Die Keto-Diät der Inuit, die es nie gab

Vorhin lese ich im Internet eine Buchrezension über ein gerade veröffentlichtes Keto-Diät-Buch. Es ist ja schön, dass Menschen Gesundheit wollen, aber was nicht schön ist, ist das Halbwissen, das jeder verbreiten darf.

Man müsste eine Referenzpflicht einführen. Jeder müsste die Quellen vorzeigen, auf die er sich bezieht und jeder müsste in der Lage sein, Referenzen prüfen zu können.

Also lese ich dort:

Jedes Säugetier auf der Welt ernährt sich von Fett und lebt entsprechend ketogen.

Natürlich durfte ich in derselben Rezension vom Lieblingsbeispiel der Ketarier lesen:

Das ideale Beispiel sind die Inuit. Sie leben ganzjährig völlig ohne Kohlenhydrate und sind bei bester Gesundheit.

Da frage ich mich dann immer sofort, ob derjenige denn hingereist ist und mal nachgeguckt hat, wie die glorifizierten Inuit wirklich leben. Natürlich … vom Rehrückensteak leben die.

Inuit mit CPT-1a-Mutation

Ich habe mal berichtet, dass ein Großteil der Inuit über eine Genmutation verfügt (1).

Die große Mehrheit der Inuit verfügt über eine Genmutation im Carnitinpalmitoyl-Transferase-Gen (CPT). Dieses CPT gibt es in zwei Ausführungen, nämlich CPT-1a und CPT-1b.

CPT-1a ist mutiert, weswegen es (bei den Inuit) nicht funktionsfähig ist. 

Das CPT-Gen bildet das CPT-Protein.

Dieses Protein ist verantwortlich dafür, dass Fettsäuren (vom Hüftspeck oder aus der Nahrung) überhaupt verbrannt werden können in den Mitochondrien. 

Nur mit diesem Protein können Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert werden.

Davon gibt es zwei Versionen:

  • CPT-1a: Das findet man in den Mitochondrien der Leber
  • CPT-1b: Das findet man in den Mitochondrien des Muskels 

Damit Keton-Körper gebastelt werden können, müssen Fettsäuren in die Mitochondrien. Dort entstehen Keton-Körper … und zwar in der Leber.

Jetzt kommt der Punkt: Die CPT-1a-Version ist bei den Inuit funktioniert nicht ordentlich, daher können die nicht so einfach Keton-Körper produzieren. 

Inuit also, gerade das Volk das konstant in der Ketose sein müsste, kann es gar nicht sein.

Inuit weisen keinen Ketose-typischen RQ auf

Das gerade war die Wissenschaft, die Biochemie dahinter.

Jetzt kommen wir mal zum Leben, zur Praxis:

1928 reisten westliche Wissenschaftler hoch in kalte Regionen und untersuchten drei Eskimos (2).

Test 1: Glukose-Toleranz-Test

 Für diesen Test müssen die Eskimos eine Glukose-Lösung trinken. Lt. Randle (s. Randle-Cycle) müssten die eine schlechte Glukose-Toleranz haben. Denn: Jedes Mal wenn der Körper ausschließlich Fett oxidiert, werden wir glukoseintolerant. 

Was findet man bei den Eskimos? Nix. Die haben keinerlei Probleme. Blutzucker-Kurve verläuft völlig normal, wie bei uns auch.

Test 2: Fasten-Test

Das konnte man natürlich nicht glauben. Also machte man die Gegenprobe, ließ die Eskimos fasten. Beim Fasten muss der Körper ausschließlich Fett oxidieren.

Man testete vorher (außerhalb des Fasten-Zustands) den Urin auf Keton-Körper: Nicht vorhanden.

Nach einem Tag Fasten fand man im Urin Keton-Körper … 

… und siehe da: Eskimos wurden total glukoseintolerant. 

Test 3: RQ-Messung 

Der respiratorische Quotient, kurz RQ, ermittelt, welche Substrate (Fett oder Kohlenhydrate) dein Körper oxidiert.

Ein niedriger RQ (0,7) zeigt an, dass du nur Fett oxidierst. Ein hoher RQ (1,0) zeigt an, dass du nur Kohlenhydrate oxidierst.

Wir Normalos sind Mischwesen und liegen so bei 0,85, also genau in der Mitte. Wir oxidieren sowohl Fette, als auch Kohlenhydrate.

Die Inuit … trotz ihrer fettreichen, kohlenhydratarmen Ernährung … haben genau (!) den gleichen RQ wie wir (im Mittel ca. 0,85). 

Aber wie kann das sein? Wie können die ohne Kohlenhydrate leben, keine Keton-Körper bilden?

Eine Lehrstunde aus dem Tierreich

Wir erinnern uns an die Aussage: „Alle Säugetiere leben entsprechend ketogen“.

Derjenige kennt, glaube ich, den Stoffwechsel von, sagen wir, Carnivoren nicht. Carnivoren sind Fleischfresser, essen keine Kohlenhydrate. Die müssen also ganz sicher in der Ketose sein.

Nichts liegt der Wahrheit ferner!

