Bewusstsein

Heute gibt es mal einen Kommentar zu einem anderen Thema. Die „periodic undereating“-Reihe soll heute Abend oder morgen fortgesetzt werden.

Vor einiger Zeit hatte ich ein heikles Thema angesprochen: Gibt es physikalische Größen, die unser Leben bestimmen? Ich meine… „so richtig“ bestimmen – Gravitation kennt ja sowieso jeder. Das ist uns auch selten klar… Aber gut.

Nein – damals ging es um gewisse Versuche eines Herrn Gurwirtsch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der nämlich konnte – wohl primitiv – nachweisen, dass die Zellteilung beeinflusst wird durch UV-Strahlung, also herkömmliches Sonnenlicht.

Ich hatte den Gedanken damals in meinem Post weiter gedacht.

Wenn ein Zellverband in der Lage ist via UV-Strahlung zu kommunizieren …

Es gibt ein paar grundlegende Sachen, denen man sich bewusst sein sollte. Jede Ebene des Lebens weist Eigenschaften auf, die man auf der nächst-höheren Ebene wiederfinden kann.

Je mehr man beispielsweise versteht über das System Zelle, über das System Mensch, um so mehr versteht man auch über unsere täglich erfahrbare Welt. Wie beeindruckend das oftmals ist, das erfährt man direkt in der ersten Biologie-Stunde der gymnasialen Oberstufe, wo man lernt, wie sich eine Zelle intrazellulär organisiert.

Auch in einer Zelle gibt es „Straßen“, „Transport-Moleküle“, eine grundlegende Verwaltungseinheit namens DNA, Kraftwerke, Verdauungsapparate etc.

Das selbe finden wir auf übergeordneter Ebene, System Mensch. Auch dort finden wir entsprechende Strukturen.

Erstaunlich wie auch im Körper ein Dualismus herrscht zwischen „Gut“ und „Böse“, zwischen Immunsystem und Pathogenen. Wenn man das Immunsystem studiert, wird man feststellen, wie ähnlich sich das Immunsystem, die Immunzellen, verhält bzw. verhalten in Relation zu unserer eigenen Polizei, quasi unserem innerstaatlichen Immunsystem.

Wir Menschen fühlen uns oftmals deshalb „getrennt“ von der Natur, weil wir scheinbar Fähigkeiten mitbringen, die kein anderes Lebewesen hat. Wir können unsere Umwelt bewusst verändern, eingreifen in diverse Prozesse.

Wir verlieren den Draht zur Natürlichkeit – wir sind nicht mehr Eins mit der Materie – zumindest fühlen wir uns nicht so.

Der Baum hat scheinbar überhaupt nichts mit dir zu tun. Selbst diese Tatsache scheint sich drastisch zu verändern, wenn wir den Zellaufbau von Pflanzen kennen lernen. Wie übereinstimmend das mit unserer eigenen Zelle ist.

Aber wie war das?

Könntest du dir vorstellen, dass ein Stein Bewusstsein erlangt?

Ich denke, dass diese Frage von vielen Menschen mit „Nein“ beantwortet wird.

Und genau das ist das Problem, das Problem unseres limitierten Verstands.

Denn du solltest dir bewusst-sein, dass das Universum, ein lebloses Universum, bestehend aus einfachen Atomen, etwas erschaffen hat, was wir heute „Bewusstsein“ nennen – du erfährst dich gerade. Aber wer oder was bist du denn eigentlich?

Seht ihr: Wenn man das einmal verstanden hat, also dass eine völlig leblose Materie, etwas entstehen lässt, das sich selbst erfahren kann, dann realisiert man auch, dass es scheinbar keine Begrenzungen gibt – außer in unserem Verstand, natürlich auch bedingt durch die erfahrbaren naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten.

Und das ist der Punkt, den ich vielen Naturwissenschaftlern übel nehme! Diese Engstirnigkeit, dieses „Nicht-wahr-haben-wollen“, dieses „Sich-wehren“ gegen so genannte Esoterik.

Wenn ich also über physikalische Größen spreche, womöglich über das banale Licht, das irgendwie in das Körpergeschehen eingreift, dann wird abgewunken. Man wird als Hexe verbrannt.

