Ist Erythrit (Xucker Light) gesund oder schädlich?

Erythrit als Alternative zu Zucker?

Süßstoffe wie Erythrit geraten immer wieder ins Kreuzfeuer von Kritik. Dennoch steigt die Beliebtheit gerade bei Sportlern und Diätbegeisterten. Auch Diabetiker müssen immer wieder nach Süßungsmitteln Ausschau halten, die sie gut vertragen. Im Laufe unseres Kontakts haben wir einen „Kenner“ zum Thema Erythrit und Xylit, den Dani, kennengelernt, der gerne einen Artikel zum Thema bei uns veröffentlichen möchte. Interessant sind hier sicher nicht nur die Vorteile des Zuckeraustauschstoffes, sondern auch die möglichen Nachteile und Nebenwirkungen. Wir möchten herausfinden, was Erythritol wirklich kann.

Erythritol – Ein Zuckeralkohol aus der Natur

Ein kalorienarmer Stoff, der schmeckt wie Zucker? Gut, zugegebenermaßen schmeckt Erythrit (oft als Xucker Light bekannt) nicht wie Zucker. Die Süßkraft liegt 30 % unter derer von gewöhnlichem Haushaltszucker, der Saccharose. Dafür schmeckt er insgesamt relativ neutral und hat im Prinzip fast dieselbe Konsistenz wie Zucker, lediglich als etwas feuchter kann man ihn beschreiben. Ein unangenehmer Nebengeschmack ist nicht zu entnehmen. Chemisch gesehen ist Erythrit eine süßlich schmeckende Verbindung aus Zuckeralkoholen, die auch in der Natur vorkommt. In seiner eigentlichen Form kommt der Stoff Erythrit in Käse, aber auch Obst und sogar in Pistazien vor. Die Herstellung ist dabei nicht ganz so simpel. Hier wird eine Fermentation genutzt. Mithilfe einer mikrobiellen Umwandlung von niedermolekularen Kohlenhydraten wird durch osmophile Pilze der Zuckeralkohol Erythritol isoliert.

Was kann Erythrit?

Erythrit kann vor allem süßen. Aber auch andere Fähigkeiten werden dem Zuckeralkohol zugeschrieben. Eine der bekanntesten Studien mit dem Stoff ist die aus 2014 1, in welcher herausgefunden wurde, dass Eryhtritol giftig für Fruchtfliegen ist. Weiterhin wird also geforscht in welchem Zusammenhang man das Süßungsmittel als Insektenbekämfpungsspray verwenden könnte. Für Menschen ist Erythrit aber völlig ungefährlich. Aufpassen muss man bei Haustieren, da auch diese den Stoff nicht vertragen. Hier warnen Experten ebenfalls vor einer toxischen Eigenschaft auf Hunde und Katzen.

Xucker gehört zu den bekanntesten Herstellern des Zuckerersatzes. Meine Erfahrungen mit den Produkten habe ich in diesem Artikel festgehalten: http://xylit-info.de/xucker. Obwohl der Stoff nicht ganz so süß ist wie Zucker, beeinflusst er weniger stark den Zuckerspiegel. Somit eignet sich der Stoff zum einen dazu, Heißhungerattacken potentiell zu verringern. Zum anderen macht ihn diese Eigenschaft aber auch zu einem guten Zuckerersatz für Diabetes-Patienten. Die Insulinantwort ist erwiesenermaßen deutlich geringer als bei Zucker und sogar geringer als bei Xylit. Der glykämische Index ist Experten zufolge nahe der 0. Die Tatsache, dass Erythrit zudem fast keine Kalorien aufweist, zeigt, dass auch Sportler ihre Getränke, Süßigkeiten und Joghurts bedenkenlos damit süßen können.

Erythrit beim Abnehmen und Sport

Insofern kann nach dem Fitnesstraining ein selbstgemachter Milchshake mit Erythrit und ein paar Früchten Energie und Proteine liefern, dabei aber dennoch wenig Kalorien aufweisen. Dazu kommt, dass die in Erythrit enthaltenen Kohlenhydrate nicht als solche, sondern als Zuckeralkohole verstoffwechselt werden. Auch, wenn man also auf der Verpackung, zum Beispiel auf der Rückseite von Xucker Light „Kohlenhydrate“ entdeckt, sind diese nicht mit denen aus Stärke oder Zucker zu vergleichen. Der Körper verstoffwechselt die dortigen Kohlenhydrate nämlich schnell und wird als Blutzucker/Glucose zur Verfügung stellt. Bei Erythrit und auch Zucker aber handelt es sich um Kohlenhydrate, die nicht Insulin-abhängig verstoffwechselt werden – sie haben also kaum einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Jedoch hat man bei Erythrit den Nachteil, dass man hier etwas mehr als Zucker nehmen muss, da die Süßkraft eben geringer ist.

Ist Erythrit gesund für die Zähne?

Er hat auch auf die Zahnhygiene eine verlockende Eigenschaft, die sie gegenüber Zucker attraktiver macht: der Zuckeralkohol bietet Kariesbakterien keine Möglichkeit sich zu vermehren und Milchsäure zu produzieren, um den Zähnen zu schaden. Dies hat mit dem pH-Wert in der Mundhöhle zu tun. Durch den regelmäßigen Verzehr von Zucker sinkt er unter einen bestimmten Wert, da er die Produktion von Milchsäure begünstigt. Nimmt man jedoch regelmäßig Erythrit zu sich wird dieser Vorgang verhindert. Er remineralisiert sogar die Zähne und verhindert die Bildung von Karies. Hier muss aber auch die restliche Zahnpflege stimmen.

Vorsicht bei der Einnahme

Bei der Einnahme sollte man Vorsicht walten lassen, da Erythrit bei übermäßigem Konsum eine abführende Wirkung verursachen kann, was eher schädlich sein kann. Der Hersteller gibt jedoch immer die richtige Tagesdosis an. Das Gesetz hat ihn hierzu verpflichtet. Das Problem ist, dass der Zuckeralkohol nicht zu hundert Prozent vom Darm resorbiert wird. Achtet daher aber immer auf die Dosis, die euch selbst am besten bekommt. Jeder Körper ist anders. Unterschiedliche Hersteller gibt es mittlerweile, so Xucker, WieZucker, Naturtotal und noch viele mehr. Essentiell für eine gute Qualität ist, dass der Hersteller auf Zusatzstoffe verzichtet und bei der Gewinnung des Zuckeraustauschstoffes nicht zu Gentechnik greift. Preislich gesehen liegt Erythritol allein aufgrund der aufwendigeren Herstellung deutlich höher als Zucker.

Fazit

Niemand sollte behaupten Erythrit sei ausnahmslos gesund, allein die mögliche abführende Wirkung ist nicht zu verachten. Jedoch tritt dies erst bei höherer Dosierung ein (in der Regel). Da jeder Körper anders ist muss man sich aber probieren. Schädlich ist der Ersatz jedoch nur für Tiere und nicht für den Menschen. Dafür ist er zahnfreundlich und eignet sich super für eine Diät.

Referenz

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  1. http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0098949)