Gesunde Carnivoren leben von Protein, bis zu 90 % ihrer täglichen Kalorien stammen aus Protein. Wenn du so leben würdest, wärst du innerhalb weniger Tage mausetot.

Die Leber von Carnivoren ist absolut einzigartig: Die Enzyme der Leber sind unablässig damit beschäftigt, Glukose aus Protein zu basteln – dieser Prozess heißt Gluconeogenese.

Wenn das bei uns Menschen passiert, dann ernten wir Diabetes. Das liegt ganz einfach daran, dass Insulin normalerweise die Glukose-Produktion der Leber unterdrückt, so dass der Blutzuckerspiegel fallen kann.

Bei Carnivoren ist das nicht der Fall. Carnivoren produzieren selbst dann große Mengen Glukose aus Protein, wenn sie fressen bzw. man ihnen eine Glukose-Infusion verpasst (3).

Zufall? Nein, natürlich nicht.

Carnivoren brauchen diesen enormen Glukose-Output, um lebensfähig zu sein.

Das liegt zum Beispiel daran, dass Muskeln mit Glukose versorgt werden müssen, denn einige Carnivoren (z. B. der Gepard) sind bekanntlich herausragende Sprinter und haben entsprechend Glukose-hungrige Muskelzellen mit hoher glykolytischer Aktivität (4).

Heißt: Wir haben hier schon mal ein Säugetier, mit dem du dich überhaupt nicht vergleichen kannst. Nicht in 1000 Jahren.

Ich könnte das Ganze wirklich fortführen:

Das Gorilla-Beispiel kennen wir längst. Der hat eine eingebaute Fermentiermaschine, genannt „Bakterio-Dickdarm“, der um einiges größer ist als unserer.

Die Bakterien im Darm verdauen ihm (unverdauliche) Kohlenhydrate, dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren.

Die haben wir jüngst lieben gelernt – kurzkettige Fettsäuren sind wahrlich einzigartig gesund. Das kann man so sagen.

Das Problem ist: Ja, klar, der Gorilla lebt von Fett, aber diese Fettsäuren sind in keiner Weise vergleichbar mit den langkettigen Fettsäuren, die wir verspeisen, was sich nicht nur anhand einer anderen Verdauung zeigt (=> kurzkettige Fettsäuren brauchen keine Transportmoleküle im Darm und gelangen stattdessen direkt ins Blut), sondern auch anhand der metabolischen Wirkung.

Kurzkettige Fettsäuren induzieren Glukose-Toleranz, machen Insulin-sensitiv. Langkettige Fettsäuren machen das nicht – im Gegenteil.

An dieser Stelle könnten wir ewig weiter reden, allerdings soll klar werden, dass wir nicht den typischen Anfängerfehler machen dürfen nach dem Motto: „Klingt gleich, ist gleich“. Nein, Fette sind nicht gleich Fette.

Wir sollten endlich damit aufhören, unsere Ernährung zu rechtfertigen indem wir andere Arten als Beispiel heranziehen.

Du mit deinem Schubkarren, der sich Auto nennt, gehst doch auch nicht zu einem Porsche-Cayenne-Fahrer oder zu einem Flugzeug-Pilot und fragst nach, welche Sprit-Art er tankt.

Wie gesagt: Wir könnten diese Liste jetzt weiter fortsetzen. Wie wär’s denn mit dem Eisbär? Der lebt nur von Lachs. Mit dem ganzen zugeführten Omega-3 müssten die … den gesündesten Stoffwechsel der Welt haben.

Die Wahrheit ist, dass Eisbären exorbitante Cholesterin- und Triglycerid-Mengen im Blut haben. Bei diesem ganzen Fett wäre dein Blut eine einzige fette Blutwurst.

Klar. Die Eisbären haben eine genetische Mutation im Cholesterin-Stoffwechsel, so dass die mit diesen Mengen klarkommen (5). Hast du das etwa auch?

Wir sind Menschen, kein Tiger, keine Ameise, kein Eichhorn und kein Hai. 

Was wir von Carnivoren allerdings lernen können, ist die Tatsache, dass man viel Glukose (selbst) produzieren kann, wenn man nur ausreichend Protein isst.

Genau das tun Eskimos, essen täglich 200-300 g Protein, produzieren so viel Glukose, dass sie einen RQ (respiratorischen Quotient) eines Deutschen aufweisen, der nie von Low-Carb-Ernährungen gehört hat.

Kann man natürlich belegen: Ratten oder Carnivoren, die „high protein“ essen dürfen, oxidieren genauso viel Glukose wie ein Kontroll-Tier, das von Kohlenhydraten lebt (6).

Deine romantische Vorstellung von der „Paläo-Diät“

Du glaubst an dein Rehrückensteak, bist fest davon überzeugt, dass die da oben im Norden (Inuit) und vor 40.000 Jahren in Europa … nur Steak essen und gegessen haben.

Zumindest verhältst du dich so.

Von Fisch und Steak alleine wird niemand überleben.

Selbst wenn du das jetzt noch großzügig Olivenöl marinierst oder gar das Olivenöl trinkst, wird das nix.

Die Wahrheit ist: Wenn du schon essen willst wie ein Großer, dann solltest du das auch praktizieren wie ein Großer.

Und das heißt: Iss das ganze Tier.