Die Wahrheit ist wohl, dass wir viele Dinge heute einfach noch nicht messen können. Wieso soll ein Gehirn, ein Gehirn, das etwas erschafft, das wir Bewusstsein nennen, also ein Du, ein Ich, ein Wir… wieso soll so ein Gehirn nicht in der Lage sein, physikalische Größen „wahrzunehmen“ und umgekehrt auch zu „entsenden“?

Vielleicht kommunizieren unsere Gehirne noch auf eine ganz andere Art mit der Umwelt.

Der Punkt ist: Wenn ein lebloser Gegenstand irgendwann selbst „erfahren“ kann, wahrnimmt, dass „er ist“, dann sollten wir uns von unserer Arroganz verabschieden und akzeptieren, dass wir mehr sind als nur irgendwelche Figuren auf einem Schachbrett – wir sind das Universum selbst.

Das ist keine Esoterik, sondern banale, nachvollziehbare Tatsachen.

Solange wir das nicht verstehen, sind wir auch nicht in der Lage, neue, andere Möglichkeiten für uns zu entdecken.

Was ich damit nicht sagen möchte ist, dass das zur Folge hat, dass du morgen Harry Potter wirst – aber…

Wer leben will wie unsere Vorfahren, der muss sich auch darüber im Klaren sein, was es heißt, „genetisch korrekt“ zu leben – gerade auf mentaler Ebene.

Für Aborigines macht das Leben Sinn – sie lieben die Tiere und bedanken sich bei den Tieren dafür, dass sie ihr Leben lassen mussten für das eigene Überleben.

Liebe, Demut, Dankbarkeit, Geborgenheit.

Das sind völlig unbekannte Begriffe für uns – für natürlich lebende Völker völlig normal! Die haben keine „mental disorders“, nein, die sind eins mit der Welt, mit dem Universum.

Dein Problem? „Ach, die sind ja auch primitiv“ – nein, nein! Du bist primitiv.

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11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Danke Chris für Deine stets spannenden und sorgfältig recherchierten Beiträge!

    C.G. Jung hat die Kommunikation der „bewusstseinslosen“ Umwelt mit uns unter dem Thema „Synchronizität“ beschrieben. Ein kleines Beispiel aus eigener Erfahrung (als Rechtsanwalt bin ich nicht leichtgläubig…): Ich war vor ein paar Jahren im Frühjahr auf einer Wanderung, welche z.T. über Skipisten führte. Im steilen Aufstieg zu einem Pass hatte ich plötzlich die Eingebung, dass ich Geld finden würde. Ich schenkte dem nicht weiter Beachtung. Hinter dem Pass lief ich aber nach ca. 500m schnurstracks auf einen Geldbeutel auf, der auf dem Schnee lag. Offenbar hatte jemand diesen im vergangenen Winter verloren. Die Wegführung war nicht so, dass jedermann den Geldbeutel zwingend gefunden hätte. Ich konnte anhand der Ausweispapiere die Eigentümerin ausfindig machen, welche zwar am andern Ende der Schweiz lebt, „zufällig“ aber die Wochenenden bei ihrem Freund verbringt, der am selben Ort wie ich lebt.

    Grüsse aus dem Süden

    Marc

    1. Hallo Marc,

      vielen Dank für dein positives feedback.

      Ja – das ist mir auch schon sehr oft passiert. Ich denke, dass sehr viele Menschen bereits solche Erfahrungen gemacht haben. Die Sache ist nur, dass man sich i.d.R. nicht traut, zu so etwas auch zu stehen – zumindest nicht öffentlich.

      Es ist natürlich oftmals auch eine Gratwanderung: Wann sprechen wir von „zufälligen“ Ereignissen und wann von Ereignissen die so extrem „passend“ sind, dass man glaubt, dass sie unmöglich Zufall sein können.

      Es ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema und ich bin mir sicher, dass uns das noch länger beschäftigen wird.

