dass Olivenblatt-Extrakt äußerst potent diverse Keime vernichten kann. Punkt 2 liegt daran, dass Olivenblatt-Extrakt dosisabhängig die Schilddrüsenleistung verbessert: TSH sinkt deutlich, T3 und T4 steigen deutlich. Zumindest in Tierexperimenten.

Fakt ist, dass Olivenblatt-Extrakt besser wirkt als jeder Kaffee, denn Olivenblatt-Extrakt stimuliert die Ausschüttung von Katecholaminen, also Noradrenalin und Adrenalin. Das Gute ist, dass er — nicht wie Kaffee — zu einer Absenkung des Blutdrucks beiträgt, indem er ein gewisses Enzym hemmt, das für den Blutdruckanstieg verantwortlich ist. In einer Human-Studie wurde beispielsweise gezeigt, dass 1 g Olivenblatt-Extrakt etwa wirkt wie ein Blutdruck-Medikament.

Mittlerweile wird Olivenblatt-Extrakt von der o. g. Person als „Wundermittel“ bezeichnet, denn sie kann auch lesen:

  • Olivenblatt-Extrakt schützt Nervenzellen und unterstützt die Bildung von neuronalen Strukturen.
  • Olivenblatt-Extrakt schützt sämtliche Organe vor Schäden, darunter Leber und Herz.
  • Olivenblatt-Extrakt hemmt die Entstehung von Krebs und schützt vor oxidativem Stress.
  • Olivenblatt-Extrakt hemmt Entzündungsreaktionen und schützt vor Autoimmunität.
  • Olivenblatt-Extrakt hemmt die Entstehung von Arteriosklerose und beeinflusst den Leber-Fettstoffwechsel positiv.

Doch mit welchen Stoffen könnte man die Wirkung von Olivenblatt-Extrakt noch potenzieren?

Auch zu Methylsulfonylmethan (MSM) habe ich ein spezielles Verhältnis. Denn ich wurde einmal ganz ungeniert gefragt, ob ich nicht auch bei Krebsleiden helfen könne. Ich? Natürlich nicht. Dennoch habe ich auch hier die Datenbanken gewälzt und bin auf die unglaublich potente Wirkung von MSM aufmerksam geworden, das in sämtlichen Modellen ganz effektiv das Tumorwachstum bremst.

MSM ist ein natürlicher Schwefellieferant, der in sämtlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Für unser Organismus ist Schwefel sehr wichtig. So wichtig, dass er für Terry Wahls, Teil ihres MS-Protokolls wurde: Sie ist der Meinung, dass viele Gemüsesorten (z. B. Zwiebeln und Knoblauch, aber auch die Kohl-Familie) deshalb so gesund sind, weil sie natürlichen Schwefel enthalten.

Schwefel unterstützt das Gehirn, die Mitochondrien und die Entgiftung (in der Leber)

Terry Wahls

Tatsächlich zeigt MSM in verschiedenen Arbeiten eine anti-entzündliche, anti-oxidative und anti-kanzerogene Wirkung.

Durch die Kombination beider Stoffe, kann potenziell ein sehr breites Wirkspektrum entstehen, das die hoffentlich wohl geplante Ernährung in positiver Weise unterstützt.

Referenzen-Auszug

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10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Was ich immer noch nicht ganz verstehe Chris, wieso empfiehlst Du TSH abzusenken?
    Nach der Diagramm aus Artikel von Tim: http://edubily.de/2015/05/low-t3-syndrom/ hat man bei relativ hohen Werten von TSH die höchsten Werte von fT3. Niedriger TSH Wert korreliert mit Minimum von fT3.
    Auch der Datis Kharrazian in seinem Buch „Schilddruesenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln“ empfiehlt mindestens 1.8 bis höchstens 3.

    1. Ich empfehle nicht TSH abzusenken, das ist lediglich eine Begleiterscheinungen bei besseren T3- bzw. T4-Werten. Wenn ich die Wahl habe zwischen TSH von 3 und TSH von 1, dann nehme ich natürlich den niedrigeren Wert …

  2. Hallo,
    danke für den interessanten Artikel. Eine Frage bleibt mir noch: Warum eigentlich Olivenblatt-Extrakt und nicht Olivenextrakt? Bisher kannte ich nur Olivenextrakt, es ist vermutlich ein Nebenprodukt aus der Olivenölproduktion. Ist es gleichwertig zum Olivenblatt-Extrakt?
    Grüße
    Lutz

    1. Hi im Grunde geht es zum die gleichen Pflanzenstoffe, nämlich z. B. Hydroxytyrosol und Oleuropein. Das Blatt enthält vielfach höhere Konzentrationen als die Olive. Ich weiß nicht, ob es gleichwertig ist, wenn es auf die gleichen Mengen Oleuropein standardisiert ist, kann es schon sein. LG

  3. Hallo,

    ein sehr interessanter Artikel! Wäre das auch ein Mittel der Wahl für eine Schilddrüsenüberfunktion? Ich „leide“ nach der Schwangerschaft unter einer leichten überfunktion die sich wohl innerhalb eines Jahres von selbst regulieren sollte, aber würde meinen Körper gerne dabei unterstützen.

    Viele Grüße Marie

  4. Hallo Chris , ein sehr interessanter Artikel.
    Was würdest du denn sonst noch bei Leberzirrhose empfehlen, außer dem Olivenblatt Extrakt ? ( Ernährung ect. ) Ich habe jetzt auch einen Fall in der Familie und bin dadurch auf deinen Artikel gestoßen.

    Danke und LG

    Marcus

  5. sehr interessant, ich frage mich, ob es was bei Hyperemesis bewirken kann. Müsste man natürlich VOR der Schwangerschaft nehmen und hoffen, das die HG ausbleibt oder zumindest weniger brachial über einen herfällt. Ich werde das mal im entsprechenden Forum posten, würde ja gern eine „Studie“ hinbekommen, aber (zum Glück) gibt es ja nur wenige HG-Betroffene. Was eben – und das nicht „zum Glück“ sondern leider zum allgemeinen Desinteresse auf Seiten der Ärzte, Pharmakonzerne, Menschen …führt.
    Aber vielleicht versucht es eine.

    LGMP

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