Das würdest du alleine deshalb schon nie machen: Du kaufst dir Rindfleisch-Protein-Pulver, guckst auf die Verpackung und siehst Glycin, Prolin, Hydroxyprolin. In deinem Kopf steht geschrieben: Minderwertiges Protein.

„Da ist ja Kollagen drin!“ 

Du diskutierst mit mir über 10 g Gelatine, hast Angst, dass du daran sterben wirst.

Du würdest nie im Leben Knochenmark essen, du murrst wenn wir von Rinderleber sprechen – mit einem Happen Rindleber führst du mehr Giftstoffe zu als in drei kompletten Lebensspannen.

Das Gleiche gilt für Tierherze, für Nieren und für andere Organe.

Das einzige, was du essen würdest: Die gebratene Haut des Hähnchens.

Wenn wir uns dann Bilder ansehen, von den Inuit, wie die das Tier ausnehmen, blutüberströmt, und später daraus irgendein Gemansche basteln, das einer Wurst ähnelt, dann bekommst du natürlich kräftig Appetit.

Du würdest selbstverständlich auch in den Wald fahren, ein Reh jagen und es ausnehmen.

Und dir dann erstmal einen Blut-Drink gönnen.

Danach würdest du das Herz rausholen, braten und das Fett von der Herzwand kratzen. Denn das musst du abkratzen. Das ist nämlich hart. Ich hab’s schon probiert.

Sind wir ehrlich: Das alles würdest du nicht tun. 

Mit was rechtfertigst du eine „Keto-Adaptation“, gemäß einer 40.000 Jahren alten Menschentradition, wenn du selbst schon nicht die Leber eines Tieres verspeist?

Deine Paläo-Diät ist eine Eigenkreation. Eine „Steak-mit-Olivenöl-Diät“, die mit einer originalen Diät so viel zu tun hat wie … die Inuit mit Ketose.

Desweiteren dient die Eiszeit häufig als Argument, um eine extreme Kohlenhydrateinschränkung evolutiv zu legitimieren.

Aber wer war denn vor Ort – wer von euch war in Europa vor 40.000 Jahren?

Fakt ist: Der Neanderthaler lebte deutlich länger im kalten Europa als wir. Wenn eine Art angepasst war an das kalte Klima, dann H. neanderthalensis.

Eine neuere Arbeit aus dem Jahr 2010 zeigte, dass diverse Neanderthaler-Individuen aus verschiedenen geographischen Bereichen, Gräser, Datteln und Bohnen gegessen haben.

Das ergab eine Analyse des Zahnsteins der Neanderthaler – die Autoren gingen noch einen Schritt weiter und postulierten, dass diese Kohlenhydrate so modifiziert waren, dass ein vorheriges Kochen wahrscheinlich ist.

Heißt: Neanderthaler kochten Weizen und Bohnen?

Epidemiologie … und Boyd Eaton

Von Epidemiologie halten wir nix. Irgendwas beobachten und dann Rückschlüsse ziehen … das machen seriöse … ehm, okay. Stimmt. Bei den Inuit, da machen wir mal eine Ausnahme. Die Inuit können wir als Beispiel nehmen, um unsere Ernährung zu rechtfertigen.

Aber wenn ich von Staffan Lindeberg und der Kitava-Studie erzähle, dann bin ich ein Veganer, einer, der sich nichts sagen lässt.

Oder … die Hadza, Jäger und Sammler aus Tansania (Südost-Afrika). 1000 Menschen essen im Mai 270 kg (!) Honig. Ach ja … im März und April knapp 200 kg jeweils.

Okay: Das sorgt dafür, dass Honig fast 15 % der täglich verzehrten Kalorien ausmacht. 15 %, und die sterben selbstverständlich alle an Zuckervergiftungen.

Dazu muss man allerdings noch die 20 % Beeren und 20 % Wurzelgemüse addieren. So viel Kohlenhydrate! Und das war nicht der Volumenanteil, sondern der Kalorienanteil (7).

(Auch andere Jäger-und-Sammler-Völker krabbeln Bäume hoch um Honig zu holen.)

Wisst ihr, was wir vergessen haben? Wir alle verlernt haben? Es zählt halt nicht nur der Makronährstoff (Kohlenhydrat, nicht Kohlenhydrat vs. Fett, nicht Fett), sondern auch die biologische Matrix, das dieses Nahrungsmittel mitbringt.

Die Natur weiß es besser als du – da bin ich mir sehr sicher.

Apropos Afrika. Dort sind wir, Homo sapiens, aufgewachsen.

Boyd Eaton et al. machten sich 2010 die Mühe und rekonstruierten die „originale Paläo-Diät“ (8). Also Boyd Eaton, das war der, der diese Ernährungsform 1988 erfunden hat. Die Ernährungsform, die heute jeder kennt!

Jedenfalls steht in der Arbeit geschrieben: 40 %.

40 % Kohlenhydrate. 

Der Mann, der dem Ganzen also seit > 20 Jahren sein Leben widmet, behauptet, dass die 40 % Kohlenhydrate gegessen haben. Das sagt er. Die Allgemeinheit vertritt heute, dass Kohlenhydrate nie gegessen wurden und wir nur wegen Kohlenhydraten an allen Seuchen dieser Welt sterben.

