Wie Forscher mit diesem geheimen Cocktail Alzheimer heilen wollen

Alzheimer heilen mit diesem Cocktail

Vor mittlerweile über zehn Jahren (2005) konnte eine Forschergruppe das Leben eines kranken Mäuse-Stammes um 30 % verlängern.

Dieser Mäuse-Stamm altert schneller und zeigt schnell Merkmale des Alterns wie:

  • chronisch oxidativer Stress
  • verkürztes Leben
  • mitochondriale Dysfunktion
  • Insulinresistenz
  • Muskelschwund
  • Entzündungen

Kennen wir alles, oder? Mit dem ein oder anderen dürfte der ein oder andere schon vertraut sein.

Seit den sensationellen Ergebnissen von damals forschte die Gruppe fleißig weiter.

Soeben titelt ScienceDaily: Jungbrunnen?

Gerade erschienen ist eine Arbeit, die – zumindest in den Augen der Forscher – sensationell ist. Dieser kranke Mäuse-Stamm nämlich verliert bis zu 50 % Gehirnzellen im Mittelhirn, des Bulbus olfactori und des Cerebellums (Kleinhirn). Mit diesen Eigenschaften ähnelt die Erscheinung dem fortgeschrittenen Alzheimer oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen. Das „Medikament“, das Forscher verabreichte, kehrte den Nervenzell-Verlust komplett um, damit blieb die kognitive Funktion erhalten, einhergehend auch sensorische (Wahrnehmung) und motorische (Bewegung) Funktionen. Doch nicht nur das, auch Photorezeptoren der Retina waren vermehrt vorhanden. Die Forscher waren so beeindruckt von ihren Ergebnissen, dass sie schreiben:

We know of no other treatment with such efficacy, highlighting the potential for prevention or amelioration of human neuropathologies that are similarly associated with oxidative stress, inflammation and cellular dysfunction.

Kurz: Keine andere Intervention sei so effizient – was natürlich die Bedeutung betont, die das Ganze auch für den Menschen haben kann, wenn man schon Entzündungen, oxStress oder zelluläre Dysfunktionen aufweisen kann. Im Interview sagt die Team-Leaderin: Die Ergebnisse sind dramatisch.

„We know this because mice experience the same basic cell mechanisms that contribute to neurodegeneration that humans do. All species, in fact. There is a commonality among us all.“

Etwas Ähnliches sage ich, wenn kritisiert wird, wir würden nur Tierstudien nutzen. Stimmt schon, man muss nur an der richtigen Stelle im Tier forschen und nach Gemeinsamkeiten gucken, so wie das hier geschildert wird: Neurodegenerative Erkrankungen unterliegen denselben molekularen Mechanismen, egal ob in Ratte oder Mensch.

Natürlich sind die Autoren ein bisschen stolz auf ihren „Schatz“ und vergraben ihn schön. Die Zutatenliste des „Medikaments“ findet sich daher nicht in dieser Arbeit, sondern in anderen Arbeiten, die man sich dann erst einmal zusammensuchen muss. Gut gemacht.

Ich habe die „Zutaten“ rausgekramt:

Auflistung der "Zutaten" des Anti-Aging Mittels

Ja, gut – wirklich „besonders“ sieht diese Liste nicht aus, sollte uns allen bekannt sein. Vorsicht: Die Dosen hier sind in „Rattensprache“ angegeben. Die Forscher aber meinen: Das seien stinknormale Dosen, die man in jedem Nahrungsergänzungsmittel findet, wenn man die Dosen auf menschliche Dosen umrechnet.

Oh, ich sehe, sie haben den neuen Star der NEM-Jünger vergessen: Astaxanthin! 🙂 Na, da besteht aber Verbesserungspotenzial!

Referenz

Lemon, J.A.; Aksenov, V.; Samigullina, R. u. a. (2016): „A multi-ingredient dietary supplement abolishes large-scale brain cell loss, improves sensory function, and prevents neuronal atrophy in aging mice“. In: Environmental and Molecular Mutagenesis., DOI: 10.1002/em.22019.

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11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey, den Stoff kenn ich- bis auf die O3-FS, Q10 und DHEA ist praktisch alles im LEF Mix enthalten- aber macht nix, die nehme ich eh extra :o) Nach gut 2 Jahren auf dem Stoff bin ich bei einem hsCRP von 0,07 mg/l in Sachen chronischer Entzündung so belegbar auf einem tiefgrünen Pfad.

    PS: beim Cod Liver Oil ist übrigens die Einheit verkehrt. Vielleicht meinen die „Retinol (from cod liver oil)“

  2. Den LEF Mix habe ich auch mal genommen, aber ich muss zugeben, dass mich damals die Kosten abgeschreckt haben. Auf die Schnelle finde ich 90 €/490 caps als günstigsten Preis im Netz, das sind 35 Tagesportionen (14 pro Tag). Grob gerundet reden wir hier also über 80 € monatlich, bzw. ein Jahresbudget von fast 1000 € für ein einziges NEM-Präparat. Gut, ein sehr universelles – aber trotzdem kann ich für das Geld eine Menge feine Lebensmittel einkaufen.

    Die vorgestellte Studie lässt die Kosten allerdings etwas mehr gerechtfertigt erscheinen. Vielleicht sollten wir im Forum mal Möglichkeiten einer Sammelbestellung diskutieren, denn jetzt könnte es ja etwas mehr Aufmerksamkeit dafür geben…

    Markus,
    bei Deinem Wissen zum Thema und Deiner Motivation gehe ich aber davon aus, dass die guten Werte beileibe nicht nur vom LEF Mix kommen, sondern dass Deine ganze Lebensweise dafür eine große Rolle spielt. Oder? 😉

    1. Hallo Axel,

      ich nehme die Tabletten, die sind schon mal günstiger. 1 Dose reicht ebenfalls für 5 Wochen (9 am Tag, 315 je Dose). Eine Dose kostet direkt bei LEF 78 Euro, im 10er Pack 57 Euro und im November gibt es immer einen Sale mit 10% auf alles. Dann reden wir im Endeffekt von 45 Euro im Monat. Klar, das ist nicht alles, ich gebe bestimmt nochmal 100 Euro mehr für NEM aus, also reden wir von vielleicht 140 Euro im Monat.

      Ich bin es aber etwas leid, mich dafür rechtfertigen zu müssen, also lass dich von anderen nicht so leicht einschüchtern. Es gibt ja mehr als genug Leute, die jeden Tag eine Schachtel Kippen verqualmen- 180 Euro im Monat, um ihrer Gesundheit zu SCHADEN. Wenn ich jetzt also 140 Euro im Monat FÜR meine Gesundheit ausgebe so finde ich sind die Relationen immer noch gewahrt. Kollegen geben diese Summe für Klamotten, für größere Autos oder ihre Hobbys aus usw.

      Jedenfalls solange man sich diese Summe in absoluten Zahlen noch leisten kann, logisch., Aber auch und gerade Studenten und H4-Bezieher etwa rauchen gerne…

      Klar ist das Ganze als Paket zu betrachten, aber eine Kette ist auch immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied- wenn ich mir noch soviel Protein zuführ und dabei einen Zinkmangel habe und wegen ständiger Infekte nicht trainieren kann- was will man denn dann Großes erwarten?

    2. Guck Dir mal two per day von LEF an. Deutlich günstiger, enthalten aber weitgehend auch alles wichtige. 120 Stück ca. 20 EUR = 10 EUR pro Monat
      Viele Grüße
      Jörg

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