AD(H)S bei Kindern „heilen“: Eine Erfolgsstory

ADHS bei Kindern heilen

Das Schönste für mich, für uns, ist es, wenn es jemand schafft.

Wenn jemand versucht, die eigene Biochemie zu verstehen und bewusst zu agieren.

Ich finde die Geschichte des kleinen Mannes so sensationell, dass ich sie mit euch teilen möchte.

Einfach um zu zeigen, dass Genesung manchmal ganz simpel machbar ist. So wie das damals bei mir bezüglich der Schilddrüse der Fall war. Das kann bei dir eine ganz andere Baustelle sein und manchmal klappt es nicht so einfach, selbst mit den besten Biochemie-Kenntnissen.

Dieses Mal war es ein kleiner, junger Mensch, der sein Leben noch vor sich hat. Der schlaue Papa hat versucht, die bekannte Thematik, Verdacht auf AD(H)S, biochemisch zu verstehen. Man könnte es zunächst einmal probieren mit Neurotransmittern und Mitochondrien (Stichwort Energiegewinnung).

Logischerweise bekam die Familie wenig Unterstützung vom behandelnden Arzt (Anmerkung: Immer das Gleiche!).

In Summe treten nun bei ihm die ADS-Symptome nicht mehr auf. Er ist wie ausgetauscht.
Eigentlich müsste man froh sein, dass die teurere Messungen nicht geklappt haben.
Die Supplements, die er nun bekommt, sind harmlos und können praktisch (abgesehen vom Selen im TpD) nicht überdosiert werden.

Und was genau hat der Papa dem Kind verfüttert?

1. Er hat 5 mg Biotin bekommen.
(14 Tage Abstand)
2. Er hat morgens eine Tablette Two-per-Day bekommen.
(in Summe eine riesen Besserung.)
3. Nach drei Monaten hat er nun noch 100 mg Ubichinol und 1000 mcg Methylfolat bekommen.

Insgesamt also alles interessanterweise Kofaktoren für Neurotransmitter und der Atmungskette.

Und die Anleitung (für die Betroffenen unter euch) schiebt er gleich hinterher:

Praktisch würde ich wieder so vorgehen.
1. Andere Krankheiten ausschließen (Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion etc.)
2. Täglich eine Two-per-Day geben und eine Zeit beobachten
3. Weitere Supplements je nach verbleibenden Symptomen geben

Also: System-Komponenten verstehen und mögliche Krankheitsursachen ausfindig machen.

Hier wurde also geprüft, ob AD(H)S nicht einfach auch mit der Schilddrüsen-Funktion zusammenhängen könnte.

Dann die Handlung: Ein möglichst breites Spektrum an gut bioverfügbaren Mikronährstoffen zuführen.

Abwarten. Beobachten.

Verbleibende Symptome analysieren und ebenso angehen. Neue Wege probieren. Möglichkeiten (die es zuhauf gibt, man muss sich nur mal durch diesen Blog klicken) angehen.

Keine Angst: Solche „Heilsgeschichten“ wird es bei uns nicht in aller Regelmäßigkeit geben. Ich bin kein Arzt und will auch nicht mit solchen tollen Geschichten lobpreisen.

Aber hier geht es um ein Kind. Du hast das Leben deines Kindes (noch) selbst in der Hand. Du kannst deinem Kind helfen. Ich wäre froh gewesen, meine Eltern hätten mir geholfen und hätten wenigstens ein bisschen hinter die Kulissen blicken können. Diese Geschichte jedenfalls soll dir Mut machen. Es geht. Ohne Medikamente!

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18 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ich habe ja selber mein Leben lang mit ADHS-Symptomen gekämpft. Bei mir hat dann eine Mischung aus Acetyl-L-Tyrosin, Taurin, Citrullin und Glycin alle Symptome vollständig ausgeschaltet. Seither bin ich nicht wieder zu erkennen. Der wichtigste Baustein war bei mir mir das Tyrosin. Und was noch zu bemerken ist, meine Vitamin und Mineralienzufuhr wurde vorher schon optimiert. Sonst hätte das Tyrosin auch nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht!

    1. Hallo Marti,

      das ist sehr interessant. Kannst Du kurz beschreiben wie Du vorgegangen bist? Vitamine und Mineralien über Blutbild optimiert? Den Rest dann zusammen genommen, oder eins nach dem anderen?

      Danke!

