7 Studien, deren Inhalt du unbedingt checken solltest

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Da unsere letzte Studien-Liste so gut ankam und die Bitte geäußert wurde, diese regelmäßig zu bringen, dachte ich: Okay. Gerne.

Also – Let’s do it. (Heute allerdings nicht nur topaktuelle Studien, sondern auch etwas ältere.)

1. Wenig T3? Iss mal mehr!

Das ist nun wahrlich keine Raketen-Wissenschaft.

Rund 20 % mehr oder weniger Kalorien können den Unterschied machen zwischen besserer und schlechterer SD-Hormon-Situation (Letzteres nennt sich dann: Low-T3-Syndrom. Darüber hatten wir schon berichtet, du erinnerst dich?). Hier gezeigt anhand von trainierenden Frauen.

Also: Zu viel Training, zu wenige Kalorien = schlechtere Hormonlage.

Loucks, A. B.; Heath, E. M.; Law, T. D. u. a. (1992): „INDUCTION OF LOW-T3 SYNDROME IN EXERCISING WOMEN OCCURS AT A THRESHOLD OF ENERCY AVAILABILITY“. In: Medicine & Science in Sports & Exercise. 24 (Supplement), S. S180, DOI: 10.1249/00005768-199205001-01078.

2. Den ganzen Tag Grüntee trinken? Keine gute Idee

Wieder einmal wurde, leider nur an Nagetieren (wann kommt die Human-Studie?) gezeigt, dass zu viel des Guten ganz massiv die Schilddrüsengesundheit beeinflusst.

Neben den Grüntee-Catechinen, stehen auch Koffein und Fluorid in Verdacht, diese Ereignisse zu begünstigen.

> Ein Liter pro Tag davon und du schadest eventuell deiner Schilddrüse.

Abulfadle, Khaled; Bakhaat, Gamal; Rahiman, Shaik u. a. (2015): „Effect of Excessive Green Tea Versus Fluoride and Caffeine on Body Weight and Serum Thyroid Hormones in Male Mice“. In: J. Phys. Pharm. Adv.. 5 (2), S. 1, DOI: 10.5455/jppa.20150221035635.

3. Du bist Sportler und dein Arzt schlägt die Hände über dem Kopf zusammen?

Kein Problem – zumindest, wenn es sich dabei um Leber-Werte handelt.

Die nämlich schießen in die Höhe nach (intensiven) Trainingseinheiten. Betroffen sind insbesondere ALT, AST, LD und CK.

Drum: Du kannst dem Arzt gerne die angefügte Studie vorlegen, sodass er für die Zukunft Bescheid weiß 😉

Pettersson, Jonas; Hindorf, Ulf; Persson, Paula u. a. (2008): „Muscular exercise can cause highly pathological liver function tests in healthy men“. In: British Journal of Clinical Pharmacology. 65 (2), S. 253-259, DOI: 10.1111/j.1365-2125.2007.03001.x.

4. Vitamin K2 gegen Lungenkrebs

Vitamin K, insbesondere K2, scheint ganz massiv gegen Tumore zu arbeiten. Die Tage habe ich mehr als 20 Arbeiten dazu gelesen und bin sehr beeindruckt. Selten durfte ich so einen wirksamen, natürlichen Bestandteil bestaunen.

Außerdem wurde einmal gezeigt, dass K2 zusammen mit Calcitriol ganz besonders gut wirkt. Ein anderes Mal kombiniert mit All-Trans-Retinsäure.

Vitamin K2, Vitamin D und Vitamin A (Retinol) scheinen ganz, ganz wichtig zu sein, dann, wenn man keinen Krebs bekommen möchte.

Beigefügt ein Exemplar: Vitamin K2 gegen Lungenkrebs.

Yoshida, Tsuyoshi; Miyazawa, Keisuke; Kasuga, Ikuma u. a. (2003): „Apoptosis induction of vitamin K2 in lung carcinoma cell lines: the possibility of vitamin K2 therapy for lung cancer“. In: Int J Oncol., DOI: 10.3892/ijo.23.3.627.

5. Sind wir selbst Schuld an ADHS und Insulinresistenz?

Bei Letzterem bin ich mir sicher. Ja, klar.

Ratten kann man wunderbar einfach Insulinresistenz und Hyperaktivität machen. Dadurch, dass man ihnen unsere Ernährung, die Western diet (viel Zucker und zugleich viel Fett), verfüttert.

Zeitgleich waren die auch noch schlechter darin, sich Dinge zu merken. Sieh her!

Marwitz, Shannon E.; Woodie, Lauren N.; Blythe, Sarah N. (2015): „Western-style diet induces insulin insensitivity and hyperactivity in adolescent male rats“. In: Physiology & Behavior. 151 , S. 147-154, DOI: 10.1016/j.physbeh.2015.07.023.

6. Können wir Informationen an Nachkommen weitergeben?

Klar können wir das. Ich meine aber nicht per Kommunikation, sondern per DNA.

Forscher haben ganz offensichtlich herausgefunden, dass Informationen via DNA an Nachkommen weitergegeben werden können.

Dias, Brian G; Ressler, Kerry J (2013): „Parental olfactory experience influences behavior and neural structure in subsequent generations“. In: Nature Neuroscience. 17 (1), S. 89-96, DOI: 10.1038/nn.3594.

7. Insulinresistenz „heilen“ oder verbessern durch Antioxidantien

Den Hintergrund dazu hatten wir bereits erläutert.

Dazu verfüttert man „Melonen-Superoxiddismutase“, also eine Superoxiddismutase, die man in der Melone (kann man essen!) zuhauf findet, an Hamster, die man vorher insulinresistent gemacht hat. (Wie das geht? Siehe oben.)

Resultat: Weniger Körperfett, weniger Schäden (Fibrose), mehr körpereigene antioxidative Enzyme, weniger Entzündung und weniger Insulinresistenz. Was will man mehr?

Carillon, Julie; Knabe, Lucie; Montalban, Anne u. a. (2013): „Curative diet supplementation with a melon superoxide dismutase reduces adipose tissue in obese hamsters by improving insulin sensitivity“. In: Molecular Nutrition & Food Research. 58 (4), S. 842-850, DOI: 10.1002/mnfr.201300466.

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  • Marc

    Hallo,

    zuerstmal wollte ich anmerken, dass ich diese Studien-Artikel sehr gut finde.

    Dann hätte ich auch gleich noch eine Frage dazu: Du hast hier etwas geschrieben, dass die Leberwerte durch Sport beeinflusst werden. Ist hiervon auch GOT und GPT betroffen? Würde mich über eine Antwort freuen. Viele Grüße
    Marc

    • Jakob

      Top Studienauflistung! vielen Dank!

      @disqus_m9LweMEzTJ:disqus
      Das sind bloß synonym vewendete Bezeichnungen für die gleichen Enzyme.
      AST = GOT
      ALT = GPT
      Mit LH ist wahrscheinlich LDH gemeint?!?

      • Marc

        @ Jakob.
        Vielen Dank für die Erklärung. Das habe ich auch gerade eben in nem andern Artikel gefunden und wollte jetzt hier schreiben, dass ich die Frage zurücknehmen. Du warst aber schneller 😉

        Blöde ist nur, dass die Studien nicht frei verfügbar sind. Daher kann ich die garnicht lesen…

  • Squatosaurus

    Zu 6.

    Da ist ein guter Artikel im Spektrum der Wissenschaft in
    der Ausgabe vom Juli 2015. Informationen werden laut dem Bericht von
    viel mehr Generationen beeinflusst, als zunächst angenommen.