Eine andere Meinung

… sollte man so langsam bekommen von Ernährung.

Genauer ausgedrückt: Iss deine Nahrung im natürlichen Zustand.

Mir persönlich wird immer deutlicher, warum so viele Studien „scheitern“: Man füttert den Tieren Flüssigkeiten oder isolierte Makronährstoffe und wundert sich dann, dass nur Schlechtes passiert. Der schlimmste Feind aller Wissenschaftler ist Fruktose. Wenn man einem Tier effektiv Insulin-Resistenz induzieren möchte, metabolisches Syndrom etc., dann kippt man einfach genug Fruktose ins Trinkwasser.

Die Frage müsste lauten: Was ist, wenn die Tiere, die äquivalente Menge Fruktose aus dem Obst aufnehmen? Wir würden wahrscheinlich Sachen finden wie

  • verlangsamte Aufnahme aufgrund der Matrix im Obst,
  • diverse Polyphenole, die an sich irgendeine Wirkung haben,

etc.

Und jetzt geht der Spaß auch mit „richtigen“ Kohlenhydraten weiter.Wir glauben zu wissen, dass alle Kohlenhydrate gleich dick machen, dass alle Proteine gleich im Muskel wirken und im Kopf sehen wir bei dem Wort „Reis“, nur das weiße Zeug, was man auch aus Zuckerrüben gewinnen kann.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 machte mich persönlich wach, das differenzierte Denken musste noch differenzierter werden. Die Wissenschaftler wollten wissen, wie denn die Kohlenhydrate aus einer Süßkartoffel wirken. Und das Ergebnis ist verblüffend:

[…] suggesting that insulin sensitivity was improved among sweet potato starch-fed rats. Levels of tumor necrosis factor-α, interleukin-6, resistin, and retinol binding protein-4 were significantly lower in the IR-S versus the IR-P group, indicating an improvement of pro-inflammatory status in sweet potato starch-fed rats. The sweet potato starch diet also significantly enhanced the protein expression of phospho-Tyr-insulin receptor substrate-1 and improved the translocation of glucose transporter 4 in the skeletal muscle. Our results illustrated that sweet potato starch feeding for 4 wk can improve insulin sensitivity in insulin-resistant rats, possibly by improving the adipocytokine levels, pro-inflammatory status, and insulin signaling.

(Chen et al., 2013)

Süßkartoffeln verbessern:

  • Entzündungen
  • Adipozyotkin-Werte
  • Insulin-Sensitivität

Noch einmal zum Mitschreiben: Süßkartoffeln bestehen quasi aus Stärke (Kohlenhydrate). Füttert man Süßkartoffel an Ratten, dann verbessert sich die Insulin-Resistenz.

Und so gibt es einige weitere Arbeiten zum Thema Milchproteine („Valin-Prolin-Prolin“) oder zum Thema Reis („y-Oryzanol“). Langsam sollte man sich vielleicht klar machen, dass man nicht so viel falsch machen kann, so lange man ganze, wenig verarbeitete, natürliche Lebensmittel konsumiert.

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. ja ja. Und wenn man dies z.B. mit Chips aus verarbeiteten (um das geht es ja, weniger um die Kartoffelart an und für sich. Und ja- Süßkartoffeln sind eine ganz andere Pflanzenfamilie) Kartoffeln vergleicht.

    P&G Pringles Sour Cream (Gewürzte Stapelchips mit Sour-Cream- und Zwiebelgeschmack)

    Zutaten / Inhaltsstoffe:

    Kartoffelpüreepulver, pflanzliches Öl, pflanzliches Fett, Maismehl, Weizenstärke, Maltodextrin, Emulgator: E471; Salz, Reismehl, Dextrose, Zwiebelpulver, Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat und Dinatriuminosinat; Molkenpulver, Sauerrahmpulver, pflanzliches Öl (gehärtet), Zucker, Joghurtpulver, Milcheiweiß, Lactose, Aroma, Säuerungsmittel: Citronensäure, Milchsäure und Äpfelsäure; Knoblauchextrakt.

    Und das mal verglichen mit Süßkartoffelscheiben, dünn mit VCO eingepinselt, etwas Meersalz und frischen Rosmarin drübergestreut, 20 Minuten im Ofen gebacken. Boah ey!

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