Verstehen und Anwenden

Ich setze mir zum Ziel, euch soweit zu bilden, dass ihr nicht mehr auf meine Meinung oder generell auf Meinung anderer angewiesen seid – zumindest hinsichtlich Gesundheit/Leistungsfähigkeit.

Wer das Grundprinzip einmal verstanden hat, der kann es konstant anwenden und mit diesem Wissen auch überprüfen, in wie weit das Gesagte (egal von wem) auch stimmig und korrekt ist.

Mittlerweile dürfte klar sein, dass sich mein Konzept in erster Linie um die Gesundheit deiner Mitochondrien kümmert. Denn jede Art der Gesunderhaltung oder des Gesundwerdens wird zu gewissen Teilen durch das Funktionieren deiner Mitochondrien bestimmt.

Genau aus diesem Grund fällt dieses Wort hier so oft.

Intensiv und zusammenfassend habe ich mich dieser Thematik erst vor kurzem wieder gewidmet, einmal hier bei mir (kurz) und einmal bei AesirSports (ausführlich).

Dieser Post soll noch einmal kurz grafisch vor Augen führen, was wir erreichen wollen:

Mittlerweile sollten wir den Kernpunkt verstanden haben: Die mitochondriale Biogenese, das heißt die Neubildung von Mitochondrien, hängt ab von drei Faktoren:

  • AMPK
  • Sirt1
  • PGC1-alpha

Immer dann, wenn die Zelle in irgendeiner Weise „gestresst“ wird (in Form von Kälte, Sport, Nahrungsabstinenz, ROS), wird AMPK aktiv – es ist somit einer Master-Regulator des zellulären Energiestoffwechsels.

Sirt1, teil einer Gen-Reihe namens „Sirtuine“, auch bekannt als Langlebigkeits-Gen, trägt seinen Namen unter anderem aus diesem Grund: Zusammen mit AMPK aktiviert es PGC1-alpha.

PGC1-alpha ist die einzige Instanz des Körpers, die das Signal zum Vermehren von mitochondrialer Masse gibt. 

Das sollte man sich einfach mal merken.

Ich habe euch dann ein Mitochondrium gezeichnet, zu sehen in der Bildmitte.

Oben links sehen wir einen kleinen Einblick – zu sehen ist die innere mitochondriale Membran. Dort finden wir die Atmungskette. Der Mechanismus ist kinderleicht. Die Atmungskette bildet das Ende einer riesigen Reaktionsreihe in der konstant Elektronen abgegeben werden. Mit Hilfe von Transport-Molekülen (NAD), werden diese Elektronen zur „Elektronen-Transport-Kette“ (= Atmungskette) gebracht. Sie werden auf den Komplex ganz links in der Reihe übertragen und von Komplex zu Komplex weitergereicht. Zwischen zwei Komplexen sehen wir einen orangefarbenen Kreis – das Coenzym Q10. Dieses allseits bekannte Molekül also hilft, Elektronen zwischen den Komplexen zu transportieren.  Ebenfalls bekannt sind die dort gelagerten Cytochrome, die genau bei diesem Prozess helfen – das sind eisenhaltige Enzyme.

Da es sich hierbei um ein leichtes Energiegefälle handelt, wird diese frei werdende Energie genutzt, um H+-Ionen, also Wasserstoff-Ionen, von innen nach außen zu schleusen, dargestellt mit Hilfe von Pfeilen.

Es entsteht insgesamt ein Ungleichgewicht, denn „außen“ sind mehr H+-Ionen als innen. Wichtig: Dieser Gradient wird genutzt, denn die H+-Ionen diffundieren durch das „letzte Glied“ der Atmungskette, die ATP-Synthase, zurück in das Innere – dabei entsteht Energie (rot eingezeichnet). 

Das nächste Bild (rechts) zeigt nicht die ATP-Synthase, sondern ein uncoupling protein – auch UCP oder im Falle von UCP1, Thermogenin genannt.

Dieses Protein lässt die H+-Ionen zurück diffundieren, ohne dass dabei Energie in Form von ATP entsteht. Deshalb auch die Sonne: Die Energie wird frei in Form von Wärme.

Weiterhin wird anhand der Grafik klar, dass wir mit der Vermehrung unserer Mitochondrien auch mehr Fettstoffwechsel bekommen: Die „Fettstoffwechsel“-Enzyme lagern innerhalb der Mitochondrien!

Daher: Ohne Mitochondrien, keine Fettverbrennung. 

Mehr muss man zu diesem Thema nun wirklich nicht wissen!

 

 

 

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