Das edubily-Konzept im Kontext

edubily Konzept

Manchmal wird scheinbar nicht klar (aus den Beiträgen), dass edubily ein Kernkonzept verfolgt, alles darüber hinaus Beschriebene ist eine große Sammlung an Möglichkeiten, eine Art Spielraum. Und dieser Spielraum ist individuell.

Viele Menschen die bei uns anfangen zu lesen, können nicht alles so recht einordnen. Das ist verständlich. Aber ich habe schon mal geschrieben, dass nahezu alles Input an dich ist, den DU in dein Leben einarbeiten kannst oder nicht. Das ist dir überlassen. Wir geben dir so gut es geht Wissen und Hintergründe an die Hand und danach musst DU entscheiden.

Natürlich gibt es eine Art Grundkonzept, wie im ersten Satz beschrieben.

  • Fokussiere in jeder Mahlzeit Eiweiß, also Fleisch, Fisch und Eier,
  • decke dich ein mit (grünem) (Meeres-)Gemüse, achte auf Kreuzblütler.
  • Nutze, je nach Bedarf, „safe starches“, toxinarme Stärkequellen (Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis) und/oder Fettquellen (z. B. Kokosöl, Macadmia-Öl, Fisch- bzw. Tierfett beispielsweise via Hering oder Hack).
  • Ein- bis zweimal die Woche gibt’s Leber oder äquivalente Vitamin-A-Mengen.
  • Täglich gibt’s ein Gläschen Kollagen-Hydrolysat mit 15 bis 30 g Pulver.
  • NEM-Versorgung ist wichtig, sollte aber individuell gestaltet werden, ein niedrig dosiertes Multi sollte Selbstverständlichkeit sein.
  • Ich z. B. nutze Mangan, Calcium, Magnesium und VitD/K2 noch einzeln (etwa 5 mg, 500 bis 1000 mg, 200 mg und 5000 IE/100 mcg), ab und an noch Chrom, und teile mein sowieso schon niedrig dosiertes Multivitamin eigentlich immer noch mal in zwei Stücke.
  • Ich trinke möglichst Mineralstoff-reiches Wasser (Calcium etwa 200 bis 300 mg pro L, Magnesium > 35 mg, ggf. Lithium, Bor, Kieselsäure), dann habe ich eine zusätzliche Mikronährstoff-Quelle.
  • Abgerundet wird das Ganze mit Sekundärstoff-reichem Obst, etwa Sauerkirsche, Granatapfel, meinetwegen auch Honig — es gilt: Je farbiger, umso besser, dunkel > hell, also Heidelbeeren > Erdbeeren.

Hier gilt: MODERATION IS KING. Keine 400 g Eiweiß ballern — einfach Fleisch, Fisch und Eier essen, das regelt sich von alleine. Nicht DGE-Mengen an Kohlenhydraten anpeilen. Aber der Salat soll auch nicht im Öl schwimmen. Lieber 3-4 Eier, die ja bekanntlich auch Fett enthalten, mehr essen. Keine Kohlenhydrat-Phobie — Kartoffeln, Süßkartoffeln und Reis haben noch nie irgendwen fett gemacht. Nicht literweise irgendwelche Kreuzblütler-Smoothies trinken. Nicht jeden Tag Leber reinziehen. Et cetera.

Wer abnehmen will, der fokussiert halt ein paar Wochen erst mal Eiweiß und Gemüse. Wenn ein zu großes Energieloch entsteht: Mehr Fett und/oder mehr Kohlenhydrate (Quellen: s. o.). Grundsätzlich gilt: Lean. Green. Marine. Also mageres Fleisch, grünes Gemüse und Meeresfrüchte. Wir sehen keinen Grund, bei der Diät „0 Kohlenhydrate“ zu essen, im Gegenteil. Geht auch easy mit ein paar Potatoes (s. „Potato-Hack“).

