Das Spiel mit den Makronährstoffen

Dieser Beitrag soll „Richtig essen“ ergänzen.

Das menschliche System ist nicht starr. Man muss nicht konstant auf Kohlenhydrate verzichten, man muss auch nicht konstant auf Fett verzichten, braucht nicht konstant eine Fettleber zu haben, man braucht aber auch nicht konstant hohe Insulin-Spiegel haben. Man muss nicht alle drei Stunden essen, man braucht auch kein Mittagessen, man kann auch einmal vier Tage von den Fettreserven leben oder drei Wochen mal nur von Kohlenhydraten.

Ich möchte dich an eine Sache erinnern:

Du gehörst zu der Gattung homo, nicht schwul, sondern eine Gattung, die die erfolgreichsten Individuen hervorgebracht hat, die jemals diesen Planeten bewanderten.

Im Sinne der Evolution sind wir die Art, die extrem gut an die Umwelt angepasst ist, vor allem: Wir können uns aufgrund unseres Gehirn selbst an die Umwelt anpassen. So etwas gibt es nicht noch einmal auf diesem Planeten.

Außerdem: Der menschliche Organismus ist so extrem adaptiv, dass es völlig unnötig ist, sich darüber Gedanke zu machen, ob du heute genug Eiweiß gegessen hast.

Nur eine Sache darf man nicht machen: Man sollte nichts chronisch und exzessiv praktizieren.

Natürlich will ich hier jetzt nicht alles verraten, aber man könnte zum Beispiel so etwas machen:

Frühstück ersetzen durch Shake, nüchternes Krafttraining, leere Glykogenspeicher ausnutzen und den Rest des Tages nur Kohlenhydrat, Eiweiß und wenig Fett essen. Dadurch wird ein optimales hormonelles Umfeld gewährleistet, bei gleichzeitiger Minimierung der Fettspeicherung, leichte hyperkalorische Ernährung.

Tag zwei: Körper noch in der Phase der optimalen Kohlenhydrat-Aufnahme, da Glykogenspeicher selten bis nie ganz gefüllt sind, ähnlicher Plan wie oben.

Tag drei: Körper ausgeruht, aber kein Training. Ziel: Ketogener Zustand. Morgendliches Fasten, „Aceton-Geschmack“ im Mund, Mittagessen 4-5 Eier, ein Stück Weidebutter. Ausnutzen des ketogenen Zustandes mit mehr Fett oder Verlassen des ketogenen Zustandes mit deutlich mehr Eiweiß, aber ohne Kohlenhydrate, um weiterhin von Fettreserven zu leben.

Tag vier: Ähnliches Schema wie an Tag 1, leicht hyperkalorisch.

Tag fünf: Leichte Kalorienrestriktion ohne spezifisches Anstreben von ketogenen Zustand. Wie Jason Statham das mal ausgedrückt hat: 2000 calorie limit is gospel. An diesem Tag isst man Beeren, Früchte, Joghurt (wenig Fett), viel Magerfleisch, Shakes.

Tag sechs: „Aceton“-Geruch im Mund? 4 Eier, kein Mittagessen, abends alkoholfreies Bier, Steaks, Kartoffeln, Tomatensalat. Hunger? Quark, Früchte, noch ein Bier, mal eine Scheibe Schwarzbrot.

Tag sieben: Fasten, (oder) Eiweißfasten, (oder) intermittierendes Fasten, abends eine große Mahlzeit.


So oder so ähnlich könnte ein Plan aussehen, den man macht, wenn man abnehmen möchte.

Man kann natürlich noch weiter „anziehen“ oder „lockern“, je nach Bedürfnissen.

Wir bekommen damit sehr gute Hormon-Werte und sorgen dafür, dass Testosteron und T3 nicht abfallen, weil wir die Insulin-Spiegel nicht konstant zu niedrig halten.

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