Du musst erstmal das Gegenteil beweisen: Fahre um die Welt und zeige uns ein Volk, das ausschließlich von Fett lebt, in ganz tiefer Ketose! 

Fakt ist: Alles das, was man dir über eine Keto-Diät erzählt … ist an den Haaren herbeigezogen und hat 0, nichts mit der Realität zu tun. Das ist eine Scheinrealität, erschaffen von Menschen, die vorm Computer und im Büro leben. Erschaffen von denselben Menschen, die im Glauben töten!

Epidemiologie Teil II: Fettadaption = Gesundheit?

Gefrorene Inuit-Körper, die mehrere tausend Jahre alt sind, zeigen Arteriosklerose (9). Sogar aktuellere Studien zeigen, dass native Inuit so viel Cholesterin in den Arterien haben wie Grönländer, die so nicht nativ leben (10).

Sogar die vielzitierten Masai haben so viel Cholesterin in den Arterien (= Arteriosklerose) wie ein alter US-Mann (11).

Wir alle wissen zwar, dass Arteriosklerose etwas mit Entzündungen zu tun hat, aber … „Wir müssen nur die Kohlenhydrate streichen, dann haben wir keine Entzündungen und keine Arteriosklerose mehr“.

Wie schön wäre die Welt, wenn wir alles im Leben immer auf eine Sache reduzieren könnten. Machen wir zwar seit Jahrhunderten, aber auf einen Multikausalitätsgedanken … kommen wir nie.

Ach ja … wetten, dass sich alles Gesagte bestätigen wird? Stichwort im Glauben töten? Ich erinnere mich an einen Kommentator hier, der mich bezüglich meiner Meinung über die Keto-Diät kritisiert hat. Derselbe Mensch ließ es sich nicht nehmen und kommentierte mein Buch bei Amazon. Natürlich wieder Keto-Diät. Aber weil das nicht genug, verfasste er ein Aufsatz über Schein-Identitäten und Multi-Level-Marketing. Der Witz? Er selbst nutzte einen anderen Namen. Die Ernährung ist keine Religion. Cool bleiben! 

Referenzen 

(1) Rajakumar, C.; Ban, M. R.; Cao, H. u. a. (2009): „Carnitine palmitoyltransferase IA polymorphism P479L is common in Greenland Inuit and is associated with elevated plasma apolipoprotein A-I“. In: The Journal of Lipid Research. 50 (6), S. 1223-1228, DOI: 10.1194/jlr.p900001-jlr200.

(2) Heinbecker, Peter. „STUDIES ON THE METABOLISM OF.“ J. biol. Chem 80 (1928): 461-475.

(3) Schermerhorn, Thomas (2013): „Normal Glucose Metabolism in Carnivores Overlaps with Diabetes Pathology in Non-Carnivores“. In: Front. Endocrinol.. 4 , DOI: 10.3389/fendo.2013.00188.

(4) Williams, T. M.; Dobson, G. P.; Mathieu-Costello, O. u. a. (1997): „Skeletal muscle histology and biochemistry of an elite sprinter, the African cheetah“. In: Journal of Comparative Physiology B: Biochemical, Systemic, and Environmental Physiology. 167 (8), S. 527-535, DOI: 10.1007/s003600050105.

(5) Liu, Shiping; Lorenzen, Eline D.; Fumagalli, Matteo u. a. (2014): „Population Genomics Reveal Recent Speciation and Rapid Evolutionary Adaptation in Polar Bears“. In: Cell. 157 (4), S. 785-794, DOI: 10.1016/j.cell.2014.03.054.

(6) Kettelhut, ISIS C, MILTON C Foss, and RH Migliorini. „Glucose homeostasis in a carnivorous animal (cat) and in rats fed a high-protein diet.“ American Journal of Physiology-Regulatory, Integrative and Comparative Physiology 239.5 (1980): R437-R444.

(7) Marlowe, Frank W et al. „Honey, Hadza, hunter-gatherers, and human evolution.“ Journal of human evolution 71 (2014): 119-128.

(8) Kuipers, Remko S et al. „Estimated macronutrient and fatty acid intakes from an East African Paleolithic diet.“ British Journal of Nutrition 104.11 (2010): 1666-1687.

(9) Zimmerman, Michael R. „The paleopathology of the cardiovascular system.“ Texas Heart Institute Journal 20.4 (1993): 252.

(10) Hansen, JP, S Hancke, and J Møller-Petersen. „Atherosclerosis in native Greenlanders. An ultrasonographic investigation.“ Arctic medical research 49.3 (1990): 151-156.

