Resilienz: So wirst du psychisch stabiler

Was ist Resilienz

Wollen wir nicht alle ein bisschen resilient sein?

Was ist Resilienz?

Resilienz beschreibt unsere psychische Widerstandsfähigkeit. Eng damit verwandt ist Hardiness und so weiter. Ja, ja. Immer diese fancy klingenden Wörter.

Da es sich dabei um ein Begriff aus der Psychologie handelt, tauchen natürlich immer nur die klassischen Faktoren auf. Also, wenn es um die Frage geht, was genau Resilienz entstehen lässt — oder das Gegenteil davon, die Vulnerabilität.

Resilienz ist gedanklich:

Leonardi DiCaprio läuft im Film The Revenant gegen den eiskalten Schneesturm. Und hört nicht auf zu laufen, obwohl es viel leichter wäre jetzt zu sterben.

Resilienz ist also die Fähigkeit, gegen die Strömung anzuschwimmen. Denn Probleme fühlen sich an wie Strömungen. Da wir uns allerdings nicht einfach fallen lassen können, müssen wir manchmal dagegen anschwimmen, auch wenn es weh tut oder wir uns wie gelähmt fühlen. Resilient ist der, der einfach weitermacht. Das hatten wir schon mal:

Einfach weiterlaufen.

Hier könnte man direkt ergänzen bzw. anmerken, dass auch ein psychischer Kraftaufwand Ressourcen verbraucht. Dazu gleich mehr.

Aus persönlicher und leidvoller Erfahrung weiß ich, dass selbst die hartnäckigsten und psychisch stärksten Individuen unter uns oft sehr nahe an der Grenze zum Aufgeben sind.

Das Paradoxe daran ist, dass wir oft nicht die armen Schlucker sind, die wie DiCaprio im Schneesturm irgendwo in der Wildnis ums Überleben kämpfen. Stattdessen hätten wir alle Ressourcen, um uns selbst zu helfen. Beispielsweise Psychologen, die uns erklären würden:

  • Familie
  • Freunde
  • Religion
  • Gemeinschaft
  • Intelligenz
  • Mindfulness
  • etc.

… sind wichtig. Sehr wichtig, wenn wir resilient sein wollen.

Das stimmt natürlich. Keine Frage.

Was uns resilient macht

Na ja. Bevor man die Frage klärt, was resilient macht, könnte man sich fragen, was das Gegenteil bewirkt. Was uns also schwach und anfällig werden lässt. Und diese Frage kann sich jeder selbst beantworten. Durch ein ganz banales Experiment:

Man setzt sich acht Wochen lang auf eine proteinarme Ernährung.

Plötzlich erstickt jede Motivation, jeder „Drive“ im Keim. Natürlich hat das biochemische Ursachen, aber auf die will ich nach dem hundertsten Mal nicht mehr eingehen. Außerdem kann man das ganze Spektakel nicht immer an irgendwelchen Neurotransmittern festmachen.

Nach den acht Wochen fährt man die Aminosäure- bzw. Eiweiß-Zufuhr ganz dramatisch hoch. Und ergänzt das zum Beispiel mit zwei, drei Shakes, die eine maximale Menge an essentiellen Aminosäuren enthalten, zum Beispiel Whey-Protein.

Danach wird man manches oder gar vieles anders sehen. Das kann Weltbilder ändern.

Resilienz in erster Linie, ist kein psychisches Konstrukt, das mal da ist, mal nicht. Resilienz kann ganz anders „gemacht“ werden.

Freilich: wir werden dann nicht zu unverwundbaren Robotern. Ein bisschen Zutun braucht es schon auch. Wir starten allerdings von einer ganz anderen Basis aus. Wer das mal begriffen, aber in erster Linie ERLEBT hat, der wird sich (und vielleicht anderen) besser helfen können.

Letztlich ist das Leben eben ein Sport-Event und wir, die Sportler, leiden oft an Burn-Out oder chronischer Erschöpfung, an Unlust, an Trainingsfaulheit oder an Motivationslosigkeit.

Um ein Leben lang ein guter Sportler zu sein, reicht es nicht, seinen Struktur-Bedarf mit Gummibärchen und Marmelade-Brot mit Butter zu decken. Ich kenne die Essgewohnheiten meiner Mitmenschen mittlerweile …

PS: Leider wird man selbst oft zum Schludrian. Wägt sich in Sicherheit und vernachlässigt Essentielles — im wörtlichsten Sinne. Alles Wichtige im Leben ist Eiweiß.

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