      Liebe Grüße,
      Chris

  2. „Denn du solltest dir bewusst-sein, dass das Universum, ein lebloses Universum, bestehend aus einfachen Atomen, etwas erschaffen hat, was wir heute “Bewusstsein” nennen – du erfährst dich gerade. Aber wer oder was bist du denn eigentlich?“

    Der „Weltknoten“ wie Schopenhauer sagen würde? Doch warum leblosen Universum? Wie wäre es mit einer Perspektive, die alles als lebendig annimmt? Die annimmt, das selbst Atome und Quanten einem inneren Trieb Folgen? Wie lassen sich instantane Eigentschaftsänderungen zwischen zwei Teilchen erklären?
    Solange wir annehmen, die Welt wie wir sie wahrnehmen, sei die Welt an sich, wird das nichts…

    Die Zusammenhänge wie sie von der Wissentschaft beschrieben werden, haben stets nur Modellcharakter. Anzunehmen, sie würden die Realität abbilden, wäre stumpf.
    Natürlich bringt es mich in meinem Leben Weiter, wenn wissentschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Creatin vorliegen und ich diese Wirksamkeit am eigenen Leib erfahre. Und doch muss ich davon ausgehen, dass dir biochemisch beschriebenen Prozesse nicht des Wunders ganze Pracht zu zeigen vermögen.

    Um den Bogen zu kriegen: kollektives Bewusstsein… Ist es da mit den entdeckten Spiegelneuronen bereits getan? Oder gibt es auch hier, auf zellulärer Ebene, instantane Änderungen, mit Ursachen, welche wir nicht nur nicht messen , sondern schlicht nicht wahrnehmen können?

    1. Hallo Tom,

      sehr interessanter Input von dir!
      Ich finde, dass dieses Thema so komplex und heikel ist: Wo sind die Grenzen? Wo fangen wir an „zu spinnen“ und gibt es so etwas wie Spinnerei überhaupt? Wo sind die Grenzen zwischen Genialität und Wahnsinn?

      Wenn wir die Wissenschaft in Frage stellen hinsichtlich ihrer Wahrheit (im Sinne einer Absolutheit), die sie liefert, dann muss man sich fragen, welche Rahmen, welche Grenzen wir uns dann stecken, wo die Reise hinführen soll?

      Was ist „Leben“? Wie definieren wir „Leben“? Du sprichst von einer Theorie, die Atomen einen „Trieb“ verleiht – doch woher kommt der Trieb? Wenn der Trieb von Quanten kommt, woher bekommen Quanten ihren Trieb?
      Denn eines steht fest: Wir selbst bekommen unseren Trieb aufgrund von chemischen Reaktionen, womöglich gepaart mit physikalischen Größen.

      Das einzige was ich weiß ist, dass wir von dieser Welt höchstens 0,01% kennen. Es gibt noch eine Menge Spielraum!

      1. Hi Chris,
        schwieriges Thema, oder auch nicht. Du schreibst:

        „Was ist “Leben”? Wie definieren wir “Leben”? Du sprichst von einer Theorie, die Atomen einen “Trieb” verleiht – doch woher kommt der Trieb? Wenn der Trieb von Quanten kommt, woher bekommen Quanten ihren Trieb?
        Denn eines steht fest: Wir selbst bekommen unseren Trieb aufgrund von chemischen Reaktionen, womöglich gepaart mit physikalischen Größen.“

        Wieso steht das fest? Wissen wir denn, woher die Quanten ihren Antrieb bekommen, bzw. wie die Quanten zusammengesetzt sind?

        Wir gehen davon aus, dass, wenn es Bewusstsein gibt, diese aus Materie entsteht?! Könnte es auch andersrum sein?

        Sicher ist, dass der Mensch in seiner jetzigen Form begrenzt ist, genauso wie der Affe begrenzt ist. Wir schieben zwar unsere Grenzen Stückchen weise weg, doch bleiben wir -natürlich- innerhalb der Grenzen unseres Mentals. Mithilfe des Mentals -dass uns vom Affen unterscheidet- gestalten wir unsere Welt, gleichzeitig begrenzt uns das Mental, denn wir können nichts erfahren, was jenseits des Mentale liegt, du kannst dir nicht das Unvorstellbare vorstellen.
        Ken Wilber versucht dies zu beschreiben. scheitert aber, da er dies natürlich mit Worten (Mental) versucht (was nicht bedeutet, das ich an seinen Erfahrungen zweifel).
        Der Schlüssel ist das Mental und das „Ich“ welches dort entsteht, so denke ich. Will man also das Mental übersteigen, dann nicht mit dem „Ich“ im Gepäck.