      Gruß,
      Christian

  2. Interessanter Bericht, bin momentan an einer ähnlichen Thematik bei meiner Tochter dran, da diese ähnliche Symptome wie AD(H)S zeigt nur nicht so stark ausgeprägt. Nur kurzzeitig Konzentriert und ziemlich unruhig. Ich versuche das momentan mit Vitaminen und Eisen (Sprich Sanostol und / oder Rotbäckchen) anzugehen. Biotin ist auch noch eine Idee.

    1. So einfach ist das bei ADHS leider nicht, mit Sanostol und Rotbäckchen wirst du da nur einer der vielen werden, die sagen sowas funktioniere nicht. Es gibt Hinweise auf Gendefekte bei Kindern mit ADS oder ADHS, die Stoffwechselstörungen und Störungen in der Aktivierung und Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen verursachen. Das kann man systematisch angehen, dann macht es Sinn. Der Vater hier hat offenbar gegen Nitrostress (Ubikinol = wirksamste Form von Q10) etwas unternommen. Methylfolat ist eine aktive Form von Folsäure, die sehr interessant wird, wenn die Enzyme zur Aktivierung von Folsäure defekt sind. Wenn du ernsthaft vorhast etwas zu bewirken müsstest du in diese Materie einsteigen, Vitamin B6 (aktiv oder normal), Zink, Magnesium…viele Dinge spielen in diesem Puzzle eine Rolle. Eisen allein ist nicht der Stein der Weisen, ohne B12 bewirkt es im Blut nichts ohne bestimmte Aminosäuren wird es schlechter aufgenommen. Mit Sanostol, was noch zudem voll mit Zucker oder Süßstoff ist tust du dem Kind eher keinen Gefallen glaub mir.
      Mein Sohn ist 10 Jahre, er hat sein über einem Jahr die Diagnose ADHS nun mit Verdacht auf Asperger. Er verträgt bestimmte Nahrungsmittel nicht, er hat Probleme mit Histamin ( was auch wieder mit Folsäure und der sog. Methylierung zu tun haben kann). Er ist unruhig, hat zu hohen Muskeltonus, wird agressiv und ist massiv gestresst. Sämtliche Präparate wie Zappelex oder Multivitamin haben versagt. Selbst ein B-Komplex und Vitamin D haben nicht geholfen. Nicht, weil es nicht funktioniert, sondern, weil es nicht systematisch aufgebaut wurde (die Ärzte sind einfach zu dumm, ehrlich). Aufgrund gewisser Blutparameter habe ich weiter gesucht und nun lassen wir den Verdacht auf die Schäden im Methioninkreislauf und andere Enzyme checken um dann zu schauen, was uns in eine Sackgasse führt oder nicht. Es ist eben nicht, wie der Orthomolekuloge sagte, ach wenn er zu viel „Geld auf dem Konto hat“ = ein Vitamin zu hoch ist, stort uns das mal nicht, wenn er keine Kontokarte hat, sprich, wenn er das Vitamin oder Mineral nicht nutzen kann ist es für die Katze und es kommt dennoch zu massiven Mangelzuständen, die teilweise durch Stress getriggert werden und die Kids rutschen in einen Teufelskreis.

  3. Tolle Sache. Glückwunsch. Eine kleine Erläuterung der Zusammenhänge der Supplements und ihrer Wirkung wäre noch interessant.

    Ist es jedoch oftmals nicht eher so dass „ADHS“ oder besser gesagt das was Eltern dafür halten ganz andere Ursachen hat und nicht unbedingt Biochemische…sondern solche, die man durch einen nicht kindgerechten Lebensstil quasi provoziert. Die Ärzte lasse ich mal aussen vor denn die wollen in diesen Fällen eh meistens nur schnelles Geld machen und ihre Pillen verticken.

    1. Wenn du ein Kind hast, was wirklich unter Hirnstoffwechselstörungen leidet, findest du so eine Aussage sehr negativ, lieber Andre. Der einzige nicht kindegerechte Lebensstil, den mein Sohn erfährt ist der Schulalltag. Wir haben so vieles für ihn ermöglicht von ganz klein an, er konnte frei spielen, Natur erfahren, sich bewegen, hat kein TV geschaut, kein PC gehabt bis nun sei er 10 ist. Er hat wenig Süßigkeiten bekommen und trotzdem rastet er aus, springt im Unterricht auf und rast durch die Klasse. Schreit plötzlich kreischend herum und kann kaum still sitzen. Ich habe satt zu hören das liege an der Umwelt. Ja auch, aber besonders an unserem Schulsystem. Ansonsten kann es wohl kaum an einem nicht kindgerechten Umfeld liegen, dass er schon am 2. Tag nach der Geburt gebrüllt hat wie beim Schlachter! Übrigens bekommt mein Sohn kein Methyphenidat, weil ich so eine böse Mutter bin und ihn ruhig stellen muss und zu ner Lernmaschine mache.