(11) Mann, George V et al. „Atherosclerosis in the Masai.“ American Journal of Epidemiology 95.1 (1972): 26-37.

print

20 Kommentare, sei der nächste!

  1. Die Inuit essen ihr Fleisch/Fisch ja bekanntermaßen roh. Jetzt ist aber in rohem, frischem Muskelfleisch viel Glycoken enthalten, das bei unseren Temmpeeraturen schnell zersetzt und beim Bratenm sowieso in Gänze verschwindet. Nicht aber bei einem Rohfleischesser. August (der übrigens 1920 den Nobelpreis in Medizin erhielt) und Marie Krogh utersuchten vor übebr 100 Jahren bereits die Eskimodiät:

    A study of the diet and metabolism of Eskimos undertaken in 1908 on an expedition to Greenland, by August Krogh and Marie Krogh (1914)

    https://archive.org/details/meddelelseromgr511915denm

    „The skin of young whales is considered a special delicacy. It has been examined recently by Bertelsen and found to contain an extraordinary large proportion of glycogen…We have no direct determinations of the glycogen, but when we compare the heats of combustion of the samples with the amounts of N and crude fat found in them we find an excess of energy which must probably be ascribed to glycogen…From a comparison of the ascertained heat of combustion with the chemical analyses we find that [seal meat] must have contained a considerable proportion of glycogen varying from 1.1—4% (Average 2.5%)…The raw meat must therefore have contained 3.15% N. = 19.8% protein, 8% fat and 2% glycogen…

    The normal diet of Eskimos contains an excessive amount of animal protein (280 gr.) and much fat (135 gr.) while the quantity of carbohydrate is extremely small (54 gr. of which more than ½ is derived as glycogen from the meat eaten). Their dietary habits are very like those of the carnivorous animals.“

    Also 54 Gramm Carbs, das wirft viele bereits an den Rand der Ketose oder wieder hinaus. 280 Gramm Protein tun dann wohl ihr Übriges!

    Was Korgh noch nicht wusste, dass etwa Kiviaq, über Monate hinweg im Boden fermentierter Seelöwe ohne seinen Blubber, für die Innuit ebenfalls eine Glucosequlle darstellte: die Protoglycin, Glucoproteine und Glucolipide in allen Geweben wurden dabei zu Glucose zund Glykane/Polysaccaride ersetzt. Wozu sollten die INuit sich solch einer Mühe unterwerfen und diese übelriechenden Kadaver essen wenn sie doch genügend Fett haben sollten? Glykane übrigens wirken präbiotisch, ernährt also die Darmflora! Also wer sich wirklich wie ein Inuit ernähren möchte, der sollte bitte die Überreste des frischen Pferdekadavers über den Winter im Vorgarten vergraben und dann diesen im Frühjahr roh abnagen… alles andere ist nur Schnäkerei ;o)

    Was übrigens auch bei Stefannson, nicht nur bei Strunz DER Prototyp des Ketariers, der in seinem Selbstversuch 1 Jahr lang in einer Kammer eingesperrt gewesen war, vergessen wurde, ist die Tatsache, dass er sich NICHT wie ein Inuit (die er über Jahre hinweg zuvor begleitet hatte) ernährt hat:

    Clinical Calorimetry: XLV. Prolonged Meat Diets With A Study Of Kidney Function And Ketosis, by W.S. McClellan and E.F. DuBois (1930)

    http://www.jbc.org/content/87/3/651.full.pdf+html

    „During the first 2 days [Stefansson’s] diet approximated that of the Eskimos, as reported by Krogh and Krogh, except that he took only one-third as much carbohydrate. The protein accounted for 45 per cent of his food calories. The intestinal disturbance began on the 3rd day of this diet. During the next 2 days he took much less protein and more fat so that he received about 20 percent of his calories from protein and 80 percent from fat. In these two days his intestinal condition became normal without medication. Thereafter the protein calories did not exceed 25 per cent of the total for more than 1 day at a time.“

    Stefannson aß also keine 45% Protein wie die Inuit, sondern eher 20%. So kommt man natürlich in die Ketose!

    Dies wurde bereits vor fast 80 Jahren festgestellt:

    A Study Of The Blood Lipoids And Blood Protein In Canadian Eastern Arctic Eskimos, By A.C. Corcoran and I.M. Rabinowitch (1936)

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1266943/pdf/biochemj01051-0009.pdf

    Also suggestive of an unusual mechanism for the utilization of fat is the absence of ketosis in these natives, whereas the urines of both of [Stefansson and Anderson] contained acetone. The explanation of this absence of ketosis is not entirely clear. As shown previously [Rabinowitch & Smith, 1936], though the small amount of carbohydrates in the diets may be more than balanced by the potential sugar production from the large amount of protein to keep the ratio of fatty acid to glucose below the generally accepted level of ketogenesis, the respiratory quotient data suggest another mechanism also. That the Eskimo possesses a very active fat metabolism is suggested from some of the data.

    Fett war den Inuit sehr kostbar- klar, wenn dies der einzige Brennstoff im arktischen Winter ist, um in diesen 6 Monaten überhaupt Licht zu haben…und um Eis für Trinkwasser(!) zu schmelzen.

