Tocotrienole

… wachsen mir so langsam ans Herz.

Neulich habe ich beschrieben, wie Tocotrienole helfen könnten, den Krebs zu besiegen. Es hemmt sehr potent den (hyperaktiven) Pi3k/Akt-Signalweg in Krebszellen.

Was muss ein Molekül heute (!) können, damit es helfen kann?

  • Arteriosklerose hemmen (Li et al., 2010)
  • Insulinsensitivität wiederherstellen (Fang et al., 2010)

Kurz: Es schützt effektiv vor metabolischem Syndrom.

Mir persönlich geht es zwar schon auch um meine Insulinsensitivität, aber viel mehr geht es mir um meine Athleten, die ich betreue (also ihr alle).

So habe ich immer gerne den ein oder anderen Geheimtipp, wenn ich mal per mail konsultiert werde von Spitzensportlern.

Hier mal einer: 

Man lässt Ratten schwimmen, bis sie nicht mehr können. Die eine Gruppe bekommt zusätzlich Tocotrienole oder Tocopherol (normales Vitamin E).

Results showed that the TRF-treated animals (268.0 ± 24.1 min for TRF-25 and 332.5 ± 24.3 min for TRF-50) swam significantly longer than the control (135.5 ± 32.9 min) and T-25-treated (154.1 ± 36.4 min) animals, whereas there was no difference in the performance between the T-25 and control groups. The TRF-treated rats also showed significantly higher concentrations of liver glycogen, superoxide dismutase (SOD), catalase (CAT), and glutathione peroxidase (GPx), as well as of muscle glycogen and SOD than the control and the T-25-treated animals, but lower levels in blood lactate, plasma and liver TBARS, and liver and muscle protein carbonyl.

Also, Ratten erhalten entweder 25mg/kg, 50mg/kg Tocotrienole (TRF) oder 25mg/kg Tocopherol.

Die TRF-25 Gruppe und TRF-50 Gruppe schwammen beide signifikant länger, als die Kontroll – bzw. die Tocopherol-Gruppe.

Man achte jetzt aber auf die Zeiten:

268 (TRF25) vs. 332 (TRF50) vs. 135 (Kontroll) vs. 154 (T25)

=> Die TRF50-Gruppe, also die 50mg/kg Körpergewicht erhielt, schwamm 2,5x länger, als die Kontroll-Gruppe. 

Das ging einher mit

  • deutlich mehr Leber – und Muskelglykogen (verbesserter Fettstoffwechsel!)
  • mehr Superoxidismutase, Catalse und Glutathion-Peroxidase (Antioxidative Kapazität).

Tocotrienole… Noch Platz in deinem Budget? Probieren geht über Studieren!

Dosis? 50mg/kg bei Ratten entspricht 8mg/kg Körpergewicht bei dir. Du wiegst 100kg? Dann brauchst du knapp 1g davon. Also für alle dann irgendwo zwischen 0,5g und 1g.

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4 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hi Markus,

      genau dort kaufe ich seit 1 Jahr meine Tocos. Für mich zur Prophylaxe, für meine Mutter zur Krebsnachsorge. Ich füge 1/3 Fläschchen meinen Leinöl(250ml) hinzu, reicht somit für fast 3 Monate (bei 1 EL Leinöl pro Tag).

      Wenn Du z.B. 15 g DMT3(halbes Fläschchen) in 250ml Öl mischst, dann ergibt das bei einem grossen EL (10g) etwa 600mg DMT3 oder 300mg Tocotrienole.

      Alles in allem die preiswerteste Methode an Tocos zu kommen….

      Max

      PS: Der Inhaber, Herr Schmidt-Philipp, ist sehr hilfsbereit und beantwortet prompt etwaige Fragen

  1. Ach Mensch , man braucht gar nicht so viel…in der Studie geh es um TRF, einen (normierten?) Extrakt, den „Tocotrienol Rich Fraction“. Tocomin zukm Beispiel ist ein geschützter Handelsname dafür, das ist ein TRF 20%. DMT 3 ist das Gleiche, nur eben mit 47%.

    Die engl. Wiki schreibt:

    Tocotrienol rich fractions from rice, palm, or annatto, used in nutritional supplements, functional foods, and anti-aging cosmetics, are available in the market at 20%, 35%, 50%, and 70% total vitamin E content..

    Nur: ich habe schon eine Weile den Markt gescannt, aber auf 70% Extrakte bin ich nicht gestoßen, die sind wohl nicht so gängig. Daher sind die Chancen gut, dass in nder Studie max. 50% Extrakte verwendet worden sind. Beim DMT3 würde man also 0,5 bis 1,0 gr nach der Rechhung im Artikel benötigen. Kann jemand von euch auf den Volltext dieses Papers zugreifen und mal nachschauen, wie hoch genormt der verwendete Extrakt war?

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19705143

    Auch eine nette Studie: 2x200mgTocomin und die White Mattter Lesions (Gerhirnschädifungen, die jeder von uns ab 25 so ansammelt und an denen wir jeden tag ein wenig depperter werden) haben sich in der Entwickung um 3/4 verlangsamt. De Studien laufen noch, dies ist nur ein Zwischenergebnis:

    http://www.naturalproductsinsider.com/webinars/2012/06/research-updates-on-neuroprotection-properties.aspx?cmpid=CAROEM (Webinar oben rechts)

  2. Herr Dr. Strunz rät zur Einnahme von Vitamin E nur in Kombination mit Vitamin C. Ansonsten würde Vitamin E selbst zu einem gefährlichen Stoff werden. Welche Stoff da über welchen Mechanismus entstehen soll, ist mir allerdings nicht bekannt. Daher meine Frage an die Anwesenden. Kann mir jemand den Hintergrund erklären?

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