        Liebe Grüße Rainer

      2. „Was ist “Leben”? Wie definieren wir “Leben”? Du sprichst von einer Theorie, die Atomen einen “Trieb” verleiht – doch woher kommt der Trieb? Wenn der Trieb von Quanten kommt, woher bekommen Quanten ihren Trieb?“

        Wie wäre es, wenn Teilchen ihren Trieb nicht erst bekommen, sondern wenn dieser Trieb, die Urkraft von Anfang an dabei war? Stichwort Panpsychismus; der geistige Aspekt ist hier immer schon vorhanden, treibt die Materie zu zweierlei: Differenzierung und Integration.
        Aus der Ursuppe differenzierten sich einzelne Teilchen und Vereinten sich zu Ansammlungen. Das ging soweit, bis irgentwann etwas zuckte und sich bewegte… und weiter, bis das erste „Nervensystem“ aus diesem Prozess der Spezialisierung und Zusammenkunft hervorging.

        Aber wie wir sehen, sind wir hier weitab von Beweisbarem. Die Wissenschaft erforscht Kausalitäten, Ursache – Folge. Das „Wie“ kann immer mehr, immer genauer beantwortet werden…Doch fragt man einmal nach dem „Warum“, dann tut sich dieser riesen Abgrund auf.

        „Denn eines steht fest: Wir selbst bekommen unseren Trieb aufgrund von chemischen Reaktionen, womöglich gepaart mit physikalischen Größen. “

        Das hieße in etwa, dass wir, und alle anderen Organismen reine Reiz – Reaktionsmaschinen sind! Ich denke ein intrinsische Motivation lässt sich kaum leugnen – sie lässt sich nur nicht messen, ist nicht „objektiv“ ermittelbar.

        Das ist alles ist soweit weg vom Leben, vom hier und jetzt, und doch irgentwie unmittelbar um und in uns. Schwer zu fassen und noch schwerer in Worte zu fassen, was da mit unseren Weltbildern vorgeht, wenn wir auch nur versuchen unsere Perspektive zu wechseln.

        Wir haben verdammt nochmal keine Ahnung…

        1. Das einzige, was wir nicht beschreiben können, ist das Bewusstsein. Das Ding, das die Welt erblickt.

          Alles andere können wir sehr wohl beschreiben. Warum wir lernen, warum wir einen Antrieb haben, warum wir morgens aufstehen. Und ja – das ist ein Stück weit eine Reiz-Reaktionsmaschine, auch wenn das vielen nicht passt.

          Diese Reiz-Reaktionsmaschine funktioniert so gut, dass wir es nicht mal merken. Wir merken nicht, dass wir Menschen sind – doch wieso verhält sich jeder Mensch „ähnlich“?

          Jeder Mensch hat ein art-spezifisches Verhalten, tief programmiert in unseren Gehirn.

          Warum ich edubily betreibe? Weil mein Gehirn Neurochemikalien produziert, die diese Idee „gut“ finden, mir Antrieb verleihen, mich glücklich machen.

          Nimmt man Teile des Gehirns weg, dann ist das für dich so, als ob es diese Teile nie gegeben hätte. Das „fehlt“ dann halt einfach im Kopf. Du nimmst die Sachen, für die das Hirnareal zuständig war, einfach nicht mehr wahr.

          Dennoch: Wieso entsteht Bewusstsein?

          Und: Wissen meine Bakterien im Darm, dass sie sich in meinem Darm befinden? Oder glauben die auch, sie sind in einem riesigen Universum? 🙂

  3. Ein Ausschnitt aus dem Buch von Ken Wilber „The eye of the spirit“
    Immer-gegenwärtige Bewußtheit
    Das reine Selbst ist immer-gegenwärtiges Bewußtsein,
    auch wenn wir dessen Existenz bezweifeln.
    In dieser einfachen Wahrnehmung erkenne ich:
    ich bin mir meines Körpers bewußt;
    also bin ich nicht nur mein Körper,
    ich bin mir meines Geistes bewußt,
    also bin ich nicht nur mein Geist;
    ich bin mir meines Selbst bewußt,
    also bin ich nicht nur mein Selbst,

    Vielmehr nehme ich meinen Körper, meinen Geist, mein Selbst wahr.
    Das ist wahrhaft faszinierend:
    ich kann meine Gedanken sehen,
    also bin ich nicht diese Gedanken;
    ich bin mir der Körperempfindungen bewußt,
    also bin ich nicht diese Empfindungen;
    ich bin mir meiner Gefühle bewußt,
    also bin ich nicht nur diese Gefühle.
    Irgendwie bin ich das Subjekt, das dies alles wahrnimmt.

