Weltmeisterlicher Tipp

pokal auf deutschlandtrikot

Vorab:

Ich plane diverse Sachen, darunter auch

  • einen Tag in der Woche, an dem ich aktuelle Forschungsergebnisse diskutiere, so dass es für euch „übersichtlicher“ und strukturierter wird – dann gehen viele Arbeiten hier auf dem Blog nicht „unter“,
  • darüberhinaus möchte ich, dass ihr mir explizit Fragen stellt: Was interessiert euch, was hättet ihr gerne für euch geklärt, wo sind Wissenslücken etc. Ich freue mich über jede mail – und nein, es kostet nichts, mir zu schreiben 🙂

Zum eigentlichen (kurzen) Thema:

Einige von euch haben eventuell hohe Triglycerid-Werte, hohe Cholesterin-Werte, also kurz: Schlechte Fett-Werte im Blut.

Wenn dann einer auch (schon) mit Angina pectoris zu kämpfen hat, also der Verstopfung der Arterien, dann – spätestens – besteht Handlungsbedarf.

Ich persönlich weiß – weil gemessen – wie man die Cholesterin – und Triglycerid-Werte innerhalb weniger Tage auf ein normales Niveau senken kann. Bei mir war das immer Cholesterin 150.

Seit dem weiß ich, dass alles andere pathologisch ist. Aber gut.

Man macht das so:

>2 Tage fasten. 

Und deine Blutwerte sind wieder normal. Versprochen!

Das wäre – wenn mich jemand frägt – Stufe I des Plans. Stufe II, die wir mit Stufe I notwendigerweise eingeleitet haben – sieht vor, genau in diesem Modus zu bleiben und zu ergänzen mit Fett. Später wird das dann abgerundet mit normalen Mengen Eiweiß zum Erhalt der Muskulatur.

Jetzt weiß ich, dass einige denken: „Der empfiehlt ja jetzt eine ketogene Diät“. Ja, phasenweise. Der große Unterschied aber ist, dass man bei dem Plan hier erst einmal fasten muss. Der Körper muss „checken“, was er tun soll. Er braucht eindeutige Signale. Das machst du nicht, wenn du heute sagst: Och ich esse ab morgen kein Marmeladenbrot mit Butter mehr, sondern Apfel mit Quark und Leinöl. Dein Verstand sagt: Ist doch „low carb“, ja, aber dein Körper weiß davon nix. Für deinen Körper ist das „Essen-Modus“.

Wir Wissenschaftler kennen zwei Modi. Essen-Modus und Fasten-Modus. Und dazu braucht dein Körper eindeutige Signale. Aber dann kannst du ruhig auch mal – mit viel Vorsicht – Fett konsumieren.

Der Sinn dahinter ist, dass wir den Körper in den Fasten-Modus bringen, der übrigens sehr sinnvoll ist und dir nicht schadet, wo du regenerieren wirst. Du und dein Körper, ihr werdet dann lernen, dass es nicht nur den „Essen-Modus“ gibt, sondern auch den „Fasten-Modus“.

Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, wenn es so zwei verschiedene Modi gibt. Nur du, und das weiß ich ganz, ganz, ganz genau, benutzt immer nur den Essen-Modus.

Den leitest du morgens mit einem Eiweißshake ein. 

Fasten-Modus heißt Fasten-Modus weil man erst einmal fasten sollte, bevor man wieder isst – nur so, als kleiner Tipp. 😉

Weiterführend zu dem Thema empfehle ich:

Martin Berkhan von leangains. Leider im Ruhestand.

Brad Pilon von Eat Stop Eat.

Oder Ori Hofmekler.

Tenor: Keine Angst vorm Hunger. Man muss nicht immer essen.

 

Bildquelle

Ulrich Peters World Cup 2014 Winner | CC @ flickr.com

 

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9 Kommentare, sei der nächste!

  1. Max,

    wir wollen in diesem „Fasten-Modus“ sein und dann einfach Energie zuführen, damit der Gewichtsverlust nicht zu groß wird. Es ist im Prinzip der Gedanke der ketogenen Diät, aber eben präzise eingeleitet. Es ist ein modifiziertes Fasten und auch nicht etwas, was ich für eine Lebenszeit empfehle, aber im Sinne einer körperlichen Regeneration durchaus öfter im Jahr praktiziert werden kann.
    Die Phase II sieht den Konsum von reinem Fett vor, die Quelle spielt letztendlich keine Rolle. In der Phase kann man dann auch ruhig – der Körper wird das ganz genau signalisieren – Eiweiß einführen, aber da beim Fasten sowieso sehr viel hGH freigesetzt wird, braucht man deutlich weniger. 70g/Tag reichen im Regelfall.

    1. Sollte natürlich im OP 0% KH heissen 🙂

      Ich denke, es ist nicht einfach, sich fast nur von Fett zu ernähren. Deshalb meine Frage wie lang die Phase II i.d.R. dauern soll….

      PS: Ich betreibe seit ca. 6 Monaten Low Carb (bis 50g KH/Tag) + HIIT + Gewichte Training. Ergebnis: 6kg abgenommen (dabei aber auch ein paar Kilo Muskelmasse zugelegt)…und die Leute schauen jetzt etwas „komisch“ wenn ich am Strand bin 😉

      LG

      Max

      1. Natürlich ist es nicht einfach, aber es ist eine sehr effektive Methode das Obige (Artikel) zu erreichen.
        Wie gesagt: Es geht nicht darum, ein Leben lang so zu leben, sondern viel mehr darum, eine Methode zu haben, mit der Mann effektiv und schnell und sicher die Blutfett-Werte normalisiert.

        Das war der Gedanke des Posts.

        Low carb ist eine andere Geschichte – aber es sollte nicht „so schlecht sein“, wenn andere komischen schauen 😉 🙂

  2. Hallo, ich habe ein Interview mit Ori Hofmekler über die Warrior Diät gelesen. Er lehnt Proteinpulver ab und schreibt ua.: „Der fünffache UFC Champion Frank Shamrock erzählte mir kürzlich, dass er keine Proteinpulver nimmt und glaubt, man könne den Wert von gesunder, qualitativer Nahrung nicht überbieten. Das schien auch mir sehr vernünftig.“ ?????????????????????
    Was meinst du???
    Gruß
    Michael

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