Natürlich gilt: So oft an der frischen Luft bewegen wie möglich, im Hinterkopf das behalten, was wir im Handbuch erläutert hatten, nämlich: Der Organismus richtet sich nach den Peaks. Also nicht jeden Tag 30 Minuten monoton und gelangweilt durch die Gegend schlappen, sondern mal Intervalltraining oder sehr belastendes Krafttraining machen. Immer etwas besser werden als das letzte Mal, dann setzt man automatisch neue Reize, also Peaks.

So.

DAS setzen wir als Grundwissen einfach voraus.

Und erst jetzt (!) kommen andere Fragen:

  • Soll ich Haferflocken nutzen wegen ß-Glucan-Ballaststoffen?
  • Was ist mit Milch? Soll ich Quark nutzen?
  • Soll ich Bohnen integrieren?
  • Trinke ich Kaffee oder eher nicht?
  • Nutze ich zusätzliche NEM, z. B. Einzel-Aminos?
  • Muss ich fasten, betreibe ich Meal-Skipping?
  • Was ist mit temporärer Kalorienrestriktion?
  • Brauche ich 50 g Maltodextrin nach dem Training?
  • Sollte ich noch Whey in meinen Speiseplan integrieren?
  • Soll ich Fett und Carbs trennen?
  • usw.

Das alles kannst du ausprobieren und dann immer wieder zurückfallen in deinen bereits installierten Plan:

Test – Feedback (ja, gut/nein, schlecht) – Reaktion (ich nutze es/ich verwerfe es).

Wichtig ist, dass der Grundplan, den ich dir oben hingeschrieben habe, deine Basis ist. Damit solltest du im besten Falle etwa gleich bleibende Zustände herstellen. Das z. B. würde verzerrt werden, wenn du immer wieder irgendwelche NEM-Hochdosen einstreust, die jedes Mal gravierend Parameter in deinem Körper verändern. Daher: erst mal niedrig dosiert.

Bei den Fragen, die du dir dann stellst („Was baue ich jetzt zusätzlich ein?“), musst du natürlich (!) den Kontext beachten.

  • Milch kann für Sportler ob der Insulin-Reaktion sehr positiv wirken. Gegenfrage: Was ist mit Casomorphin etc? Toleriere ich das?
  • Was ist mit Honig, also Zucker? Zucker ist in unserem Setting (bei Sport und Bewegung, bei unserer Basis-Kost) weit weniger problematisch als im herkömmlichen Setting (= bei deinem Nachbar)
  • usw.

Daher: Ich beginne bei einer (Ernährungs-)Basis, die in sich schlüssig ist und vermutlich die wenigsten Probleme bereitet (z. B. Paläo-Autoimmun > Vegan). Von dieser Basis ausgehend pflücke ich mir die Blüten, die ich brauche oder die mir sinnvoll erscheinen, beachte außerdem immer den jeweiligen Kontext.

Abschließend will ich noch einmal klar sagen: Wir empfehlen nicht explizit irgendwas. Zumindest nicht „Milchkonsum“ oder „kein Milchkonsum“. Das liegt vollständig bei dir. Notfalls musst du eben selbst auch mal nachforschen und gucken, ob es für dich passt oder nicht.

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19 Kommentare, sei der nächste!

  1. Calcium und Magnesium suppen? Bei vielen Nährstoffen kann ich es durchaus nachvollziehen, dass man zusätzlich ergänzt – hier jedoch nicht, da es doch so einfach ist viel Calcium und Magnesium über die Ernährung zu zu führen. Selbst mit meiner Ernährung mit Cola, Gummibärchen und fettarmen Chips komme ich problemlos auf ca 800mg Magnesium.

  2. Ziele auch jede Mahlzeit mit einer guten Proteinquelle an, zur Zeit mit mehr Fisch, vielleicht liegt es an der lichtärmeren Jahreszeit?
    Du schreibst mageres Fleisch, warum? Wenn ich eine gute Quelle für Weidetiere habe, ist das Fett am Fleisch doch inordnung?
    Du listest Olivenöl nicht mehr auf, warum?