    Doch wer oder was nimmt wahr?
    Die Traditionen behaupten,
    das, was wahrnimmt, ist Geist, ist Gott,
    ist Buddha-Natur in ihrer Ganzheit.
    In anderen Worten:
    die letzte, unbedingte Wirklichkeit
    ist nichts, was gesehen werden kann,
    sondern ist das, was immer-gegenwärtig sieht.
    Und also ist dieses Bewußtsein
    nicht schwer zu erreichen,
    aber unmöglich zu vermeiden.

    Das, was sieht, kann nicht gesehen werden.
    Hören wir also auf,
    uns mit diesem oder jenem zu identifizieren.
    Dann bekommen wir eine Ahnung von der unendlichen Freiheit.
    Wir werden dann bemerken,
    daß diese einfache, immer-gegenwärtige Wahrnehmung
    vollkommen mühelos ist.
    Keinerlei Mühe macht es,
    Laute zu hören, Dinge zu sehen, die kühle Brise zu fühlen,
    und wir ruhen einfach in dieser mühelosen Wahrnehmung.
    Und wieder:
    dieser Zustand des zeitlosen Gegenwärtigseins
    ist nicht schwer zu erreichen,
    aber unmöglich zu vermeiden.

    Dinge, die gesehen werden,
    sind angenehm oder schmerzhaft,
    beglückend oder traurig,
    heiter oder beängstigend,
    – aber das, was diese Dinge sieht,
    ist weder beglückend noch traurig,
    weder heiter noch beängstigend,
    sondern einfach frei.

    Wenn ich ruhe als das, was zeitlos wahrnimmt,
    ist es um die Große Suche geschehen.
    Die Große Suche ist der Feind
    des immer-gegenwärtigen Geistes,
    eine brutale Lüge angesichts einer freundlichen Unendlichkeit.
    Die große Suche ist die Suche
    nach einer letzten Erfahrung,
    nach einer großartigen Vision,
    einem Paradies der Freuden,
    einer nie-endenden guten Zeit,
    einer machtvollen Einsicht,
    eine Suche nach Gott, nach der Göttin, nach dem Geist –
    aber Geist ist kein Objekt:
    Geist kann nicht begriffen, erreicht,
    gesucht oder gesehen werden –
    Geist ist das, was immer-gegenwärtig sieht.

    Wenn ich kein Objekt bin, bin ich die Gottheit selbst.
    Fange ich an zu suchen, höre ich auf, Gott zu sein;
    und die Katastrophe kann nicht dadurch behoben werden,
    daß ich nach noch mehr Objekten suche.

    Es geht darum,
    die immer-währende Bewußtheit klar zu erkennen.
    Das kostet keine Mühe.
    Ich bemerke einfach,
    daß es immer eine Wahrnehmung des Himmels gibt;
    ich bemerke einfach,
    da8 es immer eine Wahrnebmung der Wolken gibt;
    ich bemerke einfach, daß das immer-währende Wahrnehmen
    nicht schwer zu erreichen ist,
    aber unmöglich zu vermeiden.

    Wenn du dies verstehst,
    ruhe in dem,
    was versteht –
    und genau das ist Geist.
    Wenn du nicht verstehst,
    ruhe in dem, was nicht versteht-
    und genau das ist Geist.

  4. Ich danke Chris für diese Plattform und seinen Beiträgen und ebenso all jenen, die hier regelmäßig hervorragende, tiefsinnige und anregende Gedanken niederschreiben.

    Das motiviert oft ungemein und eröffnet neue Horizonte, Hoffnungen und Wege.

    Danke!

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