Die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Sonne, viel DHA, wenig Linolsäure (Video)

Vitamine und essentielle Nährstoffe durch küstennähe

Edubily und alles drumherum ist eine Bereicherung für mich. Ganz egal wohin mich diese Reise bringt, ein Gewinn war es allemal.

So erreichen mich oft E-Mails von ganz verschiedenen Leuten, die alle ihre Gedanken, Ideen, Gefühle und Vorstellungen in das Projekt einfließen lassen.

Ich möchte mich nicht festlegen. Ich zeige 80 % auf, die gelten für die Allgemeinheit und als Grundsatz, die anderen 20 % sind hoch individuell.

Daher zeige ich lieber Grundprinzipien des Trainings auf, als mich auf ein Schema festzulegen und dieses an die Menge zu tragen. Ich würde lügen, denn ich weiß genau, dass das sowieso nie funktionieren wird.

Das gilt auch für Ernährung. Daher wirst du von mir auch nie hören, dass ich „High-Carb“ empfehle – genauso wenig, wie ich mich auf eine ketogene Diät festnageln würde.

Eckpfeiler. Die Eckpfeiler kann man setzen. Das Haus, die Inneneinrichtung et cetera musst du selbst gestalten.

Mich erreichen oft super Mails. Dieses Mal von einem Niederländer, der mir ein Video hat zukommen lassen.

Ich habe oft über Ernährung nachgedacht und glaube seit jeher an eine Offshore Diet, daran, dass Homo sapiens seit seiner Entstehung die Küsten bewohnte und sich an ebendieser sehr reichen Flora und Fauna bediente.

Dort nämlich finden sich ganz wichtige Schlüssel-Nährstoffe, die extrem bedeutsam waren bezüglich der Menschwerdung, zum Beispiel:

Noch heute essen die dort lebenden Afrikaner Fisch und Schalentiere – den ganzen Tag. Für die ist das so normal, dass sie es schlicht „Gemüse“ nennen.

Es lohnt sich sehr, sich dieses Video anzuschauen. Denn Remko Kuipers ist ein Fuchs und räumt direkt mit den gängigsten „Paleo“-Mythen auf. 

Für diejenigen, die kein Englisch verstehen und/oder keine Zeit haben, sich das ganze Video anzusehen, hier die Bottom-Line(s) zum Mitnehmen:

  • Die Evolution meint es auch gut mit Älteren, nicht nur mit Jüngeren
  • Homo sapiens ist oft eher Sammler als Jäger, wenn auch grundsätzlich die Tendenz zum Jagen besteht und diese auch in unserer Physiologie verwurzelt ist
  • Homo sapiens ist bzw. war ein Fischer, ein Schalentier-Sammler und ein Meeresfrüchte-Esser
  • Man findet kaum noch „richtige“ Jäger-und-Sammler-Kulturen. Diejenigen, die noch original leben, werden meist von Wissenschaftlern betreut (oder von Besuchern [mit Alkohol] gefüttert) und die übrig gebliebenen JuS sind auch nicht super-repräsentativ für „richtige“ Paleos (prähistorische JuS)
  • Der Omega-3-Index ist ein stärkerer Risikofaktor als klassische Risikofaktoren bzw. Marker
  • Nativ lebende Menschen haben einen hohen Vitamin-D-Wert (100-120 nmol/l, entsprechend 40-60 ng/ml),
  • deutlich mehr DHA, aber deutlich weniger Linolsäure (und Arachidonsäure) im Blut
  • Daraus schlussfolgert der Wissenschaftler Remko Kuipers auch, dass der Omega-3-Index und der Vitamin-D-Wert größere Rollen im klinischen Alltag spielen sollten

Nun: Das nenne ich Eckpfeiler. Damit kann man etwas anfangen. Ohne dabei zu übertreiben und sich direkt auf spezielle Ernährung, auf die Ernährungsform, festzunageln.

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Das bringt mich dann unweigerlich zu dem Gedanken, dass bei obiger Konfiguration der Mensch tendenziell eher eine schlanke Athletik denn grosse, Ressourcen-aufwändige Muskelberge mitbringt.
    Denn das o.g. Zusammenspiel spricht ja für einen sehr guten Fettstoffwechsel der Muskeln und eine sehr gute Membrankonfiguration bei kompakten, kraftausdaueroptimierten Muskeln.

    Ist EPA extra nicht aufgeführt? Würde vermuten, auf Grund der speziell kardiovaskulär und kardiogen bedeutsamen Eigenschaften (antiarrhythmisch weil Reizleitung optimierend, RR-senkend, rheologische Wirkung) ist auch EPA massgeblich für die Grundausstattung als solider gesunder „Ausdauersportler“(=Normalmensch) mit bedeutsam?

    AA hingegen als ja anabol diskutierte Fettsäure spielt, hier zumindest, keine so grosse Rolle wie in der „Western Diet“. Was aber erkärt, dass wir tendenziell mehr „Masse“ mitbringen – aber auch mehr Entzündung.

    Nun ich könnte mit vorstellen, mit der Migration in kältere Breitengrade steigt der Bedarf an AA u.U. auch wegen der Wirkungen auf Haut, Haare (Fell – Tiere bekommen bei AA-Mangel ein schlechtes stumpfes Fell). Andererseits fehlt mit zunehmender Breite Vitamin D als Downregulator der durch AA prolongierten Inflammation.

    Sehr alt werdende Menschen essen häufig, neben einer pflanzen- und ballaststoff sowie marine-dominierten Diät, nicht selten zwar geringe Mengen jedoch regelmässig Schweinefleisch. Das könnte das genau notwendige Mass an AA liefern im Verh. zu O3 FS, ohne aus dem Ruder zu laufen.

  2. xD hab den Artikel noch nicht angefangen zu lesen aber kann jetzt schon sagen: Made my Day.
    Habe gerade bestimmt 10x auf das Bild mit dem Link zum Artikel geklickt in der Hoffnung das gleich das Video startet. Hat ganz schön gedauert bis ich gepeilt hab was ich da tue… 😀

    Edit:
    Der DHA-Status ist also ein weiterer sehr wichtiger Blutwert, welchen man bei einem Checkup ruhig fest mit einplanen sollte, oder?
    Wahrscheinlich passt der wohl wenn man reichlich Omega 3 suppt und ausreichend Fisch ist. Gibt es trotzdem oft Störungen die dazu führen das der DHA-Status trotzdem untersucht werden sollte?
    Mich hatte Markus vor kurzem mal darauf hingewiesen mein DHA mal zu überprüfen weil ich ein kleines Hautproblem habe.

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