    On Some Popular Errors in Regard to the Eskimos, by John Murdoch (1887)

    http://www.jstor.org/stable/2451127?seq=7

    „The enormous consumption of fat, supposed to be a physiological necessity to enable them to withstand the excessive cold, is probably the exception rather than the rule, to judge from the accounts of actual observers. It seems quite probable that the amount consumed in most cases is little, if any, greater than that eaten by civilized nations, when we consider that the people who eat the fat of the seal with the flesh and use oil for a sauce to their dried salmon, have no butter, cream, fat bacon, olive oil, or lard. We found, indeed, at Point Barrow, that comparatively little actual blubber either of the seal or whale was eaten, though the fat of birds and the reindeer was freely partaken of. Seal or whale blubber was too valuable,—for burning in the lamps, oiling leather, and many other purposes, especially for trade

    PS: alle Zitate habe ich recht ungeniert der Seite von Richard Nikoley http://www.freetheanimal.com entnommen, dort befinden sich mehrere sehr interessante Artikel zu genau diesem Thema. Dessen Seite ist übrigens eine meiner „Schulen“, ganz besonders Ketose, Prä- und Probiotika und Darmflora betreffend: Sehr, sehr empfehlenswert, der Ton ist rau, man lernt aber so einiges.

    PS: noch eine Anekdote zum Honigkonsum der Hazda: dort gibt es einen Vogel, den „Honeyguide“. Dieser zeigt den Hazda den Standort der Bienenvölker an. Von der Beute erhält er dafür seinen Teil, beide Parteien ernähren sich zu einem guten Teil von Honig- da es die Hazda bereits seit Zehntausenden von Jahren gibt. scheint hier eine symbiotische Coevolution stattgefunden zu haben. Äußerst faszinierend!

    Schaut selbst:

    https://www.youtube.com/watch?v=R2gG77X-Kg0

  2. Und noch eine Anmerkung zu DER Paleodiät: DIE Paleodiät gab es nicht, weder von den Makros noch den Grundnahrungsmitteln her. Diese beiden Aspekte waren immer ortsabhängig gewesen. Carbs etwa waren um so höher je näher man an den Äquator rückt. Die nativen Mittel- und Nordeuropäer etwa sind aber noch Kinder der Eiszeiten der letzten 80.000 Jahre. Hier kann man eher von rund 20 bis 40% Carbs ausgehen, die in diesem 4000 Generationen unser Genom geprägt haben, zeitweise(!) im Winter auch nahe Null, die 50 Gramm am Tag der Inuit dürften eine Hausnummer sein. Geändert hatte sich dies erst mit dem Ackerbau vor etwa 5000 Jahren (Bandkeramik in Mitteleuropa) bis 3000 Jahren b.p. (Nordeuropa), seit dann gab es auch Getreidevorräte im Winter, ab da waren Carbs praktisch das ganze Jahr über möglich- Hungersnöte bei Mißernten außen vor.

      1. Vertrat Pareto nicht die 80/20-Regel?
        Vllt hat sich der Herr deshalb verabschiedet..lieber einen Fehler suchen und deshalb die eigne Meinung wahren, als einen Fehler überlesen und den Inhalt aufnehmen.

        1. Dann hat er Pareto aber nicht verstanden … es geht nicht um 80 oder 90 (bzw. 20 oder 10) … sondern darum, dass das letzte bisschen Optimum die meiste Zeit verschlingt/den meisten Aufwand mit sich bringt…!?

          1. Ja. Oder postiv formuliert:
            Die Besinnung auf das Wesentliche kostet nur 20% der Zeit bringt aber 80% des letztlichen Erfolges mit sich.

            Pareto auf die Internetgemeinde und auf Gläubige und Pfarrer zu beziehen scheint mir etwas schief zu sein..

          2. Die Regel kann man auslegen wie man möchte:

            Es ist einfach nur ein Potenz-Gesetz. Darum geht’s doch.

            Viele bzw. nahezu alle Erscheinungen in der Natur (auch unsere Phyiologie) unterliegen einem Potenz-Gesetz bzw. können als Gausche Verteilung dargestellt werden.

            Zurück zum Thema „Gläubige und Pfarrer“:
            10 % der Internet-User sind die, die Dinge niederschreiben und 90 % die Konsumenten. Man muss da jetzt auch nicht auf 80/20 oder 90/10 oder 70/30 rumreiten – es sollte lediglich verdeutlichen, dass der signifikante Teil der Internetuser Konsument ist während ein kleinerer Teil den Produzenten darstellt.

            Mehr nicht.

            Dennis wollte sagen, dass ihm 1 % der Zeit gereicht hat, um sich gegen 99 % des Inhalts zu entscheiden. Wobei das im Prinzip natürlich nicht richtig stimmig ist, denn es müsste heißen:

            In 20 % der Zeit liest man 80 % des Inhalts.

            Aber ist doch völlig wurschd. Jeder weiß Bescheid.

            Im Internet findet man immer wieder das „80/20“-Prinzip beim Essen. Die Leute beziehen sich auf Pareto, wenngleich das natürlich nicht korrekt ist. Aber jeder weiß, was damit gemeint ist.

          3. Dennis hat keine Meinung zur Keto Diät und praktiziert sie auch nicht, also braucht er auch nichts zu verteidigen. Ich finde es lediglich schade, dass du dir viel Mühe gibst einen so ausführlichen Artikel mit vielen wissenschaftlichen Angaben zu schreiben und diese eben durch diese „Ungenauigkeit“ in Frage zu stellen. Entweder berechnen wir eine Paretoverteilung oder wir reden vom Pareto-Prinzip, letzteres ist hier der Fall und da sind 90/10 eben ungenau. Ist auch nicht böse gemeint.

