Monoperspektivisch

… sehen wir die Welt.

Da wird beispielsweise Laufperformance plötzlich abhängig gemacht vom Kohlenhydrat-Konsum. Da wird plötzlich berichtet, dass jeder „super gut“ wird, nur durch Verzicht auf Kohlenhydrate.

Nicht wissend, dass es eben auch noch andere Faktoren gibt, die unsere Leistungsfähigkeit beeinflussen.

So habe ich damals erklärt, dass die so oft als Paradebeispiel genannten Buschmänner aus der Kalahari, ja nur 1.55m groß sind und dementsprechend wenig wiegen. Ich habe erzählt, dass meine Schienbeinlänge sehr kurz ist, im Vergleich zu der Schienbeinlänge von diesen Menschen. Und dass dies auch ein Grund ist, warum die so viel besser laufen können als ich.

Die Kenianer kennen wir alle. Dort kann jeder 10km in 30min laufen, vorm Frühstück!

Das Geheimnis… kommt jedenfalls nicht aus der Ernährung, denn die essen fast 80% Kohlenhydrate. Also viel, viel mehr als wir Sportler hier.

Aber… die haben trotzdem nur 6-10% Körperfett, sind im Schnitt 1.75m groß und wiegen 55kg. 55! 

Ich weiß, dass einige denken: Was würde passieren, wenn man denen eine ketogene Ernährung füttert usw…

Dies ist eine Missachtung der Tatsache, dass diese Menschen genetisch prädestiniert sind, um solche Leistungen zu erbringen. Du nicht. Es sei denn, du hast einen natürlichen BMI unter 20.

Übrigens gibt’s für jeden „high fat“-Beweis auch einen „high carbohydrate“-Beweis. Der nächste käme von den Tarahumara, Mexiko.

Die laufen (nicht gehen!) in benachbarte Orte, die 100km entfernt sind und das bei Konsum von einer fast reinen Kohlenhydrat-Diät. Übrigens sind die Plasma Triglyceride und der Cholesterin Wert dort auch völlig normal.

Der Witz: Forscher meinen, das liege am großen Glykogen-Speicher…. welch‘ Ironie.

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