    Ansonsten würde ich Kälte noch mit einbauen. 🙂

    LG
    Giuseppe

    1. Ja, gut, Fisch und Geflügel könnte man auch dann vorziehen, wenn man um die Neu5Gc- oder Eisen-Thematik besorgt ist.

      Mageres Fleisch wenn man abnehmen will. Darf aber, wie geschrieben, etwas fetter sein, wenn das Energieloch zu groß wird. Angelehnt ist das natürlich an PSMF.

      Olivenöl ist auch okay, oben war nur eine Beispielauswahl.

      Stimmt. Kälte gehört natürlich auch dazu 🙂

      LG

  3. Hi Chris
    Eine Frage:
    Welches multi kannst du empfehlen?
    Die two per day von LE „vertrage“ ich irgendwie nicht so recht, muss andauernd aufstoßen und mir wird leicht übel.
    Hast du eine Alternative die sich preislich im ähnlichem Rahmen abspielt?

    Danke für die Zusammenfassung hier. Finde das sehr hilfreich nochmal alles der Reihe nach aufgelistet zu haben! 🙂
    LG
    Antje

    1. Hallo, z.B Nature’s Way Alive Men’s Max Potency(ca25-30) oder Source of Life Gold(ca50). Wenn du davon aufstoßen musst, dann nimm sie WÄHREND der Mahlzeit ein. Am besten sind Multis, die von allem etwas haben. Mit der Zeit musst halt viele durchprobieren und schauen was sich für dich am besten eignet.

  4. Hallo Chris,

    danke für diese sehr schöne Aufstellung- eine gute Leitlinie, entlang derer man sich bewegen kann, ohne die Individualität zu vernachlässigen. Sollte eigentlich so ähnlich in jeder Arztpraxis aushängen.
    Welches niedrig dosierte Multi-Präparat nutzt Du denn?, wenn die Frage erlaubt ist- ich glaube, daß wäre für Viele interessant.

    LG Ralf

      1. Super Zusammenfassung, Danke!

        Ich hatte das mit den Kreuzblütlern auch nicht ganz verstanden (ob regelmäßig, viel oder eher wenig). Das liegt wohl daran dass ich gerade versuche sie eher zu meiden oder nicht zu häufig zu essen. Da ich Gemüse annähernd ausschließlich regional und saisonal esse stehen sie bei mir vor allem im Winter eigentlich mindestens einmal am Tag auf dem Tisch und ich hab das Gefühl das mir das nicht bekommt.(Völlegefühl, Blähbauch,…)
        Falls ihr Tipps habt wie man das vermeiden kann (Zubereitung oder zusammen mit xyz essen) wäre ich dafür natürlich dankbar.

        Viele Grüße
        Daniel

  5. Ich verstehe es immer noch nicht.kompetenzen kann ich als Laie nicht überprüfen und fürs Studien lesen und auswerten habe ich ebenso wenig Kompetenz.dennoch fällt mir auf dass es durchaus ernstzunehmende Studien und Belege gibt die die gesundheitlichen Vorteile von Veganismus erläutern. Selbstversuch fühle ich mich mit einer veganen Ernährung (sehr indienlastig mit weniger Fett)am vitalsten.als ich Eier Fleisch Leber etc konsumiert habe war meine Haut schlechter…mein PapWert war schlecht ..ich war müder mir taten die Gelenke weh und die Regenerationszeit war länger.ist das persönlich?ich bin mir nicht sicher.

    1. Was war /ist das Ziel deiner genannten Studien und Belege bezüglich veganismus?
      Und was ist das Ziel der Erläuterungen von Chris?
      Suche die Differenzen

      Ernährung ist immer persönlich!
      Es ist immer von Bedeutung was man wann und wie sowie wo isst und in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet.

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