      1. Oh okay.. hab ich nicht ganz umrissen 😀

        Dachte immer das in Leber, Niere usw. so viele Giftstoffe sind und deshalb nicht für den verzehr geeignet ist.

        Ich selber liebe Hühner-rinder-schweineleber und Kalbsherzen und könnte es jeden tag essen

  3. Und wie passt jetzt genau die „rabbit starvation“ ins Bild? Wenn man nur Protein isst, dann müsste man doch durch die Glykoneogenese genügend Carbs generieren. Warum wird immer davon berichtet, dass man bei ausschließlichem Verzehr von magerem Fleisch sterben würde und man unbedingt Fett zusätzlich benötige? Wenn durch die Glykoneogenese genügend Carbs produziert werden, dann müsste es doch unter’m Strich makronährstofftechnisch vergleichbar sein mit magerem Fleisch plus Reis.
    Ich kann mir einen Teil der Frage bereits selbst beantworten, und zwar dass eine 100%ige Protein-Ernährung auch ein krasses Extrem ist (ergo ungesund).
    Aber das Prinzip dahinter möchte ich noch genauer verstehen.
    Vielleicht hast du ja bereits im Blog darüber geschrieben und ich hab es einfach nur übersehen.

    1. Hi,

      es geht nicht darum, mit Protein seinen kompletten Tagesbedarf an Kalorien zu decken, sondern darum, dass so viel Glukose gebaut werden kann, dass – physiologisch betrachtet – die Unterschiede zwischen „Normalernährenden“ und Low-Carb-Ernährenden deutlich kleiner werden.

      Soll einfach nur bedeuten: Nur, weil meine keine Kohlenhydrate isst, heißt das nicht, dass man physiologisch betrachtet so weit von Leuten entfernt liegt, die Kohlenhydrate essen.

      LG, Chris

      1. Mir ist klar, dass man durch die Glykoneogenese aus großen Mengen an Protein so viele Carbs macht, dass man – physiologisch betrachtet, unterm Strich – ziemlich nah an der „normalen Ernährung“ ist.
        Meine Frage war jedoch konkret: warum stirbt man nach relativ kurzer Zeit, wenn man das macht? Warum funktioniert die Glykoneogenese aus dem vielen Protein in diesem Falle nicht? Man müsste doch in der Theorie aus diesen großen Proteinmengen genügend Carbs herstellen können. Was führt dazu, dass es in der Praxis nicht funktioniert?

        1. Die Leber hat nur eine bestimmte Kapazität, um dies zu bewerkstelligen. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass Aminosäuren desaminiert werden müssen, bevor sie zu Glukose umgebaut werden können.

          Dabei wird Ammoniak bzw. Ammonium frei, die zu Harnstoff abgebaut werden müssen. Dieser gesamte Prozess hat aber eine gewisse Kapazität, der bei einer Zufuhr von 200-300 g Protein am Tag an seine Grenzen kommt, danach wird es toxisch.

          200-300 g Protein = ca. 1000 Kalorien. Der Kalorienbedarf ist aber deutlich höher.

          Ich denke, das ist unter anderem ein Grund, warum die Leber der Inuit extrem groß ist. Man kann durchaus spekulieren, dass die eine höhere Kapazität aufweisen, um mit Stoffwechselendprodukten (besser) umzugehen.

          Wenn in Werken geschrieben steht, dass die bis zu 4 Kilogramm Fleisch essen … na ja. Das könnte niemand von uns.

  4. Hallo
    Die Diskussion ist ja interessant nur denke ich dass es zu viele Abläufe im Menschen gibt die keiner wirklich durchschaut. Seit ein paar Jahrzehnten gibt es ja die Theorien von den Genmutationen, alles ist Genmutation, aber wie sieht denn die Realität aus zum Beispiel bei Krebs lt. Schulmedizin eine Genmutation seit 80 Jahren jagen die Forscher die Genmutation was bisher herauskam 98% Tode bei Chemotherapie trotz 100 Milliarden Einnahmen u. Forschungsgeldern. Jedes Jahr sterben weltweit 10-11Millionen einen furchtbaren Krebstot.