  4. Ohne mich in der Biochemie bestens auszukennen finde ich den Artikel interessant. Aber ich sehe ihn auch kritisch.

    Ich frage mich, was passieren würde, wenn die beschrieben Stoffe als Medikamente deklariert wären? Dann würde sicherlich der Aufschrei wieder groß sein: „Ah, die Kinder werden mit Arznei zugestopft, damit sie ruhig sind!“. Aber da sie diese Etikettierung (menschengemacht) nicht haben, ist es auf einmal super die Mittel jeden Tag zu nehmen? Wo ist da der Unterschied? Wenn es einen biochemischen gibt, dann bitte klärt mich auf.

    Versteht mich hier nicht falsch. Ich bin für jeden froh, dem es besser geht. Ich möchte nur eine kritische Frage stellen und zum Nachdenken anregen. Außerdem würde ich mich natürlich über Meinungen diesbezüglich freuen.

    Gruß,
    Ben

    1. Hallo Ben,

      es erscheint in erster Linie vielleicht komisch, weil hier einem Kind Tabletten verabreicht werden. Es handelt sich aber eben um Nahrungsergänzungsmittel, welche auch in Zukunft niemals die Bezeichnung Arzneimittel erhalten werden, da sie in natürlichen Lebensmitteln vorkommen; nur eben in geringerer Dosis. Und genau das ist der Vorteil der Ergänzungsmittel: man muss nicht Unmengen von Lebensmittel XY zu sich nehmen um die erhofften Effekte, in diesem Fall für das Kind, zu erhalten.

      1. Hallo Norman.
        Richtig, es sind Nahrungsergänzungsmittel. Ich sehe trotzdem nicht, inwieweit sich das von medizinischen Tabletten unterscheidet. Denn die Bezeichnung „Nahrungsergänzungsmittel“ und „Medizin“ ist von Menschen gemacht. An sich finden wir bei beiden Vorgängen folgende Informationen:

        Kind wird ADHS diagnostiziert – Kind bekommt Pillen – Kind wird ruhig

        Ob es sich nun um Nahrungsergänzungsmittel oder Medizin handelt ist bei dieser Betrachtung erst mal irrelevant.

        Mir geht es hier einfach um den Fakt, dass die Vorgänge die gleichen sind, aber die Reaktionen darauf unterschiedlich (Böse Medizin – Tolle Supps).
        Verständlich finde ich es nicht.
        (Und ja, ich bin sowohl etwas mit Pharmakologie vertraut, als auch mit Ernährung)

        Nebenbei gibt es auch keine Untersuchungen über Nebenwirkungen etc. bei dieser Art der Therapie. Also ich kann mich dem allgemeinen Tenor („JUHU!“) noch nicht anschließen. Meine Intuition sagt mir zwar auch: „Hey, coole Sache. Besser als Ritalin etc.“, aber ich bin immer noch skeptisch.

  5. Super cool!
    Medikamente haben oft auch Nebenwirkungen und schädigen auf lange Sicht evtl. andere Bereiche unseres Chemiebaukastens.
    Die breite Masse bekommt in den Medien vorgegaukelt wie schädlich NEMs doch sind und werden weiter mit Medis gefüttert.

    Gut das es Plattformen wie edubily gibt.
    Für mich persönlich hat sich auch schon einiges getan seit ich das Handbuch gelesen habe. Ich denke die Reise ist auch noch nicht am Ende.

    Yeah 🙂

  6. Hi Ben,

    dann hast du aber den Sinn hinter dem Vorgehen noch nicht verstanden oder das „Handbuch“ noch nicht gelesen.

    Wir kümmern uns um den Chemiebaukasten Mensch. Das Wort „Supps/Ergänzungsmittel“ ist menschengemacht, stimmt – das assoziierst du damit.

    Die Wahrheit ist aber, dass die komplette Chemie, die hinter deinem Leben steckt, mit definierten chemischen Substanzen funktioniert.

    Gedanke: Bringe diese Chemie in Ordnung, biochemische Signalwege können wieder greifen und Fehlfunktionen normalisieren sich.

    Im Grunde isst du aus genau diesem Grund. Du willst Kalorien und Mikronährstoffe – beides essentiell für einen funktionierenden Stoffwechsel.

    Mit NEM willst du den einen oder anderen Schalter manuell drücken.

    Und genau hier unterscheidet sich „Medikament/Medizin“ von Mikronährstoffen. Medizin will künstlich kompensieren – Biochemie will korrigieren.

