Unverwundbar – mentale Techniken und Höchstleistung

Was haben alle Bücher, die es zum Thema (Sport-)Psychologie gibt, gemeinsam?

Die Frage kann man sich stellen, denn alles auf dieser Welt basiert auf Gesetzen – auch du und ich. Irgendwo gibt es also einen gemeinsamen Nenner im Denken, in der Psychologie des Homo sapiens, geben. Es muss so sein.

Wir können nichts anderes machen als unsere eigene Physiologie, Psychologie, ja Biologie zu beschreiben. Wir können nichts verändern, wir können höchstens mitspielen. Besser oder schlechter.

Auch wenn wir immer versuchen wegzulaufen, jemand anderes zu sein, neue Wege zu beschreiten: Du bist wie ein Jojo, der an der Hand der Biologie hängt. Du kannst zwar versuchen dich davon zu entfernen, aber die Wahrheit ist, dass es dich immer wieder zurückziehen wird, du wirst immer zum Ursprung gezogen.

Das verstehen so viele hier auf der Welt nicht. 

Die Essentiellste aller Wahrheiten, man könnte auch sagen, die einzige Wahrheit, die es gibt, ist: Lasse los.

Das ist der allergrößte Unterschied zwischen Durchschnittlichen und Überfliegern. Überflieger fliegen, weil sie irgendwann einmal in einen gedanklichen Rausch kamen. Und dann verliert man sich in der Unendlichkeit der Genialität. Du glaubst, ich rede realitätsfern? Wenn du dieser Meinung bist, dann bist du extrem weit von deiner eigenen Genialität entfernt.

Ich kann immer nur aus meinem eigenen Leben sprechen.

Wir kennen das Phänomen des Flows. Gerade in der Sportpsychologie ist es das Thema. Flow beschreibt einen Sein-Zustand, kein „Gedanken-Gebilde“, sondern ein vollkommenes Aufgehen in der Tätigkeit, ein Fliegen, ein Nicht-mehr-da-sein. Ein woanders leben.

Das erreichen Viele mit Drogen oder auch ganz banal mit einer mentalen Aufwärtsspriale, dann, wenn ein paar Tage/Wochen/Monate/Jahre alles perfekt läuft. Dann nämlich lässt man los: Man fliegt. Und dort oben gibt es keinen Widerstand mehr.

Wieso auch? Es gibt kein anderer Mensch, der in diesem Moment genau deinen schöpferischen Höhepunkt erreicht, höchstens einen ähnlichen Zustand, aber nicht das, was du gerade kreierst.

Man könnte diesen Zustand auch als Blutrausch bezeichnen, als Blutlecken und dann vollkommen Abtauchen in eine Parallel-Dimension.

Der Glaube, eine Art der Selbst-Hypnose, schafft es, diesen Zustand oft herbeizuführen, weil wir uns „weg-denken“.

Es gibt eine zweite spezifische Eigenheit im Dasein des Homo sapiens:

Einen Ziel-Erreichungsmechanismus im Gehirn, ein success mechanism.

Man muss das nur mal verstehen und anwenden.

Ich fahre auf der Autobahn und frage mich ob der Blitzer gerade da steht, wo er immer steht, in aller Regelmäßigkeit. Und sobald ich diesen „Befehl“ in mein Kopf einprogrammiere, sehe ich nur noch Blitzer überall – auch wenn überhaupt keine da sind.

Dieser Mechanismus hat uns wohl dabei geholfen, Beute zu suchen und zu finden.

Viele Menschen programmieren sich dabei nur falsche Sachen ein. „Ich bin schlecht“ – und du wirst überall sehen, dass du schlecht bist. Egal ob das ist oder nicht ist.

Man könnte sich auch einprogrammieren: Abitur machen, Studium erfolgreich abschließen, eine neue Position im Betrieb erreichen, Gesund werden…

Glaubst du daran? 😉

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