    Ich denke dass der einzige Beweis Tests an lebenden Menschen sind, die gibt es z.B. In Würzburg:
    Ernährung · Eine Ernährungsumstellung kann möglicherweise helfen, den Gesundheitszustand von Krebspatienten zu verbessern und das Wachstum bösartiger Zellen einzudämmen. So kann laut Professor Ulrike Kämmerer von der Uniklinik Würzburg eine kohlenhydratarme und fettreiche Diät sich positiv auf das Befinden von Tumorpatienten auswirken. Kämmerer, die Grundlagenforschung für diese Thematik betreibt, stellte die so genannte «ketogene Ernährung» gestern bei einer Fachtagung in der Rehaklinik Überrruh bei Isny vor.
    Eine Diät, die das Wachstum von Krebszellen aufhalten oder verlangsamen kann. Wie fundiert und seriös sind die Erkenntnisse über eine derartige Wirkung?
    Kämmerer: Also es wäre zum jetzigen Zeitpunkt unseriös, über eine Anti-Tumor-Wirkung zu sprechen. Dies ist Gegenstand intensiver Forschung, doch noch nicht wissenschaftlich nachzuweisen. Es gibt jedoch starke Hinweise darauf, dass Tumore auf die ketogene Ernährung ansprechen und die Größe reduzieren. Diese Beobachtungen stimmen positiv. Fakt ist, dass diese Ernährungsform den drastischen Gewichtsverlust – ein häufiges ernsthaftes Problem von Krebspatienten – verhindern kann.
    Auf welchen Erkenntnissen beruht die ketogene Ernährung?
    Kämmerer: Krebszellen haben einen ausgeprägten Zuckerhunger. Sie können einen Großteil ihrer Energie nur durch die Vergärung von Zucker gewinnen, brauchen also sehr große Mengen an Glukose. Mit einer entsprechenden Ernährungsumstellung könnte man den Krebszellen folglich einen hohen Anteil Zucker entziehen und so ihre Energiegewinnung erschweren und ihr Wachstum beschränken. Die Umstellung auf eine kohlenhydratarme und fettreiche Ernährung – die so genannte ketogene Diät – könnte Tumorpatienten helfen.
    Wer seine Essensgewohnheiten umstellen will, muss sich also an den Eskimos oder Massai orientieren…
    Kämmerer: Das ist richtig. Eskimos und Massai ernähren sich traditionell kohlehydratarm von Fisch, Fleisch und Milch. Das entspricht der ketogenen Ernährung, bei der 85 bis 90 Prozent der Energie aus Fett gewonnen und 8 bis 12 Prozent aus Eiweiß gewonnen wird. Am Tag dürfen maximal 25 bis 50 Gramm Kohlenhydrate zugeführt werden. Patienten dürfen also keinen Zucker und keine stärkehaltigen Lebensmittel wie Kuchen, Getreideflocken, Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Brot essen. Auch Bier ist zum Leidwesen mancher Männer nicht erlaubt.
    Was darf man denn essen?
    Kämmerer: Viel Fleisch (oder für Vegetarier Tofu), Fisch, Nüsse und Fette wie Butter und Schmand. Wichtig sind Omega-3-haltige Fettsäuren wie sie in Lein-, Hanf-, Raps- oder Fischöl enthalten sind. Zu der Diät gehören auch Käse, Eier oder Blattgemüse.
    Kann diese Form der Ernährung auch schaden?
    Kämmerer: Nein, es steht außer Frage, dass sie die Lebensqualität von Krebspatienten verbessert. Es gibt quasi keine Nebenwirkungen. Ende Zitat.

    Für viele Vegananhänger dürfte es schwierig werden nicht zu Verhungern wenn sie kein Fleisch u. keinen Fisch essen u. auf Kohlehydrate verzichten müssen.
    Ich denke außerdem dass man seine feste Überzeugung aufgeben muß wenn man zum Kern einer Wahrheit vorstoßen will, die Natur bestimmt was richtig u. was falsch ist, die Ideologie einzelner Menschen interessiert die Natur nicht, die Natur hat Pflanzenfresser u. Fleischfresser geschaffen ob das zur Moral der Menschen passt oder nicht interessiert die Natur nicht. Hunde u. Wölfe haben ein ähnliches Verdauungssystem wie Menschen, wenn Hunde viele Kohlehydrate essen werden sie auch krebskrank, bei Hunden Krankheit Nr.1 Wölfe kennen keinen Krebs.

    Vegane Ernährung ist sehr gesund Fleisch zu essen schadet scheinbar in keiner Form der Feind sind die Kohlehydrate,
    Zitat: Betrachten wir uns die Lebensmittelpyramide der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), die als heutiger Maßstab von vielen Ernährungsberatern empfohlen wird. Fast alle von ihr empfohlenen Nahrungsmittel werden zu Glukose, sprich Zucker umgewandelt. 50% unseres Bedarfes sollen wir aus Getreide, Obst und Gemüse beziehen. Doch Brot= Zucker, Pasta= Zucker, Kartoffeln= Zucker, Reis= Zucker, Obst=Fruchtzucker, Milch= Milchzucker, Alkohol=Zucker, Honig=Zucker. Jede Form von Zucker industriell hergestelltes Weismehl, alle Transfette hoch gefährlich, (industriell hergestellte Fette). Das meiste dessen was uns die Indutrie denaturiert liefert ist gefährlich, einschließlich Monsanto natürlich, durch genetische Veränderung.
    Viel Spaß beim Essen.
    Michael41

    1. Nun ja. Das Tumorsuppressor-Gen p53 funktioniert im Großteil der Krebspatienten nicht und das Ras-Gen ist auch in 30 % der Krebsfälle mutiert. Das war ein kleiner Ausschnitt.

      Noch 1-2 Aspekte: Der Mensch ist kein Carnivor, sprich Fleischesser. Er ist auch kein Herbivor. Und Brot besteht auch nicht aus „Zucker“, sondern aus Glukose. Das, was wir als Zucker kennen, heißt Saccharose und ist ein Disaccharid.

      Ansonsten, weiterführend: http://edubily.de/2015/04/ketogene-diaet-in-der-krebsbehandlung/

Schreibe einen Kommentar zu tommy Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.