    LG, Chris

    1. Hallo Chris,

      in der Tat habe ich das Handbuch noch nicht gelesen. Dennoch ist mir Biochemie, Pharmakologie und Co. studienbedingt vertraut. ;D

      Vielleicht liegt ein gegenseitiges Aneinandervorbeireden vor. Ich möchte niemand Verständnisprobleme unterstellen. Vor allem, da ich den Hintergrund (Studium, Arbeit, Erfahrung, Wissensstand, Weltanschauung…) meiner Gesprächspartner nicht kenne.

      „Und genau hier unterscheidet sich „Medikament/Medizin“ von Mikronährstoffen. Medizin will künstlich kompensieren – Biochemie will korrigieren.“

      Ja, da stimme ich durchaus zu.
      Aber auch du sagst vorher, dass alles Biochemie ist. So wie ich das interpretiere, müsste das auch für Medikamente gelten:

      „Die Wahrheit ist aber, dass die komplette Chemie, die hinter deinem Leben steckt, mit definierten chemischen Substanzen funktioniert.

      Entsprechend verstehe ich nicht, warum bei Medikamenten ein Volksaufstand entsteht und bei NEM eine Revolution gefeiert wird. Schließlich funktioniert beides biochemisch und stellt Kinder ruhig.

      Bin gerade auf dem Sprung, aber ich würde mich freuen, mit dir Chris oder mit anderen weiter darüber zu reden. Ist ein Grundsatzthema und vielleicht nicht mal passend zu diesem Artikel, aber der hat mir den Anstoß gegeben. 😀
      Es sei noch kurz erwähnt, dass ich generell ein Freund von NEM bin und hier nur auf gutem Niveau Gedanken austauschen möchte. Ich identifiziere mich keineswegs mit einer Ideologie. ;D

      Gruß,
      Ben

      1. Hallo Ben,

        ich sehe es von dem Standpunkt aus:
        Die Pharmakologie bekämpft mit der heutigen Schulmedizin Symptome und eher selten die Ursprünge der Komplikationen/Erkrankungen. D.h. im Falle des Kindes wird eben Ritalin genutzt um es ruhig zu stellen. Der Auslöser für das ADHS brodelt im Hintergrund aber weiterhin.

        Die Intention hinter Supps ist die natürlichen biochemischen Prozesse des Körpers mit ausreichend Mikronährstoffen zu versorgen, dass ein optimales Funktionieren aller Prozesse gewährleistet werden kann. Man versucht also den Grund für das Problem zu beseitigen, was natürlich zur Folge hat, dass auch die Symptome verschwinden.

        btw: Die Schulmedizin ist Künstler darin Menschen am leben zu erhalten, obwohl sie sterbens krank sind. Das ist auch der Grund warum die Lebenserwartung so hoch ist. (mal abgesehen von Faktoren wie bessere Hygiene&Co) Die Tendenz das die Menschen länger leben, obwohl sie Krank sind, halte ich für den falschen Weg. Statt schlechte Lebensgewohnheiten mit Medikamenten ausgleichen zu wollen, sollte von Grund auf ein gesunder Lebensstil und ein Verständnis für die Prozesse des Körpers geschaffen werden.

        1. Servus Norman!

          Diese Erklärung finde ich sehr differenziert und gut. Da kann ich gut zustimmen. Macht auch für mich mehr Sinn.

          Obwohl ich für die meisten Dinge auf der Welt multifaktorielle Ursachen sehe. Das Problem also nicht immer nur in der Biochemie zu suchen ist (kann dort auch nur ein Symptom sein – Huhn oder Ei?).

          Aber: Wenn an der Biochemie durch die Optimierung der körpereigenen Prozesse angesetzt wird und dadurch Besserung entsteht finde ich es gut.

          Zum „Gesundheits-„System:
          Klar. Tot wären wir nutzlos für Big Pharma, gesund aber auch. Daher das Ziel uns möglichst lange in der Schwebe zu halten. Nagel mich nicht fest, ich meine aber gehört zu haben, dass nicht nur die Lebenserwartung immer höher wird, nein, sondern auch die leidensfreie Zeit geringer. Ich glaube es war von relativer Zeit die Rede. Also sprich früher wurdest du 50 Jahre alt und hast 2 davon gelitten und heute wirste 85 Jahre alt und leidest auch 2. Ist relativ gesehen gering.
          Nicht berücksichtigt dabei ist aber die Krankheitszeit über die Lebensspanne. Damit war nur die Leidenszeit am Ende gemeint.

          Danke Norman!

          Gruß,
          Ben

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